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Der ehemalige Chefentwickler des persönlichen Assistenten Siri, der in allen neueren iDevices zum Einsatz kommt, arbeitet mittlerweile beim Konkurrenten Samsung. Der Ingenieur namens Luc Julia war für einen Zeitraum von zehn Monaten für das Projekt Siri verantwortlich, bevor er Apple im vergangenen Jahr verlassen hat. Bei Samsung arbeitet er an einer Online-Plattform, die eine zentrale Anlaufstelle für mit dem Internet verbundene Geräte darstellen soll. Das Projekt, welches auf den Namen SAMI hört, hat er nun auf einer Konferenz im Norden San Franciscos vorgestellt.[PRBREAK][/PRBREAK]
Die Abkürzung des Projektnamens steht ausgeschrieben für Samsung Architecture for Multimodal Interactions und stellt nur im entferntesten Sinne eine Plattform für Personen als Nutzer dar. Gedacht ist das Projekt nämlich für das "Internet der Dinge", um gesammelte Daten verschiedener Geräte zentral zu speichern und so geräteübergreifend zu verarbeiten. Entwickelt wird SAMI in erster Linie für Hersteller solcher Geräte, sodass diese ihren Kunden über die einheitliche Plattform mehr Funktionen und Dienste bereitstellen können. Angesprochen fühlen sollen sich dabei vor allem Anbieter von Geräten der Kategorien Wearable Computing, Home Automatisierung, aber auch Autohersteller.
Auf dem in Napa stattfindenden MEMS Executive Congress, welcher mehrheitlich von Sensor-Herstellern besucht wird, demonstrierte Julia den Service anhand einiger Fitness-Geräte. Dabei trug er einen Pulsmesser und in Fitbit-Armband, zusätzlich wog er sich auf einer Internet-Waage und joggte schließlich ein paar mal um die Bühne. Er zeigte die Art und Weise, wie die Plattform die Daten sammelt und zusammen verarbeitet. Üblicherweise würde es für jedes Gerät einer separaten App benötigen. Diese sind meistens allerdings nicht dafür entwickelt, herstellerübergreifend miteinander kommunizieren zu können.
Genau an diesem Punkt setzt das Projekt SAMI an. Julia erklärte in einem Interview, dass das Projekt die Daten normalisiert in einem Feed bereitstelle und über eine einzige API zugänglich sei. Wollte man bisher die Daten verschiedener Quellen nutzen, musste man im Prinzip Kenntnis über alle verwendeten Programmierschnittstellen besitzen, was einen enormen Aufwand bedeutete. Durch die herstellerseitige Implementierung von SAMI werden andere Entwickler zukünftig in der Lage sein, über nur eine zu beachtende API auf verschiedene Geräte und deren Daten Zugriff zu erhalten. Im gleichen Interview gab Luc Julia zudem zu, dass der Hardwarehersteller Samsung zur Zeit nicht über ausreichende Kenntnisse auf diesem Gebiet verfüge, man allerdings motiviert sei diese Bereiche zu betreten. Man kann auch davon ausgehen, dass der frühere Apple Mitarbeiter aufgrund seiner Tätigkeit in Cupertino einiges an Wissen mitbringen kann, denn der Sprachassistent Siri agiert ähnlich wie das hier genannte Projekt. Es verarbeitet sehr verschiedene Sprach-Inputs und erzeugt anschließend sehr verschiedene Outputs.
Der Begriff "Internet der Dinge" umfasst im Prinzip alle Geräte, welche mit dem Internet verbunden sind und dabei autonom bzw. selbstständig Daten oder Interaktionen erzeugen, ohne dass es dem Zutun einer Person bedarf. Betrachtet man den aktuellen Markt wird deutlich ersichtlich, dass die meisten Hersteller ihr eigenes Ding durchziehen wollen und eigene Apps anbieten, es allerdings schon Ansätze für zentrale Plattformen gibt. Der Online-Dienst IF THIS THAN THAT, kurz IFTTT, verbindet zum Beispiel viele verschiedene Online-Plattformen. Allgemein sind Projekte wie SAMI sehr interessant, im Bezug auf den Datenschutz aber dennoch kritisch zu beurteilen. Übertrieben schwarzmalerisch gedacht, könnten Geheimdienste wohl Gefallen an einer durch solche Daten ermittelten Herzschwäche einer potenziell gefährlichen Person finden.
