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Server, aber wie?

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X Server" wurde erstellt von Luklo, 18.06.09.

  1. Luklo

    Luklo Alkmene

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    Hallo,

    wir schaffen an zwei Arbeitsplätzen (G5) in der Bildbearbeitung. Es taucht immer wieder das Problem auf dass einer an einer alten Bildversion weiterschafft da die Daten an zwei Orten gespeichert werden können. Jetzt ist die Idee einen "Server" einzurichten auf dem die Daten zentral gespeichert und gesichert werden. Der "Server"-Rechner steht im gleichen Raum wie die beiden Arbeitsrechner und es muss nicht von einem anden Ort auf den Server zugegriffen werden können.
    Uns wurde ein Mac mini empfohlen, diesen als "Server" zu nutzen. Jemand anderes hat nur darüber gelacht und gesagt dass er keine Lust hätte 1 min auf das öffnen eines Bildes zu warten. Es müsste auf jeden Fall ein Mac Pro sein. Die Bilddaten sind noch recht gross. Es kommt noch oft vor dass die Bilder 150MB gross sind.
    Was denkt Ihr? Was ist eine gute und nicht völlig überdimensionierte Lösung?
    Vielen Dank für die Hilfe

    Gruss Lukas
     
  2. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Wenn ein Programm wie zB Photoshop eine seiner Bilddateien öffnet, entfallen über 95% der dafür nötigen Leistung auf das entpacken, analysieren und konfigurieren des Dateiinhalts, nur ein winziger Bruchteil davon entfällt auf das lesen des Datenstroms von der Festplatte - oder aus dem Netz. Die Hauptarbeit bleibt also hierfür beim Rechner des Anwenders hängen, der Server hat hierbei kaum was zu tun.
    Solange nur zwei bis etwa fünf Rechner lediglich mit simplem Filesharing zu versorgen sind, packt ein Mini das mit links und im Dämmerschlaf. Mit einem schnellen Festplattenmodell bestückt (7200rpm) schickt er nur wenige, aber dafür grosse Daten etwa genauso schnell ins Netz wie ein fetter Xserve-Kamerad mit RAID, 32 GB RAM und Warp-Antrieb. Ein Unterschied ist hierbei (wenn überhaupt) kaum spürbar.

    Wofür ein Mini eindeutig zu schlapp wäre, das sind rechenintensive Webserver mit heftigem Einsatz von Serverskripten (CGI,PHP) oder ein Applikationsserver oder ein Versionierungssystem wie zB der Adobe VersionCue/Drive Service, ein Mailserver für grössere Arbeitsgruppen oder ein NetBoot Server. Für solche Dinge braucht es richtig Prozessorpower und/oder richtig schnelle HD-Lösungen, um sie flüssig nutzen zu können.
    Für den von dir angedachten Zweck braucht es nicht mal einen separaten Rechner, und eine OS X Server-Systemsoftware schon gar nicht. Dafür reicht ganz simples "Peer-to-Peer" Filesharing voll und ganz.
     
  3. winwin-win

    winwin-win Ribston Pepping

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    297
    Bei dem was du da beschreibst, könnte sich der Adobe VersionCue Server (den bereits Rasta erwähnte als Beispiel) aber vll sogar anbieten.
    Wahrscheinlich ist er aber für zwei Leute doch überprotortioniert.
     
  4. Apfel-Stefan

    Apfel-Stefan Eifeler Rambour

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    Wie wäre es mit einem NAS (Network Attached Storage)? Die Firma Buffalo, WD oder Synology z.B. haben da sehr gute Geräte!
     
    #4 Apfel-Stefan, 19.06.09
    Zuletzt bearbeitet: 19.06.09
  5. shorebreak

    shorebreak Macoun

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    Die sind aber vergleichsweise langsam - auch im Datentransfer.
     
  6. dertex

    dertex Allington Pepping

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    MacMini vs. NAS

    Hi.

