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Mac Book Pro/Air - Produzieren (Musik)

De-Liver

Erdapfel
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Moin!

Und zwar möchte ich von Windows auf Mac OSX umsteigen.
Zocken tue ich gar nicht sondern Produziere die meiste Zeit Musik.

Deshalb verkaufe ich meinen aktuellen Rechner und würde mir gerne ein Mac Book Pro/Air holen (wenn es geht Gebraucht).
Ich möchte nicht mehr als 800€ ausgeben. Wichtig ist das einfach Logic läuft.

Nun habe ich mich umgeschaut und habe bemerkt das die Preise alles andere als Günstig sind.
Also würde ich mir einen Rechner zusammenstellen mit der gleichen Hardware würde man doch schon gut 50% sparen.
Woran liegt das? Lastet Mac OSX die Hardware besser aus?

Danke schon einmal im voraus für eure Empfehlungen und für eure Aufklärung!
 
Moin!
Nun habe ich mich umgeschaut und habe bemerkt das die Preise alles andere als Günstig sind.
Also würde ich mir einen Rechner zusammenstellen mit der gleichen Hardware würde man doch schon gut 50% sparen.
Woran liegt das? Lastet Mac OSX die Hardware besser aus?

Nicht wirklich. Prinzipiell hat Apple die Möglichkeit durch die Monopolisierung bei der Hardware das OS besser daran anzupassen, was i.d.R. gut klappt.

Bei Apple bezahlst du für den Markenname, den Lifestyle-Faktor und ein pseudobenutzerfreundliches System, das die Frickelei vor dem User versteckt (wenn dann doch etwas schief läuft steht man dadurch meist erst mal auf dem Schlauch, bis man begriffen hat, welche im Hintergrund abgelaufene Konfiguration/Behelfsstruktur gerade nicht funktioniert hat), außerdem aber nicht besonders anpassungsfähig ist und dem Nutzer die Art und Weise der Bedienung (Benutzeroberfläche, Fensterverhalten usw.) aufoktruiert.

Die Verarbeitungsqualität ist i.d.R. deutlich besser als bei den Billig-Herstellern aus dem PC-Bereich (von den Kopfhörern die nach weniger als einem Jahr an Abnutzungserscheinungen sterben mal abgesehen), Serienfehler in bestimmten Produktreihen sind bei Apple-Produkten im letzten Jahrzehnt dennoch öfters vorgekommen (dafür gab es dann meist Austauschprogramme auch nach Ablauf der kurzen einjährigen Garantiezeit).

Sicherheitslücken gibt es wie bei allen anderen Betriebssystemen auch, z.T. bestehen die recht lange bis sie gefixt werden, nur bei Schadsoftware für OS X sieht es derzeit im Vergleich zu Windows noch etwas mau aus.

Wenn man "nur" ein funktionierendes System ohne besondere Ansprüche, die vom von Apple angedachten Nutzungsverhalten abweichen, haben will ist man IMHO recht gut beraten - meine Schwester kommt gut mit ihrem MacBook zurecht und der Wartungsaufwand gegenüber einem alten Windows XP ist für mich deutlich geringer. An die Funktionalität, die ich durch die Nutzung von Windows 7 und Linux bei praktisch freier Programmwahl (und natürlich deutlich höherem Konfigurationsaufwand) erreiche kommt das Gerät aber nicht heran.

Zum Thema Audio-Verarbeitung gilt es zu beachten, dass das MacBook Air und das 13" MacBook Pro keine getrennten Ein- bzw. Ausgänge für Line In und Line Out haben, die gibt es erst ab dem 15" Modell. Also bräuchte man für die <= 13"-Modelle eine externe Soundkarte falls man nicht die internen Lautsprecher zur Tonkontrolle nutzen will.
 
Also zu Apple und OS X: Ich saß die letzten 5 Jahre an einen Toshiba Notebook mit Windows XP und frage mich nun warum ich mir das all die Jahre angetan habe mit den Trojanern, Würmern, Viren, häufigen Abstürzen usw.

Habe ein MacBookPro 15" mit Snow Leopard drauf und möchte nie nie nie mehr etwas anderes haben, alles läuft wie es soll, das Book ist super verarbeitet bei einen spitzen Design!
 
Komisch, ich habe die letzten 16 Jahre mit Windows gearbeitet, und hatte nie Probleme mit Abstürzen, Viren, Trojanern oder Würmern. Irgendwas hast du falsch gemacht.
 
Och, bitte nicht schon wieder diese Diskussion... :-/
 
Was für einen Mac spricht, wenn man Musik machen will, ist, dass Core Audio wirklich gut funktioniert und tief im System vernetzt ist.
Bei Windows ist es häufiger mehr etwas Frickelei mit Audio Treibern und so Geschichten, dass ASIO4ALL teilweise besser läuft, als Originaltreiber der Hersteller (je nach verwendetem Equipment, gibt natürlich auch gute Firmen).
Dahingehend, hatte ich bei OS X noch nie irgendwelche Probleme.
Andererseits: Wenn man ernsthaft mit Programmen wie Logic, Cubase oder Protools arbeitet.. ist ne Treiberoptimierung nun auch nicht mehr was Schlimmes.

