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Produktionskosten: 199 US-Dollar für das iPhone 5s, 173 US-Dollar für das iPhone 5c

Martin Wendel

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Einem bald erscheinenden Bericht von iSuppli zufolge belaufen sich die Produktionskosten der neuen iPhones in den günstigsten Varianten auf 199 (iPhone 5s) bzw. 173 US-Dollar (iPhone 5c). Damit ist das iPhone 5s in der Produktion geringfügig billiger als das iPhone 5, bei welchem iSuppli im letzten Jahr Kosten in Höhe von 205 US-Dollar ermittelt hat. Der Unterschied zwischen den Produktionskosten des iPhone 5 und des iPhone 5c soll sich vor allem durch die Kunststoffrückseite und den damit niedrigeren Materialkosten erklären lassen. Einer der größten Preistreiber sei das Retina-Display, welches laut iSuppli 41 US-Dollar kostet.[PRBREAK][/PRBREAK]

Bei der Betrachtung der Zahlen muss beachtet werden, dass es sich hier rein um die Kosten der Bauteile und der Fertigung handelt. Forschung, Entwicklung, Marketing und all die weiteren Bereiche, die im Produktionsprozess eines Smartphones eine wichtige Rolle spielen, werden darin nicht berücksichtigt.

iphone5s-farben.jpg
Via AppleInsider
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn man denn auch den EK der Händler wüsste, hätte man den Gewinn von/für Apple ...
 
Nein, nicht wirklich. ;)

Gewinn = Erlöse – Kosten
(und dann lies nochmal den zweiten Absatz)
 
41$ für das Display klingt schon extrem viel, gibt es auch Preise für Konkurenzsdisplays z.B. vom S4, welches größer und mit höherer dpi Zahl ist?
Beim Googlen danach habe ich nur Sturzschäden und von allein springende Displays beim S4 gefunden (Produktionsfehler) gäbe es so etwas bei Apple, hätten die Medien darüber sicher im Tv berichtet.^^
 
Die F&E-Aufwände kannst bei den Mengen getrost "unter ferner liefen" buchen. Der Anteil sollte relativ klein sein an den Gesamtkosten pro Gerät. Die Overhead und Vertriebskosten dagegen dürfeten nicht gerade klein sein (Stores, Kooperationskosten mit Netzbetreibern, Admin, Serverfarmen usw...).

Apples Rendite ist wohl zwischen 35 und 38% bezogen auf das Gesamtunternehmen. Nimmt man da das weniger profitable Geschäft heraus (Macs), dann dürfte so ein iPhone schon eine Marge von 50% oder so abwerfen, denke ich.
 
Ich finde es schon fast erschreckend, dass das 5c nur so wenig Unterschied in den Produktionskosten ausmache... ich ging davon aus, dass es durch das Fehlen des Touch-ID Sensor's doch etwas günstiger ist... da kann man den Preisunterschied im VK ja wirklich nachvollziehen!
 
Erlöse - var. Kosten je Stück ergibt übrigens den Deckungsbeitrag (Beitrag zur Deckung der fixen Kosten wie Entwicklung, Forschung, Marketing etc.).
Wie viel "Gewinn" das Ganze bzw. "die Sparte iPhone" abwirft sollte dann im Jahresabschluss ersichtlich sein.
 
Liebes Apfeltalk Team, lieber Martin,

auch wenn es eure Leser nach solchen Mitteilungen lechzt, habt ihr eine gewisse Verantwortung, die ihr zu erfüllen habt.
Ich kann verstehen, das es um Geschwindigkeit bei Neuigkeiten geht, aber diese ständig aus anderen Portalen abgeschriebenen Artikel nerven mittlerweile.
Da wird gefährliches Halbwissen verbreitet ohne Ahnung von der Materie zu haben und das kann sehr gefährlich sein und eigentlich nur der eigenen Reputation schaden.

Alle Apfeltalk Leser wollen bei jedem Besuch neue Nachrichten lesen, dass das ein zweischneidiges Schwert ist, kann ich verstehen, aber die Seriösität sollte niemals aus den Augen verloren werden.

Es geht damit los, das die genannten Produktionskosten nicht als Stückkosten angesehen werden können. Wenn ich z.B. für 10.000 Geräte 10.000€ bezahle, heißt das noch lange nicht, das die Stückkosten reell 1,00€ betragen. Für mich als Kunden kann das stimmen, aber garantiert nicht für den Produktionsbetrieb, da sind die Kosten nämlich viel geringer.

Der hat nämlich selber Angestellte die bezahlt werden wollen und nicht alle Angestellten arbeiten auch an dem einen Produkt, sondern sind für andere Produkte oder für die Verwaltung zuständig. Also wird eine Mischkalkulation gemacht und die Personalkosten auf alle Produkte aufgeschlagen, das kann im schlechtesten Fall bedeuten, das ich für die Produktion anderer Artikel von anderen Kunden mitbezahle.

Dann muss auch der Produzent seine Hallen mit Geräten und anderen Dingen die für die Produktion meiner Geräte, aber auch die Geräte andere Kunden notwendig sind, füllen und auch hier greift wieder eine Mischkalkulation.
Außerdem muss mit beschädigten Einheiten und falsch eingestellten Maschinen gerechnet werden und auch das kommt nochmal oben auf den Preis drauf.

