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Kommentar: Facebook fragt Nutzer ob der Name des Freundes echt ist

Christian Blum

Goldrenette von Blenheim
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Beiträge
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Ich will den Nutzen von Facebook nicht abstreiten. Selbst die größten Kritiker müssen sich eingestehen, dass es angenehm sein kann, auf einem ganz simplen Weg mit seinen Freunden (sofern es wirklich welche sind) verbunden zu sein und einen beinahe überall verfügbaren Kommunikationskanal zu haben. Doch auch wenn der Ansatz eigentlich lobenswert ist, scheinen die Macher in der US-Amerikanischen Schaltzentrale langsam den Faden zu verlieren.[PRBREAK][/PRBREAK]

Neuerdings überprüft Facebook die Einhaltung der Regeln nicht mehr selbst, sondern beauftragt unter einem unscheinbaren Vorwand die Freunde der Nutzer damit, bestimmte Details zu bestätigen. Erst gestern gab es dazu einen Artikel bei Spiegel Online. Kurz erklärt: Es kann vorkommen, dass Facebook einen Besucher von Profil XY fragt, ob der angegebene Name auf dieser Seite dem echten Namen entspricht. Zwar beteuert Facebook, man wolle damit nur "verstehen [lernen], wie Nutzer Facebook verwenden", aber die Art und Weise dieser "anonymen" Frage und dem damit einhergehenden Versprechen, die Antwort habe "keine Auswirkung auf das Konto [des] Freundes" sorgt für einen bitteren Beigeschmack.

Ob böse Absicht oder nicht: Einen Kontakt dafür einzuspannen, Details eines anderen anonym zu verifizieren, zeigt in eine Richtung, die mir nicht gefällt.

Sicherlich ist es für Freunde einfacher, den echten Namen zu finden, als nach einem Pseudonym suchen zu müssen. Aber die Entscheidung, ob man nun die Regeln befolgt und seinen echten Namen wählt, oder eben ein Pseudonym nutzen möchte, was dazu führt, dass man eben nicht gefunden wird, sollte trotz aller Kritik beim Nutzer bleiben. Sich die Arbeit des Aufspürens durch – es sollten ja tatsächlich Freunde sein – die Kontakte desjenigen abnehmen zu lassen, erscheint mir sehr suspekt.

Versteht mich nicht falsch: Ich mag Facebook und die Idee dahinter eigentlich sehr, da man dort, wie eingangs erwähnt, sehr schnell mit aktuellen oder alten Kontakten sprechen kann, sich bei Menschen, die einen interessieren, über den Status Quo informieren kann, oder Dinge in Form einer Fanseite liken kann, um so schnell an die neuesten Informationen an einer einzigen Sammelstelle zu gelangen. Erst gestern war ich froh, dass ich die Öffnungszeiten eines Ladens hier in Düsseldorf dort nachschlagen konnte.

ABER: Ich kann diese Form der Entwicklung wirklich nicht gutheißen und möchte, ohne mich weiter darüber auszulassen, mit einem Zitat der ehemaligen Facebook-Managerin Randi Zuckerberg aus 2011 abschließen: "Anonymität im Internet muss verschwinden."

Das wird super.

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich glaube es hackt bei denen...
 
Gab es nicht mal einen Staat der eine ähnliche Vorgehensweise hatte? Ich glaube den gibt es aber seit 1989 nicht mehr. Ein Schelm wer böses dabei denkt... ;-)
 
... als IM oder V-Mann wurde man wenigstens noch bezahlt ...
 
Profile werden auch gesperrt, wenn nicht der original Name angegeben ist.
 
Ich kann dem Autor nur zustimmen, ich persönlich verwende ein Pseudonym und bin froh drum.
Es ist der Wahnsinn was Facebook alles speichert und jetzt sogar die Freunde über den User auszufragen. Ich werde meinen Freunden sagen, wenn sie so etwas erhalten, auf "Ich möchte nicht antworten" zu kliken.
 