Das Problem, dass ich sehe ist eher das Budget..
800€ ist jetzt nicht so viel Geld. Am ehesten würd ich mich da mal nach nem MacMini umsehen.
Musik-Produzieren geht in meinem Begriff sowieso von einem festinstallierten System aus, mit einer Abhöre, angeschlossenen Controllern, Interfaces und Monitorboxen.. da braucht es keinen Laptop.
Davon mal abgesehen ist Logic auf nem 13" Screen... brrr.. mir sind 24" + 15" schon zu klein..

Die zweite Geschichte ist: was hast du damit vor?
Wenn du große Projekte mit vielen Spuren und vielen Plugins erstellst, wirst du auch möglicherweise schnell an Hardwaregrenzen stoßen. Je nachdem was für Sample-Libraries man verwendet, kommen da gerne mal nen paar Gigabyte zusammen, die in den Ram wollen.
In der Hinsicht, kommt man mit einem Windows-PC, der dazu noch Desktop-Hardware und keine Laptop-Hardware benutzt, deutlich günstiger weg.

Ansonsten: denk dran, dass Logic auch mal eben 500€ kostet etc pp.

Wär vllt noch interessant zu wissen, womit du bisher arbeitest und was du an sonstiger Hard- und Software einsetzt.
 
Also ich kann aus Erfahrung sagen, dass Aufnehmen mit Logic auch auf einem Macbook White (late 2007!) mit 2GB Ram recht anständig läuft. Optimaler wäre dafür jedoch ein Macbook Pro, für evtl. Firewire-Interfaces, mit 4-8GB Ram. Da wirst du in der Bucht mit deinem Budget schon fündig werden.

Musik-Produzieren geht in meinem Begriff sowieso von einem festinstallierten System aus, mit einer Abhöre, angeschlossenen Controllern, Interfaces und Monitorboxen.. da braucht es keinen Laptop.
Davon mal abgesehen ist Logic auf nem 13" Screen... brrr.. mir sind 24" + 15" schon zu klein..

Für das reine Aufnehmen von DI-Spuren braucht man keinen festen Platz mit Studiomonitoren usw. Das geht auch problemlos am Laptop mit einem mobilen Audiointerface (so groß müssen die heute ja nicht mehr sein). Und natürlich ist ein 13" Screen nicht sonderlich komfortabel, aber einen Laptop kann man ja immernoch mit einem externen Monitor erweitern.
 
Für das reine Aufnehmen von DI-Spuren braucht man keinen festen Platz mit Studiomonitoren usw.

Er hat nur leider nie was von "Aufnehmen" geschrieben, sondern von Produzieren, das ist ein großer Unterschied.
Zum Aufnehmen weniger Spuren (<8) reicht vmtl selbst noch nen Powerbook von vor 10 Jahren.
Und logischerweise reicht da auch ein Laptop, weil du halt maximal ebenjene paar Spuren sehen musst, für Punch-In oder wie man auch aufnimmt.
Das Aufnehmen selber ist der Teil der Musik-Produktion, der mit Abstand die wenigsten Ressourcen braucht.

"Produzieren" geht ja über die reine Aufnahme hinaus und beinhaltet eben auch mischen, korrigieren etc
Wenn du bei nem Projekt mit 40-50 Spuren mal die Automation aufklappst, bist du froh über jeden Zoll an Screen-Fläche.
Ebenso, wenn du mal ein paar mehr Fenster (Hauptfenster, Mixer, + ein paar Plugins..) aufmachst.

Aber wir wissen eben nicht genau, was der Themenstarter machen möchte, deswegen hab ich ja auch nachgefragt "was hast du damit vor?"
Weil das eben eine eminent wichtige Frage ist.
Wenn er mit virtuellen Instrumenten arbeitet, kann es eben z.B. sein, dass eine einzige Instanz eines Klavier auch mal (wenn es richtig gute Samples sind) mehrere GB an Ram beansprucht.
(Ich warte ja schon länger auf nen neuen MacPro, weil ich gerne mal mit EWQL ein paar Orchestersachen schreiben wollen würde, aber die vorherrschende Meinung in deren Forum ist, dass man unter 12GB Ram eigentlich nicht damit anfangen braucht)

Also je nachdem was man machen möchte, sind da die Hardwareanforderungen extrem verschieden.
Trotzdem seh ich einen Laptop nur dann vonnöten, wenn man häufiger mal extern irgendwo Audio-Aufnahmen macht.
Im Studio hat ein Standrechner eigentlich nur Vorteile.

Und wenn man eben Hardwarehungrige Dinge anstellen will, aber ein sehr begrenztes Budget hat, kann eben der Griff zu einem Windows Rechner teilweise die bessere Alternative sein.

Aber ohne Anforderungprofil, können wir uns hier die Finger wund raten..