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Literaturverzeichnis in InDesign

Dieses Thema im Forum "Grafikbearbeitung & Layout" wurde erstellt von Spirit, 16.02.08.

  1. Spirit

    Spirit Wohlschmecker aus Vierlanden

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    Hi,

    ich sitze gerade vor meine Diplomarbeit und bin am hin und her überlegen ob ich sie in InDesign oder TeX machen soll. InDesign wäre mir lieber aber TeX hat halt auch seine Vorteile...

    Vernünftige Formel kann ich inzwischen in InDesign einfügen aber z.B. wüsste ich jetzt nicht wie ich ein Literaturverzeichnis machen kann. Also ein dynamisches, so wie mit Fußnoten. Gibt es dann in InDesign oder müsste man das alles per Hand machen?
     
    #1 Spirit, 16.02.08
    Zuletzt bearbeitet: 16.02.08
  2. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    hat denn niemand auf diese Frage eine Antwort, das würde mich nämlich auch sehr interessieren!
    Indesign ist super, aber schön einfach damit zitieren und im Anhang ein Literaturverzeichnis zu erstellen... das müsste mir erst noch jemand erklären, dazu hab ich keine Idee!

    Kommt schon, irgendwer weiß das eh wieder... und sei es nur ein definitives: "Geht nicht!"
     
  3. Spirit

    Spirit Wohlschmecker aus Vierlanden

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    Also das einzige was ich gefunden habe ist aus den Fußnoten Endnoten zu machen. Hat aber den Nachteil, dass man keine Fußnoten mehr machen kann.

    Das Format von den Endnoten kannst du ja frei bestimmen also ob Hochgestellt oder in [] oder wie auch immer.

    Wenn du aber was wissenschaftliche machen willst würde ich auf LaTeX umsteigen. Für Mac gibt es da TeXShop und wenn du dir dann noch ein fertiges Layout aus dem Internet holst ist es auch nicht mehr schwer. Schau einfach mal, zu TeX gibt es echt viel.
    Du solltest nur drauf schauen ob die Vorlage auch für Mac geeignet ist. Der Mac hat wieder eine andere Zeichenkodierung für Umlaute! \usepackage[macce]{inputenc} ist die richtige Kodierung.
     
  4. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    Ich weiß, fast jeder kommt mit Latex. Ich kann aber nicht glauben, dass das mit CS3 (InDesign) nicht möglich sein soll.... deswegen gehts mir jetzt schon fast ums Prinzip, abgesehen davon hab ich eigentlich lange genug in irgendwelchen Editoren mit Backslashes gefummelt, das Sonderzeichen \ {} ]|][ "Gefummel" wollte ich eigentlich loswerden und hoffe jetzt keine Grundsatzdebatte über Latex loszutreten. Es geht nicht um schwer oder nicht schwer (zu erlernen). Ich will eigentlich mit WYSIWYG tools arbeiten und da ich auch sonst fast alles mit Adobe mache liegt es nahe.

    Ganz zu schweigen von einer integrierten Funktion finde ich leider auch kein Plugin für Indesign, welches dieses Literaturverzeichnis erstellen könnte. Ich hab mir schon überlegt, ob ich nicht einfach hingehen soll und überall sowas wie ((1)), ((2)) einsetze und dann zum Schluss jeweils ersetzen lasse, doof, aber mitlerweile fast die einzige Idee, die ich noch habe.
     
    #4 Randfee, 26.06.08
    Zuletzt bearbeitet: 26.06.08
  5. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    InDesign ist kein Werksatzprogramm, welches für die von Dir gestellten Anforderungen das geeignete Programm wäre. Es ist ein Layout-Programm.
     
  6. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    ok, und wie heißt dann das professionelle Satzprogramm?

    Ich weiß definitiv, dass zwar hier und da von den Profis auch Latex eingesetzt wird, aber hauptsächlich eben nicht. InDesign und (immer weniger) QuarkXpress.... Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass die alles von Hand machen.
    So gut wie InDesign scriptbar ist wundert es mich extrem, dass noch niemand sowas gemacht hat. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mich jetzt dransetzen und das als Javascript coden, viel kann das nicht sein um aus Bibdesk das zu importieren/automatisieren... gaga
     
  7. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Mir sind Werksatzprogramme (Arbortext, PageOne, Oasys, … ) nur für Windows und UNIX Systeme bekannt, unter MacOS schaut man meines Wissens in die Röhre.
     
  8. rockstario

    rockstario Braeburn

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    Wäre es für dich möglich, von deutscher Zitierweise (also in Fußnoten) auf amerikanische zu wechseln (also in Klammern im Fließtext)?

    In dieser Form schreibe ich gerade. Der Ablauf dafür ist folgender: Endnote sammelt alle bibliographischen Daten. Mit Word 2004 entsteht der Text, die Zitationen sind mit Endnote verknüpft. Ist ein Kapitel fertig (wovon es im Augenblick erst eines gibt, der Rest war ein Probelauf), dann lasse ich Word alle Zitationen im gewünschten Stil darstellen und das Literaturverzeichnis anfertigen. Das ganze gelangt dann in Indesign und dort erfolgt das Feintuning am Layout, tabellen und Diagramme kommen hinzu.

