Kinder & Apple Devices

Draco

Apfel der Erkenntnis
Mitglied seit
27.06.10
Beiträge
731
Ja oke, man könnte den Titel auch verallgemeinernd für "Smart-Devices" nutzen, aber wir sind hier im Apfeltalk.

Hi zusammen,
ich möchte mir gern Eure Erfahrungen & Meinungen einholen, wie Ihr dazu steht, wann (im Idealfall die eigenen) Kinder Apple Devices besitzen dürfen.

Hintergrund:
Meine Tochter (9j, Klasse 4) nervt uns seit Beginn des laufenden Schuljahres mit dieser Thematik, die wir überzeugt ablehnen. Sie möchte ein Smartphone. Soweit so gut. Es stört sie nicht im Geringsten, dass meine Frau und ich mit unseren Devices herumfummeln, aber seit Beginn des aktuellen Schuljahres haben gleich mehrere (!!) ihrer Schulfreundinnen ein Smartphone bekommen.
Sogar - und das war letztlich Grund für diesen Thread - eine Apple Watch series 3 ist bereits an einem Handgelenk ihrer Schulfreundin dabei. Ich erinnere nochmal: 4. Klasse, Grundschule! Apple Watch + Smartphone dabei.
Ernüchternd möchte ich hinzufügen, dass wir auf dem Dorf leben, heißt 80% der Kids aus dem Radius 1.000m Luftlinie kommen und (fast) keine erschwerenden Bedingungen (Bus & Bahn) nutzen, sondern zu Fuß zur Schule gehen.

Ich sehe mich im Grundsatz als technik-affinen ex-Nerd, der seine Kids gern und frühzeitig, aber verhältnismäßig mit IT-Gedönse vertraut machen möchte. Aber genauso gruselt es mir extrem, diese Büchse der Pandorra meiner Tochter zu geben, wenn ich mir den Unsinn aus der Verwandtschaft der etwas älteren Kids reinziehen muss. Stichworte Instagram, Tik Tok, Snapchat & Co. Ich war früher intensiver Gamer, bin mit dem bösen Counter-Strike 1.6 aufgewachsen, aber die heutige mega vernetzte Welt mit o.g. Diensten bietet vergleichsweise erschreckend viel mehr Gefahrenpotenzial. Jedenfalls empfinde ich es so.

Aber es ist mMn unrealistisch, seine Kids auf ewig vor allem beschützen zu wollen. Zumal es nicht am eigenen Device der Kinder endet, wenn ihre Freund-Innen "geunlockte" Geräte nutzen und die Inhalte in der Pause "analog" teilen. Aus meiner Sicht besteht ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis im Hinblick auf die wirkliche Nutzung des Geräts & derer Dienste und ich hinterfrage viele Eltern, die behaupten, sie hätten die Tätigkeiten ihrer minderjährigen Kids vollends im Blick.

Um auf den Punkt meiner eigentlichen Frage zu kommen:
ich richte mich hier primär an Eltern mit Kindern vergleichbaren Alters. Wie habt Ihr den Einstieg mit den Kids vollzogen ? Ab welchem Alter erfolgte dies? Gab es Gründe dafür ? (z.B. das Buskind ab Klasse 5, was sich im Notfall melden können muss etc. pp., gibt tausend Gründe dafür/dagegen) Gab es Gründe dagegen?

