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MacBook Pro 2016 - Schlechter Reperaturscore von iFixit

Jan Gruber

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Das neue MacBook Pro wurde vergangene Woche in drei verschiedenen Varianten präsentiert. Einerseits 13 und 15 Zoll Geräte mit der neuen Touchbar, andererseits aber auch das Einsteigermodell mit klassischen Funktionstasten. Interessenten der Variante mit Touchbar müssen 2-3 Wochen auf die ersten Lieferungen warten, das klassische Modell ist aber bereits erhältlich. Wie üblich hat iFixit das Gerät sofort näher unter die Lupe genommen.



Wie beinahe zu erwarten war schneidet das sehr dünne Gerät in Sachen Reparierbarkeit sehr schlecht ab. iFixit vergibt gar nur zwei von zehn Punkten. Grund dafür ist ein besonders stark verklebter Akku, proprioritäre Schrauben und eine ebenfalls proprioritäre PCIe-SSD. Einzig die Austauschbarkeit des Trackpads wird positiv erwähnt. Damit liegt das neue MacBook Pro gleichauf mit dem iPad Pro, das sich bei vergangenen Tests ebenso als nahezu nicht reparierbar herausstellte.

Via iFixit
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Wie heißt es auf http://www.apple.com/de/environment/ ?
Unser Planet verdient Apples beste Ideen... besonders viel Kleber, proprioritäre Schrauben und Module um eine möglichst schlechte Reparier- und Recyclebarkeit zu gewährleisten.

Die Erde dankt Apple für soviel Nachhaltigkeit :kiss:

Ehrlich, ich kann ja voll verstehen dass ein Unternehmen nicht daran interessiert ist, dass die Produkte eine besonders langen Lebenszyklus haben, aber irgendwie sticht der Widerspruch doch ins Auge, oder? Nachhaltigkeit ist eben doch nur gut, solange nicht das eigene Geschäft dadurch belastet wird.

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Soviel zum Thema "Nachhaltigkeit" :rolleyes:

Wundert das irgendjemanden? o_O
 
nicht falsch verstehen, ich denke das Apple in der Elektronikbranche Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit ist (bsp. erneuerbare Energien, konsequente Reduzierung von Schadstoffen etc.), aber man sieht halt dass der Anspruch an die Nachhaltigkeit in gewissen Bereichen dann doch nicht allzu hoch ist.
 
Bezieht sich die Reparierbarkeit, so wie iFixit das prüft, auf entsprechende ausgestattetet Werkstätten (z. B. bei Apple) oder auf den Otto-Normal-Schrauber?

Wenn ich mich mit meinem Hausfrauen-Werkzeug vor mein Auto oder meine Kaffeemaschine stelle, sind die in meinen Augen auch unreparierbar
.
 
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Reaktionen: mivec und paul.mbp
Nur weil man das Gerät nicht selber öffnen und reparieren kann, muss es doch nicht auch umweltfeindlich sein.

Die wollen nur erreichen, dass man sein MacBook Pro gefälligst bei Apple reparieren lässt. Das diese Prozedur nicht günstig ist steht auf einem anderen Blatt. Apple kümmert sich um die Wiederverwendung der Innereien, so ihr es denn im Store in Zahlung gebt. Hier wird auch viel wiederverwendet.

Dafür gibt es nicht viel Geld und man muss beim konfigurieren aufpassen, dass man zukünftig genug Performance hat. Ergo ist es teuer - aber bitte nicht umweltfeindlich.

.... nebenbei - ein Mac ist der umweltfreundlichste Computer, den ich kenne. Dank macOS oder OS X kann man seine Hardware schon sehr lange nutzen (länger als bei Windows).
 
Nur weil man das Gerät nicht selber öffnen und reparieren kann, muss es doch nicht auch umweltfeindlich sein.

Es geht doch nicht darum, ob man ein Gerät selbst öffnen und reparieren kann, sondern generell um den (Kosten)Aufwand für Reparaturen und Recycling.
Zweifelsfrei sorgt der Aufbau dafür, dass Reparaturen aufwendiger und somit teuer sind. Und je teuer die Reparatur, desto früher ist diese wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Folge ist eine verkürzte Benutzungdauer der Geräte.
Gleiches gilt für das Recycling, dieses wird auch aufwendiger und somit schneller unrentabel, so dass die Wiedergewinnung der Rohstoffe dann eben nicht erfolgt.

Das ist so ziemlich genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit.
 
Es geht doch nicht darum, ob man ein Gerät selbst öffnen und reparieren kann, sondern generell um den (Kosten)Aufwand für Reparaturen und Recycling.
Und da kann iFixit einschätzen, ob das das für Apple aufwändig ist oder normaler Schwierigkeitsgrad?
Zumindest für das Recycling hat sich Apple schon was überlegt:
http://winfuture.de/videos/Werbespo...eigenen-iPhone-Recycle-Roboter-vor-15970.html

Es dauert 11 Sekunden, um ein iPhone zu zerlegen. Viel schneller kann auch ein nur zusammengestecktes Handy nicht auseinandergenommen werden.
Ich vermute, in den Apple-Werkstätten stehen auch für Reparaturen Helferlein zur Verfügung, von denen Doityourself-Bastler und Hinterhofwerkstätten nur träumen.

Spezialschrauben stecken auch in vielen anderen Maschinen, wie z. B. Autos. Ein Grund dafür ist das Ausschließen von Montagefehlern. Wenn an der einen Stelle nur diese eine Spezialschraube paßt, kann weder der Arbeiter noch ein Roboter was falsch zusammenbasteln.
 
