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MacBook Pro 13" spinnt nach Reparatur

Chris_M

Erdapfel
Registriert
04.12.10
Beiträge
3
Hallo liebe Obstfreunde,

ich bin aktuell unglücklich mit meinem MacBook Pro 13" verheiratet.
Ich hoffe ihr könnt unsere Ehe retten, denn sonst droht die Scheidung.

Hier ein Auszug aus den Informationen des Systemprofilers:
Modellname: MacBook Pro
Modell-Identifizierung: MacBookPro5,5
Prozessortyp: Intel Core 2 Duo
Prozessorgeschwindigkeit: 2,53 GHz
Speicher: 4 GB
Busgeschwindigkeit: 1,07 GHz
Boot-ROM-Version: MBP55.00AC.B03
SMC-Version (System): 1.47f

HDD-Kapazität: 250,06 GB (250.059.350.016 Byte)
Modell: FUJITSU MJA2250BH FFS G1

Kartentyp: AirPort Extreme (0x14E4, 0x8D)
Firmware-Version: Broadcom BCM43xx 1.0 (5.10.91.19)

Und nun zu unserem Werdegang:
Das MacBook Pro habe ich im Oktober 2009 gekauft, ein Mid2009 also.
Alles war in bester Ordnung.
Dann habe ich eines Tages ein fast leeres Glas mit Saft über den öderen Bereich der Tastatur des MacBooks geschüttet.
Naja, es war wohl trotzdem noch genug Flüssigkeit…
Danach ging gar nichts mehr. Ich hab's dann zum Apple-Händler zu Reparatur gebracht.
Ausgetauscht wurden:

Optical Drive
Logic Board
Fan

macht zusammen 840€

Doch dann ging's erst los….
1. Das MacBook ging regelmäßig während dem Arbeiten in den Ruhezustand
2. Helligkeitsregelung (Tastatur und Display) in Abhängigkeit des Umgebungslichts fehlerhaft
3. Tastaturbeleuchtung ungleichmäßig (bezogen auf die einzlenen Tasten)
4. Lüfter dreht sehr hoch, manchmal nur kurz, manchmal über längere Zeit
5. Kernel_task verursacht sporadisch Prozessorlast von ca. 50% je CPU-Kern
6. MacBook reagiert nicht auf Eingaben trotz keiner bis geringer Prozessorauslastung; Farbrad erscheint
7. MacBook friert gelegentlich komplett ein
8. MacBook meldet: "Keine AirPort-Karte installiert"
9. In CoconutBattery wird das Alter des MacBooks mit 24468 !!! Monaten angezeigt…. etwas unplausibel :-)

Ich habe dann im Netz nach Lösungen gesucht und bin auf Apple's Support-Seite auf den Artikel zum zurücksetzen des SMC gestoßen.
Dieser hat zumindest bewirkt, dass die AirPort-Karte nicht mehr ausgefallen ist.

Mit der oben aufgeführten Fehlerliste hab ich das MacBook dann wieder zum Händler zurückgebracht und um Nachbesserung gebeten.
Dieser tauschte dann das Top Case aus.
Das Top Case beinhaltet wohl neben der Tastatur auch das TrackPad. Ob noch was dazu gehört weiß ich nicht.

Macht weitere 220€
Die Arbeitszeit wurde mir nicht berechnet.

Mit dem Händler bin ich bei Abholung dann die Fehlerliste nochmals durchgegangen.
Fehler Nr. 1 konnte er nicht nachvollziehen / ist bei ihm nicht aufgetreten
Fehler Nr. 2 schien behoben zu sein. Helligkeitsregelung wurde mir funktionsfähig vorgeführt
Fehler Nr. 3 war behoben durch den Austausch des Top Case
Fehler Nr. 4 konnte er nicht nachvollziehen / ist bei ihm nicht aufgetreten
Fehler Nr. 5 konnte er nicht nachvollziehen / ist bei ihm nicht aufgetreten
Fehler Nr. 6 konnte er nicht nachvollziehen / ist bei ihm nicht aufgetreten
Fehler Nr. 7 konnte er nicht nachvollziehen / ist bei ihm nicht aufgetreten
Fehler Nr. 8 wurde zurückgeführt auf die Firewall LittleSnitch 2.2 beta 1
Fehler Nr. 9 ist behoben, warum auch immer….

Für die Fehler die er nicht nachvollziehen konnte riet er mir zu einer Neuinstallation von OSX.
An eine Besserung geglaubt hab ich allerdings nicht wirklich.

Also habe ich OSX neu installiert (gelöscht und installiert).
Sofort nach der Neuinstallation wurde die AirPort-Karte wieder nicht erkannt.
Keine_AirPort-Karte.png

Nach mehreren Neustarts (mal im 64bit-Modus, mal in 32bit-Modus) wurde die AirPort-Karte erkannt und war voll funktionsfähig.

Die Tastaturbeleuchtung war permanent aus (trotz korrekter Einstellung in der Systemeinstellung)
Ich konnte sie mit Lab Tick zum Leben erwecken. Ist aber immer wieder ausgegangen.
Die Steuerungstasten für die Tastaturbeleuchtung sind auch deaktiviert
Steuertaste_Tastaturbeleuchtung.png

Nach den oben genannten Neustarts funktioniert auch die Tastaturbeleuchtung und Helligkeitsregelung wieder.

