Magazin Passwort-Manager LastPass wurde gehackt, Nutzerdaten teilweise gestohlen

Martin Wendel

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Wie die Entwickler des beliebten Passwort-Managers LastPass in ihrem Blog bekannt geben, waren die Server des Unternehmens vergangen Freitag Ziel eines Hackerangriffs. Bei der anschließenden Untersuchung des Vorfalls wurde festgestellt, dass die Angreifer Zugriff auf E-Mail-Adressen, Passwort-Erinnerungshinweise und die Nutzer-spezifischen Salts der LastPass-Konten hatten. Zu einem Zugriff auf die Accounts soll es jedoch nicht gekommen sein. Auch die verschlüsselten Tresore mit den gespeicherten Passwörtern sollen nicht gestohlen worden sein.[prbreak][/prbreak]

LastPass zeigt sich zuversichtlich, dass eine überwiegende Mehrheit der gestohlenen Daten durch die Verschlüsselungsmaßnahmen sicher seien. Trotzdem hat das Unternehmen verschiedene Maßnahmen ergriffen. Alle Nutzer müssen, sofern sie keine Multi-Faktor-Authentfizierung verwenden, bei der Anmeldung von einer neuen IP-Adresse oder einem neuen Endgerät ihren LastPass-Account mit ihrer E-Mail-Adresse verifizieren. Außerdem werden Nutzer dazu aufgefordert, das Master-Passwort ihres LastPass-Tresors zu ändern.

Die Entwickler geben jedoch an, dass Nutzer einen entsprechenden Hinweis zur Änderung des Master-Passwortes per E-Mail erhalten werden und die Änderung erst anschließend durchführen sollen. Sollte man sein Master-Passwort auch zur Anmeldung auf anderen Webseiten verwenden, sollte auch dort das Passwort geändert werden. Generell sollte vermieden werden, ein- und dasselbe Passwort für mehrere Anmeldungen zu verwenden – vor allem wenn es sich um wichtige Dienste wie E-Mail, Online-Banking oder Social-Media-Accounts handelt.

Die im LastPass-Tresor gespeicherten Passwörter müssen hingegen nicht geändert werden, schreiben die Entwickler von LastPass. Auf diese hatten die Angreifer keinen Zugriff. Alle Nutzer werden über eine E-Mail, die bereits verschickt und bald bei allen eintreffen sollte, über den Vorfall informiert. Bei LastPass handelt es sich um einen Passwort-Manager ähnlich zu 1Password. Nutzer können in einem verschlüsselten Tresor Anmeldedaten für Webseiten speichern, der Tresor selbst wird über ein Master-Passwort geschützt.

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Vielen Dank an @Martin_88 für den Hinweis!
Via Heise Security & LastPass
 
Ich kann zu solchen Programmen raten, für jede Seite ein eigenes sicheres Passwort allerdings sollten solche Datenbanken NIEMALS online gespeichert oder synchronisiert werden. Alles nur auf den eigenen Geräten!
 
@Martin_88

Man muss schon Unterscheiden, wo das abgespeichert wird. Auf den Server der Entwickler Seite oder auf einen komplett anderen. Das grenzt das ganze schon extrem ein, zum Beispiel 1Password kann man in der iCloud oder auch in der Dropbox speichern lassen.

Klar Dropbox und auch die iCloud kann gehackt werden, jedoch suchen die Hacker dort in erster Linie dann nicht gezielt nach den Passwort Tresor sondern nach anderen Sachen. Der Tresor ist dann nur noch ein Schmankerl dabei.

Bei LastPass würde man aber gezielt es genau auf diese Daten abgesehen haben.
 
nutze solche Programme gar nicht sondern speichere Passwörter so das keiner erkennt das es ein Passwort ist und immer nur auf dem eigenen Rechner
 
nutze solche Programme gar nicht sondern speichere Passwörter so das keiner erkennt das es ein Passwort ist und immer nur auf dem eigenen Rechner
Haben vermutlich viele früher so gemacht, aber da man nun auch Mobil ins Internet gehen kann. So braucht man hin und wieder auch auf seinen Smartphone seine Login Daten, da bringt einen eine Speicherung dieser Daten auf den Rechner leider nichts.
 
