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OS X und Windows: Probleme beim gemeinsamen Zugriff auf exFAT-Partition?

Martin Wendel

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Hallo!

Ich habe auf meinem MacBook eine SSD und eine HDD eingebaut. Auf der SSD ist OS X installiert, die HDD hat zwei Partitionen (Bootcamp und HFS+). Da ich mich mittlerweile so an die Geschwindigkeit der SSD gewöhnt habe, nervt mich Windows 8 auf der vergleichsweise lahmen HDD ziemlich. Deshalb mein Plan, beide Systeme auf der SSD zu installieren.

Ich möchte dort aber nur möglichst wenig für die Windows-Installation abdrücken (vielleicht rund 50 GB), und würde deshalb Programme etc. auf der HDD installieren. Da ich nicht unbedingt ein Freund von zersplitteten Festplatten bin (einmal fehlt da das ein oder andere Gigabyte, einmal dort) wäre der Plan, die HDD als exFAT zu partitionieren, damit sowohl OS X als auch Windows ohne Probleme darauf zugreifen können.

Wäre das empfehlenswert? Gibt es Gründe, die dagegen sprechen? Haben OS X oder Windows irgendwelche Nachteile daraus?
Die exFAT-Partition sollte ich ja ohne Probleme per Time Machine mitsichern können, oder?

Danke schonmal für eure Antworten!

Viele Grüße,
Martin
 
1) Programme von der SSD weg zu bewegen ist stupido. Bergauf gebremst.
2) Programme gehören auf eine HFS+ Partition --- bevorzugt das Startvolume.
3) Auf exFAT Volumes gibt es keine Eigentümer bzw Zugriffsrechte, es ist immer alles für alle verfügbar.
4) TM sichert nur HFS+ Volumes.
 
Danke erstmal für deine Antwort!

Zu 1 & 2: Unter OS X habe ich alle Programme auf der SSD gespeichert. Ich würde meine iPhoto-Bibliothek auf die HDD auslagern, dann habe ich ausreichend Platz (eben die genannten 50 GB) für eine Boot Camp-Partition. Was die Programme von Windows angeht: Natürlich wäre es besser, wenn diese auch auf der SSD lägen, aber alleine durch die Installation des Betriebssystems auf der SSD muss doch ein merkbarer Geschwindigkeitsvorteil (beim Booten, im System selbst) feststellbar sein?

Zu 3: Ist das weiter relevant, wenn es sich um mein privates Gerät handelt, auf dem es sowieso keine anderen Useraccounts gibt?

Zu 4: Danke, wieder was gelernt.
 
1&2
Bei der Programmstruktur von Windows ist es weniger bedeutsam wo das Programm liegt. Hier werden die essentiellen Informationen darüber zentral in der Registry abgespeichert, welche ohnehin im Windows Systemordner liegen muss.
Bei OS X dagegen werden sie ständig dynamisch aktualisiert, und zwar mit "live" Daten aus den Applikationspaketen selbst. Dementsprechend ist es unklug, ein Programm auf ein langsameres Medium auszulagern.

3
Eine grundsätzliche Sicherheitsfrage.
Aus dem gleichen Grund ist bei MS das Dateisystem FAT schon vor über 10 Jahren aufs Abstellgleis geschoben worden. Mit Vista schliesslich wurde NTFS für Systemvolumes zur Pflicht, man hat sich schon was dabei gedacht.
 
OK, danke für die Infos. Also würdest du mir empfehlen, die HDD ebenso zu partitionieren (einmal NTFS, einmal HFS+)?

Noch eine abschließende Frage: Provoziert man dadurch, dass häufig zwei verschiedene Systeme auf dieselbe Partition zugreifen, irgendwelche Probleme mit dem Dateisystem?
 
würdest du mir empfehlen, die HDD ebenso zu partitionieren (einmal NTFS, einmal HFS+)
Wenn du auf ein externes Medium verzichten willst, ja.

Provoziert man dadurch, dass häufig zwei verschiedene Systeme auf dieselbe Partition zugreifen, irgendwelche Probleme mit dem Dateisystem?
Ja, und zwar manchmal sogar massiv. Ganz besonders mit Windows 8, das man erst "gewaltsam" dazu überreden muss, sauber herunterzufahren statt nur in den Ruhezustand zu wechseln und dabei Volumes auch korrekt abzumelden.
Abgesehen davon ist der Schreibzugriff auf "artfremde" Dateisysteme immer etwas holprig und grundsätzlich nicht mit allen potentiell verwendeten Features verfügbar.
 
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Reaktionen: Martin Wendel
OK, vielen Dank!