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Rechenpower in Smartphones: Auch Samsung bald mit 64-bit Prozessoren

Martin Wendel

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Einmal mehr hat Apple vor wenigen Tagen mit der Vorstellung des iPhone 5S, dem ersten Smartphone mit einem 64-bit Prozessor, die Messlatte in Sachen Performance von mobilen Geräten ein Stück weit höher gelegt. Aus aktuellen Medienberichten geht hervor, dass Apple dieses Alleinstellungsmerkmal aber nicht lange bleiben wird. Der größte Konkurrent Samsung will seine nächste Smartphone-Generation ebenfalls erstmals mit 64-bit Prozessoren ausstatten.[PRBREAK][/PRBREAK]

Anders als Apple, die seit dem A6-Chip im iPhone 5 die Prozessoren der iOS-Geräte selbst entwickeln, lizenziert sich Samsung das Chip-Design direkt von ARM. Samsung könnte demnach bei seinen nächsten Mobiltelefonen, wie etwa dem Galaxy S5, auf den ARMv8 mit 64-bit Architektur setzen.

Anders als bei Desktop-Systemen, soll der Wechsel von der 32- auf die 64-bit Architektur bei den iDevices laut Apple einfacher vonstatten gehen. So unterstützt das iPhone 5S etwa sowohl 32- als auf 64-bit Programme und mit Xcode soll den Entwicklern der Wechsel auf die 64-bit Architektur schnell und einfach ermöglicht werden. Die Entwickler hinter Infinity Blade 3, das gemeinsam mit dem iPhone 5S am 20. September erhältlich sein wird, verrieten bei der Präsentation der neuen iPhones, dass die Umstellung des Spiels auf 64-bit dank Xcode lediglich zwei Stunden gedauert habe.

galaxy-s4_flickr.jpg​
Via Engadget
Bild: Samsung Galaxy S4 (CC BY 2.0), von Kārlis Dambrāns, flickr
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist doch schon lange bekannt. Nur muss Android erst mal in 64-bit umgeschrieben werden, da sehe ich die größere Hürde.
 
natürlich werden die nachziehen. Das Chaos nimmt seinen Lauf. Einmal basteln für alle.
 
Ja gut, das war absehbar, überrascht mich jetzt garnicht

Viel interessanter ist wann der Fingerabdruckscanner bei Samsung und Co kommt...
 
Mir kommt das so vor: einer macht vor, der andere macht nach xD
 
Im Endeffekt verwenden Samsung und Apple ja die beide die CPUs von ARM, nur, dass Apple eben noch das Recht gekauft hat den Chip zu verändern und den eigenen Ansprüchen anzupassen. Die 64Bit Architektur wird aber direkt von ARM gekommen sein, daher ist es auch klar, dass das demnächst auch in den Androiden landen wird. Die Frage ist nur wer nutzt die Vorteile besser, und vor allem wer umschifft die Nachteile und Umstiegsprobleme besser, und da hat es Apple mit der einheitlichen geschlossenen Plattform natürlich leichter.
 
Hi,

gibt es nicht Smartphones von Lenovo, Motorola (Razri) und ZTE, welche schon einen 64-Bit Prozessor (Intel Atom) haben?

VG Dusthorn
 
Android auf 64 bit zu bringen dürfte nicht schwierig sein. Der Linux-Kernel kann das seit Ewigkeiten, die Dalvik VM kann man AFAIR per Compiler-Switch auf 64bit kompilieren und zumindest viele Apps sind in Java geschrieben und kompiliert, da ist die Architektur egal.
 
Im Endeffekt verwenden Samsung und Apple ja die beide die CPUs von ARM, nur, dass Apple eben noch das Recht gekauft hat den Chip zu verändern und den eigenen Ansprüchen anzupassen. Die 64Bit Architektur wird aber direkt von ARM gekommen sein, daher ist es auch klar, dass das demnächst auch in den Androiden landen wird. Die Frage ist nur wer nutzt die Vorteile besser, und vor allem wer umschifft die Nachteile und Umstiegsprobleme besser, und da hat es Apple mit der einheitlichen geschlossenen Plattform natürlich leichter.