Die Lüfter laufen munter zur Höchstform auf und "Kernel_task" frisst ebenfalls wieder CPU Resourcen
KernelTask_Lüfter.png


Während ich diesen Post geschrieben habe, ist die Tastaturbeleuchtung (und immer zeitgleich auch die Helligkeitsregelung) mehrmals ausgefallen und wieder aktiv gewesen.
Auch ist das MacBook mehrmals wieder in den Ruhezustand übergegangen und zweimal komplett eingefroren.
Nach einem Neustart war die AirPort-Karte mal wieder nicht verfügbar. Diese wird dann übrigens im Systemprofiler auch nicht angezeigt.
Und zum Schluss noch das Beste: Steht das MacBook auf dem Tisch drehen die Lüfter hoch. Nimmt man es (den Body, nicht das Display) aus dieser waagrechten Position und stellt es schräg oder gar senkrecht reduziert sich die Lüfterdrehzahl auf ein normales Level.

Zudem scheinen die Probleme häufiger und ausgeprägter aufzutreten wenn das MacBook ans Netzteil angeschlossen ist.

Fazit:
Mein MacBook spinnt!
Und ich hab kein Plan was tun.

Ihr werdet mir jetzt wahrscheinlich raten das MacBook erneut zum Händler zu bringen, aber angesichts der bereits jetzt schon hohen Reparaturkosten will ich schon etwas vorbereitet sein um die Reparatur in die richtige Richtung lenken zu können.
Vielleicht ist hier jemand im Forum der sagen kann wo der Wurm in meinem Apfel ist.

Ich danke euch jetzt schon mal für eure Antworten.

Gruß Chris
 
Meiner Meinung nach ist das MBP bei der ersten Reparatur schon ein wirtschaftlicher Totalschaden. Es können immer weiter versteckte bzw. verspätete Mängel auftreten, da die Flüssigkeit (die ja überall hingelaufen sein kann) oxidiert und z.B. Kondensatoren erst mit der Zeit zerstört.

Ich würde ja versuchen mit deinem Apple Laden einen deal auszumachen: er schlachtet das MacBook aus (z.B. das neue Logicboard, Display usw.) und du kannst es verrechnen lassen mit einem neuen MBP.
 
Naja, bis auf die Festplatte und den Akku wurde ja schon so ziemlich alles ausgetauscht was drin ist. Und dann noch über 1000€ Reparaturkosten... Da kriegste ja schon fast ein neues für.

Ich schließe mich cmue an: Wenn Du den RAM nicht aufgerüstet hast, versuche deinem Händler das neuwertige Logicboard, den RAM und die kleineren Komponenten zurück zu verkaufen und handle einen Rabatt für ein neues MBP aus. Die Festplatte kannst Du ja aus deinem jetzigen nehmen, also kannst Du da auch nochmal ein paar Euros sparen wenn Du sagst dass Du keine zweite Platte brauchst. Wenn Dein Händlier sich überhaupt drauf einlässt, würde ich mit ca. 300€ Rabatt rechnen (Er wird argumentieren dass die Teile gebraucht sind und dass er nicht weiß, was Du damit gemacht hast).

Viel Glück,

der schreck
 
Das denke ich auch. Wieso der Händler zu einer Reparatur von 840 Euro geraten hat ist mir schleierhaft.
 
Es ist alle mal äußerst ärgerlich, wenn man ein noch so neues Gerät "versaftet". War wohl doch nicht "fast leer" das Glas. Schade.
Warum der Händler eine Reparatur von 840,- empfiehlt bei einem Restwert des Gerätes von ca. 800,- ist auch mir nicht ganz klar.

Wie auch immer, nachdem das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist: Der Service steht hier eindeutig in der Pflicht.
Ich gehe mal davon aus, dass der Service Dir vorher einen Kostenvoranschlag gemacht hat. Ihr habt dann evtl. auf der Grundlage des Voranschlages einen Vertrag (Werkvertrag) geschlossen, der besagt, dass gegen Summe X das Gerät repariert wird. Reparatur bedeutet natürlich volle Funktionsfähigkeit.

Du hast ja nun einen Haufen Öcken hingelegt, dann sollte (btw. MUSS) das Gerät auch funktionieren.
Soweit ich weiß gibt Apple direkt 90 Tage Garantie auf Ersatzteile, denke aber dass es so in Deutschland eh nicht gültig ist,denn:
Reparaturen unterliegen einem Werkvertrag, der wiederum unterliegt einer Sachmangelhaftung: § 633 BGB und interessant dazu § 634a BGB.
2 Jahre Verjährung, bei Bauwerken 5 Jahre.
Innerhalb dieser Zeit gilt die Sachmängelhaftung, für die der Service (also unabhängig zu Apple - waren die Teile fehlerhaft, muß DER SERVICE das mit Apple selber ausmachen) eintreten muß.

Im Werkvertrag ist hoffentlich vermerkt, welche Mängel vor Reparatur vorlagen und zu beseitigen sind.
Auf jeden Fall solltest Du, zur Not mit einem unabhängigen Zeugen, mit Deinem Book nochmals zum Service gehen, Fehler vorführen und schriftlich bestätigen lassen und bestehst auf Nacherfüllung.

Sonst bestehen ja laut dem Paragraphen weitere Möglichkeiten, könntest dazu gar Punkt 2 zitieren - aber lieber erst mal reden, denn ein Händler/Dienstleister sieht oder hört es gar nicht gerne, wenn Gesetze zitiert werden, dann könnte er auf dumm schalten und Du kommst nur noch mit Anwalt weiter:

§ 634
Rechte des Bestellers bei Mängeln Ist das Werk mangelhaft, kann der Besteller, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,

1. nach § 635 Nacherfüllung verlangen,
2. nach § 637 den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen,
3. nach den §§ 636, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 638 die Vergütung mindern und
4. nach den §§ 636, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.
Auf jeden Fall drücke ich Dir mal kräftig die Daumen, dass Du die Kuh vom Eis bekommst.

Cheerio