Insbesondere folgende Zusatzfrage, die mir ganz wichtig ist:
Wie reagiert man als Eltern auf die stattfindende Eskalation, wenn enge und/oder engste Freunde des eigenen Kindes diese Gerätschaften plötzlich besitzen? In der Klasse meiner Tochter wechseln deshalb nun teilweise Freundschaften wegen Neid / Mißgunst / Verachtung ggü anderen Kindern. Ich verstehe meine Tochter vollkommen, wenn sie (soweit ist es NOCH nicht) in naher Zukunft die letzte Person im Freundeskreis sein könnte, die in Whatsapp nicht erreichbar ist. Das ist nicht unschön, sondern richtig hart belastend. Ihr wisst, wie gemein und direkt Kinder & Jugendliche untereinander sein können. Leider ist der Einflussbereich von uns Eltern hier begrenzt auf das eigene Kind, während die wahre Ursache des Problems extern sind.
Bis vor kurzem dachte ich noch, Markenklamotten könnten das Problem werden. An nicht vorhandene Smartwatches und Smartphones in diesem Alter habe ich niemals gedacht und bin etwas fassungslos darüber. Insbesondere die Apple Watch scheint auf dem Schulhof der mega Gamechanger zu sein mit Bezug auf Statussymbole.



P.S.:
Mir geht es hier bewusst nicht darum, zu diskutieren, ab wann grundsätzlich ein Kind/Jugendlicher ein Smartphone/iPad besitzen soll. Das ist mir zuviel Theorie und zu realitätsfern. Dazu hat jeder von uns eh eine eine eigene Meinung. Der Unterschied zu diesem Thread ist, dass hier durch externe Einflüsse der Druck auf Kind/Familie entsteht, an dieser Thematik früher zu arbeiten, als die persönliche Überzeugung der Eltern es tun würde. Stichwort Gruppenzwang.
 
  • Like
Wertungen: Martin Wendel

double_d

Moderator
AT Moderation
Mitglied seit
08.03.12
Beiträge
5.952
Um auf den Punkt meiner eigentlichen Frage zu kommen: ich richte mich hier primär an Eltern mit Kindern vergleichbaren Alters. Wie habt Ihr den Einstieg mit den Kids vollzogen ? Ab welchem Alter erfolgte dies? Gab es Gründe dafür ? (z.B. das Buskind ab Klasse 5, was sich im Notfall melden können muss etc. pp., gibt tausend Gründe dafür/dagegen) Gab es Gründe dagegen?
Es gibt ne Menge Gründe dagegen, die es aber aus meiner Kindheit und Jugend mit ins Heute geschafft haben. Ich persönlich halte ein Kind im Alter von 0 (konkret 9) bis 13, vielleicht auch 14 für zu jung um in diese Medienwelt einzusteigen.
Andere Gründe, nämlich das Nichtvorhandensein von Telefonzellen und die immer stärker frequentierten Schulwege, bieten sich natürlich als Gegenargument an.
Jetzt ist es völlig beliebig und der eigenen Erziehungsweise unterzuordnen, wie man mit dem potentiellen "Bus verpassen" oder "zu spät nach Hause" kommen, in der Familie umgeht und wie wichtig es einem selbst ist, die Kontrolle darüber zu haben. Für das Kind zählt nicht der Wunsch nach Information dieser Umstände an die Eltern, sondern es gehört für die Kinder zum großwerden mittlerweile dazu und die wollen ein Smartphone, weil XY auch eins hat. Die Eltern rechtfertigen das dann gerne mit der "Sicherheit", die ein Smartphone bietet.

Ich habe mittlerweile gelernt und verstanden, dass ein Smartphone keine Sicherheit bietet. Dem Kind kann mit oder auch ohne Smartphone auf dem Schulweg was passieren.

Einem "Gruppenzwang", gefördert durch solche Eltern, denen (meine Empfindung!!!) ein bestimmtes Verhältnis zu den Bedürfnissen ihrer Kindern abhanden gekommen ist, wenn sie ihren 3. oder 4. Klässlern ein iPhone in die Hand drücken und womöglich noch eine Watch umbinden, sind wir bei uns schon von Anfang an mit ganz klaren Ansagen und Regeln entgegen getreten. Bei uns weiß jedes Kind, dass es ein Smartphone frühestens mit Wechsel auf die weiterführende Schule bekommen kann und auch nur dann, sofern die Schule nicht zu Fuß erreichbar ist.
Dem kann man sich heute allerdings nicht so pauschal entziehen, denn es kommt ganz stark auf den Einzelfall an. Wenn das Kind quasi eine Ausgrenzung erfährt, weil es an der heute (scheints) üblichen Kommunikation nicht mehr teilnehmen kann, weil es kein WhatsApp Account hat, muss man Kompromisse fahren.