Nein, Apple hat den CPU selbst entwickelt und nur die Architektur und einen Behfehlssatz bei ARM lizensiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Apple_A6


Von ARM gibt es einen 64bit Chip erst mal nur auf dem Papier. Soweit ich weis wurde die Architektur dazu vor gerade mal einem Jahr definiert. Apple hat das also echt beeindruckende Arbeit geleistet.
 
Also ich weiß nicht so recht für was man das im iPhone wirklich braucht. Mein 5er läuft absolut flüssig und die Apps öffnen sich sofort. Mehr RAM wäre da schon sinnvoller, weil die 1GB meist schnell voll sind und das System bremst.
 
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Reaktionen: Saphira7
Also ich weiß nicht so recht für was man das im iPhone wirklich braucht. Mein 5er läuft absolut flüssig und die Apps öffnen sich sofort. Mehr RAM wäre da schon sinnvoller, weil die 1GB meist schnell voll sind und das System bremst.
Ich schätze mal es geht nicht nur um Performance alleine, klar startet das iPhone 5 alle Apps sofort. Aber auch die Apps werden irgendwann mal größer und anspruchsvoller.
Es geht wahrscheinlich auch um die Zukunftssicherheit.
Und den Punkt sprichst du doch schon selber an: mehr Ram. Irgendwann wird ein iPhone sicherlich mehr als 4 GB Ram haben und es wäre kein kluger Zug von Apple, den Umstieg auf 64 Bit erst dann zu wagen, wenn die Hardware schon kurz vor dem Durchbruch der 4 GB Grenze steht.
Selbst wenn es noch 1-2 Jahre dauert bis das zum Standard wird, so hat jetzt jeder der Beteiligten genügend Freiraum um sich umzustellen. Und solange werden natürlich auch noch die 32 Bit unterstützt.

Ich finde den Schritt gut nachvollziehbar. Ist eine passende Zeit, warum nicht, und später wäre vielleicht schon ZU spät.
 
64 Bit hat doch was mit der Speicheradressierung zu tun, oder? Also ich erinnere mich, dass bei Windows in der 32 Bit Version nur 3,5 GB adressiert werden konnten. Vielleicht hat das 5s ja 4 GB Arbeitsspeicher ;-)
 
Also ich weiß nicht so recht für was man das im iPhone wirklich braucht. Mein 5er läuft absolut flüssig und die Apps öffnen sich sofort. Mehr RAM wäre da schon sinnvoller, weil die 1GB meist schnell voll sind und das System bremst.

Hier auf dem 4s dasselbe. Und nun? Wozu braucht man alle paar Jahre ein neues Telefon?
 
64 Bit hat doch was mit der Speicheradressierung zu tun, oder? Also ich erinnere mich, dass bei Windows in der 32 Bit Version nur 3,5 GB adressiert werden konnten. Vielleicht hat das 5s ja 4 GB Arbeitsspeicher ;-)

Vielleicht nicht unbedingt das iPhone 5s oder 6, aber zB ein neues iPad? Ein MBA mit ARM Prozessor? Eine Serverlösung?
 
Das ist wieder so ein Ding, was bei den nichtwissenden Kunden super ankommen wird. Einfach 64-bit draufschreiben und die Leute gehen ab. Ob dann letztendlich die App's 32 oder 64 Bit sind interessiert dann doch keinen mehr. Ich bin mir aber auch nicht wirklich sicher, ob der Performance-Schub wirklich so riesig ist.
 
Ob nur 3,x Gb adressiert werden können ist völlig platformabhängig. Soweit ich weiß, konnte auch das 32bit OSX mit mehr als 4 Gb umgehen.

Bei den meisten Apps wird das weder spürbar, noch sinnvoll sein, weil die aktuelle Leistung dafür schon mehr als genug ist. Bei Grafik- und Prozessorlast sieht die Sache anders aus. Da kann man schon mit 1,8 facher Leistung rechnen. Und da auch die GHz gestiegen sind, knackt man mit Sicherheit die 2x Marke. Aber man sollte nicht zu viel an den PC denken. Jede Plattform und jedes OS geht anders mit den Dingen um.