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Laserdrucker frage

Dieses Thema im Forum "Drucker & Scanner" wurde erstellt von konju1, 11.03.06.

  1. konju1

    konju1 Boskoop

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    Ich muss mir einen Laserdrucker besorgen (S/W).
    Was muss ich bei dem Kauf beachten?
    Es gibt dan auch Drucker mit verschiedenen Befehlssprachen
    GDI, PCL und PS Level 2. Was ist unterschied zwischen Behehlsprachen, und
    was wäre das Beste?
     
  2. cws

    cws Pommerscher Krummstiel

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    Ohne den wahren Fachleuten vorgreifen zu wollen, ich denke PS (PostScript) sollte er beherrschen. Level 2 ist da aber die Unterkante.
    Bei den Emulatoren gibt es Unterschiede in der Qualität, da PS ein Produkt von ADOBE ist und die sich den Original-Interpreter natürlich bezahlen lassen.
     
  3. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Vergleiche Preise auch für die Tonerkartuschen. Die Unterschiede dort machen ein vermeintliches Schnäppchen schnell zur Fehlinvestition. Das ist nicht anders als bei den Tintenpissern.
    Und versuche einen Händler zu finden, wo du ein selbst mitgebrachtes (!) Probedokument ausdrucken und direkt vergleichen kannst.
    Ausserdem solltest du genau vergleichen, welche Schnittstellen das Gerät mitbringt.
    Eine integrierte Ethernet-Anbindung zB wirst du früher oder später hochgradig schätzen gelernt haben.

    GDI wird *ausschliesslich* von Windows gesprochen. Ein solcher "Drucker" wird nie mit anderen Systemen funktionieren.
    Also: Finger weg - das gilt ebenso für ähnliche Techniken wie zB "PrintGear".

    PCL ist eine Entwicklung von HP und recht weit verbreitet. Allerdings ist der Support für OS X ein wahres Trauerspiel.
    Ausserdem: Stelle nie einem Netzwerk-Administrator die Frage, wie denn sein PCL-Drucker im Netzwerk funktioniere...jedenfalls nicht unbewaffnet und ohne Helm und Ohrenstöpsel...

    PostScript ist von Adobe und mit Abstand die vielseitigste, kompatibelste und qualitativ hochwertigste aller aktuellen Druckersprachen. Mit einem echten "PostScript-RIP" bzw "PS-Interpreter" (*nicht* "Emulation" !!) und selbstverständlich mit genügend Druckerspeicher ausgestattet, wirst du dir über die Verwendbarkeit mit zukünftiger Hard- oder Software auch die nächsten 20 Jahre keinen Kopf machen müssen. Der Austausch von Druckdateien über Plattformgrenzen hinweg und sogar in Applikationen hinein (EPS) ist damit zu 99,999% gesichert.
    Wenn du dir PostScript leisten kannst - nimm es.

    Was "PostScript Emulation" angeht..... naja, immer noch besser als gar nichts. Ist allerdings eine Mogelpackung.
    Und was den Druckerspeicher angeht - willst du nur einen guten Textdruck, reicht das Minimum völlig. Willst du mit hochaufgelöster Grafik arbeiten, brauchst du mehr als in den meisten Druckern normalerweise verbaut wird.
    Für einen A4-Printer mit 600dpi sind 6MB, für einen mit 1200dpi 12MB unbedingte Pflicht. Für einen zügigen Druck auch bei vielen hochaufgelösten Grafiken, wie man das von typischen DTP-Anwendungen kennt, darf es gerne auch mehr sein bis hin zum Vollausbau.
     
  4. KayHH

    KayHH Gast

  5. konju1

    konju1 Boskoop

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    Herzlichen Dank für die Infos!!:)
     
  6. MrFX

    MrFX Zehendlieber

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    Moin!

    GDI- und PCL-Drucker funktionieren auch mit anderen Betriebssystemen als Windows... allerdings nur mit speziellen Treibern, die Hersteller auch ab und an mal zur Verfügung stellen.

    PostScript ist aber die beste Lösung.

    MfG
    MrFX
     
  7. oberlehrer

    oberlehrer Ontario

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    Aha, geballtes Halbwissen. :)

    Bei GDI-Druckern ist man meist auf Treiber vom Hersteller angewiesen, aber nicht immer. PCL ist wie Postscript eine Standard-Druckersprache. Das heißt, man ist meist NICHT auf Treiber vom Hersteller angewiesen. Besser ist die Bezeichnung "host based", danach muß man beim Druckerkauf schauen. "GDI" ist eigentlich Unfug, das kommt wohl daher, daß es früher nur Windows-Treiber gab.

