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Magazin Nielsen: Digitale Musikverkäufe gehen zurück, Streaming legt stark zu

Ich benutze auch gerne Spotify und das Wanderjahre AllMyMusic Programm kenne ich auch ;). Dennoch kaufe ich durchaus Alben von Künstlern die mir sehr gefallen schon alleine um sie nochmal zu unterstützen meistens sind das eher welche abseits des Mainstreams zu finden. Entweder ich kaufe sie als CD wenn es eine Limitierte Box mit Zubehör gibt oder Digital bei iTunes.
 
Mhm...natürlich kann eine Stunde des Nutzens keine Grundlage für eine fundierte persönliche Betrachtung sein, aber ich denke, das ist auch nicht nötig.

Zwei Sachen sind mir sofort negativ aufgefallen, wobei der erste Punkt auch diversen Tomaten auf den Augen oder dem unterlassenen notwendigen Griff zur Lesebrille geschuldet sein kann.

1. Fehlende Multi-Airplay-Fähigkeit
Für einen Einsatz in den vier Wänden müsste die Mac-Software von Spotify meine vier Airplay-Stationen gleichzeitig befeuern können. Ich glaube, das kann nur iTunes. Absolutes No-Go.

Nur für die Möglichkeit, unterwegs zu streamen, was ich ohnehin nur selten mache, da ich wie gesagt Musik eher bewusst genieße und für die Nebenbeschallung das Radio reicht oder meine iTunes Bibliothek via Match genutzt wird...dafür wäre mir ein Abo zu unnötig. Die kostenlose Variante mit Werbung käme definitiv nicht in Frage.

2. Auswahlmöglichkeiten
Auf den ersten Blick und natürlich ohne tiefer einzusteigen muss ich sagen, das mir die ganzen Vorgaben, die vielen Listen, die unterschiedlichsten Unter-Genre...einfach zuviel sind. Ich meine nicht die Übersichtlichkeit. Vom optischen Aspekt her, finde ich die Mac-App durchaus gelungen. Intuitiv bedienbar...kaum Rätsel.

Für meine Bedürfnisse aber ist das alles zuviel. Ich brauche keine zig Unterkategorien für Elektronische Musik zum Beispiel. Auch die Listen entsprechend der Stimmung...ähm...woher will Spotify wissen, welche Musik ich bei welcher Stimmung gerne höre. Zumal sich das auch ändert. Party-Musik? Stelle ich jetzt schon selber zusammen, weil auch meine gelegentlichen Gäste darunter leiden müssen, dass ich keine Energy-Radio-Zusammenstellung mache. Also auch nichts Neues.

Zumal Musik manchmal einfach nicht in direkte Unterkategorien zu packen ist. Mal ist es mehr in die Richtung, mal in die andere. Das hat zur Folge, dass ich ohnehin schon kategorieübergreifend stöbere.

Alles in allem ist mir das alles viel zu automatisiert und vorgegeben. Das entspricht mir nicht.

Natürlich kann ich auch in Spotify genauso einfach nur stöbern, wie ich es in iTunes schon tue. Kann genauso individuelle Listen erstellen und alles meinem Geschmack anpassen. Aber wo ist dann der Mehrwert für mich? Kann ich jetzt schon.

Für meine Bedürfnisse scheint das Prinzip Spot nicht zu greifen. Aber das ist persönliches Schicksal. Ich finde schon, dass ich mich nicht an eine Anwendung gewöhnen müssen sollte, wenn ich mit meiner bisherigen Art und Weise sehr zufrieden bin.

Wer glücklich mit dem ganzen Kram ist, dem sei es gegönnt. :)
 
Also ehrlich… wenn mir etwas gefällt kaufe ich das Album. Das ist einfach ein Gefühl von "Ich habe es, das Original" mit Cover und Scheibe. Ich bestelle sogar in Schweden, Finnland UK… etc. nur weil ich manche Scheiben HABEN will! Da sind Dinge dabei die gibt es hier garnicht am Markt!
Sei es CD oder LP, es ist einfach ein ganz anderes Feeling!… absolut vergleichbar mit dem Kauf eines iPad oder iPhone. Ich hab's - man freut sich einen ab!!