Tz… Fehlt nur noch, dass sie ein Textfeld in das Pop-Up implementieren, sodass man im "Nein-Fall" den richtigen Namen eingeben kann:-/
Naja mal sehen, wer von meinen Freunden so ein Assi ist und auf "Nein" klickt… (ich habe auch nur die als "Freunde", mit den ich auch im realen Leben zu tun habe). Am Ende wird man dann doch gesperrt und dann lösche ich gleich mein Profil!
 
Facebook macht sich selbst kaputt. Weiter so :D
 
Frech, dass sie die Konten teilweise sperren und erst nach Einsendung des Personalausweises wieder entsperren.
 
Was soll man nun davon halten, wenn FB einem konkret auffordert ein Fehlverhalten eines “Freundes” zu verpetzen?

Der Fakenamen-Freund hat gegenüber Facebook einen falschen Namen angegeben. Diese Tatsache möchte ich nicht werten und ich möchte auch nicht von FB dazu aufgefordert werden. Das ist eine Sache zwischen Person Fakename und Facebook und es geht mich NICHTS an. Letztlich setze ich mich über die Namenswahl meines “FB-Freunds” hinweg und entscheide für ihn; der wird sich sicher freuen (Auch wenn ich anonym bin).

Sollte FB nun die Fakenamenperson kontaktieren und/ oder dessen Account sperren, dann kann sich dieser denken, dass wohl seine GUTEN FB-Freunde nicht so gut sind.

Warum bleibt eigentlich der Melder anonym? Ist ja ein Level mit Fakename.
 
Facebook mit Pseudonym ist aber auch irgendwie... komisch. Wen ich auf einer Networking-Veranstaltung bin, dann gebe ich ja auch keine Visitenkarten mit falschem Namen aus.

Meiner Meinung nach ist Facebook nichts für anonyme Nutzer. Wer Anonymität will, der kann auf eine Vielzahl anderer Plattformen ausweichen.
 
Ob das "anonym" sein im Sinne eines Fakeaccounts bei FB Sinn macht oder nicht, ist ja erst fest zu stellen, wie man die Platform nutzt. Ich z.B. sehe gar keine Sinn darin mir ein echtes Profil an zu legen, da ich FB nur nutze um mit Menschen zu kommunizieren die ich bereits kenne. Interesse an neuen Kontakten über Facebook habe ich nicht. Wer mit mir also auf FB befreundet ist, kennt mich meinen Namen und alles andere auch. Also muss ich die Infos ja nicht mehr dort eintragen. Anonymität ist also durchaus Sinnvoll auf FB. Zumindest für mich.
 
das ist richtig - es gibt etliche Leute, die mich kennen, aber bei dem Namen im Personalausweis nicht wüssten, um wen es sich handelt. Hakkie, zum Beispiel, und Frankenklaus und die Chefin. ähm.

andererseits, wir sind alle nicht bei Facebook, aber wenn, dann ...
 
......ich wundere mich nur, warum Facebook so zwiespältig handelt. Wenn sie keine Fantasienamen wollen, so könnten sie doch einen simplen Bot durch ihre Datei laufen lassen. Das "Wurselpups123" etc. keine echten Namen sind, brauche ich doch wohl kaum beim "Freund" erfragen....
 
nun, sie wollen ja massenweise User, deswegen sind sie eine Zeitlang nett.

und - Wuselpups hat Freunde?
Sachen gibts ...
 
Mein Account wurde die Woche deswegen still gelegt bis ich meinen echten Namen eingebe.
 
Ist es denn so wichtig, bei Facebook zu sein, dass man sich so etwas aufzwingen lässt?
 
Aber im Gegenzug sperrt Facebook Leute, die ihren echten Namen angegeben haben, weil der evtl. auf dem Facebook"index" steht ;)
Kenne jemanden der heißt mit Nachnamen "Neger" - Sein Profil wurde gesperrt, und könnte nur wieder entsperrt werden, wenn er Facebook anhand seines Personalausweises nachweisen würde, dass er auch wirklich so heißt.
 
Danke für die Warnung.. denn ich hab ebenso einen total abstrusen Namen. Aber die Leute, die mich kennen, wissen damit etwas anzufangen. Am Ende soll ich dann noch meine Adresse und Telefonnummer angeben oder wie?! Wenn mein Account deswegen gesperrt wird, sag ich mal "Tschüsschen FB!"