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PDFs beschneiden mit Vorschau/Preview.app

bezierkurve

Halberstädter Jungfernapfel
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12.06.05
Beiträge
3.860
Ich nutze häufig die Vorschau/Preview.app, um PDFs zu beschneiden. Ich erhalte dabei eine Warnung, dass lediglich die Ansicht beschnitten wird und die Daten außerhalb weiterhin im PDF vorhanden sind. Dies merke ich dann zum Beispiel auch, wenn ich die PDFs in LaTeX-Dokumente einbette und im resultierenden LaTeX-PDF weiße Stellen markiere; dort kann ich dann den Text, der im Ursprungs-PDF außerhalb des Beschnitts lag auswählen und in einen Texteditor kopieren.

Meine Frage: Gibt es mit Bordmitteln (ich weiß schon, dass Acrobat Pro es kann, der Weg ist mir aber zu mühselig) eine einfache Möglichkeit, beschnittene Elemente tatsächlich aus dem PDF zu verbannen?

Bildschirmfoto 2013-07-31 um 18.23.29.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein.
Der eigentliche Fehler liegt aber im Kaugummi-Programm. Alles was an Objekten komplett ausserhalb des Beschnittrahmens (Crop Box) liegt, darf im Consumer-Programm weder angezeigt noch sonstwie verfügbar gemacht werden. Es sei denn das Programm bietet gezielt die alternative Möglichkeit, diesen Rahmen ganz bewusst zu ignorieren und den Beschnitt stattdessen ausnahmsweise an einem anderen der 5 möglichen Rahmen auszurichten.
Fehlt eine solche Option, dann gilt: Der einzige Weg an diese maskierten Inhalte heranzukommen darf nur sein, diesen Beschnittrahmen neu zu definieren bzw ihn ganz zu entfernen. Bugreport geschrieben?
 
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Ich kram das noch mal raus, da es evtl. ja doch noch für den einen oder anderen interessant sein könnte. Hier habe ich eine bequeme Lösung mit Ghostscript gefunden, mit der man nach dem "halbherzigen" Beschneiden mit Preview.app nicht mehr sichtbare Inhalte komplett aus der Datei eliminieren kann. Ich hab mir dafür ein Droplet angelegt, da ich das ganze gerade fließbandmäßig machen muss.

Code:
gs -sDEVICE=pdfwrite -dUseCropBox -sOutputFile=out.pdf - < in.pdf
 
So wirklich der Hit wird das Ergebnis aber auch nicht unbedingt sein. Entfernt werden nämlich nur die Objekte, die *komplett* ausserhalb des Rahmens liegen - wobei auch logisch verknüpfte unsichtbare Objektbestandteile mitzählen. Eine ganze Reihe von Erzeugerprogrammen gestaltet den PDF-Inhalt ziemlich kurios und fügt beispielsweise um jedes Element, jede Gruppe und jede Schnittmaske noch eine weitere "Ober-Schnittmaske" in der Grösse der "Media Box", also meist der ursprünglichen, vollen Dokumentgrösse hinzu. Oder auch nur einzelne Punkte auf dem Dokumentursprung (in PostScript idR die Druckbogenecke links unten) als Positionierungshilfe.
Die Möglichkeit für GS, solche eigentlich überflüssigen Masken zu erkennen und ohne jede Darstellungsänderung wieder aufzulösen, stösst schon mal an ihre Grenzen. D.h. manchmal funktionierts gar nicht, manchmal nicht auf allen Einzelseiten, manchmal nicht um alle Arten von Objekten herum und manchmal auch nicht rundum nach allen Richtungen. Wenn du also mal mit PDFs aus bisher unbekannten Quellen arbeitest usw, bleibt immer eine manuelle Nachkontrolle ratsam.
Ausserdem noch ein Tip fürs konvertieren mehrseitiger PDF: Die normalerweise voreingestellte Auto-Rotation von Seiten im Querformat solltest du unterdrücken, sonst gibts schon mal Skalierungs- und/oder Rotationssalat. Und sieh zu, dass GS immer den vollen Zugriff auf alle verwendeten Fonts besitzt, sonst droht dir die Umwandlung von Text in Kurven oder andere minderwertigere Fontdarstellungen (zB Type3). Auch die Konvertierung von Farbräumen und -modellen kann ein echtes Problem darstellen.
 
Vielen Dank noch mal für die ausführliche Erläuterung und die Tipps. Dass es nicht hunderprozentig perfekt funktioniert habe ich auch schon festgestellt, manchmal hängen an den Abbildungen auch nach der Behandlung mit GS noch ein paar Fragmente dran. Insgesamt habe ich damit aber eine deutliche Reduktion der unsichtbaren Geisterelemente geschafft, was sich auch spürbar auf die Dateigröße des Endresultats auswirkt.