Via Macworld, letztes Bild via Casaleggio Associati
Die Abkürzung des Projektnamens steht ausgeschrieben für Samsung Architecture for Multimodal Interactions und stellt nur im entferntesten Sinne eine Plattform für Personen als Nutzer dar. Gedacht ist das Projekt nämlich für das "Internet der Dinge", um gesammelte Daten verschiedener Geräte zentral zu speichern und so geräteübergreifend zu verarbeiten. Entwickelt wird SAMI in erster Linie für Hersteller solcher Geräte, sodass diese ihren Kunden über die einheitliche Plattform mehr Funktionen und Dienste bereitstellen können. Angesprochen fühlen sollen sich dabei vor allem Anbieter von Geräten der Kategorien Wearable Computing, Home Automatisierung, aber auch Autohersteller.
Auf dem in Napa stattfindenden MEMS Executive Congress, welcher mehrheitlich von Sensor-Herstellern besucht wird, demonstrierte Julia den Service anhand einiger Fitness-Geräte. Dabei trug er einen Pulsmesser und in Fitbit-Armband, zusätzlich wog er sich auf einer Internet-Waage und joggte schließlich ein paar mal um die Bühne. Er zeigte die Art und Weise, wie die Plattform die Daten sammelt und zusammen verarbeitet. Üblicherweise würde es für jedes Gerät einer separaten App benötigen. Diese sind meistens allerdings nicht dafür entwickelt, herstellerübergreifend miteinander kommunizieren zu können.Genau an diesem Punkt setzt das Projekt SAMI an. Julia erklärte in einem Interview, dass das Projekt die Daten normalisiert in einem Feed bereitstelle und über eine einzige API zugänglich sei. Wollte man bisher die Daten verschiedener Quellen nutzen, musste man im Prinzip Kenntnis über alle verwendeten Programmierschnittstellen besitzen, was einen enormen Aufwand bedeutete. Durch die herstellerseitige Implementierung von SAMI werden andere Entwickler zukünftig in der Lage sein, über nur eine zu beachtende API auf verschiedene Geräte und deren Daten Zugriff zu erhalten. Im gleichen Interview gab Luc Julia zudem zu, dass der Hardwarehersteller Samsung zur Zeit nicht über ausreichende Kenntnisse auf diesem Gebiet verfüge, man allerdings motiviert sei diese Bereiche zu betreten. Man kann auch davon ausgehen, dass der frühere Apple Mitarbeiter aufgrund seiner Tätigkeit in Cupertino einiges an Wissen mitbringen kann, denn der Sprachassistent Siri agiert ähnlich wie das hier genannte Projekt. Es verarbeitet sehr verschiedene Sprach-Inputs und erzeugt anschließend sehr verschiedene Outputs.
Der Begriff "Internet der Dinge" umfasst im Prinzip alle Geräte, welche mit dem Internet verbunden sind und dabei autonom bzw. selbstständig Daten oder Interaktionen erzeugen, ohne dass es dem Zutun einer Person bedarf. Betrachtet man den aktuellen Markt wird deutlich ersichtlich, dass die meisten Hersteller ihr eigenes Ding durchziehen wollen und eigene Apps anbieten, es allerdings schon Ansätze für zentrale Plattformen gibt. Der Online-Dienst IF THIS THAN THAT, kurz IFTTT, verbindet zum Beispiel viele verschiedene Online-Plattformen. Allgemein sind Projekte wie SAMI sehr interessant, im Bezug auf den Datenschutz aber dennoch kritisch zu beurteilen. Übertrieben schwarzmalerisch gedacht, könnten Geheimdienste wohl Gefallen an einer durch solche Daten ermittelten Herzschwäche einer potenziell gefährlichen Person finden.Via Macworld, letztes Bild via Casaleggio Associati
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