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Feature Netflix hat 470.000 Abonnenten in Deutschland

Im Streaming-Bereich ist es eher umgekehrt – großes Netflix, kleines Vivendi. Und Vivendi hat offenbar den kürzeren Atem

Netflix muss erstmal 2 Jahre am deutschen Markt überleben. Der Start den sie in Deutschland hingelegt haben scheint mir (in Relation zur potentiellen Marktgröße und entsprechend den fälligen Lizenzgebühren) der schlechteste weltweit zu sein. Bei ca. 100 Mio. weltweite Gewinn pro Jahr werden die nicht lange jährlich 50 Mio. den Deutschen in den Rachen werfen um sie von Netflix zu überzeugen.

Ich schätze die machen machen es am Ende wie Walmart und geben den deutschen Markt auf.
Um auf US-Niveau zu kommen bräuchten sie hierzulande knapp 10 Mio. Nutzer. Selbst UK-Niveau ist in D offenbar unerreichbar, das wären umgerechnet 4,22 Mio Nutzer.
 
Um auf US-Niveau zu kommen bräuchten sie hierzulande knapp 10 Mio. Nutzer.
Um in den USA auf dieses Niveau zu kommen, hatte Netflix auch über 7 Jahre lang Zeit. Zudem war der Dienst durch den DVD-Verleih bereits lange zuvor ein großer Name.

Netflix wird sicher nicht groß nach Europa (und da ist Deutschland nunmal einer der größten Märkte) expandieren, um dann zwei Jahre später wieder mit gesenktem Haupt abzuziehen. Die verfügen schon über genug Mittel, um dem Dienst ein paar Jahre Zeit zu geben, um zu wachsen. Und sollte Netflix in Deutschland scheitern, wird auch jeder andere Streaming-Dienst scheitern – außer die Situation in Europa ändert sich irgendwann grundlegend und es wird einfacher und günstiger, die Streaming-Rechte für Filme und Serien zu bekommen (womöglich auch für aktuellere Inhalte, wie sie es in den USA ja auch gibt).

Aber generell hat Netflix hier (zumindest im Vergleich zu Skype und Watchever) ja noch Vorteile – durch den stetigen Nachschub an eigenproduzierten Inhalten können sie den Anteil an teurer Lizenzware niedrig halten. Netflix hat ja schon gesagt, dass sich die Produktion einer Serie wie Marco Polo (90 Millionen Dollar für die erste Staffel) mehr lohnt, als Gebühren für Lizenzware zu bezahlen (sowohl aus finanzieller als auch aus Kundenbindungssicht).

Bei ca. 100 Mio. weltweite Gewinn pro Jahr werden die nicht lange jährlich 50 Mio. den Deutschen in den Rachen werfen um sie von Netflix zu überzeugen.
Wie kommst du auf 50 Millionen Euro/Dollar jährlich?
 
In den nächsten 2-3 Jahren vielleicht nicht
Macht mal nicht so nen Wind... :D

Die Zeit rennt dermaßen schnell, letzten Sommer war man noch der absolute Held wenn man 1GB inc. Volumen hatte. Ein Halbes Jahr später? Jetzt sind es z.Bsp. 20...

Letzten Sommer hat LTE Nutzung noch extra gekostet. Jetzt ist es fast überall incl. Das Volumen wird auch im kommenden Sommer wieder steigen. Zudem konnte man vorletztes Jahr noch nicht wirklich im Ausland den Traffic nutzen. Jetzt? Alles kein Problem.
 
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Reaktionen: Martin Wendel
Netflix wird sicher nicht groß nach Europa (und da ist Deutschland nunmal einer der größten Märkte) expandieren, um dann zwei Jahre später wieder mit gesenktem Haupt abzuziehen.

Deswegen habe ich ja Walmart erwähnt. Die hatten bei Deutschland auch nicht an ihr persönliches Stalingrad gedacht. Und doch ist es so gekommen, obwohl ihr Plan war den heimischen Markt zu überrollen.

