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Sind wir ein Volk?

illy`

Weigelts Zinszahler (Rotfranch)
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Sind wir ein Volk?
Ist zusammengewachsen, was zusammengehört?

"Wir sind ein Volk!" - Die Parole, die am 3. Oktober 1990 im Rahmen der staatlichen Einigung Wirklichkeit wurde, gestaltet sich im alltäglichen (Zusammen-)Leben nicht immer wie sie zunächst klingt. Die Löhne in Ostdeutschland sind immernoch wesentlich niedriger als in Westdeutschland. Es existieren ja auch immernoch haufenweise Ossi- und Wessiwitze.
Hier noch eine Statistik zur Zufriedenheit mit dem Leben.


Also was sagt ihr dazu?
Ist zusammengewachsen, was zusammengehört???
 
ich als Ossi wohne seit 2000 im "Westen"
hier habe ich schon das Gefühl, dass alles passt
aber nur wenige "Wessis" die ich kenne, haben schon mal den "Osten" besucht

im Osten habe ich das Gefühl, dass sich in den Köpfen bei Vielen noch nicht viel geändert hat
man hofft, dass der Staat sich um das Individum kümmert
und die Marktwirtschaft ist aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit nicht anerkannt
 
Tja, das ist ein heikles Thema. Ich bin jetzt seid fast 4 1/2 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Sie kommt aus Bützow (Güstrow - bei Rostock) und ich aus Bielefeld (die Stadt, die es nicht gibt .. ich weiß ;-) ) und bei uns zu Hause is alles prima zusammen gewachsen.
Wenn man das ganze aber mal politisch betrachtet, sieht das anders aus. Immernoch fließt eine Menge Geld in den Osten das wir genau so gut im Westen gebrauchen können wie zum Beispiel: Kindergärtenausbau (Kitas), Straßenbau u.s.w. An sonsten sind ja die Löhne immer groß im Gespräch. Ich persönlich kenne die Unterschiede nur aus der alljährlichen Gehaltsliste der BILD.
Und deren glaubwürdigkeit ist uns ja allen bekannt!

Also... es lebe der Wosten!
 
Es gibt auch Frauen- und Maennerwitze, und trotzdem gehoeren die beiden zusammen.

Meine Meinung :)
 
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Ich bin der Meinung, dass Threads wie dieser, Sendungen und Zeitungsberichte, in denen ganz klar zwischen Ost und West geteilt wird dazu beitragen, dass der Zusammenwuchs verlangsamt wird...
 
Meine Freundin is auch ausm Osten! Manchmal hab ich etwas Probleme mit ihrer Familie, bzw. mit Einstellungen. Aber es ist oft interessant darüber zu diskutieren.
Ich glaube, in vielen Köpfen ist noch und bleibt auch noch lange eine kleine Mauer stehen...
Argumente gibt es dafür genug: Thema Soli... teilweise wissen die "Ossis" nicht wohin mit dem Geld, teilweise fehlt das Geld hinten und vorne und die "Wessis" stört es, dass Gemeinden und Arbeitnehmer einen Haufen Geld zahlen müssen...
Naja, ein schwieriges Thema. Wie gesagt: Meine Meinung ist, dass vieles zusammenwächst, aber es wird noch lange dauern, bis "wir" uns wirklich bald wieder als EIN Volk sehen.
 
Ich bin der Meinung, dass Threads wie dieser, Sendungen und Zeitungsberichte, in denen ganz klar zwischen Ost und West geteilt wird dazu beitragen, dass der Zusammenwuchs verlangsamt wird...

Kommt drauf an. Schonmal vom Begriff Vielfalt gehoert?
 
Die Ossi- und Wessiwitze nerven und ich finde es blöd, dass im Osten weniger verdient wird, als hier und dass dort die Rente höher ist als hier.
Alles sollte in einer Bundesrepublik gleich sein!
 
Ich bin der Meinung, dass Threads wie dieser, Sendungen und Zeitungsberichte, in denen ganz klar zwischen Ost und West geteilt wird dazu beitragen, dass der Zusammenwuchs verlangsamt wird...

Also is es wohl besser über Probleme zu schweigen? Sie bloß nicht mehr anpacken, das wird schon wieder irgendwie? Oder wie soll man deiner Meinung nach damit umgehen?
 
Ich habe die Zeit seit der Grenzöffnung 1989 ungefähr zur Hälfte im "Osten" und zur Hälfe im "Westen" gelebt. Als gebürtiger Thüringer hat mich mein chaotischer Lebenslauf unter anderem nach Eschwege (Nordhessen), Hannover, Dresden, Erfurt und Esslingen (bei Stuttgart) geführt. Und in ein paar Wochen werde ich (als wissenschaftlicher Mitarbeiter) entweder an die Uni Landau oder nach Gießen gehen.

Viel stärker als die (historische bedingten) West-Ost-Unterschiede spüre ich inzwischen ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. Den größten Teil der (nach meinen Maßstäben) anspruchsvollen, spannenden und gutbezahlten Stellenangebote fand ich im südlichen Teil des Landes.

Deshalb fände ich es super, unter der langen Liste der bisher verteilten Extra-Würste endlich einen Schlussstrich zu ziehen: ich wünsche mir keine pauschal höheren Löhne mehr im Westen, aber auch keine pauschale Förderung mehr für den Osten. Es gibt auch in vielen westdeutschen Regionen eine stagnierende Wirtschaft, massive Abwanderung und steigende Arbeitslosigkeit - die betroffenen Städte haben meiner Meinung nach genau die gleiche Förderung verdient wie die strukturschwachen Regionen im Osten.
 
Also is es wohl besser über Probleme zu schweigen? Sie bloß nicht mehr anpacken, das wird schon wieder irgendwie? Oder wie soll man deiner Meinung nach damit umgehen?

Bei den Threads die ich verfolgt habe ging es nie um Problembewältigung, sondern um gegeseitige Beschimpfungen und Schulkdzuweisungen... Daher meine eher negative Einstellung dazu.
 
Ja was stellt Ihr Euch denn vor? Das zwei Regionen, die ideologisch, soziokulturell und wirtschaftlich sso lange geetrennt waren einfach mal eben so wieder zusammen wachsen?? Das Problem sind weniger die jungen, sondern eher die alten Menschen, die sich zu sehr an die alten Strukturen etc. gewöhnt haben. Ich ziehe am 01.06. für vorraussichtlich erstmal 6 Monate nach Thüringen. Alle meine Großeltern kommen aus Thüringen (Geflüchtet kurz nach dem Krieg), ich war kurz nach der Wende (1990) dort und habe überhaupt keine Probleme mit Ossis.

Ich kenne auch keinen aus meinem Umfeld, der sich über Ossis, oder Wessis beschwert. Was die Witze angeht, gibt es auch einige über Bayern und "Fischköppe", Kölner oder Schwaben.

Schaut Euch lieber mal an, was dieses Land in so kurzer Zeit geschafft hat!
 
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