Generell rate ich ja auch immer jedem davon ab sein Passwort z. B. im Browser sichern zu lassen, da dies meist immer auf der Festplatte des jeweiligen PC/Mac hinterlegt wird. Jedoch nutze ich selbst den von Apple angebotenen Keychain. Es ist einfach praktisch. Ganz wohl ist mir bei der Sache aber auch nicht. Schließlich kann es bei einem Angriff sein dass meine Passwörter in fremde Hände geraten. Aber leider ist da ja die Bequemlichkeit.
 
Evtl. sollte man generell einfach sichere Kennworte verwenden. Wie man sich nicht nur sichere Kennworte ausdenkt, sondern wie man sich diese auch noch merkt, zeigt dieses Video ab 3:05

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Evtl. sollte man generell einfach sichere Kennworte verwenden. Wie man sich nicht nur sichere Kennworte ausdenkt, sondern wie man sich diese auch noch merkt, zeigt dieses Video ab 3:05
So ganz überzeugt mich das nicht. Wenn mir mein Passwort XYZ.iCloud gestohlen wird, soll der Datendieb nicht auf die Idee kommen, dass er vielleicht mit dem Passwort XYZ.Amazon auf meine Kosten einkaufen oder mit dem Passwort XYZ.GMX auf meine Mails zugreifen könnte? Allzu sicher erscheint mir das nicht…
 
Gutes Argument, wenn der Passwortdieb wirklich diese Intelligenz mit im Gepäck haben sollte UND kein Automat ist ;) Diese Methode ist aber auf jeden Fall sicherer, als bei allen Diensten das gleiche Kennwort zu verwenden oder ein einfaches, was man sich merken kann wie "MeinHundPaul"
 
Ja, da hast du vermutlich recht! :)
 
Mit dieser Methode kann man sich ein kryptisches Kennwort ohne Zuhilfenahme einer Software schnell und leicht merken - darauf kommt es bei den Unmengen an benötigten Kennworten doch eigentlich an.
 
Gutes Argument, wenn der Passwortdieb wirklich diese Intelligenz mit im Gepäck haben sollte UND kein Automat ist ;) Diese Methode ist aber auf jeden Fall sicherer, als bei allen Diensten das gleiche Kennwort zu verwenden oder ein einfaches, was man sich merken kann wie "MeinHundPaul"

Sicherer, aber auch nicht wirklich sicher. Wenn du Begriffe aus Wörterbüchern oder bekannte Produktnamen in ein Kennwort aufnimmst, machst du es dem Angreifer sogar einfacher das Kennwort zu ermitteln. Außerdem glaube ich sehr wohl, dass auf solche Taktiken bereits gerechnet wird. Ist das Kennwort nämlich erstmal geknackt, wäre es für ein Programm genau so leicht das Wort Amazon mit Yahoo zu ersetzen wenn es ohnehin schon automatisch versucht, dasselbe Kennwort auf anderen Websites zu verwenden.
 
Die echten Profis legen Exceltabellen mit Benutzer und Passwort an.
 
Das Hauptproblem ist, dass manche Webpages so stümperhaft mit Passwortschutz umgehen, dass die Länge und Komplexität der Passwörter egal ist. Ich will gar nicht wissen wie viele Seiten das Passwort im Klartext irgendwo abspeichern. Und wehe dem, der dieses Passwort noch irgendwo anders benutzt.

Ich nutze auch 1Password mit generierten Passwörtern und überall ein anderes. Nur so kann man wirkungsvoll verhindern, dass auf mehr als einer Website schlimme Sachen passieren.
 
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