Ansonsten sind hier so viele realitätsferne Posts dabei, da will ich den Thread gar nicht mehr weiterlesen. Da ich Nachhilfe gebe Schülern welche gerade den Übergang zur Oberstufe hatten nach der Grundschule, kann ich den Schritt nur begrüssen.
Das schriftliche Dividieren wurde in der Grundschule (Primarschule) zwar gelehrt, aber die schwächeren Schüler sind damit sehr überfordert. Das liegt auch daran, dass in der Schule heute viel mehr Stoff gelernt wird als noch vor 30-40 Jahren und nicht einfach daran, dass die Schüler heute dümmer sind. Themen wie Digitalisierung und er Umgang damit oder auch Themen wie Technik&Umwelt gab es alleine vor 15-20 Jahren zu meiner Zeit noch nicht wirklich an der Schule. Dazu werden auch Fremdsprachen schon früher vermittelt. Heutige Lehrpläne sind so komplex und so umfassend, dass es Änderungen braucht. Dazu kommt noch gerade bei den schwächeren Schülern oder dann Schulstufen wie der Realschule/Sek B (Schweiz) was bei euch in etwa der Hauptschule entsprechen dürfte durch sehr viele Migrationskinder alleine schon das Deutsch ein wichtiger Schwerpunkt sind, da dies die Basis für vieles bildet.
Ich störe mich selber sehr, dass das schriftliche Dividieren nicht sauber beherrscht wird von meinen Nachhilfeschülern. Hier könnte ein neuer Ansatz sicherlich helfen. Dazu kann ein solcher Ansatz wie im Artikel beschrieben wird mit Teilschritten helfen eigene Lösungen und Ansätze anzuwenden. Das logische Denken anzukurbeln, genau das fehlt bei meinen Schülern teils sehr. Dieses Ausprobieren und bewältigen von Problemen, damit man zur Lösung kommt. Ich finde den Ansatz super und glaube der kann vielen Kindern und damit auch Lehrkräften helfen. Wenn die Kinder nach der Grundschule damit besser Multiplizieren können und die Basis Mathe verstehen dann reicht das aus. Ich sehe gerade die Grundschule in Deutschland geht nur bis ca 10 Jahre. Das ist 2 Jahre weniger als bei uns, da mache ich mir gar keine Sorgen, dass es zu spät ist erst mit 11 oder 12 das schriftliche Dividieren zu erlernen.
Es wird schon in der Grundschule gelehrt, bloß nach einer anderen Methode. Also wird das bereits Gelernte dann in der Oberstufe sozusagen "überschrieben".
Das erinnert mich an "Wir schreiben erst mal nach Gehör, Fehler sind völlig egal. Und dann lernen wir in der nächsten Klassenstufe, wie die Wörter richtig geschrieben werden." oder"Wir schreiben nur Druckschrift. Und dann fangen wir im nächsten Schuljahr an, Schreibschrift zu lernen."
Vorzugsweise beide Ansätze in Kombination.
Das klassische schriftliche Dividieren wird NICHT mehr gelehrt (in der Grunschule), es wird auf eine andere Art und Weise sich dem Resultat angenähert. Wie ich im anderen Post schreibe. Ein super Weg! (ich kann übrigens lesen

)
Aber klar sind die Leute am lautesten die keine Ahnung vom aktuellen Lehrplan haben und keine Ahnung haben wie es um die heutigen Schülerinnen und Schüler steht. Immer nach dem Motto „Die heutige Jugend verblödet“ ein Denkmuster, dass schon über 100 Jahre existiert und vermutlich noch deutlich länger. Aber ja wenn man den technologischen Fortschritt und alles sieht, dann muss an der Aussage ja einiges dran sein.
Das erinnert mich an "Wir schreiben erst mal nach Gehör, Fehler sind völlig egal. Und dann lernen wir in der nächsten Klassenstufe, wie die Wörter richtig geschrieben werden." oder"Wir schreiben nur Druckschrift. Und dann fangen wir im nächsten Schuljahr an, Schreibschrift zu lernen."
Da ich mit mit Deutsch für Grundschüler nicht auskenne kann ich das nicht beurteilen. Ich schätze aber, dass es schon Leute sind welches sowas entscheiden die dafür qualifiziert sind. Nur weil für uns so etwas dämlich klingt, nur weil wir es anders kennen, muss es noch lange kein falscher Schritt sein. Und falls es wirklich nicht gut ist, kann man ja nach einigen Jahren wieder zum alten Weg zurückkehren. Dadurch wird jetzt auch keine ganze Generation zu Taugenichtsen.
Ich glaube auch, dass das schriftliche Dividieren das erste Beispiel für "Kochrezept auswendig lernen" ist und wenig mit Verstehen zu tun hat und davon gibt es in der Folge in der Schulmathematik viel zu viel.
100% mehr muss man dazu nicht schreiben. Dazu muss man für schriftliche Division das 1x1 sauber beherrschen und das ist heute zu dem Zeitpunkt wo die schriftliche Division gelehrt wird bei vielen Schülern nicht der Fall. Und am Ende ist es ein Rattenschwanz und die schwachen Schüler fallen immer weiter ab.
In dem Beispiel wird als ein Rechenschritt
450 : 6 = 75
aufgeführt.
Und das rechnen Grundschüler mal eben im Kopf? Wow!
Wo steht denn, dass sie keinen Stift und Papier zur Verfügung haben? Das ist ein grosser Unterschied zu reinem Kopfrechnen. Wie gesagt Kinder können sich eigene Wege raussuchen.