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MacOS Backup in Cloud

Power_Mac

Erdapfel
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13.05.18
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Hallo zusammen,
mich würde interessieren, wie ihr Cloud-Backups von MacOS-Systemen realisiert.
Man könnte die Option nutzen, den Schreibtisch und die Dokumente auf iCloud Drive zu synchronisieren. Klar, das ist kein Backup, da die iCloud ein Synchronisationsdienst ist. Aber wenn man zusätzlich lokale Backups mit TimeMachine und anderer Software macht, könnte man es wie ein zusätzliches Backup der wichtigsten Daten ansehen. So richtig begeistert bin ich von der Idee jedoch nicht.
Früher habe ich gerne lokale Backups mit CCC gemacht, leider bietet die Software jedoch keine Möglichkeit für Cloud-Backups.
Der Synchronisationsdienst filen.io bietet 5 verschiedene Synchronisationsoptionen an, unter anderem auch ein Backup. Also wäre es aus meiner Sicht von der Funktionalität etwas besser als die reine Synchronisation via iCloud. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wäre auch gegeben. Ohne mich bislang detaillierter damit beschäftigt zu haben, legt man vermutlich einzelne zu sichernde Ordner fest. Lieber wäre es mir, wenn eine Backup-Software ein mehr oder weniger vollständiges Backup machen würde, also wie CCC.
Bei der weiteren Recherche bin ich auf den Cloud-Backup Dienst Arq gestoßen, der neben dem Backup-Programm auch einen Cloud-Speicher anbietet. Bei Arq Premium erhält man zur Software noch 1 TB Speicher. Gut, das wäre ein Anfang, obwohl mir 2 TB besser gefallen würden - insbesondere wenn man durch die Backup-Funktionalität auch eine Dateiversionierung nutzt, die zusätzlichen Speicherplatz belegt. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wäre auch gegeben (wäre mir auch wichtig, weil ich auch sensible Daten sichern möchte).
Nutzt jemand Arq Premium und kann berichten?
Oder wie seid ihr bezüglich Cloud-Backup sonst so aufgestellt?
 
Hast du ein NAS oder könntest dir eines kaufen?

Hab es jetzt nicht auswendig im Kopf, aber meine Synology kann ein Backup machen - und man kann der Ort angeben und das geht auch in eine Cloud. Sie bieten mit C2 auch eine eigene Cloud-Lösung an, kostet aber dann auch extra.

Also TimeMachine auf die Synology und diese sichert noch die Daten extern.
 
Aktuell habe ich kein NAS.
Ich habe mir gerade mal die Preise für C2 Speicherpläne von Synology angeschaut. Die sind vergleichsweise teuer.
 
Man muss ja nicht C2 nehmen - ob iCloud geht, weiß ich grad nicht.
 
mich würde interessieren, wie ihr Cloud-Backups von MacOS-Systemen realisiert.
Die meisten Anwender realisieren das aus gutem Grund gar nicht,
  • da es im Vergleich zu anderen Lösungen sehr teuer ist,
  • da die meisten Internet-Anbindungen viel zu langsam sind, um das zu einer brauchbaren Lösung zu machen,
  • da je nach Art und Zweck der gespeicherten Daten sowie dem Standort ein großer rechtlicher Aufwand erforderlich sein kann, damit das Vorhaben nicht sowieso schon komplett illegal ist.
Hast Du mal ausgerechnet und simuliert, wieviele Stunden oder Tage Du brauchst, um 2 TB Daten ins Internet zu kopieren?
 
Oder wie seid ihr bezüglich Cloud-Backup sonst so aufgestellt?
Ich verfahre tatsächlich so...

1. Komplettes Backup mittels TimeMachine auf eine verschlüsselte SSD
2. Synchronisation mit aller Daten mit Apples iCloud

Das reicht für den privaten Anwender auch meistens eigentlich aus - je nachdem wie kritisch natürlich die Daten und deren Wichtigkeit ist.

Ob man nun die TM Backups auf eine externe SSD oder ein lokales NAS macht ist eigentlich egal. Unsicher ist beides. Ich hatte tatsächlich bei einem Freund den Fall, dass man eingebrochen hat und den Mac plus das NAS mit eingepackt hat. Es hätte aber auch die herum liegende SSD sein können.

Verlieren / Verlegen, Überspannung, Wasser, Feuer und Diebstahl sprechen halt immer gegen ein identischen Ort von Daten-Quelle und Backup-Ziel, sofern dies das einzige Backup ist (plus eine jede Menge andere Gründe die gegen ein Backup alleine sprechen).

Wie geschrieben, daher synchronisiere ich alles auch in Apples iCloud.


Nun wäre noch die Frage nach einer dritten Methode bzw. einem dritten Ort.

