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In den Vereinigten Staaten sitzt Apple aktuell die Regierung im Nacken. In einem Verfahren wegen illegaler Preisabsprachen wurde der CEO Tim Cook nun dazu verdonnert, 4 Stunden lang Rede und Antwort zu stehen. Apple hatte gebeten, von diesem Schritt abzusehen, da bereits 11 andere Führungskräfte ausgesagt hätten und Cook nichts hinzuzufügen hätte. [PRBREAK][/PRBREAK]In dem Verfahren geht es um die Einführung des Agency-Modells im iBookstore. Als Apple anfing digitale Bücher zu verkaufen, setzte man von Anfang an auf dieselbe Strategie wie im App Store und ließ die Verlagshäuser die Preise festsetzen, behielt jedoch selbst 30 Prozent. Bevor Apple dieses Modell an den Markt brachte, wurden auch digitale Bücher wie reale Bücher gekauft. Amazon und Co. kauften eine gewisse Anzahl von Lizenzen, bekamen einen Mengenrabatt und verkauften sie dann zu einem Preis weiter, den sie selbst bestimmten. Nachdem Apple sein Agency-Modell einführte, sahen sich die anderen Händler gezwungen, ein ähnliches Modell einzuführen, da die Verlagshäuser sonst den iBookstore bevorzugen würden. Da nun die Verlagshäuser die Preise bestimmen konnten, stiegen die E-Book-Preise in den USA erheblich.
Aufgrund dieser Preissteigerung sitzt Apple nun vor Gericht. Der Konzern selbst ist von der Legalität seines Handelns überzeugt. Anders als die ebenfalls verklagten Verlagshäuser ließ man sich auf Vergleichszahlungen nicht ein und verteidigt sich nun im Prozess. Da Steve Jobs, der zur Einführung des iBookstores noch CEO war, inzwischen verstorben ist, muss Tim Cook nun aussagen. Er hat alle Geschäfte vom Vorgänger übernommen und war auch als COO den Entscheidungen am nächsten, so dass man hofft, dass bei der langen Befragung auch neue Informationen an die Oberfläche kommen.
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