    Vielleicht ist der Ablauf eine Lösung für dich.

    cheers, rockstar

    /edit: Das gesammelte Literaturverzeichnis gibt es natürlich erst, wenn du alle Word-Segmente zu einer Datei zusammenführst, Endnote das Literaturverzeichnis erstellen lässt und dann in Indesign einfügst.
     
  9. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    danke,
    das ist natürlichne Möglichkeit, wenn auch umständlich. Ich wollte eigentlich nichts mehr von mehreren Seiten in Word bearbeiten :)
    Ich würde eh nur amerikanisch zitieren, Fußnoten macht einfach keiner mehr, alles hinten in eine Liste (=Literaturverzeichnis) reinklatschen, wie du ausch beschrieben hast. Ich erwäge schon mir die Literatur einfach zu nehmen wie sie kommt und ihr laufende Nummern zu verpassen, die ich dann in einem Format wie ((1)), ((2)) in den Text schreibe und zum Schluss mit "find and replace" ersetze, das wäre wohl das Einfachste und auch garnicht mal so argh umständlich.

    Da ich Endnote nicht habe müsste ich aber auch dafür noch Geld ausgeben, was zusammen mit dem Word-Umstand dann wohl nicht mehr lohnt. Dann kann ich auch Bibdesk mit Pages (z.B.) nutzen, siehe link!
    http://www.macupdate.com/info.php/id/27125/citeinpages

    Im Endeffekt ist das alles unbefriedigend, weil ich auf die Art und Weise ziemlich hin und her kopieren muss, bei dem eventuell wieder Sonderzeichen bzw inline Formeln verloren gehen (mach ich mit Latexit), ich schaus mir nochmal genauer an... und bleibe dabei, dass es mir unbegreiflich ist, wieso es das nicht in InDesign gibt bzw. wieso niemand ein Plugin anbietet, der Markt wäre klar da, Latex ist einfach zu voller Backslashes, will nicht mehr im Editor irgendwelchen code hacken, wozu hab ich eigentlich die Rechenpower?!? :p Bei uns am Institut
     
  10. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Dein Problem ist, daß Du ein Layout-Programm für Werksatz vergewaltigen willst. Wenn Du Werksatz machen willst, dann nimm ein passendes Programm dafür. PlugIns für InDesign existieren auch, aber damit wird aus einem Layout-Programm trotzdem kein Werksatzprogramm.
    Eine kurze Suche förderte Anbieter für solche PlugIns zu Tage.
    Nochmals Du versuchst die falsche Software zu nutzen. Wenn Du eine Diplomarbeit (in Physik?) schreiben willst, ist zur Zeit auf dem Mac die beste Lösung LaTeX oder OpenOffice zu nutzen. Übrigens kann OpenOffice all das was Du mit InDesign hinzuwürgen versuchst out-of-the-box. Beide Softwarepakete sind in der Lage direkt PDFs mit Links zu erstellen und sind hier den meisten anderen Softwarepaketen überlegen. FrameMaker gibt es leider nicht mehr für MacOS X, aber jammern hilft hier nichts.
     
  11. floorjiann

    floorjiann Strauwalds neue Goldparmäne

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    Hast du schon mal Mellel versucht?
     
  12. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    Hey, welche hast du denn gefunden? Virginiatech und DTP? Cross referencing ist das einzige was ich finde, sind aber nicht sinnvoll dafür!
    http://indesign.pluginsworld.com/plugin.php?directory=adobe&software=indesign
    Für bibliographies find ich nix, wenn du was hast, gerne!

    Nochmals, ich finde nicht, dass InDesign weiterhin ein bloßes Layout Programm ist, sicherlich kommt es aus der Ecke. Aber was hat Adobe denn sonst, denkst du wirklich die wollen das Feld aufgeben, an wen denn? Der XML und Datensupport deutet doch eindeutig auf die gewünschte Ausrichtung hin. Dass sie dabei einige key-features vergessen haben finde ich auch bescheuert... wie du aber sagst, jammern hilft ja erstmal nicht. Ich weiß, ich erwecke den Eindruck und es stimmt ja auch :)... aber ich will nicht mehr im Editor fummeln :(
    Ein direktes Konkurrenzprodukt zu FrameMaker welches noch in Frage käme kenne ich auch nicht.

    Open Office ist genau wie das Microsoft Office für große Dokumente absolut ungeeignet, kann sein, dass das mitlerweile besser ist, aber noch vor 2-3 Jahren ging das garnicht (da hab ich auch noch Latex benutzt).
     
  13. quarx

    quarx Hadelner Sommerprinz

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    Hast Du mal dran gedacht, Dein Tastaturlayout beim TeXen auf US umzustellen? Dann liegen alle für LaTeX benötigten Sonderzeichen \ {} [] auf bequem erreichbaren Tasten.

    Für mehr WYSIWYG könntest Du auch auf LyX umsteigen. Oder die Vorschau-Features von Aquamacs Emacs nutzen.
     