Die sahen bei unserem Bengel so aus, dass er zwar ab der 5. Klasse ein Smartphone hatte, dies aber auch nur für den Teil der Kommunikation und nur zuhause nutzen konnte. Unterwegs und vor allem in die Schule wurde das nicht mitgenommen. Was wir bei dem Jungen allerdings nicht verhindern konnten, war der Drang nach zocken auf dem Smartphone. Das musste dann leider auch zuhause reglementiert werden.
Bei der Tochter, aktuell 4. Klasse ist das nicht so ausgeprägt, aber auch hier kommt natürlich der Wunsch, vor allem jetzt in der Corona Zeit nach sowas wie FaceTime oder Skype auf.
Gottseidank haben wir in der Klasse auch Eltern, die das ähnlich sehen und dort hat dann auch mal das ein oder andere Kind sein eigenes Smartphone, überwiegend aber Tablets (wir haben z. B. für die Tochter ein Amazon Pad Kids Edition), oder auch für diese Nutzung dann das iPhone und den Account der Eltern.
Wir haben also unsere Tochter und werden das mit der Dritten auch so machen, bereits an das Medium Tablet langsam gewöhnt. Das klappt wunderbar von den Einforderungszeiten, von den Anwendungen im Allgemeinen und bietet jetzt im Nachhinein auch solche Möglichkeiten wie Skype oder den SchulApps wie Anton oder Antolin, sofern das einer kennt. Wir sind also sehr froh, dass wir dem Kind schon sehr früh ein Tablet in einer Kids Edition gekauft haben.
Für unsere Tochter ist es absolut normal, dass dieses Tablet kein mobiles "draußen" Device ist und nur zuhause funktioniert. Das wird auch nicht mit ins Restaurant oder auf Geburtstage mitgenommen.

Und wie gesagt, alsbald die gesamte Kommunikation über WhatsApp außerhalb der "dämlichen" Elterngruppen über die Kids alleine funktionieren muss, kommt man wahrscheinlich nicht mehr umhin, hier auch ein Smartphone vorzuhalten. Ob das dann auch als solches genutzt werden muss und immer mit dem Kind auf Reisen geht, bleibt einem selbst überlassen. Bei uns wird es das Haus nicht verlassen. ;)

Ich kann aber auch nur mal den Tipp geben, sich mit den anderen Eltern auseinander zu setzen und vielleicht das Gespräch zu suchen. Nicht, um hier dem Kind eine Enttäuschung zu ersparen, sondern um einfach im Blick zu haben, wann der richtige Zeitpunkt im Umfeld des eigenen Kindes sein kann. Es sollte dabei auch nicht vergessen werden, dass Enttäuschungen (kein eigenes Smartphone) zum Lernprozess und zum Großwerden dazu gehören. Aber eben auch, um zu sensibilisieren, denn es gibt genügend Kinder, deren Eltern sich sowas überhaupt nicht leisten können.

Ich habe das bisher auch nur einmal hinter und noch zweimal vor mir. Und ich kann nur sagen, dass ich den Zeitpunkt nach Kräften soweit hinaus zögere, wie es nur gerade eben noch so geht.
 

Draco

Apfel der Erkenntnis
Mitglied seit
27.06.10
Beiträge
731
Ohne alles voll zitieren zu wollen: Deine ersten 3 Absätze unterstütze ich zu 100%, genau meine Gedankenwelt.

