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Magazin NFC-Zahlungen: Google Wallet verzeichnet nach Apple-Pay-Start starkes Wachstum

Was, Kreditkarten sind gar nicht böse? ;)

Auch, wenn die Frage nicht ernst gemeint ist, will ich sie trotzdem verneinen.

Warum? Weil eine Kreditkarte für mich als Selbstständigen eine Reihe von Vorteilen hat:

* Reservierungen
Wenn ich ein Auto miete, was ich recht oft tue, weil ich kein eigenes habe, blockt die Kreditkartenfirma den Sicherungsbetrag. So gebe ich den Betrag nicht als Pfand, habe keine Zinsverluste und der Block wird aufgehoben, wenn ich das Fahrzeug schadenfrei zurückgebe.

* Puffer
Selbstständige werden das kennen: Sehr unregelmäßige Einkünfte. Ich kann Monate mit dem Kreditrahmen überbrücken (was ich auch schon getan habe), wenn es sein muss. Man muss halt darauf vertrauen, dass man es zurückzahlen kann (aber wenn man das nicht kann, sollte man nicht Unternehmer werden).

Das ist übrigens auch der Grund, warum ich meine Kreditkarten nicht bei meiner Haus- oder Geschäftsbank habe. Es ist manchmal sehr gut, wenn eine Bank nicht alle Kontostände kennt.

Ist bei mir ne ganze Weile her, aber längere Durststrecken hätte sicherlich jeder Selbstständige schon. Und wenns nur die 20.000€ Steuernachzahlung ist, die einen kalt erwischt....

* Zahlung im Internet
Da ist die ec-Karte immer noch nicht konkurrenzfähig zur Kreditkarte.

Abgesehen davon sollte man den Vorteil für den Händler nicht vergessen: Es gibt keine Rücklastschriften -- die Bank garantiert die Zahlung. Darum ist die KK auch teurer. Rücklastschriften sind aber deutlich kostenintensiver.

Und rein buchhalterisch ist Bargeld so ziemlich der kostentechnische Overkill. Leider können viele Händler nicht rechnen.
 
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Steuernachzahlungen müssen aber keine Überraschung sein (wenn man die Finanzen im Blick hat). ;)
 
Unternehmensfinanzen sind deutlich komplexer als der Überblick über ein Konto. Abgesehen davon (so war es mal bei mir) braucht nur der Sachbearbeiter zu wechseln, um aus der bis dahin üblichen Routine "Zahlen Sie das einfach in 5.000-EUR-Raten" ein "Ratenzahlung wird abgelehnt" zu machen. Oder man wird krank und kann die Nachzahlung unerwarteterweise nicht aus den lfd. Einnahmen zahlen.
 
Auch ein DAX Unternehmen wird nicht von Steuernachzahlungen überrascht, wenn es seine Finanzen im Blick hat. :)
 
Ja, ein DAX-Unternehmen beschäftigt auch Horden von Leuten, die nur Finanzbuchhaltung machen. Ich bin allein und arbeite zwischen 50 und 70 Stunden pro Woche, DANACH kann ich mich mit Buchhaltung beschäftigen.

Ein DAX-Unternehmen hat auch eine andere Verhandlungsbasis als ich - da stellen die nicht ohne Ankündigung von Ratenzahlung auf "zahlbar sofort" um. Bei mir reichte ein Sachbearbeiterwechsel um von einer jahrelang geübten Praxis abzuweichen. Bis dahin war es üblich, dass ein Anruf genügte und ich in wenigen hohen Raten zahlen konnte. Die Neue sagte einfach, sie mache das nicht so und plötzlich musste ich unerwartet binnen zwei Wochen einen fünfstelligen Betrag aufbringen.

Dann gibt es noch das Beispiel mit der Erkrankung oder das der verspäteten Zahlung durch den Kunden, ein Mitarbeiter wird krank, etc. pp. Es gibt 1.000 Gründe, warum man als Selbstständiger mal schnell Geld braucht. Ich habe vor ein paar Jahren einen Mitarbeiter eingestellt, der nie wirklich krank war -- sechs Wochen nach seinem ersten Arbeitstag bricht er zusammen, Not-OP, Diagnose "Darmkrebs". Chemo, Reha, Kur, insgesamt fiel der Mann von heute auf morgen für ein volles Jahr aus. Kunden interessiert das nicht, die halten ihren Vertrag in die Luft uns sagen "mach!", weil sie selbst Zwängen unterliegen. Und dann beschaff mal Ersatz auf die Schnelle. Das kostet.

Wie gesagt: Unternehmensfinanzen sind komplex. Das hat mit fehlender Übersicht im Sinne von Schlamperei nur selten was zu tun.

Wer was anderes behauptet, hat oft nie ein Unternehmen geleitet.
 
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Du brauchst mir nichts über Finanzen erzählen. Ziehst du den Kürzeren. ;)
 
Mich interessiert, ob es relevante Unterschiede zwischen Apple Pay und Google Wallet im Bereich Sicherheit und Datenschutz gibt. Ein Problem bei Apple Pay ist die Beschränkung auf iDevices mit Touch-ID. Bei Google Wallet könnten aber denke ich alle Smartphones verwendet werden.
 
Dann lies doch einfach mal die AGB zu Google Wallet. Was du Google da erlaubst, geht auf keine Kuhhaut.

Bei Apple weiß nicht Apple, nicht der Händler und nicht die Bank, was du gekauft hast.
 