  14. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    jo, lyx kenn ich. Zum proggen stell ich sowieso immer um auf Englisch, eben genau wegen den Sonderzeichen. Meine Diplomarbeit wird auch auf Englisch verfasst, das macht das noch einfacher.
    Das ich von Tex weg will hat damit zu tun, dass ich das Editorhacken einfach satt hab. Unter Windows hab ich mit Texniccenter gearbeitet, für den Mac gibts da ja leider nicht viel "Komfortables".
    Ich hab schon von Teenagerzeiten an viel für Firmen im DTP Bereich gemacht und ich bin ein WYSIWGY und Layout Fan. Wer in Tex dem Ganzen noch seine persönliche Note geben will und halt auch was mehr als Standard Tex will (was fürs Auge) der hats ja nicht grade einfach, das wisst ihr auch ;)

    Mit InDesign geht ja fast alles. Auch die ganzen Verzeichnisse (Figures, Tables etc.) sind ja kein Problem, wenn man die Laufindizes und Styles richtig benutzt, funzt wunderbar! Es fehlt halt eine Möglichkeit Literaturverweise ordentlich einzubinden, das wars dann auch schon! Die Funktionalität mit Textvariablen ist da zu beschränkt... Adobe sollte sich die Komplettierung ihres CS4 Richtung Pagemaker wirklich zu Herzen nehmen (aber doch bitte alles in ein Prog integriert, von mir aus "PageDesign", egal) ;)
     
  15. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    es gibt also keine Alternative zu Latex? Soll das heißen, dass jeder der sowas macht (auch kommerziell), bastelt seine Dokumente im Editor zusammen? ... oder fummelt manuell (wie z.B. beim Literaturverzeichnis) bis zum umfallen...?

    Das hätte ich nicht gedacht.
     
  16. quarx

    quarx Hadelner Sommerprinz

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    Für (natur-)wissenschaftliche Dokumente zumindest gibt es keine Alternative zu LaTeX. Schau doch mal bei den Verlagen entsprechender Fachzeitschriften vorbei, "Instructions for Authors"... ;)

    Ob Literaturverzeichnisse in kommerziellen Dokumenten so wichtig sind, lasse ich mal dahin gestellt.
     
  17. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Zur Zeit gibt es immer noch FrameMaker, nur halt nicht mehr für MacOS X sondern ausschließlich für Windows und Solaris (SPARC). FrameMaker ist das Produkt für Werksatz, InDesign ist es jedenfalls nicht.

    Wenn es mit OpenOffice (probier das Original und nicht NeoOffice) nicht klappt, dann bleibt realistisch nur noch LaTeX übrig.

    Es gibt einige - aber nur für Windows oder Solaris.

    Also, das kann ich nicht bestätigen, aber vielleicht lag das auch daran, daß ich StarOffice unter Solaris 8 genutzt habe und privat noch nicht solange Dokumente mit OpenOffice verfaßt habe.
     
  18. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Nein, die benutzen allesamt Windows oder selten Solaris und ein passendes Werksatzprogramm.
    Beispiele für solche Programme: Oasys, Arbortext, QuickSilver, …
     
  19. Randfee

    Randfee Pomme d'or

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    Ja, FrameMaker kenn ich. Dachte die hätten das nur eingestellt, weil sie's mit InDesign zusammenlegen wollten. So'n Mist! Ich hab mir das CS3 unter Anderem dafür geholt, auch wenn PS immer noch das Hauptargument ist.

    Was das Literaturverzeichnis angeht, ich gebs auf. Ich machs (wenn ich bei InDesign bleib), dann manuell. Einfach ne Liste der Literatur im Hintergrund offen und wann immer zitiert wird, einfach copy paste des Kürzels (bzw. Zahl) und ganz zum Schluss, wenn die Literaturliste klar ist, eventuell find/replace in Kürzel:

    ((1)) --> (Mus08) und hinten Klartext: (Mus08) - (Mustermann et. al. 2008)... etc.

    Es bleibt wirklich nur das Hoffen auf InDesign CS4 bzw. die Reinkarnation von FrameMaker
     
  20. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Die grundsätzliche Tendenz FrameMaker einzustellen ist zwar bei Adobe vorhanden, dies hat aber tiefgreifendere Gründe. Die Originalsoftware wurde einmal für SunOS entwickelt, und dann später auf MacOS portiert. Es gab auch einmal einen Port für NeXT (3.2), der wurde aber schon vor der Übernahme durch Adobe eingestellt. Adobe hatte keinerlei Interesse die Software für MacOS X neuzuschreiben, und so hat man sie einfach eingestellt. Ein direkter Port der Solaris Version käme bei Mac Nutzer nicht gut an, da dies eine X11 Applikation ist.

    Die Chancen, daß sich das ändert, muß man wohl mit nicht existent bezeichnen, da wohl Adobe mit der FrameMaker-Codebasis so ihre Probleme haben soll. Es gibt noch nicht einmal eine Solaris x86 Version, obwohl SUN immer mehr auf x86 Technik in den Workstations setzt.
     

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