Ich kann aber auch nur mal den Tipp geben, sich mit den anderen Eltern auseinander zu setzen und vielleicht das Gespräch zu suchen.
Das wäre rational der richtige Weg an den ich auch schon gedacht habe.
Leider habe ich nur zu wenigen Eltern überhaupt Kontakt und gerade die notwendige Zielgruppe ist meiner Einschätzung nach.... wie soll ich es umschreiben.... nicht gewillt die Meinung von mir zu hören, geschweige denn darüber nachzudenken. Ich sehe die Antworten förmlich vor meinem geistigen Auge "dann kauf Deiner Tochter doch auch eins, so what". Du weisst, wie ich es meine... unter Freunden lässt sich das ansprechen, aber unter defakto völlig fremden Erwachsenen - die sich sofort kritisiert fühlen werden (stimmt 🙃) , keine Basis auf fruchtbare Diskussion.

Weiterhin noch allgemein ein Gedanke: Man macht sich gar keine Vorstellungen darüber, welch Welle man durch mangelnde Weitsicht auslösen kann, wenn man einem Kind als (zufällig?) klassenerster ein Smartdevice erlaubt. Das Wort "zufällig" kann so stehenbleiben, denn das Wort "Vorsatz" wäre gefährlich. Ich unterstelle dies in meinem Falle wenigstens nicht öffentlich 🙄

Die Idee, ein Smartphone irgendwann zuzulassen, aber als ersten Schritt die Nutzung nur in heimischen Gefilden zu erlauben, werde ich festhalten. Der Tip ist gut. So könnten wir zukünftig wenigstens den Anschluss an die Freundesgruppe zulassen, hätten aber weiterhin die volle Übersicht.

Btw:
ich glaube, Corona hat viel zu o.g. Entwicklung beigetragen. Während des Lock-Down haben wir Eltern in Absprache unsere Geräte stundenweise den Kids zur Verfügung gestellt, damit sie über unsere Whatsapp-Kontakte miteinander Videochatten konnten. Da wurde uns auch erstmals bewusst, wie sehr Kinder diesen Alters schon miteinander auf soziale Umgänge angewiesen sind, wenn selbige plötzlih vollständig über viele Wochen fehlen. 2-3 Wochen war wie Urlaub, aber ab der 4. Woche setzten spürbare Depri-Symptome ein, weil kein Kontakt zu ihren Freundinnen stattfand. Das war interessant und lehrreich zugleich, wie Kinder unter so einer Art Isolation leiden können.
 
Zuletzt bearbeitet:

gewe

Boskoop
Mitglied seit
26.03.20
Beiträge
41
Ich sehe als ein Problem die mangelnde Höflichkeit beim Schreiben/ Sprechen in WhatsApp. Selbst wenn das eigene Kind die Nettiquette gelernt hat, wird es früher oder später dazu kommen, dass es mit unschönen Dingen konfrontiert wird. Auch hin bis zum Mobbing. Es gehört für mich eine gewisse soziale Reife zur Bedienung von Sozialen Medien. Da sie leider einige nicht haben, muss man auch genügend Selbstbewusstsein haben und wissen, wo man Hilfe bekommt und wie man damit umgeht.
In der Grundschule wird dies noch nicht so thematisiert. Die Schwerpunkte liegen da auf quasi altmodischen Dingen wie „den Stift richtig halten“, „lesen lernen“, „schreiben lernen“, „rechnen lernen“ oder „vorwärts und rückwärts laufen“.

Ich bin vielleicht total altmodisch, aber in der Grundschule brauchen die Kinder kein Handy oder eine Watch. Dort rufen die Lehrer oder auch die Sekretärin an, wenn was ist und kümmern sich.
 

double_d

Moderator
AT Moderation
Mitglied seit
08.03.12
Beiträge
5.952
aber ab der 4. Woche setzten spürbare Depri-Symptome ein, weil kein Kontakt zu ihren Freundinnen stattfand. Das war interessant und lehrreich zugleich, wie Kinder unter so einer Art Isolation leiden können.
Oh ja. Und hierbei denke ich nicht zwangsläufig nur an die eigenen Kinder oder den eigenen Kindern nahestehenden, sondern an diejenigen, denen Kontakte außerhalb des Elternhauses erst ein in dieser Zeit (umständehalber) normales Leben ermöglichen und jetzt gänzlich untergegangen sind und hilflos dem Elternhaus ausgeliefert sind. Ich benenne es auch nicht pauschal, denn es gibt mehr als nur körperliche Gewalt und Verwahrlosung. :mad:

