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MT9, das mp3 der Zukunft

unknown7

Kaiserapfel
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Ich bin eben auf der T-Online Seite auf folgene Mitteilung gestoßen:

http://computer.t-online.de/c/15/14/79/12/15147912.html

Koreanische Ingenieure haben ein neues Audioformat entwickelt, das durch einen Sechs-Kanal-Equalizer die separate Lautstärke-Ansteuerung von Instrumenten und Gesang ermöglicht. Dabei steht jeweils ein Kanal für Gesang, Gitarre, Chor, Klavier, Bass und Schlagzeug zur Verfügung. Musikfans könnten so ein normales Rock- in ein Accapellastück verwandeln oder das Schlagzeug aus einem Lied verbannen. Besonders geeignet ist das Format aber auch für Karaoke-Fans, die einfach den Gesang lautlos stellen können.


Ich würde das sehr begrüßen! Das klingt wirklich klasse!

Was haltet ihr davon?
 
Ich halte überaus viel davon. Die Kanäle sind genial, so bräuchte ich mir nie wieder Instrumentals- oder Karaokeversionen heraussuchen und die DRM-Freiheit ist sowieso toll.
 
Ich halte überaus viel davon. Die Kanäle sind genial, so bräuchte ich mir nie wieder Instrumentals- oder Karaokeversionen heraussuchen und die DRM-Freiheit ist sowieso toll.
Stellt sich noch die Frage, wie viel Speicher diese Dateien verbrauchen und wie viele Kanäle möglich/geplant sind. Grundsätzlich wären die Möglichkeiten jedoch supermegaklasse!
Instrumental-Versionen u.ä. könnten die Künstler dann aber nicht mehr extra verkaufen...
 
Das glaubst doch eh keiner, dass die Verantwortlichen im Musikbusiness ihre quasi Rohdaten so rausgeben werden.
Du kannst dir von freien Künstlern sicher auch irgendwo Musik direkt als Logic Datei laden.... ist dann doch quasi das selbe....

Fazit: nett, wird sich so aber nicht dursetzen.
 
Ich war früherst auf der Vorstellung des ersten SourroundMP3 im Fraunhofer institut.
Es war durchaus beeindruckend anzuhören.
Aber selbst wenn es sauber abgemischt ist und ein klares sinnvolles Klangbild ergibt, macht ein Mehrkanal-Musikstück kaum Sinn.
Der Schlagzeuger, der Gitarrist, Bassist usw stehen bei einem Konzert vor einem. Ebenso das Orchester.
Höchstens bei gestaffelten Mehrkanallautsprechern macht dies Sinn um den vorderen Raum zu unterteilen.

Interessanter wird es wenn man Tonspuren von Filmen endlich in sauberer Qualität komprimieren kann.
Denn das ist bisher kaum möglich. Bei einem Film will man das "mitten drin statt nur dabei"-feeling erzeugen.
Bei Musik steht man ja nicht mitten auf der Bühne.

Höööchstens wenn es um Musik wie zB von Pink Floyd geht. Musik die Raumfüllend wirken soll, .. mh schwer zu erklaeren wie ich das meine...

Der in dem Artikel gennante Aspekt, dass Musikfans einzelne Spuren ausblenden können. An sich keine schlechte Idee, aber ein wenig sinnlos, denn der Song besteht aus allen Spuren und vor allem genau in der Mischung wie sie rausgegeben wird.
Höchstens interessant ist es für Menschen die mit Audio arbeiten.
Produzenten, DJs, Musikredaktionen im TV und Radio.

Gruß,
der M
 
Das glaubst doch eh keiner, dass die Verantwortlichen im Musikbusiness ihre quasi Rohdaten so rausgeben werden.
Du kannst dir von freien Künstlern sicher auch irgendwo Musik direkt als Logic Datei laden.... ist dann doch quasi das selbe....

Fazit: nett, wird sich so aber nicht dursetzen.

Da könntest du recht haben, aber ich bin mir sicher, dass mp3 nicht das Ende der Fahnenstange ist... Irgend ein Fortschritt (in welche Richtung auch immer) ist mal wieder fällig und dieses MT9 Format klingt für den Musikfan natürlich gigantisch.
 
"mp3 der Zukunft" ist zu reißerisch ausgedrückt meiner Meinung.

Als Spezialformat mag es eventuell Interessant sein. Die Möglichkeit Kanäle auszublenden und neuzumischen würde beim Musikhören doch sowieso überfordern. Einzig interessant sind eventuell Anlagen/Verstärker/Player die automatisch die jeweiligen Raumgegebenheiten und Boxensysteme aus einem File heraus anpassen können (z.B. eine Art automatischen 5.1 Mix erstellen können wenn die Anlage verfügbar ist.

Die Zukunft von mp3 ist meiner Meinung eher, dass Datenreduktionsverfahren wieder zunehmend Randerscheinungen werden. Mit der Zunahme an Bandbreite und Speicherkapazitäten werden doch Lossless-Formate wieder zunehmend interessanter.

Vielleicht habe ich aber auch die wirklich bahnbrechende Neuheit an MT9 verpasst; Mehrere Kanäle in eine Audiodatei zu pressen kann auch .aiff. Einen schicken Player für soetwas zu schreiben ist eher Programmieraufwand als technisches Problem.
 
Der Ausdruck Sechs-Kanal Equalizer ist ja schon mal käse. Richtig müsste es Mixer oder Mischpult heißen. Daran sieht man, dass der Autor, der seine (abgeschriebenen?) News an T-Online verkauft, keine Ahnung von der Materie hat.
Ansonsten schließe ich mich der Einschätzung von Patrick an: zu reißerisch/schon dagewesen.
Edit:
Habe die Stelle, von der sich alle(DPA) haben inspirieren lassen gefunden:
http://idolator.com/392722/music-20-may-actually-get-some-sort-of-meaning-behind-it
 
Naja, ist auch interessant wenn man Musiker ist und das Stück lernen möchte zu spielen. So kann man gezielt alle Instrumente ausblenden lassen oder eben alle Instrumente einblenden ausser dass, von welchem man halt die Linie nachspielen möchte.

Interessant aufjedenfall... Wird sich aber nicht behaupten können. Die meisten Menschen wollen einfach "nur" Musik "hören" :)
 
Naja, ist auch interessant wenn man Musiker ist und das Stück lernen möchte zu spielen. So kann man gezielt alle Instrumente ausblenden lassen oder eben alle Instrumente einblenden ausser dass, von welchem man halt die Linie nachspielen möchte.

Das macht aber die Fähigkeit des musikalischen Gehörs zunichte. Wenn man alles andere ausblenden kann, ist es ja keine Kunst mehr das eine Instrument rauszuhören.

Außerdem sind die meisten Recordings schon sehr gut gemischt. Wenn man als unbedarfter Otto-Normalmusikkonsument im Mix rumpfuscht geht das Stück höchstwahrscheinlich kaputt.