    Ich würde bei linuxprinting.org (http://www.linuxprinting.org/printer_list.cgi) nachschauen, wie ein Drucker von hpijs, gutenprint und konsorten unterstützt wird. Ich nähme keinen, der hier nicht unterstützt wird.

    Postscript Level 3 ist nach meinen Informationen (wikipedia) NICHT Unterkante. Level 3 ist nur für Farbdruck relevant, und Level 4 gibt es überhaupt nicht.

    Ansonsten ist es eine Preisfrage. Von billig bis teuer sieht das dann so aus:
    1. GDI-Drucker nur für Windows
    2. dito, aber mit Mac-Treiber
    3. PCL
    4. Postscript

    Ich finde PCL prima, also wenn's Geld eine Rolle spielt, spricht nichts gegen einen guten und von Linux unterstützten PCL-Drucker.

    PS: Die Frage war ja, was das beste (sieht großgeschrieben so richtig blöd aus) ist. Dann natürlich Farbdrucker mit Ethernet-Schnittstelle und Postscript und massig Speicher, da hat der rastatari völlig recht. Dann gibt's auch keine Probleme mit Netzwerk und Kompatibitralaladingsda.
     
  8. cws

    cws Pommerscher Krummstiel

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    Wegen der Formulierung fühle ich mich da jetzt mal angesprochen. :)
    Inhaltlich stimme ich dir voll zu, auch wenn es bei dir klingt ich hätte anderes behauptet. Zur Information:

    Dies ist eine "zwei" = 2
    Dies ist eine "drei" = 3 :p

    Mal im Ernst, PS drei bringt gerade in Sachen Web-Kompatibilität wohl auch Neues. Wichtiger ist aber:
    Es gibt auch in PS 2 verschiedene Unterversionen. Da liegt dann nach meiner Erfahrung die Tücke im Detail. So ist es wohl bei den Emulationen so, dass sie nicht mehr unbedingt mit den neueren Versionen der PS 2 Familie zurecht kommen. Ich musste diese Erfahrung mit einem Brother Drucker machen. Das war für mich dann ein Argument für einen PS3 Drucker und es ist ein Argument für einen Drucker mit Original-PS statt einer Emulation, auch wenn es etwas teurer ist.
     
  9. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    GDI steht für "Graphics Device Interface" und bezeichnet die höchste Schicht der systeminternen Grafikbibliothek von Microsoft Windows (zB: \\WINDOWS\System\gdi.dll) seit der Version 2.1.
    In anderen Betriebssystemen gibt es diese Schnittstelle gar nicht. GDI-Treiber setzen unmittelbar auf diese auf und können daher nur mit Windows funktionieren.

    Andere Methoden arbeiten nach ähnlichen "Host-based Rendering" Methoden (zB Adobe PrintGear) und weisen damit ähnliche Problematiken auf. Das ist aber kein GDI, auch wenn das fälschlicherweise manchmal so genannt wird.
    (GDI ist sogar ein geschütztes Warenzeichen.)

    Ein weiteres Gegenstück dazu wären zB die QuickDraw-fähigen StyleWriter von Apple. Auch die werden unter einem anderen OS nicht laufen - bzw nur absolut rudimentärste Bitmap-Grafik ausgeben können.
     
  10. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    ? ? ? ? ?
    Was hat PostScript mit dem Web zu tun bitte?
     
  11. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Level 3 bringt auch beim Graustufendruck Vorteile.
    (Auch dort müssen Farben richtig verarbeitet werden, weil sie schliesslich korrekt in einen anderen Farbraum überführt werden müssen. Die verbesserten Fähigkeiten beim Umgang mit Farbprofilen und geräteunabhängigen Farbräumen erleichtern das.)
    Ausserdem bietet Level 3 so feine Dinge wie Verlaufsgitter, Farbverläufe oder obligatorische TrueType-Unterstützung. CID- und OpenType-CFF Schriften gehen in Level 2 auch noch nicht (asiatische Sprachen).
    Darüber hinaus hält Flate-Kompression die Druckzeiten geringer. Und Alpha-Kanal basierte Bildmaskierung sowie die Möglichkeit zu nativem Trapping (Überfüllungen) gibt es auch erst mit L3, solche Aufgaben produzierten bei L2-Geräten noch gigantische Rechenlast auf dem Hostrechner, mördermässig grosse Druckdateien und dementsprechend lange Druckzeiten.

