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Magazin Poke & Kamera: Facebook stellt Stand-Alone-Apps ein

Martin Wendel

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Frühjahrsputz im App-Portfolio von Facebook: Das soziale Netzwerk hat ohne große Ankündigung zwei seiner Programme aus dem App Store entfernt. Beide dürften jedoch nur auf wenigen Geräten installiert oder tatsächlich noch genutzt worden sein. Bei einer der nicht mehr angebotenen Apps handelt es sich um Poke, einen missglückten Versuch, den vor allem in den USA beliebten Messenger-Dienst Snapchat zu kopieren. Die dedizierte Kamera-App von Facebook, die ebenfalls entfernt wurde, ist hingegen durch die Fotoupload-Funktionen der Haupt-App quasi obsolet geworden. Von Facebook gibt es keine Stellungnahme zu den Gründen für das Aus der beiden Apps.[prbreak][/prbreak]

Facebook Poke (die englische Bezeichnung für das „Anstubsen“ über das soziale Netzwerk) erschien im Dezember 2012 im App Store und soll laut Aussagen von Mark Zuckerberg von Beginn an keine Priorität für das Unternehmen gehabt haben. Die App ist angeblich innerhalb von nur 12 Tagen programmiert worden – und das war es dann auch für den Support. Update gab es für die App kein einziges. Mit Poke konnten Textnachrichten, Bilder und Videos an andere Mitglieder versendet werden, die jedoch nach wenigen Sekunden im Nirvana verschwinden. Eine sehr ähnliche Funktionalität bietet die iOS-App Snapchat, die zum Erscheinen von Facebook Poke jedoch bereits Millionen an Nutzern vorweisen konnte. Laut eigenen Angaben des Unternehmens, an dem übrigens sowohl Facebook als auch Google interessiert waren, werden täglich rund 700 Millionen Fotos und Videos über Snapchat versendet.

Die ebenfalls im Jahr 2012 erschienene Kamera-App von Facebook bot Möglichkeiten zur Fotoverwaltung, die damals mit der Haupt-App nicht möglich waren. So konnte man damit unter anderem mehrere Fotos auf einmal in ein Album auf das soziale Netzwerk laden. Diese Funktionen wurden jedoch bereits vor einigen Monaten in die normale Facebook-App eingebaut, wodurch eine dedizierte Kamera-App vermutlich ihre Daseinsberechtigung verloren hat.

Damit ist Facebook, zusätzlich zu gekauften Apps wie Instagram oder WhatsApp, nur mehr mit vier eigenen Programmen im App Store vertreten. Neben der Haupt-App gibt es den dedizierten Messenger, der bald die einzige Möglichkeit zur Nutzung der Chat-Funktion darstellen wird, und Facebook Pages – die App zur Verwaltung von Seiten. In den USA wird außerdem Paper angeboten – eine iPhone-App, die eine Auswahl an Nachrichten und persönliche Statuseinträge von Freunden kombiniert. Ob oder wann es die App, die in den USA durchaus positiv angenommen wurde, auch offiziell nach Deutschland schafft, ist nicht bekannt.

poke-kamera.png
Papierkorb von Tice' Weblog, Collage Apfeltalk
Via The Verge
 
Was ich mich fragen, sie stampfen jetzt "Standalone-Apps" ein, ziehen aber den Messenger in eine eigene App. Hm...

Grüße, Tobi
 
Naja die 2 eingestapften Apps waren aber auch sinnlos
 
Die Messanger App nervt ... man ist in Facebook am Surfen .. bekommt dann eine Message klickt drauf .. und *blub* geht Facebook zu und die Messanger App auf -.- . Auf Android ist das vielleicht gut da mein 2 Programme gleichzeitig aufhaben (aktiv) bzw. nutzen kann. Aber in iOS nervt es.

Die "Seiten"-App ist ja noch irgend wo logisch ... da es hier recht viele Funktionen gibt für Admin´s und Co.
 
@Luione wenn du die Messenger App löchst kannst du die normale App zum chatten benutzen, hast also quasi beide Apps in einem.

Gruß
 
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