Dazu kommt noch, dass die Streamingdienste eigentlich IMMER bescheidene Qualität bieten. Da hilft auch kein lossless mehr, wenn die Vorlagen der Musik "remastered (verhunzmastered)" wurden und Dynamik nachträglich eingestampft wurde, damit es aufm dem Popelphone besser klingt… Interessant sind für mich aber bei alten dingen NUR die Originalversionen aus 70 80 90er! Die gibt es aber kaum auf diesen Diensten. Dort gibt es nur diese Neureleases die klingen wie eine üble Presswurst. Ich meine mir ist schon klar, mit den - man verzeihe mir "Rülpsequipment - Brüllwürfel mit Rummsbox oder Airplay Kofferradio voll cool!" was die meisten heute nutzen ist das wumpe und egal da muss es sogar Dynamokomprimiert sein sonst klingt es nicht! Mit vielen davon (technisch klanglich vergleichbar mit damals) hätten wir uns in meiner Jugend garnicht erst abgegeben, wir wären ausgelacht worden hätten wir mit sowas Musik gehört!! Damals war noch HiFi angesagt. Heute Masse statt Klasse! Mir geht es mächtig auf den Zeiger, ich will Musik hören und genießen! Und nicht mit Musik in Massen zugeschmissen werden… Reizüberflutung nennt man das auch!

Aber das ist wie gesagt jedermann seine eigene Entscheidung! Der eine so, der andere so.
 
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Aber das ist wie gesagt jedermann seine eigene Entscheidung! Der eine so, der andere so.
Ich muss sagen der letzte Satz passt nicht zu deinem anderen Text. Stimme dem aber zu nur weil einige alles besitzen müssen reicht es halt für manche wenn sie es sich leihen können um es zu hören. Und bitte nicht mit dem Argument das Streaming Dienste automatisch schlecht klingen. Jemand der normal Musik hört und sich nicht einbildet das er ein super Gehör hat merkt kein Unterschied ;)


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... Und bitte nicht mit dem Argument das Streaming Dienste automatisch schlecht klingen. Jemand der normal Musik hört und sich nicht einbildet das er ein super Gehör hat merkt kein Unterschied ;)

Ohhh wenn das mal nicht einen audiophilen Shitstorm auslöst ;-)

Ich zitiere da mal meinen Nachbarn, den Pianospieler: Musikkenner sind wie Weinkenner, 80% orientieren die Beurteilung des Geschmacks am Preis, am Aufwand und der mit dem Genuss verbundenen Prozedur. Je besser etwas zelebriert wird, umso besser geniesst man es.
Eine Flasche Rotwein schmeckt abends am gemütlichen Kamin automatisch besser, ebenso klingt die selbst aufgelegte Schallplatte auf der HighEnd Anlage richtig gut wenn man sich im Sessel zurücklehnt ... weil man es zelebriert!
 
Ob so ein wenig Musik, oder eine Party - Radio SAW 90er über iTunes oder TuneIn und es läuft. Keine Lust mehr auf Wiedergabelisten, einfach laufen lassen und unterhalten.
 
Deswegen schreibe ich ja auch jemand der "normal" hört, es also nicht zelebriert, sondern nebenbei, beim Autofahren oder halt für nicht Audiophile. Ich kann mir aber vorstellen das man selbst mit einer guten Anlage und spotify das Musik hören zelebrieren kann :)


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Ob so ein wenig Musik, oder eine Party - Radio SAW 90er über iTunes oder TuneIn und es läuft. Keine Lust mehr auf Wiedergabelisten, einfach laufen lassen und unterhalten.
Was meinst du mit keine Lust mehr auf Wiedergabe Listen?


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Eine Flasche Rotwein schmeckt abends am gemütlichen Kamin automatisch besser, ebenso klingt die selbst aufgelegte Schallplatte auf der HighEnd Anlage richtig gut wenn man sich im Sessel zurücklehnt ... weil man es zelebriert!
Na, es ist nicht nur das zelebrieren, sondern eben auch eine gute Anlage / Plattenspieler zu haben und einen guten Tonträger (z.B. in Stockfish Qualität). Ich habe mir einmal in einem Proberaum den gleichen Song über LP und Festplattenrecorder mit verdeckten Augen angehört. Die LP hat (in diesem Fall) gewonnen. Nimmt man allerdings eine LP mit schlechter Qualität sieht es ggf. anders aus. Die meisten CDs haben jedenfalls leider inzwischen auch nur noch die Qualität um in einer Brüllbox halbwegs gut zu klingen. Wenn man nicht gerade Klassik hört wird es immer schwerer gute LPs oder CDs zu bekommen.