    Level 3 ist also keine Fleissaufgabe, sondern heute unbedingte Pflicht für ein Neugerät. Man kauft ja auch kein Auto ohne Airbags mehr...
     
  12. cws

    cws Pommerscher Krummstiel

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    Keine Ahnung, stand so irgentwo bei Adobe. Ich hab es eher als Versuchsballon eingebaut, hoffte auf kluge Antworten. :-D

    Könnte es sein, dass die Ausgabe für eine Bildschirmdarstellung als als .pdf zum Lesen am Bildschirm, nicht zum Druck, besser ist/mehr Optionen bietet? Zum Beispiel, wenn es um den Wandel nach RGB geht?
     
  13. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Wenn du eine PostScript-Datei erst mal in PDF gewandelt hast, ist es kein PostScript mehr, sondern eben PDF. Und die Fähigkeiten von PDF fangen sowieso dort an, wo die von PS aufhören. (PostScript Level 3 entspricht vom grafischen Funktionsumfang her in etwa PDF-1.3 = Acrobat 4).

    Der wesentliche Vorteil bei der Verwendung von Level3 gegenüber Level2 besteht darin, dass man einen grösseren Satz von Möglichkeiten besitzt, Objekte in ihrer "nativen" Form einzubetten.
    Das bedeutet z.B.:

    Du zeichnest in Illustrator etwas. Dabei verwendest du einen Farbverlauf aus der Werkzeugsammlung von Illustrator - ein Standard-Tool.

    Druckst du diese Datei als Level 3, wird der Farbverlauf so eingebettet, wie er ist. Also als Angabe einer Anfangsfarbe, einer Endfarbe und den Parametern, wie und wo der Verlauf später komplett neu berechnet werden soll (im Drucker-RIP).

    Druckst du die Datei aber als Level 2, dann kannst du keinen eingebetteten Verlauf erhalten, weil das Objekt "Farbverlauf" im Sprachumfang von L2 noch nicht geht.
    Der Farbverlauf wird also gerendert und in ein hochaufgelöstes JPEG-Bild umgewandelt - und so an den Drucker übermittelt.

    Welche Konsequenz das nun hat, wenn du die PostScript-Datei evtl. erstellt hast, um sie in einem anderen Programm weiterzuverarbeiten, magst du dir sicher ausmalen können... der Verlauf ist kein bearbeitbarer Verlauf mehr, sondern bleibt ein Bild mit all seinen Nachteilen.
    Bei einer Umwandlung von PS nach PDF mithilfe von Distiller gilt das natürlich ebenso. "Echte" Farbverläufe in PDF (Smooth Shadings) lassen sich nur aus Level 3 Dateien destillieren.

    Leuchtet das ein?
     
    cws und oberlehrer gefällt das.
  14. oberlehrer

    oberlehrer Ontario

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    Danke für die ausführlichen Informationen!

    Dann möchte ich DIch doch dringend bitten, den ensprechenden Artikel auf wikipedia zu korrigieren und zu aktualisieren. Ich habe mein Halbwissen auch nur aus wikipedia, und es wäre schön, wenn man bei weiteren Recherchen genau dort nachschauen könnte.

    Schön, daß ich bzgl. Postscript wieder etwas lernen konnte. Als ich vor der Wahl stand, einen Drucker mit PSL3 (Kyocera) oder PSL2 (HP) zu kaufen, habe ich mich nämlich, nicht zuletzt aufgrund des wikipedia-Artikels, für letzteren entschieden. Emulationen sind aber vermutlich beide. Mein HP druckt sehr helle Graustufen (Formulare vom Finanzamt, igitt!!!) etwas streifig.

    Letzlich wollte ich aber auch nicht das beste, sondern, weil ich eher selten drucke, etwas halbwegs preiswertes.
     
  15. cws

    cws Pommerscher Krummstiel

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    Tut es danke, wieder was gelernt.
     
  16. k3rn3lpanic

    k3rn3lpanic Macoun

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    Bei dem HP-Drucker mit PSL2, um welchen handelt es sich denn da? Ich wusste garnicht, dass HP ueberhaupt noch L2-Drucker verkauft :oops:
     
  17. oberlehrer

    oberlehrer Ontario

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