Um hier TimeMachine oder ein Backup Programm richtig zu nutzen, müsste die Backup Software oder der Cloud Speicherplatz eines der beiden Kriterien erfüllen. Vorweg, Du kannst nicht einfach OneDrive oder Dropbox nehmen und das auf dem Mac als Sync-Dienst einrichten. Denn wenn Du da das Backup hin schiebst, hast Du das Backup ja auch auf dem Mac - was dann Speicherplatz frisst. Es sind ja Sync-Cloud-Dienste.

A) Du bräuchtest eine Backup Software, welche sich direkt ohne Umwege auf dem Cloud Dienst einloggt und dort die Daten ablegt. Auf direktem Wege. Unter Windows gibt es zum Beispiel Personal Backup, da kann ich mich in der Backup Software in OneDrive und Co anmelden und die Dateien direkt vom Windows Rechner auf die Cloud kopieren. Man könnte unter OneDrive oder Dropbox also sich einen Backup Ordner einrichten (den man nicht mit dem Rechner synchronisiert) und die Software kopiert direkt die Daten in diesen separaten Ordner. Vielleicht gibt es für den Mac ja auch so eine Software, die sich direkt mit den bekannten Cloud Diensten verbindet.

B) Du hast einen Online Anbieter, dessen Speicherplatz Du als Netzlaufwerk einbinden kannst. Dann kannst Du auch TimeMachine auf dieses Netzlaufwerk ausführen lassen.

Was spricht gegen A und B? Marcel hat es bereits angesprochen - die Geschwindigkeit beim Upload, der deutlich überall niedriger ist als die Download Geschwindigkeiten die unsere Internetprovider uns anbieten. Ich habe einen Vertrag mit einem recht hohen Down- und Upload. Aber ich habe vorgestern ein neues Surface eingerichtet und dabei 19GB an Daten auf das Surface geschoben. Diese 19GB wurden dann in den Cloud Dienst hochgeladen für die erste Synchronisation. Ich musste das Surface über Nacht laufen lassen. Angefangen am Mittag bis zum nächsten Tag am Vormittag. Und das für 19GB. Viel Spaß bei 500GB oder 1TB Backups.

Was noch dagegen spricht? Du hast Dein Backup nicht in Deinen Händen. Es sind Einzelfälle und sie kommen nicht oft vor. Aber es gibt sie und sie sind dokumentiert bei vielen Cloud Speicher Anbietern. Du lädst ein Backup hoch, die Bots erkennen "böswillige" Daten und Dein Cloud Zugang samt Daten wird gesperrt. Und Du kommst dann auch nicht mehr ran. Passiert bei zwei Kunden von mir. Dem einen hat man den Zugang direkt gesperrt wegen pornographischer Bilder - das war der letzte Strandurlaub. Der Andere hat unwissend Schadsoftware in seinen Daten gehabt und hochgeladen, wobei man ihm Absicht und versuchte Schädigung vorwarf und direkt gesperrt. Die haben beide nie wieder ihre Daten gesehen, bis heute nicht.

TimeMachine Backup auf eine SSD / NAS.
In regelmäßigen Abständen ziehe ich ein komplettes Backup auf USB, den ich meiner Freundin gebe.
Apple iCloud Synchronisation.

So mache ich das.
 
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Reaktionen: AndaleR
Also TimeMachine auf die Synology und diese sichert noch die Daten extern.
Dann sicherst Du also ein Backup noch einmal an andere Stelle.
Was passiert, wenn das erste Backup auf das NAS schon einen Fehler hatte. Dann hat das Backup auf der externen Stelle den gleichen Fehler. Also hast Du zwei defekte Backups. Das ist eher nicht gut.
Wenn man ein Backup macht, dann auch direkt von der Quelle, oder?

Ich sichere hier in TimeMachine den kompletten Rechner (inklusiver der Sicherungen der vier iPhones und drei iPads) auf eine direkt angeschlossene Festplatte und parallel dazu noch auf ein QNAP-NAS, das nur für Backups der Rechner (ein Mac, drei PC) hier zuständig ist.
Meine Foto-Mediathek und auch die Musik-Mediathek sichere ich getrennt zusätzlich mit CCC noch auf viele externe Platten/SSD. Die Fotos-Platten/SSD liegen zweimal hier zu Hause und zweimal drei Kilometer entfernt (nennt sich dann Fahrrad-Cloud ;-)).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das ist der Fall. Vielleicht bin ich leichtsinnig und fast lebensmüde. Hatte aber halt auch noch keinen Datenverlust in den letzten 20 (oder mehr) Jahren.

Meine Daten landen in der iCloud bzw. einige in OneDrive.
Dann macht TimeMachine ein Backup auf das NAS. Das NAS regelmäßig ein Backup auf eine externe Platte.

