Massiver Cloud-Ausfall legt Internetdienste weltweit lahm

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Geschrieben von: Michael Reimann
Massiver Cloud-Ausfall

Am Donnerstag erlebte die Welt einen signifikanten Cloud-Ausfall. Zahlreiche Internetdienste waren betroffen und Nutzer:innen weltweit spürten die Auswirkungen.

Technischer Hintergrund des Ausfalls​


Der unerwartete Ausfall betraf hauptsächlich die Dienste von Amazon Web Services (AWS), Google Cloud und Cloudflare. Diese drei Anbieter verwalten nahezu 90 % der weltweiten Internetaktivitäten. Die Ursachenforschung brachte jedenfalls ans Licht, dass mehrere Produkte der Google Cloud Platform (GCP) durch Probleme bei den Identity- und Access-Management-Diensten beeinträchtigt waren. Das Netz selbst funktionierte einwandfrei. Es gab keine Berichten über Schwierigkeiten mit dem Domain Name System (DNS) oder dem Border Gateway Protocol (BGP).

Google’s Maßnahmen zur Behebung​


Laut einem Update von Google am späten Donnerstagmittag ergriff das Unternehmen Maßnahmen zur Problemlösung in der Region us-central1 und in multi-region/us. Einige positive Entwicklungen wurden sichtbar. Google bestätigte, dass seine internen Monitoring-Tools und Kundenberichte eine Besserung zeigen. Die vollständige Wiederherstellung der Dienste wurde in naher Zukunft erwartet. Trotz dieser Fortschritte litten manche Google Cloud-Produkte weiterhin unter den Auswirkungen des Ausfalls. Die Ingenieurteams arbeiteten aktiv an der Problemlösung, jedoch blieb ein genauer Zeitpunkt für die vollständige Problemlösung unklar.

Auswirkungen auf andere Anbieter​


Cloudflare berichtete ebenfalls von Schwierigkeiten. Das Unternehmen erklärte, dass einige seiner Dienste intermittierende Ausfälle erlebten. Cloudflare ging davon aus, dass weiterhin sporadische Fehler auftreten würden, während das System die Wiederholungsversuche behandelt und Zwischenspeicher aufgefüllt werden. AWS behauptete in einer Erklärung, dass keine umfassenden Dienstprobleme bestünden und alle Dienste normal funktionieren würden. Doch Nutzer:innen meldeten Probleme, insbesondere in den Regionen US-East.

Dieser Vorfall beleuchtet die Abhängigkeit unserer Kommunikations- und Dateninfrastruktur von wenigen großen Anbietern. Wenn die Hauptakteure wie AWS, Google Cloud und Cloudflare gleichzeitig ausfallen, zeigt dies die Schwachstellen im globalen Netzwerksystem. Es ruft Länder und Unternehmen dazu auf, robuste Fehlerminderungsstrategien zu entwickeln. Auch die Betrachtung alternativer oder zusätzlicher Dienstleister könnte in Erwägung gezogen werden, um solche weitreichenden Störungen künftig zu minimieren.

Via: https://www.zdnet.com

Im Magazin lesen....
 
Auch die Betrachtung alternativer oder zusätzlicher Dienstleister könnte in Erwägung gezogen werden, um solche weitreichenden Störungen künftig zu minimieren.
Nur woher? Der Aufbau so einer Cloudinfrastruktur, wie zb AWS, kostet Massig Kohle. Die muss man auch mal aufbringen.
 
Trotzdem muss ein Plan her,
wie Europa unabhängig werden kann von amerikanischen Firmen.

Was wenn Donald die Firmen zwingt die europäischen Server abzustellen?
Auf die USA kann sich keiner mehr verlassen,
darauf ist Verlass.
 
Dieser Vorfall beleuchtet die Abhängigkeit unserer Kommunikations- und Dateninfrastruktur von wenigen großen Anbietern. Wenn die Hauptakteure wie AWS, Google Cloud und Cloudflare gleichzeitig ausfallen, zeigt dies die Schwachstellen im globalen Netzwerksystem.

Aha. Und wie kommt man jetzt auf die Idee, dass weltweit, dezentral und mit "beliebig" viel Kapital und Ressourcen ausgestattete Bigplayer mit höherer Wahrscheinlichkeit gleichzeitig ausfallen, als die Meier-Müller-Schulze-"Mein Wohnzimmer, ihre Cloud"-GmbH?
Wenn ich selbst betroffen bin, ist es ziemlich egal, ob ich das nun bei AWS oder Meier-Müller-Schulze bin - die individuelle Auswirkung ist die gleiche.


Es ruft Länder und Unternehmen dazu auf, robuste Fehlerminderungsstrategien zu entwickeln.
Welche Binsenweisheit. Nur: Könnte es sein, dass "Länder und Unternehmen" diese durchaus schon haben? Wenn die Erfahrung jedoch etwas zeigt, dann das: Selbst wenn du der Meinung bist, dass du wirklich, wirklich alles bedacht hast - dann kommt die Raumreinigungsfachkraft und zieht den Stecker.


Auch die Betrachtung alternativer oder zusätzlicher Dienstleister könnte in Erwägung gezogen werden, um solche weitreichenden Störungen künftig zu minimieren.

So, so. Oben geht man also noch davon aus, dass das Setzen auf die großen Bigplayer zusammen, also die mit dem meisten Geld, Knowhow und Kapazitäten, ein Riisko ist - aber ein zusätzlicher Dienstleister ist jetzt die Lösung? Na, aber warum sollte der nicht ebenfalls ausfallen? Weil das "unwahrscheinlich" ist? Wie unwahrscheinlich ist es denn, dass AWS und CF z.B. parallel ausfallen?

Trotzdem muss ein Plan her,
wie Europa unabhängig werden kann von amerikanischen Firmen.

Was wenn Donald die Firmen zwingt die europäischen Server abzustellen?
Auf die USA kann sich keiner mehr verlassen,
darauf ist Verlass.

Ein solcher Ausfall könnte bei europäischen Firmen exakt genau so passieren. An der Systematik würde sich also folgendes ändern: Nichts.

Wenn es um die poltische Frage geht, steht die auf einem ganz anderen Blatt.
 
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Reaktionen: NorbertM
PersoApp,EPA usw funktioniert in Deutschland?
und was wäre dann mit den Servern…
Erstmal brauchts schnelles Internet 🤪😂