    Eine ähnliche Frage wie Du stelle ich mir auch gerade. Bin auf der Suche nach einem Netzwerk-Speicher und habe schon viel hin- und herüberlegt.

    Es stellen sich die Fragen: MacMini oder NAS? Was ist besser, schneller, zukunftssicherer?

    Zu fertigen NAS habe ich einige Testberichte gelesen. Unter anderem in der c't 13/2009 ab S. 124 ist ein interessanter Artikel. Nur Geräte mit starkem Prozessor bringen akzeptable Datenraten. Gute Hersteller sind hier beispielsweise Synology oder QNAP.

    Der Haken an guten NAS-Systemen ist leider der Preis...denn man bekommt zwar schon "günstige" Geräte für unter 200 Euro inkl. 1TB Festplatte (z. B. die WD My Book World Edition), die auch Ihren Zweck erfüllen, aber leider nicht schnell und damit für hohes Datenaufkommen nur bedingt geeignet sind. Diese preiswerten Geräte bringen über GBit-Ethernet grade mal 10-20MB/s, sofern Protokolle wie SMB oder AFP zum Bereitstellen der Daten verwendet werden. Das kann bei Backups und großen Datensammlungen wie zentral abgelegten Fotos schnell zum Flaschenhals werden. Die teureren Geräte kosten ohne Festplatte schon an die 400 Euro und schaffen so um die 50-60MB/s. Für den höheren Preis bieten diese Geräte allerdings auch mehr Funktionen wie einen integrierten Webserver inkl. MySQL, RAID-Unterstützung und noch viel mehr. Stellt sich nur die Frage, ob man das alles benötigt. Das alles ist zentral mittels einer Web-GUI konfigurierbar. Da auf diesen Geräten ein angepasstes Linux läuft, kann man sogar selbst noch einiges konfigurieren, was über die grafische Oberfläche nicht erreichbar ist. Der Preis für solche Geräte (z. B. 1,6 GHz Intel Atom Prozessor, 1 GB DDR2-RAM bei QNAP) ist etwa mit einem aktuellen Netbook zu vergleichen (300 Euro). Daher finde ich den Preis für das Gebotene eigentlich zu hoch...schließlich fehlen Display, Akku und ein Massenspeicher.

    Als Alternative bietet sich da der günstigste MacMini für knapp 600 Euro an. Er ist mit einem Intel Core 2 Duo 2,0 GHz noch wesentlich stärker als die CPUs der teueren NAS Geräte und bietet zudem schon DDR3-RAM. Und im Leerlauf verbraucht das Gerät mit unter 13 Watt sogar noch weniger Energie als einige starke NAS-Gehäuse. Unter Vollast werden es lediglich 40 Watt. Das stimmt mit den NAS-Gehäusen inkl. Festplatten überein. Gerade beim Austausch von Daten über Protokolle wie SMB und AFP, die viel Rechenkraft benötigen, dürfte sich dies auszahlen. Den Webserver etc. muss man allerdings selbst im System konfigurieren - eine einheitliche Oberfläche für alle Funktionen fehlt und kann daher teilweise etwas mühsam werden. Dafür sind den Möglichkeiten nahezu keine Grenzen gesetzt. Ein RAID ist über externe USB-Platten möglich. Bei 2,5"-Platten braucht man je nach Modell sogar noch nicht einmal mehr ein externes Netzteil.

    Wenn ich nun die NAS-Systeme mit dem MacMini vergleiche, finde ich, dass es für knapp 600 Euro (MacMini) wesentlich mehr Rechenkraft und hochwertigere Hardware gibt als für 400 Euro (NAS), zu welchem noch mindestens eine Festplatte hinzukommt. Außerdem kann man den MacMini als Notfall-Arbeits-System verwenden, sofern mal ein anderer Rechner ausfällt.

