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Linus Torvalds über Linux im Jahr 2008

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Felix Rieseberg, 26.11.07.

  1. Felix Rieseberg

    Felix Rieseberg Seestermüher Zitronenapfel

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    Linux kann im letzten Jahr auf eine extrem erfolgreiche Entwicklung blicken: Firefox konnte sich als der klassische Browser neben dem Internet Explorer etablieren, ohne nach dem IE7 an Popularität zu verlieren und hat den Begriff "Open Source" gesellschaftsbekannt gemacht. Gleichzeitig entschied sich der große Computerlieferant Dell, der oft als Windows - Pendant zu Apple gesehen wird, Computer mit vorinstalliertem Linux auszuliefern. Innerhalb des gleichen Jahres hat die Gruppe um Linux herum ein enormes Tempo vorgelegt und veröffentlich fast alle drei Monate einen aktualisierten Kernel. Und diese Liste ließ sich lange weiterführen: In den Vereinigten Staaten wartet man gespannt auf ein Notebook namens EEE PC aus dem Hause Asus, das nicht nur auf Linux setzt, sondern mit 399€ auch eine enorme Preislatte für Subnotebooks setzt. Noch überhaupt nicht erwähnt ist dabei die Publicity, die das OLPC-Projekt (Auch als $100-Notebook bekannt) für Linux geleistet hat. Man kann insgesamt sagen: Es geht steil bergauf.

    InformationWeek hat eine spontane Brieffreundschaft mit Linus Torvalds, dem Vater von Linux, eröffnet und einige interessante Antworten erhalten. So ist Linus wenig überraschend der Meinung, dass die Entwicklung Linux deutlich schneller ist als die von Windows Server - Umgebungen. Obwohl er einschränkt: "Sie fragen aber auch den Falschen. (...) Ich weiß nicht genau, wie schnell Microsoft mit seiner Entwicklung voranschreitet. (...) Ich benutze auch einfach keine Microsoft-Produkte. Nicht weil ich sie hasse, sondern weil sie mich einfach nicht interessieren."

    Als erklärtes Ziel wird nach wie vor die enorme Wandelbarkeit von Linux gesehen: Linus zeigte sich von der Tatsache fasziniert, dass Linux als Grundlage sowohl für Mobiltelefone als auch für Supercomputer genutzt wird. "Das ist Flexibilität." Der Grund dafür sei die Tatsache, dass jeder, der möchte, einfach mitprogrammieren kann. "Es gibt keine Instanz, die die Richtung vorgibt".

    Torvalds sprach aber auch - mehr oder weniger ungefragt - die schwachen Punkte von Linux an: So ist die Unterstützung von WLAN-Geräten und diversen Grafikkarten nach wie vor fummelig. "Das ändert sich." Neben der allgemeinen Hardwareunterstützung hat man jedoch auch andere Ziele: Man möchte durchaus auf SSDs (Solid State Drive), die laut Torvalds zwar im Moment noch zu teuer sind, um von einer breiten Masse genutzt zu werden, aber in 2008 in den Markt drängen werden. "Einige der besseres SDDs verändern die Spielregeln vollkommen, wenn es um Zugriffsgeschwindigkeit geht - das hat einen ziemlich großen Einfluss auf den Kernel."

    Aber am Ende kommt das bekannte Fazit, welches Torvalds gerne bringt: "Es wird viele kleine Änderungen geben, die alleine unwichtig sein werden. Aber im großen Bild wird es umwerfend sein, wie groß der Unterschied ist, den so viele kleine Dinge ausmachen können."

    Die kompletten eMails findet man (auf Englisch) bei InformationWeek.
     

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  2. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Was hat denn Firefox mit Linux zu tun?
     
  3. Hallo

    Hallo Gast

    Das mit dem "fummeligen" WLAN-Support kann ich bestätigen. Ich habe mir denn extra eine neue PCMCIA WLAN-Karte für mein Compaq Armada gekauft. Ansonsten bin ich von dem openSUSE 10.3 sehr überzeugt. Läuft hervorragend.
     
  4. Hallo

    Hallo Gast

    Firefox ist wie Linux "Open Source". Da sehr viele Leute mitlerweile den FF benutzen werden sie (so laut Text) mehr und mehr mit dem Begriff "Open Source" konfrontiert und sehen die Qualität dahinter.
     
