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Magazin Moves: neue Datenschutzbestimmungen erlauben Daten-Weitergabe

Philipp Schwinn

Herrenhut
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“Wir geben ihre Daten nicht an Dritte weiter – außer wir werden von einem Dritten übernommen.” So oder so ähnlich sollte man wohl jede Datenschutzbestimmung auffassen. Denn wird ein Unternehmen von einem anderen geschluckt, erwirbt dieses natürlich auch sämtliche Daten inklusive derer, welche die Nutzer zur Verfügung stellen. Gerade das Social-Network Facebook hat ein enormes Interesse daran, Nutzerdaten auszuwerten – denn es ist ihr täglich Brot. Aus diesem Grund sollte man die momentane Shopping-Tour von Mark Zuckerberg durchaus kritisch hinterfragen – dies zeigt das hier genannte Beispiel.[prbreak][/prbreak]

Die Frage, was mit den eigenen Daten passiert, wenn der Anbieter eines Dienstes aufgekauft wird, dürfte bei den Meisten spätestens nach dem WhatsApp-Deal ins Gedächtnis gerufen worden sein. Hält sich das Social-Network dort als Eigner bislang noch zurück und dementiert jegliche Auswertung der Chat-Nachrichten, zeigen sich bei einem weiteren von Facebook eingekauften Dienst bereits die Auswirkungen solcher Übernahmen.


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Denn vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Facebook die Bewegungstracker-App Moves erworben hat. Nun wurde die App für iOS und Android aktualisiert und bringt dem Anwender dabei vor allem eins: neue Datenschutzbestimmungen. Nach dem Update soll der Nutzer einer “signifikant veränderten Privacy Policy” zustimmen. Hieß es bisher im Bezug auf die Weitergabe an Dritte noch, dass Moves keine Daten ohne ausdrückliche Einwilligung des Nutzers teilt, wurde dieser Teil der Bedingungen nun angepasst. Dort heißt es ab sofort klar und deutlich, dass auch persönlich identifizierbare Informationen mit Partnern geteilt werden dürfen. Genannt werden dabei zum Beispiel Firmen, die im unternehmerischen Zusammenhang mit Moves stehen – Facebook wird explizit erwähnt.

Nach Bekanntwerden der Übernahme betonte das finnische Unternehmen noch, unabhängig zu bleiben und keine Daten mit Facebook zusammenführen zu wollen. Jetzt, knapp zwei Wochen nach dieser Äußerung, dürften diese Tatsachen vielen Nutzern sauer aufstoßen. Moves zeichnet sämtliche Bewegungen des Anwenders auf und fertigt daraus relativ präzise Profile für den Alltag an – neben Schritten und Fahrrad-Kilometern merkt sich der Dienst auch genaue Aufenthaltszeiten an signifikanten Orten wie bspw. dem Arbeitsplatz.

via Moves
 
So fragwürdig die häufigen Änderungen der Datenschutzbestimmungen zu Ungunsten der Verbraucher sind, so fragwürdig ist auch die Akzeptanz des Verbrauchers. Welcher Verbraucher möchte es denn, dass seine persönlichen Daten für Dritte zugänglich gemacht werden? Niemand? Ich selber möchte über die Verteilung und Verwendung meiner Daten den Überblick behalten.

Doch auch wenn viele Verbraucher solche Meldungen zum Anlass nehmen, sich nach einer Alternative umzusehen, so nehmen es viele viele andere Verbraucher in Kauf, dass sie jeglichen Überblick über ihre Daten verlieren. Besonders absurd ist dabei, wenn Nutzer von Facebook sich über die Datenschutz- und Geschäftsbedingungen beschweren und dazu das soziale Netzwerk benutzen.
 
Ich finde diese ganze Geschichte sehr schade. Ich benutze Moves seit gut einem Jahr. Ich finde Zahlen gut und mag es eine zusammenfassung zu haben wie weit die Wanderung am Wochenende war oder ob Ich meine angepeilten 80 km Fahrrad in der Woche gemacht habe. Ich konnte mir sogar meinen persönlichen Verkehrsmix errechnen.

Moves ist die einzige App die das so ermöglicht. Alles andere ist entweder ein reiner Schrittzähler oder auf Fitnesstracking ausgelegt so das man es gezielt ein und aus schaltet.

Kennt jemand eine alternative die man nun benutzen will?
 
"Wir entschuldigen uns für diesen Vorfall und arbeiten bereits unter Hochdruck daran, weitere Vorfälle dieser Art in Zukunft zu vermeiden" ;)
 
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Da ich mich nicht bewege ist mir das auch egal :-)

Aber wer sich im Social Network No1 über Datenschutzbestimmungen beschwert kann auch im Glashaus mit Steinen werfen.
 
Surprise, Surprise!

Ich muss aber zugeben, dass es mir gar nicht in den Sinn kommen würde, eine solche App bzw. Funktion zu nutzen. Sport und Bewegung funktionieren bei mir auch ohne Überwachung und Kontrolle.
 
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Ich habe, wie schon bei Instagram und Whatsapp meinen Account bei Bekanntgabe der Übernahme gelöscht.
War ja irgendwie klar, dass da irgebdwas in der Richtung kommt...
 
Bedauerlich...
Mal sehen wo uns Zuckerbergs Shoppingtouren in Zukunft noch so hinführen werden.
 
Das SCHLIMMSTE is doch nur, dass der Ottonormal-Verbraucher das einfach hin nimmt...Als einzelner fragt man den Kritiker "Was will den ein Hacker oder Facebook mit meinen Daten?" Es wird gar net verstanden, worum es geht...
 
Wer es nötig erachtet, jeden seiner Schritte in irgendwelche fremden Netzwerke hochzuladen, dessen Daten sollten gut sichtbar landesweit an allen verfügbaren Litfaßsäulen veröffentlicht werden. Regt selbiger sich darüber auch noch auf, gibt's drei mit der Dachlatte wegen vorsätzlicher Dummheit in der Öffentlichkeit. Das wäre m.M.n. die sauberste Lösung für das hausgemachte Problem.
 
darum war ich nie bei FB ... und habe auch mein WhatsApp bei der Übernahme gelöscht.
Nutze Threema ... und erreiche alle meinen Bekannten.
 
Ist schon ein Unterschied ob die Daten irgendwo auf einem Server rumliegen, an den eben nicht jeder rankommt, oder ob man es gezielt in der Bildzeitung verbreitet xD

Und auch Facebook kann man ganz normal nutzen, man sollte sich nur bewusst sein, worauf man sich einlässt & welche Informationen man von sich preis gibt. Alles einfach nur zu verteufeln wo Google, Facebook, etc. drauf steht ist auch nicht der richtige Weg!
 
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