    Deswegen bin ich momentan etwas hin- und hergerissen. Zwar ist ein NAS inkl. Platten etwas günstiger als ein MacMini...allerdings ist das System nicht so vielseitig einsetzbar und vorallem nicht so leistungstark. Als Gegenargument gilt spricht allerdings die einheitliche Konfigurationsobefläche des NAS und der damit verbundene geringere "Bastel"-Aufwand.


    Viele Grüße
    dertex
     
  7. winwin-win

    winwin-win Ribston Pepping

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    Alternative wäre maybe noch ein ältere Mini mit nem Intel Single Core (lässt sich soweit ich weiß dann ohne Probleme auch auf nen Core2Duo manuell auffrischen)
    den würdest vll schon für 300€ bekommen.
    Immer noch billiger als das NAS dann...
     
  8. gbyte

    gbyte Gelbe Schleswiger Reinette

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    Das würde mich aber sehr interessieren, ich bin bis jetzt davon ausgegangen das die Mini-Bauteile verlötet sind. Woher hast Du die Information das die CPU auf 'nem Sockel sitzt?

    Gruß,

    GByte

    [EDIT]

    Im Netz gibt es doch einiges an Infos zum Tausch der CPU beim Mini. Sitzt wohl doch auf 'nem Sockel. Allerdings wird auch häufig erwähnt das ein Upgrade vom Single-Core auf Double-Core nichts bringt, da die Taktrate der Hardware des ursprünglichen Single-Core den Double-Core ausbremst.

    [/EDIT]
     
  9. winwin-win

    winwin-win Ribston Pepping

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    08.04.09
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    297
    also ich weiß hier im forum von einem user der sich einen single core mini gekauft hat und ihn dann auf core2duo erweitert hat.
    Soweit ich mich noch erinnere meinte der, dass nur die PPCs verlötet sind...aber kann mich auch täuschen
     
  10. Scotch

    Scotch Ananas Reinette

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    Falls ihr mit Adobe-Produkten arbeitet, wird doch genau für diese Aufgabenstellung Version Cue mitgeliefert...?! Ob das einer der Arbeitsplätze im Hintergrund laufen hat, oder ob man VC auf einen dedizierten Rechner auslagert hängt dann nur davon ab, wie oft eine Datei so im Schnitt ausgecheckt etc. wird.

    HTH,
    Dirk
     
  11. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    die Einschränkungen der diskutierten Lösungen:

    a) die HDD des mini. Wenn überhaupt empfehle (und verwende) ich für die Datenhaltung eine externe 3,5" HDD, die ich per FW (800 bei den neuen minis) ankabele. Deutlich performanter, größer, als die Notebookplatte des mini. Erhöht natürlich den Stromverbrauch.

    b) wenn NAS, dann Netgear Readynas, weil stromsparend, voll Apple-kompatibel (leider gibt es da etliche andere, die mit AFP, HFS+ etc nicht vernünftig umgehen können). Die Teile sind aber nicht wirklich billig.

    c) jedwedes Gefrickel wie CPU-Tausch verbietet sich an einem Server! Das ist etwas das einfach nur zuverlässig laufen muß. Nebenbei bemerkt: bei einem meiner Kunden läuft seit 4 Jahren ein G4 mini 1,25 Ghz (also erste Serie!) zuverlässig als Arbeitsgruppenserver für 4 Mitarbeiter inkl. DHCP, DNS, OD, VPN, Softwareaktualisierung, WebDAV-Server (für iCal), Filesharing via AFP und SMB sowie einer kleinen Filemaker-Datenbank. Ein aktueller mini langweilt sich da noch mehr als der G4 es tut, selbst unter der Prämisse, dass wir über grosse Bild- statt überschaubare Office-Dateien reden.

    Gruß Stefan
     
  12. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    07.07.04
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    Die Leistung eines Minis ist fest, bei NAS gibt es eine große Auswahl, da entscheidet der Preis, und die Frage welches Protokoll unterstütz werden soll. Maximale Leistung bietet eine SAN Lösung. Aber das wird richtig teuer, und ich denke nicht, daß das beim normalen Nutzer notwendig ist.
     

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