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Magazin Preisabsprachen bei E-Books: Apple verliert Berufungsverfahren und wird 450 Millionen Dollar zahlen

Martin Wendel

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Seit zwei Jahren schwelt ein Rechtsstreit über dem iBookstore. Apple soll unerlaubte Preisabsprachen mit Verlagen eingegangen sein und somit gleichzeitig die Preise für E-Books nach oben und Konkurrent Amazon in die Ecke getrieben haben. In den unteren Instanzen wurden die Anschuldigungen bereits bestätigt, obwohl Apple bereits einer Vergleichszahlung zugestimmt hat strebte der Konzern aber eine letzt-instanzliche Entscheidung an. Diese liegt nun vor. Apple hat das Berufungsverfahren vor einem US-Bundesgericht verloren und wird 450 Millionen US-Dollar an E-Book-Kunden zahlen.[prbreak][/prbreak]

Einem Teil der Vergleichszahlung hat Apple bereits im letzten Jahr zugestimmt, auch Gutschriften auf Apple-Konten betroffener Kunden in den USA sind bereits erfolgt. "Wir kommen zu dem Ergebnis, dass das Bezirksgericht korrekt entschieden hat, dass Apple mit Verlagen konspiriert hat um E-Book-Preise zu erhöhen", so Richterin Debra An Livingston. Diese Verschwörung hätte gegen das Bundes-Kartellrecht verstoßen. Die Verlage, mit denen Apple Preisabsprachen getroffen haben sollen, sind direkt Vergleichszahlungen eingegangen und haben es nicht auf einen Rechtsstreit ankommen lassen.

ibooks-devices.png
Via 9to5Mac
 
Oha, das schmälert die Portokasse...
 
Tja, dumm gelaufen. Mit unserer deutschen Buchpreisbindung, die auch für E-Books gilt, wäre das nicht passiert.
Aber der Schaden hält sich ja in Grenzen...
 
Ja - in Deutschland ist so ein Buchpreis-Kartell straffrei.
 
Was du Buchpreiskartell nennst garantiert vielen Buchhändlern ihre Konkurrenzfähigkeit zu Amazon und Co. und sorgt damit nicht nur für Arbeitsplätze HIER, sondern auch für eine flächendeckende Versorgung aller potentiellen Buchkäufer durch kleinere Buchhandlungen. Schließlich ist das Buch ein Kulturgut.
 
Was du Buchpreiskartell nennst garantiert vielen Buchhändlern ihre Konkurrenzfähigkeit zu Amazon und Co.

Nichts dagegen, obwohl eine Überarbeitung angebracht wäre.

Apple wollte dagegen mit den Absprachen das Preisdumping von Amazon unterlaufen und eine faire Preisgestaltung erreichen - dafür wurden sie verklagt.
 
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Und was lernt man aus der Geschicht? Kunden verarschen tut man besser nicht :)

Freut mich mal richtig. Aber bei 8,5 Mrd Dollar Gewinn pro Quartal (Stand 2014) ist das verschmerzbar.

Das wird nicht die letzte Strafe sein.
 
Nichts dagegen, obwohl eine Überarbeitung angebracht wäre.

Apple wollte dagegen mit den Absprachen das Preisdumping von Amazon unterlaufen und eine faire Preisgestaltung erreichen - dafür wurden sie verklagt.
Apple als Rächer der Enterbten und als Beschützer der Witwen und Waisen? Egal was sie im Sinne hatten, sie können es nicht in die eigenen Hände nehmen. Dafür haben sie die Quittung bekommen. Wenn Apple stört was Amazon macht, sollen sie den Laden doch einfach kaufen? ;)
 
Mal ehrlich, so ein Betrag ist für Apple ein kleiner Griff in die Portokasse!

Bei einen Umsatz von 58 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Quartalsgewinn von 13,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015, wird man diesen erhobenen Zeigefinger und die damit verbunden Zahlung wohl verschmerzen können!

Schätzungen gehen davon aus, das Apple insgesamt 147 Milliarden Dollar angesammelt hat. Das nennen ich mal Reserven.

Und um das Bashing direkt zu verhindern, hier die Quellen:

https://www.apple.com/de/pr/library/2015/04/27Apple-Reports-Record-Second-Quarter-Results.html

https://www.apple.com/de/pr/library/2015/04/27Apple-Reports-Record-Second-Quarter-Results.html
 
Was du Buchpreiskartell nennst garantiert vielen Buchhändlern ihre Konkurrenzfähigkeit zu Amazon und Co. und sorgt damit nicht nur für Arbeitsplätze HIER, sondern auch für eine flächendeckende Versorgung aller potentiellen Buchkäufer durch kleinere Buchhandlungen. Schließlich ist das Buch ein Kulturgut.
Hm, die Buchpreisbindung alias "Buchpreiskartell" hat natürlich ihre guten Seiten. Gäbe es auch eine "Musikpreisbindung" und eine "Filmpreisbindung" wären wohl auch weniger "kleinere" Plattenläden und Videotheken kaputtgehen. Auf der anderen Seite hätten wir als Kunden weitaus weniger Zugang. Und wirken "Kulturgüter" nicht besser, wenn möglichst viele Menschen dazu Zugang haben?

Ich bin da selbst sehr unsicher, was wohl die Ideallösung sein soll, aber sowohl komplett freier Markt als auch legale kartellähnliche Absprachen wie die Buchpreisbindung sind zweischneidige Schwerter.
 
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Mal ehrlich, so ein Betrag ist für Apple ein kleiner Griff in die Portokasse!

Bei einen Umsatz von 58 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Quartalsgewinn von 13,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015, wird man diesen erhobenen Zeigefinger und die damit verbunden Zahlung wohl verschmerzen können!

Schätzungen gehen davon aus, das Apple insgesamt 147 Milliarden Dollar angesammelt hat. Das nennen ich mal Reserven.

Und um das Bashing direkt zu verhindern, hier die Quellen:

https://www.apple.com/de/pr/library/2015/04/27Apple-Reports-Record-Second-Quarter-Results.html

https://www.apple.com/de/pr/library/2015/04/27Apple-Reports-Record-Second-Quarter-Results.html

und da sieht man woher das Geld kommt, Preisabsprachen und Sektengeld :)

Scheiß egal wieviel Apple hat, eine halbe Milliarde tut weh.
 
Ach. Wirst du schon in Drachme bezahlt?

Der Begriff Drachme wurde übrigens abgeleitet von δράσσειν, attisch δράττειν, „ergreifen, nehmen“. Wie "ergreifend" und "nehmend" die Griechen so die ganzen Jahre gehaushaltet dürfte sich bis zum nächsten Sonnensystem herumgesprochen haben ^_^.
 
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Hat auch so rasend viel mit dem Thema zu tun...