Geht das NAS kaputt, sind die Daten, die ich habe, noch immer auf den Geräten bzw. den Cloud-Speichern.
Geht das z.B. MacBook kaputt: Daten in iCloud, NAS.
Geht die externe Festplatte kaputt: usw.
Auch Synology Drive synchronisiert den Ordner Dokumente. Synology Photos macht das auch noch mit den Fotos.

Wenn ich Glück habe, und es niemand ausgeschaltet hat, dann müsste es auch zu einer externen Sicherung im Haus meiner Eltern kommen.

Soweit ich das jetzt überblicke, müsste es schon wild werden, dass meine Daten weg sind. Zwei Festplatten im NAS, die externe, das MacBook und die iCloud müssten kaputt gehen. Ok - dann wäre ich in der Tat irgendwie aufgeschmissen. Aber denke, der Fall tritt jetzt eher selten ein. Wenn ich dran denke, dass viele die iCloud als Backup sehen - dann habe ich null Angst, Daten zu verlieren.
 
Vielen Dank an euch für das Input.
Wenn ich höre, dass es zu willkürlichen Sperrungen von Clouds durch vermeintliche „böse“ Dateien kam, komme ich ins Grübeln.
Vielleicht sollte ich einfach einen Cryptomator Ordner auf meinem iCloud Drive erstellen und in diesen nur die wirklich wichtigsten Dateien mittels Sync-Tool (zum Beispiel FreeFileSync) synchronisieren. Klar, dann wären die Dateien zwei Mal auf dem MacBook vorhanden, einmal als Original zum Beispiel in Dokumente-Ordner und dann in der synchronisierten Variante im Cryptomator-Ordner. Doppelter Speicherbedarf, daher nur für wichtige ausgewählte Dateien. Vorteil wäre einerseits, dass ich nicht so leicht das Problem hätte, dass die iCloud ja kein Backup-Tool in dem Sinne ist und es zu Dateiverlusten kommen könnte (es wären quasi zwei Sync-Vorgänge nacheinander wodurch ich insgesamt eine bessere Kontrolle hätte) und andererseits müsste ich mich nicht rein auf die E2EE der iCloud verlassen.
Ein Zugriff meiner Mobilgeräte auf die Dateien im Cryptomator-Ordner sollte gegebenenfalls auch möglich sein.
 
Wenn ich höre, dass es zu willkürlichen Sperrungen von Clouds durch vermeintliche „böse“ Dateien kam, komme ich ins Grübeln.

Fairerweise, kommt nicht nur bei Microsoft vor.

Vielleicht sollte ich einfach einen Cryptomator Ordner auf meinem iCloud Drive erstellen
Das ist auch schon vorgekommen, ausgesperrt wegen verschlüsselter Dateien :D
Du hast ja dann vielleicht etwas zu verbergen vor den Bots.

iCloud Drive erstellen und in diesen nur die wirklich wichtigsten Dateien mittels Sync-Tool (zum Beispiel FreeFileSync) synchronisieren. Klar, dann wären die Dateien zwei Mal auf dem MacBook vorhanden, einmal als Original zum Beispiel in Dokumente-Ordner und dann in der synchronisierten Variante im Cryptomator-Ordner.
Apples iCloud ist dafür wirklich der ungeeignetste Dienst von allen, da Apple nur zwei Stati kennt, entweder alles synchronisieren oder eben nicht. Bei Dropbox, OneDrive und all den anderen Diensten kann man ja wenigstens explizit auswählen, welche Ordner synchronisiert werden sollen oder nicht.
 
Apples iCloud ist dafür wirklich der ungeeignetste Dienst von allen, da Apple nur zwei Stati kennt, entweder alles synchronisieren oder eben nicht. Bei Dropbox, OneDrive und all den anderen Diensten kann man ja wenigstens explizit auswählen, welche Ordner synchronisiert werden sollen oder nicht.
OK, überredet. Dann werde ich das Vorhaben nicht in Kombination mit iCloud umsetzen.
Nehme dann einfach einen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Sync-Dienst. Habe da aktuell entweder filen.io oder Tresorit ins Auge gefasst. Die sollten einen dann ja auch nicht aufgrund verschlüsselter Daten aussperren, da sie schließlich selber die Verschlüsselung schon mitbringen. 😂
 
Hast Du mal ausgerechnet und simuliert, wieviele Stunden oder Tage Du brauchst, um 2 TB Daten ins Internet zu kopieren?

Zwar verfüge ich nur über ein langsames DSL, dennoch habe ich mehrere Terabyte Daten in der Cloud. Da mein Mac ohnehin permanent eingeschaltet ist, kann er im Hintergrund kontinuierlich arbeiten. Im Alltag müssen dann lediglich die Änderungen synchronisiert werden – die Geschwindigkeit der Verbindung spielt dabei keine entscheidende Rolle.

Dennoch: Eine schnelle Glasfaseranbindung macht die Sache natürlich deutlich angenehmer.