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TikTok scheitert am EU-Stresstest: Verstoß gegen neue digitale Regelungen

Michael Reimann

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Michael Reimann
Die Social-Media-Plattform TikTok ist noch nicht vollständig mit den bevorstehenden Digital Services Act in Europa für Inhalte konform. Dies ist das Ergebnis eines Stress-Tests, den die EU-Kommission durchgeführt hat.

Thierry Breton unterstreicht Wichtigkeit der Compliance​


Der EU-Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, und sein Team führten den sogenannten "Stress-Test" in den Dubliner Büros von TikTok durch. Breton betonte die Bedeutung von TikTok auf den Leben von Menschen und Demokratien. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung Europas nutzt TikTok, die meisten davon sind Teenager. "Wenn die Systeme versagen, können die Auswirkungen dramatisch sein", sagte Breton.

Moderationsregeln für TikTok​


Die von Chinas ByteDance Ltd. betriebene, populäre Musikvideo-App TikTok gehört zu den großen Internetplattformen, die eine lange Liste von Moderationsregeln einhalten müssen oder mit hohen Geldstrafen oder sogar Verboten in EU-Ländern konfrontiert werden könnten. Der Test überprüfte Bereiche wie Kinderschutz, das Content-Empfehlungssystem und Moderation von TikTok, illegalen Online-Inhalt, Datenzugang und Transparenz.

Anerkennung für TikToks Einsatz​


Breton lobte TikToks freiwillige Zustimmung zur Durchführung des Tests und die Ressourcen, die das Unternehmen zur Einhaltung der Vorschriften einsetzt. Dies stellt einen leichten Tonwechsel zu früheren Diskussionen dar.

Anstehende Prüfungen unter dem DSA​


Nach einem Videogespräch mit TikToks CEO im Januar, äußerte Breton Bedenken über den Zugang zu "schädlichen und manchmal sogar lebensbedrohlichen Inhalten" auf der Plattform. TikTok wird eines der ersten Ziele für Prüfungen unter dem Digital Services Act (DSA) sein, berichtete Bloomberg.

Potenzielle Verbote für TikTok​


Mit mehr als 1 Milliarde Nutzer:innen weltweit steht TikTok weiterhin vor potenziellen Verboten in seinen wichtigsten Märkten. Neben der EU-Prüfung haben US-Gesetzgeber mehrere Gesetze vorgeschlagen, die die App blockieren könnten.

Bretons Aufruf zur Beschleunigung​


Breton betonte, dass es jetzt "Zeit ist, die Beschleunigung zur vollen Compliance zu steigern". Ende August wird die EU-Kommission prüfen, ob sich "reale, greifbare Veränderungen auf dem Boden" materialisiert haben.

Quelle: Bloomberg

Den Artikel im Magazin lesen.
 
Ich wundere mich immer wieder, dass diese Debatte stets mit einzelnen Plattform verknüpft ist.

... äußerte Breton Bedenken über den Zugang zu "schädlichen und manchmal sogar lebensbedrohlichen Inhalten" auf der Plattform

Solche Bedenken kann man guten Gewissens bzgl diverser anderer Plattformen formulieren. Wo bleiben die Verbotsfantasien für Youtube oder Facebook?
 
Ich wundere mich immer wieder, dass diese Debatte stets mit einzelnen Plattform verknüpft ist.



Solche Bedenken kann man guten Gewissens bzgl diverser anderer Plattformen formulieren. Wo bleiben die Verbotsfantasien für Youtube oder Facebook?

Wozu gibt es den Digital Services Act wohl? 🤷🏻‍♂️ Der wurde nicht für TikTok alleine erfunden.
 
Wozu gibt es den Digital Services Act wohl? 🤷🏻‍♂️ Der wurde nicht für TikTok alleine erfunden.
Hab ich bzgl der genannten Beispiele noch nie gelesen, suche aber auch nicht unbedingt danach. Habe das hier bzgl TikTok gelesen und eben diesen Vergleich angestellt.

Wäre Interessant zu sehen, wenn man mit diesem Statement ein YouTube- oder Facebook-Verbot ins Spiel bringen würde. :cool:
 
Hab ich bzgl der genannten Beispiele noch nie gelesen, suche aber auch nicht unbedingt danach. Habe das hier bzgl TikTok gelesen und eben diesen Vergleich angestellt.
Dann hast du aber wohl nichts dazu gelesen, denn DMA und im Speziellem der DSA sind für die Regulierung von Internet Plattformen gedacht und das schliesst Facebook, Google, WhatsApp, Instagram, Tik Tok usw. ein. Wenn du in der Datenkrake deiner wähl DSA eingibst, findest du genügend Infos dazu, inklusive dem genauen oder recht schwammigen offiziellen Gesetzestext.
 
Ich fragte nach Statements hochoffizieller Leute, dass sie Youtube o. vglb. abschalten würden.

Das kann ja auch in einem Artikel hier auf AT gestanden haben. Das habe ich dann verpasst... hast du da ggf. Links?