Dann lies doch einfach mal die AGB zu Google Wallet. Was du Google da erlaubst, geht auf keine Kuhhaut.

Zeig mir bitte die bedenklichen Stellen in den Wallet AGB und die entsprechendende (natürlich bessere) in den Apple Pay AGB.
Ich bin gespannt!
 
Das werde ich zweifellos nicht tun. Und zwar aus zwei Gründen:

Es ist jetzt vier Uhr morgens, vor einer halben Stunde bin ich aufgestanden und in einer halben Stunde werde ich zu meinem Kunden fahren. Mein Arbeitstag endet so gegen 21 Uhr, dann fahre ich ins Hotel, esse noch was und gehe schlafen.

Meine Kunden bezahlen mir dreistellige Stundensätze, damit ich zum Beispiel genau sowas mache, z. B. (um mal von einem realen Fall zu sprechen): Die AGB von Cloud-Diensten durchackern und Rechtsfolgen aufzeigen.

Beides sind deutliche Hinweise darauf, dass ich mich sicher nicht 2-4 Stunden hinsetzen werde, um die betreffenden Stellen herauszusuchen, einander gegenüberzustellen und deren Bedeutung klarzumachen. Das dauert nämlich deutlich länger als sie zu lesen und sich seinen Teil zu denken.

Sprich: Wenn du möchtest, dass ich diese Dienstleistung für dich erbringe, wirst du sie erstens bezahlen und zweitens auf ein freies Zeitfenster bei mir warten müssen. Und zumindest bis Anfang Februar bin ich derart überbucht, dass ich keine Chance sehe, dafür Zeit zu finden. Im Februar ist es knapp, aber da müsste ich in meine Pläne und meine Kalender gucken, ob ich das da reinkriege. Ab März hast du eine verlässliche Aussicht, dranzukommen.

Ich gebe gern mal einen Tipp (mehr erwarte ich hier von anderen auch nicht), aber ich werde keine kostenlosen Dienstleistungen erbringen in Zeitfenstern, für die meine Kunden bezahlen und die fest an sie vergeben sind. Wenn ich anfange, meine Zusagen nicht mehr einzuhalten, kann ich meinen Laden zumachen.

So, jetzt hab ich meine Frühstückspause mit dem Posting verballert.... ;)
 
Statt dich in deiner Frühstückspause hier umfangreich selbst zu feiern, hättest du in der Zeit in ein paar Stichworten auch die wesentlichen Punkte der Unterschiede zwischen Google/Apple AGB auflisten können (die du ja vorgibst zu kennen). Aber wer das kann bekommt eben vierstellige Stundensätze...
 
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Ich hab doch schon gesagt, was man dazu lesen muss. Einen Vorlesedienst betreibe ich nicht.

Sollte ich vielleicht mal anbieten.

Und zwischen "selbst feiern" und "erklären, warum das nicht geht", bestehen deutliche Unterschiede.
 
Aber dann behaupten, man kenne beide AGB auswendig...

Ich denk mir meinen Teil dazu, solange du dich weigerst.
 
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Aber dann behaupten, man kenne beide AGB auswendig...
Ich denk mir meinen Teil dazu, solange du dich weigerst.

Erstens habe ich nicht gesagt, dass ich beide AGB auswendig kenne. Zwischen "kennen" und "auswendig kennen" gibt es beträchtliche Unterschiede.

Zweitens: Meine Erklärung, die hier als Selbstbeweihräucherung abgetan wurde, war offensichtlich notwendig - anders kann dein "weigern" ja nicht zu interpretieren sein.
 
Na ja, du scheinst sie ja so gut zu kennen, dass du sagen kannst, Google erlaubt sich mehr als Apple, aber zu wenig, um ein Beispiel zu liefern oder das näher zu erläutern.
 
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Also ich muss sagen ich freue mich drauf
Alles was Plastikkarten reduziert finde ich prinzipiell gut. (Is mir bewusst das ich die Karten nicht einfach daheim lassen kann)

Da bei der Apple pay ja der Fingerprint verwendet wird is des Schu mal besser wie bei Kreditkarten
Der Code wird kaum
Verlangt und die Unterschrift intersiert keinen!!



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Na ja, du scheinst sie ja so gut zu kennen, dass du sagen kannst, Google erlaubt sich mehr als Apple, aber zu wenig, um ein Beispiel zu liefern oder das näher zu erläutern.

Lass mal gucken, deine Anforderung war:

Zeig mir bitte die bedenklichen Stellen in den Wallet AGB und die entsprechendende (natürlich bessere) in den Apple Pay AGB.
Ich bin gespannt!

Sowas dauert, wenn ich die entsprechenden Passagen nebeneinanderlegen soll. Und dafür hab ich schlichtweg keine Zeit. So einfach ist das. Aber mal ganz allgemein ein paar Denkanstöße:

Überleg dir mal, warum der Sparkassenverband Wallet ablehnt, Apple Pay aber einführen will (beides aus Sicherheitsgründen).

Womit verdient Google Geld? Mit der Nutzung der Informationen ihrer Nutzer (ich schreibe extra nicht "Kunde", denn die Kunden von Google ist die werbende Industrie). Google verdient nichts am OS, nichts an den Geräten, nichts an den Apps.

Womit verdient Apple Geld? Mit dem Verkauf der Geräte.
 
Gut, diese Vermutungen kann nun jeder halbwegs Interessierte beisteuern... selbst ich und es ist ganz sicher nicht mein Fachgebiet.
 
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