Aber generell hat Netflix hier (zumindest im Vergleich zu Skype und Watchever) ja noch Vorteile – durch den stetigen Nachschub an eigenproduzierten Inhalten…

Also da hat doch eher ganz klar Skype die Nase vorn, da produzieren ausschliesslich die Kunden die Inhalte. ;-)

Wie kommst du auf 50 Millionen Euro/Dollar jährlich?

Watchever fährt jährlich 60 Mio. Verlust in Deutschland ein. Bei 8,99 brauchen sie ca. 900.000 Abonnenten um die Kosten zu decken. Ich unterstelle Netflix einfach die gleichen Kosten. Die ausgehandelten Lizenzgebühren für Streaming dürften bei Netflix wohl kaum besonders unterschiedlich sein, wobei Vivendi übrigens auch über eigenen Content verfügt. Netflix ist aber auch deutlich aggressiver mit TV-Werbung, wird also eher noch drüber liegen.
Ob 35 Mio., oder 70 Mio. Verlust oder was auch immer in dieser Größenordnung pro Land… es ist auf Dauer bei weltweit nur ca. 100 Mio. Gewinn nicht tragbar. In Frankreich sieht es auch nicht gut aus, von daher könnte Netflix nur durch diese zwei Länder in 2015 Verlust einfahren.

Die NYT schreibt ja auch, das sie hier auf einen erbittert umkämpften Markt treffen: "After successful starts in Britain and Scandinavia, Netflix entered six more European countries last fall, … But the company immediately found itself navigating fierce competition from local streaming services…"
 
Netflix muss erstmal 2 Jahre am deutschen Markt überleben. Der Start den sie in Deutschland hingelegt haben scheint mir (in Relation zur potentiellen Marktgröße und entsprechend den fälligen Lizenzgebühren) der schlechteste weltweit zu sein. Bei ca. 100 Mio. weltweite Gewinn pro Jahr werden die nicht lange jährlich 50 Mio. den Deutschen in den Rachen werfen um sie von Netflix zu überzeugen.

Ich schätze die machen machen es am Ende wie Walmart und geben den deutschen Markt auf.
Um auf US-Niveau zu kommen bräuchten sie hierzulande knapp 10 Mio. Nutzer. Selbst UK-Niveau ist in D offenbar unerreichbar, das wären umgerechnet 4,22 Mio Nutzer.

Nachdem der Deal mit Bild.de auch noch weg ist und die nun Maxdome promoten ist Watchever faktisch tot. Vivendi sucht fiberhaft einen Käufer für diese Firma die nur noch Verluste macht und technisch nicht 1/2 so gut umgesetzt ist wie Netflix. Ja, auch Netflix macht wohl Verluste (kenne die Zahlen nicht genau), aber dahinter stehen wohl ähnlich wie bei Spotify auch riesen Investoren (Spotify hat als Investoren unter anderem: Morgan Stanley, Credit Suisse, die Deutsche Bank & Goldman Sachs) Hat Watchever dies auch? Meines Wissens nicht. Dazu hat Netflix das erst seit diesem Herbst in DE ist bereits Watchever das es schon viel länger gibt. Letztlich kann Netflix auch Rabatte ausschlagen indem Sie zum Beispiel ne Serie gleich für X-Länder oder Ländergruppen einkaufen. Netflix kauft zum Beispiel ne Serie für DE, Österreich & Deutschland ein und erhält dadurch sicherlich bessere Konditionen als Watchever welche nur für DE einkaufen.
 
Ja, auch Netflix macht wohl Verluste (kenne die Zahlen nicht genau),

Ausserhalb der USA ist es in der Gesamtrechnung ein Verlustgeschäft:

Q4 2013: -57 Mio
Q1 2014: -35 Mio
Q2 2014: -15 Mio
Q3 2014: -31 Mio (letzter Monat des Quartals war Start in D und 5 weiteren europäischen Ländern)
Q4 2014: -79 Mio
Q1 2015: -62 Mio (Schätzung von Netflix)

Am Unterschied zwischen Q2 2014 und Quartal 4 2014 (bzw: Q1 14 und Q1 15) kann man grob erkennen wie teuer Deutschland und Frankreich momentan noch ist: um die 30 Mio Verlust pro Quartal oder knapp 60 Mio pro Land pro Jahr.