  5. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Das steht hier aber anders:
    So wie das hier steht, ist es schlicht Unfug.
     
  6. Hallo

    Hallo Gast

    Ok, der Satz müsste z.B. folgendermaßen lauten: "Firefox konnte sich als der klassische Browser neben dem Internet Explorer etablieren, ohne nach dem IE7 an Popularität zu verlieren. Dabei hat er den Begriff "Open Source" gesellschaftsbekannt gemacht.
     
  7. AAPL

    AAPL Roter Delicious

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    Dann lies halt den Satz zu Ende, meine Güte man kann auch alles auf die Goldwage legen.
    Und sollte die das noch immer nicht exakt genug sein dann ersetze klassich durch alternativ.
     
    debunix gefällt das.
  8. AgentSmith

    AgentSmith Hochzeitsapfel

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    Ich hatte diesen Gedanken auch sofort, als ich den Satz gelesen habe, aber wie AAPL schon sagte, wird ja im darauf folgenden Nebensatz die Verbindung aufgeklärt. Sicher unglücklich positioniert, aber Unfug, "so wie das hier steht" ist es nicht, finde ich.
     
  9. tfc

    tfc Ontario

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    Also ich kann's so nicht bestätigen. Wenn das Treibermodul gut ist, dann funktionierten die WLAN-Karten, die ich bisher unter Linux eingerichtet habe, auch bestens.
    Wenn das Treibermodul schlecht oder unausgereift ist, dann funktioniert's auch nicht gut.

    Allerdings habe ich so eine großartige Konfigurationsfreiheit für's WLAN wie unter Linux noch unter keinem anderen Betriebssystem gesehen.

    Dito... Man kann's auch übertreiben. Im Originalartikel steht nichts von Firefox. Wenn er also kurz in so einem Thread hier, der auf diesen interessanten Artikel verweist und ihn zusammenfasst o.ä., kurz Firefox ohne besonderen Zusammenhang liest, dann kann man auch mal eben drauf scheißen.
     
  10. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Ich mag keine an den Haaren herbeigezogenen Verbindungen. Genausogut hätte man auch schreiben können, daß Linux großes Glück hat, weil OS X Basissystem ebenfalls Open Source ist und das populärste Mobiltelephone der Gegenwart ebenfalls mit diesem System läuft und daß die Basis von Safari auch Open Source ist, hurra, yippie-ah-yeah. Hey, meine Zeitung ist auch Open Source, wow.
     
  11. NLS

    NLS Querina

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    Ich freue mich sehr, hier einen Artikel über Linux lesen zu können - schliesslich kann dieses Thema sicher auch für Apple-Anwender interessant sein. In ihrem Innern sind sich die beiden Systeme verblüffend ähnlich (ist auch kein Zufall).

    Neben Apple und (immer weniger) Windows verwende ich auch Linux und konnte in den letzten Jahren eine sehr schnelle und positive Entwicklung feststellen. Während es vor ein paar Jahren noch richtig kompliziert war, mit Linux was anzufangen, geht das heute in vielen Bereichen sogar einfacher als mit Windows.

    Die aktuelle Marktstellung von MIcrosoft jedenfalls hinterfrage ich je länger desto mehr. Um das Jahr 2000 herum (Windows 2000-Zeiten etc.) war das vielleicht noch ok, doch mittlerweile lässt sie sich immer weniger rechtfertigen.
     
  12. Felix Rieseberg

    Felix Rieseberg Seestermüher Zitronenapfel

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    Ja, das ist ja der Witz der Sache, dass man die Liste weiterziehen könnte. Wobei das bei dir nicht mehr ganz so stimmt, aber das ist auch egal. Übrigens: Die bekannteste OpenSource-Lizenz ist die von Mozilla. Der Grund dürfte auf der Hand liegen.
     
  13. Hallo

    Hallo Gast

    Jo, da gibt es viele Lösungen. Nur ist keine in das installierte System integriert! Ich habe keine Lust als einfacher Anwender den Kern zu kompilieren!! Ich bitte das mal zu bedenken!!
     
  14. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Betriebssystem? Linux? Wedelt der Schwanz jetzt mit dem Hund? Linux ist ein nur ein Kernel. 98,5% von dem, was Du meinst, ist GNU.
     