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@Verlon: Selbst wenn das Recycling aufwändiger (und damit wohl teurer) wäre, sagt der Reparatur-Score von iFixit nichts darüber aus, ob Apple die Bauteile tatsächlich auch recycelt oder nicht. Das sind doch zwei paar Schuhe.
 
Und da kann iFixit einschätzen, ob das das für Apple aufwändig ist oder normaler Schwierigkeitsgrad?
Die Preise für die Reparatur sind online einsehbar... und das sind die relevanten Infos.

Es dauert 11 Sekunden, um ein iPhone zu zerlegen. Viel schneller kann auch ein nur zusammengestecktes Handy nicht auseinandergenommen werden.
und was bringt das, wenn der Großteil der Geräte nie wieder zurück zu Apple kommt? Die Realität ist nunmal etwas anders als in Apples Image-Filmen.

@Verlon: Selbst wenn das Recycling aufwändiger (und damit wohl teurer) wäre, sagt der Reparatur-Score von iFixit nichts darüber aus, ob Apple die Bauteile tatsächlich auch recycelt oder nicht. Das sind doch zwei paar Schuhe.
Die Gesetze der Wirtschaftlichenkeit gelten doch trotzdem. Recycelt wird nur, wenn es wirtschaftlich ist. Je höher die Kosten, desto weniger die Wiederverwertungsrate.
 
Es sind die Reparaturkosten für den Nutzer und somit relevant wenn dieser entscheidet, ob ein Gerät repariert wird oder in den Müll landet.

Es sind die Reparaturkosten in Relation zum Wiederbeschaffungspreis. Oder stellst Du Deinen Bugatti Veyron beim Schrotthändler vor, weil die nächste Inspektion ruft ?

Wenn man dies in Releation setzt - und vorallem mit der Garantie, die Apple gibt - sind die Reparaturen gar nicht mehr so unwirtschaftlich.

... wie gesagt - ich habe nichts gegen die verklebten MacBooks solange die Reperaturabteilung bei Apple ordentliche Arbeit leistet. Nebenbei - verklebte Komponenten können sich nicht lösen. Gab es nicht mal Beiträge hier zu alten Macbooks in denen sich Kleinteile gelöst hatten und klapperten.

Egal - Du kannst es eh nicht ändern. Die Zeiten, in denen man SSD, RAM's, Lüfter etc. selber tauschen konnte sind vorbei. Ist auch gut so - will gar nicht wissen, wie viele Hobbyschrauber mehr zerstört als reperariert haben.
 
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Wenn man dies in Releation setzt - und vorallem mit der Garantie, die Apple gibt - sind die Reparaturen gar nicht mehr so unwirtschaftlich.

würdest du bei einem iPhone 4 für 91 Euro die Batterie wechseln lassen? Oder beim iPhone 5 bei einer defekten Lightningbuchse 301 Euro bezahlen? Oder beim 4s für ein defektes Display 221 Euro?

klar, wenn ein Gerät im ersten oder zweiten Jahr kaputt geht, lohnt auch bei Apple eine Reparatur, aber bei Nachhaltigkeit geht nicht um Produktlebensdauern von 1 oder 2 Jahre. Nachhaltig wäre es, wenn die Geräte auch nach dem Ausmustern noch weiter in Entwicklungsländern genutzt werden könnten und so einen Lebenszyklus von 6 oder 8 Jahre erreichen. Und da hakt es dann bei verklebten Akkus und Co.
 
Na ja... bei aller Kritik muss man einfach sagen, dass alleine durch die Wertigkeit und Qualität Apple Geräte eine lange Laufzeit als Neugeräte und auch später als Gebrauchtgerät haben.

Während das 199€ Smartphone oder der 399€ Laptop auch recht schnell nach kurzer Zeit im Mülleimer landet.
 
würdest du bei einem iPhone 4 für 91 Euro die Batterie wechseln lassen? Oder beim iPhone 5 bei einer defekten Lightningbuchse 301 Euro bezahlen? Oder beim 4s für ein defektes Display 221 Euro?

klar, wenn ein Gerät im ersten oder zweiten Jahr kaputt geht, lohnt auch bei Apple eine Reparatur, aber bei Nachhaltigkeit geht nicht um Produktlebensdauern von 1 oder 2 Jahre. Nachhaltig wäre es, wenn die Geräte auch nach dem Ausmustern noch weiter in Entwicklungsländern genutzt werden könnten und so einen Lebenszyklus von 6 oder 8 Jahre erreichen. Und da hakt es dann bei verklebten Akkus und Co.

Hier ging es doch um das Macbook Pro und nicht um das Iphone. Habe ich was überlesen?

Setzte mal bitte hier die Preise in Relation. 209 Euro kostet der Akkutausch bei einem verklebten Macbook. Bei den alten Macbooks hat der Ersatzakku wieviel gekostet - 150 Euro ? Korrigiere mich bitte, wenn ich die falschen Preise genannt habe.

Ich weiss jetzt nicht, ob ich mich bei 60 Euro Mehrkosten nicht über das schöne, stabilere Design oder den Akku mit der grösseren Laufzeit freuen soll. Aber wenn man schimpfen will, findet man immer was ;)

... das einzige, was blöde ist - und da bin ich bei Dir. Man muss seinen Rechner weggeben. Mal eben selber den Akku rausnehmen und reinpacken ist nicht.
 
Hier ging es doch um das Macbook Pro und nicht um das Iphone. Habe ich was überlesen?
ich war gedanklich beim iPhone, nachdem hier der Roboter zur iPhone-Demontage verlinkt wurde.

Die Akkuttauschpreise sind beim Macbook im Vergleich zum iPhone tatsächlich human, zumindest in den ersten 4 oder 5 Jahren. Andere Reparaturpreise finde ich leider nicht online.