Das wäre rational der richtige Weg an den ich auch schon gedacht habe.
Leider habe ich nur zu wenigen Eltern überhaupt Kontakt und gerade die notwendige Zielgruppe ist meiner Einschätzung nach.... wie soll ich es umschreiben.... nicht gewillt die Meinung von mir zu hören, geschweige denn darüber nachzudenken. Ich sehe die Antworten förmlich vor meinem geistigen Auge "dann kauf Deiner Tochter doch auch eins, so what". Du weisst, wie ich es meine... unter Freunden lässt sich das ansprechen, aber unter defakto völlig fremden Erwachsenen - die sich sofort kritisiert fühlen werden (stimmt 🙃) , keine Basis auf fruchtbare Diskussion.
Ich verstehe Dich sehr gut und kann den Part auch sehr gut nachvollziehen. Sofern sich diese Eltern nicht direkt bevormundet fühlen, haben sie tausende von Argumenten bereitgelegt um die Handlungsweise zu rechtfertigen, bzw. vom eigentlichen Kern der Geschichte abzulenken.
Aber wir sind in dieser Zeit, wo Eltern untereinander ihre Kinder verabreden. Auch wenn von den Kindern selbst initiiert, fühlt es sich für mich wie Zwangsehe an. Als meine Frau vor Jahren mal in Kur war, kamen die Kinder, speziell der Große zu mir und hat gefragt, ob er sich mit XY verabreden kann. Klar, hab ich gesagt - sei um 19:00Uhr wieder zu hause. Den Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen. Er hat nix gesagt und ist tatsächlich dann mit dem Rad los, aber später war mir klar, dass er erwartet hat, dass ich die Mutter von XY anrufe und ihn ankündige, bzw. erstmal abkläre, ob XY auch Zeit hat. 😂

Aber zum Kern: Wenn ein Reden mit den Eltern so nicht möglich ist, dann heißt es das eigene Kind zu sensibilisieren. Ihm zu erklären, wie es zuhause läuft, welche Werte man lebt usw. und dass man selbst eben nicht ALLE ANDEREN ist. Das soll jetzt keine Belehrung sein, denn das machst Du, so wie ich das jetzt von Dir einschätze eh schon automatisch mit dem gesunden Menschenverstand. Das ist auch manchmal hart für die Kinder. Aber ohne Rückschläge gibt es kein Fortkommen. Ohne Vertrauen kein Verständnis usw. Wollen wir das aber nicht auf die psychologische Schiene drängen. Was ich nur nicht tue, ich kippe nicht offensichtlich um in meiner Meinung. Die hat Bestand. Gegenüber der Schule, gegenüber den anderen Eltern, gegenüber jedem anderen. Das würde ein falsches Zeichen setzen, idem die Kinder ihre Probleme zukünftig einfach an andere Stellen abgeben und diese das dann regeln sollen, oder noch schlimmer können. Braucht ja dann nur die Mutter von XY mit dem Papa reden und dann bekomme ich schon ein Handy. ;)

Es kann aber durchaus vorkommen, dass sich an meiner Meinung zwar nichts geändert hat, ich aber die Handlungsweise überdenke, wie ich diese Meinung vertrete. Eine Meinung zu haben und davon nicht abzuweichen, bedingt ja nicht zwangsläufig ein Verbot oder das konsequente Durchziehen bis Zeitpunkt X.

Meine Kinder kommen sehr oft und fangen eine Bitte mit dem Satz an: "Papa, ich weiß, wir machen das eigentlich nicht so und bist da bestimmt nicht für....aber....."