Weiter geht es mit den Rohstoffen, und so weiter und so fort.

Wenn man also die reinen Materialkosten ermitteln will, dann muss das Spielchen zurück bis zu den ersten Lieferanten der Lieferkette zurückverfolgt werden und wenn man die reinen Produktionskosten haben will, dann muss man bis ganz ans Ende der Produktionskette gehen und das Ende ist nunmal bei Apple, die einen Teufel tun werden und da genaue Zahlen bekannt geben.

Die Zahlen die im Artikel genannt werden, wurden aus der Mitte der Zuliefer- und der Produktionskette entnommen und haben eine Aussagekraft von 0,00%

Da hilft auch der letzte Absatz des Artikels nicht.
Ich wette, man kann die reinen Materialkosten sogar auf weit unter 10€ drücken, aber was bringen mir z.B. 2,5t Stahl für 500€ zuhause, wenn ich eigentlich ein Auto haben will und das kostet mich dann 30.000€ aufwärts
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Weitimland, ich halte deine Ansprüche als völlig überzogen. Die Daten geben grob Aufschluss über die Bauteilkosten so wie eine Firma Sie beziehen könnte. Damit lassen sich halbwegs die verschiedenen iPhone Modelle vergleichen, was für den Leser interessant ist. Ich werde den Eindruck nicht los, das du hier die Rohstoffkisten meinst? Im Artikel geht es um die Bauteilkosten.

Ich empfinde ich es nicht für sinnvoll bei der Erläuterung dieser Zahlen noch weiter in die Tiefe zu gehen, geschweige denn, die tatsächlichen Rohstoffkosten aufzuführen, sofern dies als außenstehender überhaupt möglich ist.
 
Die Zahlen die im Artikel genannt werden, wurden aus der Mitte der Zuliefer- und der Produktionskette entnommen und haben eine Aussagekraft von 0,00%
Wenn man gleiches mit gleichem vergleicht, dann hat es finde ich schon eine Aussagekraft bzw. kann Hinweise geben.

* Die Kosten für Bauteile und Fertigung (im Rahmen der Studie) des iPhone 5 sind ähnlich zum iPhone 5s.
* Die des iPhone 5c sind zwar billiger, aber nicht allzu maßgeblich.

Und die Intention des Artikels ist sicher nicht, damit die Leute behaupten können "Ey mann das iPhone kostet nur 200 Euro. Apple ist so gierig."
Wenn du das aber eh verstanden hast, verstehe ich die Aufregung nicht.
 
Natürlich tut das der Artikel. Er vergleicht zwei Studien desselben Unternehmens miteinander. Dass die Zahlen für sich alleine nicht viel Aussagekraft haben, ist klar. Wie ich auch schon weiter oben geschrieben habe.
 
Das hat weitimwald ja bereits korrekt ausgeführt.

Hat er eben nicht. Im Artikel steht etwas von "Kosten der Bauteile und der Fertigung" und nichts von Rohstoffkosten.
Da die genannten Zahlen auch schon beim iPhone4 von der selben Quelle stammen und nach gleichem Maßstab berechnet wurden, lassen sich die Zahlen sehr wohl untereinander vergleichen wie Martin Wendel auch völlig richtig mehrfach erwähnt hat.

 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich tut das der Artikel. Er vergleicht zwei Studien desselben Unternehmens miteinander. Dass die Zahlen für sich alleine nicht viel Aussagekraft haben, ist klar. Wie ich auch schon weiter oben geschrieben habe.

Meiner Meinung nach müsste um es seriös zu halten mit Verhältnissen "gerechnet" werden.
So in etwa: Kosten für iPhone5 ca so hoch wie für iPhone 5S - für iPhone 5C ca 87% des iPhone 5S
 
Die F&E-Aufwände kannst bei den Mengen getrost "unter ferner liefen" buchen.
Von wegen! Da will schließlich noch ein komplettes Betriebssystem inkl. mehreren Bordapps entwickelt werden.

Selbst vergleichsweise kleine Applikationen kosten in der Entwicklung bereits mehrere Millionen. Microsoft hat Nokias Mobiltelefonsparte vor Kurzem für 5 Mrd. Euro geschluckt - Ein Großteil des Geldes wurde rein für Know-How auf den Tisch gelegt.
 
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Reaktionen: larkmiller

Die Rohstoffkosten sind aber nur das eine, jedem kleinen Bauteil eines jeden Lieferanten wir noch ein "value added" also eine Wertschöpfung aufgeschlagen. Das können 5% sein (z.B. bei teuren Rohstoffen wie seltenen Erden) oder je nach Produktionsprozessen natürlich auch deutlich mehr. Zwischen jedem Glied in der Supply Chain entstehen natürlich auch Nebenkosten. Von daher ist das schon ok so, wie das hier kalkuliert wurde, nämlich in Richtung Apple und nicht beim ersten Lieferanten in der SC. Den tatsächlichen Materialpreis mit Marktpreisen aus den Ländern, wo Apple kauft kannst du dir natürlich noch auseinanderfriemeln wie du willst, aber das macht einfach keinen Sinn.