    ImperatoR gefällt das.
  15. tfc

    tfc Ontario

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    Bei allem Respekt: Ja, ich weiß, dass Linux nur ein Kernel ist. Aber auf Dauer bemerke ich in diesem Forum auch, dass Deine Posts zwar nicht zur gleichen Prozentzahl, aber zu einer HOHEN Prozentzahl von überflüssiger Besserwisserei getrieben sind.
    Ich meine... es gibt Menschen auf der Welt, die mit "Linux" umgangssprachlich umgehen, weil der Großteil der Menschen einfach versteht, was damit gemeint ist.

    Ich könnte meinen Hintern darauf verwetten, dass Du schon genug Posts von mir gelesen hast, aus denen Du ableiten könntest, dass ich nun wirklich niemand bin, der denkt ,dass "Linux" bereits das Betriebssystem an sich ist. Ist es Dir trotzdem so wichtig, direkt in so energischem Ton auf etwas hinzuweisen, das hier sowieso den meisten klar ist?

    Hm... Ich als normaler Anwender kompiliere meinen Kernel sehr gern selbst. Zumal er danach nur noch 4 MB groß ist und nur noch das enthält, was ich brauche. Außerdem ist er so mit der richtigen Konfiguration schneller.
    Wenn man sich mit dem Kernel mehr befasst, merkt man auch, dass eigentlich nichts distributionsabhängig ist, wie sich bei manchen Postern hier vermuten lässt.
     
  16. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Du hast über technische Details gesprochen und nicht allgemein rumgeschwafelt. Dann sollte man schon genau sein, vor allem, wenn man es weiß.

    OS X hat seit 10.4 offizielle Schnittstellen für Kernelerweiterungen. Etwas, was der Kernel namens Linux auch gerne hätte, aber nicht so richtig hat. Darum muß man bei Linux auch Erweiterungen in der Regel reinkompilieren. Bei XNU nicht.
     
  17. tfc

    tfc Ontario

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    Ich habe von distributionstypischen Tools geredet, mit denen man seine WLAN-Hardware konfiguriert bekommt, wenn das Kernelmodul längst geladen ist. (Daher auch die Nutzlosigkeit wenn kein gutes Kernelmodul [oder der Quellcode] vorhanden ist)

    Das ist aber typisch für Linuxdistributionen, dass gerade diese Tools, die ich gelobt habe, mitgeliefert sind. Unter anderen Betriebssystemen mit Kerneln anderer Natur werden auch komplett andere Tools eingesetzt. Und andere Arten, sie zu konfigurieren.

    Wenn Du willst, können wir noch über meine Zeichensetzung diskutieren, die bestimmt stichhaltig belegt, ob ich bestimmte technische Details richtig beschrieben habe.

    Monolithische Kernel halte ich für besser. Man kann nicht einfach so ein System in viele kleine Einzelteile zerpflücken und denken, dass das jetzt ein vorteilhafteres System ist. Die Gesamtsumme aller XNU-Bestandteile zusammen ist größer als ein monolithischer Kernel, da ja für die Kommunikation untereinander gesorgt werden muss. Hier müssen dann wieder neue Sicherheitsüberlegungen in Hinsicht auf Stabilität und Angreifbarkeit usw. implementiert werden. Das macht es nicht schneller und auch nicht wirklich sicherer. Es gibt mehr Fläche, um die man sich kümmern muss.

    Die Tatsache, dass man Erweiterungen bei Linux einkompilieren muss, halte ich für nicht schlimm. Sowas vollzieht man in zwei Minuten.
     
  18. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Klar, ein Profi kann das und macht das, aber der normale Computernutzer niemals. Ich würde mir wünschen, daß GNU/Linux mehr Verbreitung findet auf dem Desktop, aber dafür muß so etwas behoben werden.
     
  19. tfc

    tfc Ontario

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    Das ist nicht wirklich nötig. Wer kein Profi ist, kompiliert sich auch nicht selbst einen Kernel, sondern benutzt das aktuelle Kernelpaket aus seinem distributionsspezifischen Paketmanager. Und genau dort findet er auch bereits vorkompilierte Treibermodule, die er nur noch nachinstallieren braucht.

    Selbst meiner Mutter kann ich am Telefon erklären, welche Klicks sie tätigen muss, um ihre Nvidia-Treiber mal eben zu installieren.
     
  20. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Sagtest Du nicht, Treiber würden normalerweise rein-compiliert?
     

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