Schiebt doch mal zum Spaß eine "gewöhnliche" CD in eine sehr gute Anlage. Klingt nicht so toll. ;)

1. Fehlende Multi-Airplay-Fähigkeit
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2. Auswahlmöglichkeiten
Nun hast du dir wenigstens einen ersten - wenn auch sehr kurzen - eigenen Eindruck verschafft. Bist also in meiner Phase 1. In der habe ich es aus ziemlich den gleichen Gründen abgelehnt. Aber ich will hier niemanden missionieren. ;) Aber zu deinen Punkten:
Multi-Airplay Fähigkeit fehlt wirklich. Mir macht es nichts weiter aus, da mein Bose System dies für mich übernimmt und anbietet. Besser wäre es natürlich Spotify würde es auch selbst - und damit plattformunabhängig - anbieten. Kommt sicherlich irgendwann.
Und die Auswahlmöglichkeiten erschlagen wirklich. Aber: man muss diese ja nicht nutzen. Nutze ich auch nur um mich im Hintergrund zu berieseln (statt Radio). Ansonsten nutze ich die Suche und dann die "Radio-Funktion" um neues, vergleichbares zu finden.
 
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Was meinst du mit keine Lust mehr auf Wiedergabe Listen?


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Früher habe ich Listen zusammen gestellt und immer ein Auge auf die Musik gehabt, z.B. auf einer Party. Das war zwar immer ganz lustig und viele kamen immer an "Ich will dies und das hören."
Aber man wird nicht jünger und der dauernde "Stress" die Musik immer am laufen zu haben nervte mich irgendwann. Vor allem wenn die Teenfreundinnen unserer Tochter wo auf ihrem Geburtstag alle zwei Minuten ein Mädel ankam und Wünsche äußerte und wenn das nicht als nächstes Lied kam wurde direkt wieder gefragt, da habe ich mir gesagt mache ich nicht mehr :)
 
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Eine Flasche Rotwein schmeckt abends am gemütlichen Kamin automatisch besser, ebenso klingt die selbst aufgelegte Schallplatte auf der HighEnd Anlage richtig gut wenn man sich im Sessel zurücklehnt ... weil man es zelebriert!
Hundert Prozent Zustimmung. Wirklichen Genuss kann man eigentlich nur irgendwie zelebrieren. Ich gehöre mit Sicherheit nicht zu den besonders audiophilen Menschen und der ganze digitale Krimskrams von iTunes ist für mich ausreichend. Ich denke mal, dass ich da keinen Unterschied zu einem 320iger Stream von Spotify hören würde. Dass der Dienst nicht bei mir punkten kann, liegt nicht an der vermeintlich schlechten Qualität.

Ich habe mal im Rheingau bei einer Weinverkostung unter verschiedenen Lichteinflüssen teilgenommen. Der Raum wurde unterschiedlich beleuchtet. Dabei wurden verschiedene Weine gereicht, die mir höchst unterschiedlich geschmeckt haben. Den Schlußgag kann sich jeder denken...Es handelte sich um ein und denselben Wein.

Will damit sagen, dass ich in der glücklichen Lage bin, meinen Genuss nicht von der am Kaufpreis vermeintlichen festgemachten Qualität einer Sache abhängig zu machen.

Das Drumherum ist eigentlich wichtiger, denn die anderen Sinne wollen auch berücksichtigt werden.
 
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Neben dem audiophilen Genuss spielt ritualisiertes Verhalten auch eine große Rolle bei unseren Gewohnheiten.
Der Kauf von Musik passt vielleicht eher zum alten Konzept des Jägers und Sammlers der sinnvoll oder nicht immer noch in uns steckt. Die vielen bunten Cover in der eigenen ITunes Bibliothek sind dabei vermutlich auch sowas ähnliches wie eine kleine Trophäensammlung.
Jedoch scheint mir das Thema Musik in der jüngeren Generation heute weniger aufgeladen zu sein. Dies insofern Dass das Thema längst nicht mehr so zur Abgrenzung zur älteren Generation taugt wie das vor 20 Jahren war. Beispiel Zum Rock am Ring usw. Festival gehen Eltern und Jugendliche teilweise gemeinsam.
Bei einem derart entspannten Umgang reicht der Nebenbeikonsum aus dem Radio oder Spotify eben ganz vielen aus. Solche Entwicklungen kommen eben und das ist ok so.

Insbesondere man sich andererseits anguckt mit welchem auch finanziellen Aufwand und Krampf man versucht den angeblich so kulturell wertvollen alten Stellenwert bestimmter Klassikmusiksparten aufrecht zu erhalten, kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Man stelle sich vor der Staat würde mit Steuergeldern Bands subventionieren, eine Schar von Managern und Funktionären oder gar spezielle Rockkonzerthallen bauen und unterhalten usw.


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Zum zelebrieren muss es nicht immer eine Schallplatte und ein High End Verstärker sein. Zelebrieren kommt nicht von außen ;)
 
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Eine Urlaubsbekanntschaft kann man auch zuhause zelebrieren.


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