Nachdem der Deal mit Bild.de auch noch weg ist und die nun Maxdome promoten ist Watchever faktisch tot.

Im Vergleich zu Amazon ist Netflix ebenfalls mausetot.
Der Wegfall von Bild als Werbepartner ist vom Image her eher vorteilhaft. Bei Bild und Maxdome passt die Zielgruppe doch wunderbar zusammen.

E-Plus oder Vodafone (?) bieten übrigens ebenfalls Watchever zu ihren Verträgen vergünstigt als Jahresabos an.
 
@VIC20: Du vergleichst Apple mit Birnen (Walmart und Netflix; die Kosten von Watchever und Netflix) und gehst offenbar davon aus, dass Netflix kein Wachstum mehr haben wird in Deutschland. Einigen wir uns einfach darauf, dass wir in 1-2 Jahren nochmal nachgucken? Dann kann man ja vielleicht absehen, wie sich die Kundenzahlen entwickelt haben. Das Netflix im Zuge einer Expansion in sechs neue Märkte hohe Kosten hat, sollte selbstverständlich sein…

Ausserhalb der USA ist es in der Gesamtrechnung ein Verlustgeschäft:
Im Jahr 2012, als Netflix seine Expansion nach Europa begonnen hat (u.a. Großbritannien, Skandinavien) waren die Verluste im internationalen Geschäft noch deutlich höher (90 bis 105 Millionen Dollar).
 
Der Wegfall von Bild als Werbepartner ist vom Image her eher vorteilhaft. Bei Bild und Maxdome passt die Zielgruppe doch wunderbar zusammen.

Jaja niemand in DE liest die Bild & niemand schaut RTL und co. Das gleiche haben wir in der Schweiz mit dem Blick und die Österreicher haben doch die Krone die niemand liest. ;)

@Martin Wendel @VIC20

Zu den neuen Ländern kommen immer mehr gute Eigenproduktionen welche ebenfalls X Millionen kosten aber auf lange Sicht auch wieder viel Geld einbringen und sowas bietet ausser Netflix nur Amazon in einem viel kleineren Masse und in der Schweiz UPC Cablecom welche 1 Staffel selbst produziert. :eek: Dazu kommt auch noch die Promotion die anfangs sicher stärker sein wird als in 3-4 Jahren und auch nochmals den Verlust in den nächsten Jahren verringern lässt. Klar ist, dass Netflix auch in 3 Jahren noch keine roten Zahlen schreiben wird aber sicherlich ganz gute Zukunftsperspektiven hat.
 
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Ja, das Interface ist seit der Umstellung von Lovefilm auf prime ziemlich bescheuert. Wobei das bei der App natürlich egal ist.
Eben nicht egal, da man von der App aus nichts kaufen kann. Man muss extra die Seite in Safari öffnen. Und das ständige Passworteingeben wegen einer sinnlosen FSK18-Kennzeichnung von zb Dexter 8 ist ja wohl mehr als bescheuert. Beim Kaufen, beim Starten und jedesmal nach einer Pause zum Weiterschauen. Jedesmal das bescheuerte Passwort eingeben...

"Schon" bei Netflix lol.
Du weißt aber schon, dass das Wort "schon" im Deutschen mehrere Bedeutungen haben kann? Nicht "schon" im absoluten Sinn, dass sie die ersten wären, sondern "schon" in dem Sinn, dass ich Netflix und Prime habe und dementsprechend zB. Breaking Bad nicht noch bei Amazon anschauen brauch, da ich es schon auf Netflix anschauen kann.
 
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