Und dann höre ich mir die Argumente an und gehe in eine "möglichst" altersgerechte Diskussion, bei der es dann auch Abweichungen von meiner Handlungsweise, entgegen meiner eigentlichen Meinung geben kann. Wichtig ist mir dabei einfach nur, dass die Kinder wissen, dass gerade das, was sie in diesem Moment wollen nicht unseren Werten entspricht und es bewusst als Ausnahme einfordern. Dann weiß ich, dass sie weiterhin auf einem guten Weg sind, der unsere Werte nicht absichtlich verletzt oder übergeht.
 
  • Like
Wertungen: Scotch

angerhome

Pomme au Mors
Mitglied seit
13.10.15
Beiträge
859
Da sind wir aber auch beim Problem der "uneinsichtigen Eltern".
Ich verstehe Dich sehr gut und kann den Part auch sehr gut nachvollziehen. Sofern sich diese Eltern nicht direkt bevormundet fühlen, haben sie tausende von Argumenten bereitgelegt um die Handlungsweise zu rechtfertigen, bzw. vom eigentlichen Kern der Geschichte abzulenken.
Wenn diese Eltern aber entschieden haben, Ihre Kinder mit Telefon oder Watch auszustatten, dann sind deren Argumente für sie wichtig genug und ich als eines dieser Elternteile würde mir nicht tausende Argumente bereitlegen, um meine Handlungsweise zu rechtfertigen, weil gar kein Anlass bestünde, mich vor irgendjemanden rechtfertigen zu müssen.
Denn sie legen es für ihre Kinder fest und nicht Du, oder würdest Du Dir da von anderen Eltern reinreden lassen?

Ich persönlich sehe die Notwendigkeit auch nicht, im 4. Schuljahr zwingend ein Phone oder Watch zu haben, aber das bedeutet nicht, dass ich das als alleinige Wahrheit ansehe und anderen fadenscheinige Begründungen zu unterstellen, wenn sie es eben für ihre Familie anders sehen.
Leben und leben lassen.
 

Sushi70

Gloster
Mitglied seit
06.05.17
Beiträge
64
Nichts neues im Westen.
Was gestern ( äh...zu meiner Zeit ) die Turnschuhe waren, ist halt heut das Smartphone.
Das Problem ist schnell gelöst, Schuluniform und striktes Handyverbot auf dem Schulhof.
Und den Unterricht wieder mal so gestalten, daß der Wunsch nach Handy in der Pause erst gar nicht aufkommt.
 

Tzwenni

Alkmene
Mitglied seit
31.10.08
Beiträge
30
Ich habe vier Kinder und alle haben mit der vierten Klasse angefangen jeweils die abgelegten Geräte ihrer älteren Geschwister bekommen. Da die Älteste unsere abgelegten Devices bekommen hat, waren das auch immer Apple Geräte. Wenn jemand ein neueres Gerät wünscht, konnte er oder sie das gerne durch Haushaltsarbeiten bezahlen.
Falls die Benutzung übertrieben wurde, habe ich Bildschirmzeit und/oder Volumen reduziert. Vor Klassenarbeiten und in der Wettkampfvorbereitung ebenso. Was andere Eltern sich denken oder machen war uns schon immer scheissegal.
 

alex34653

Pomme Etrangle
Mitglied seit
15.09.08
Beiträge
909
@Tzwenni
Egal was andere sagen: 👍
Reduktion vor Schularbeiten: 👍
Reduktion zur "Wettkampfvorbereitung": 🤔❓
 

dtp

Rheinischer Winterrambour
Mitglied seit
04.06.20
Beiträge
930
Wir haben zwei Kinder im Alter von 11 1/2 (6. Klasse) und fast 10 (4. Klasse). Die "Große" hat seit der 5. Klasse ein iPhone 7. Auch der "Kleine" wird ein iPhone ab der Fünften bekommen. Ein Smartphone gehört heutzutage nun mal zum Leben der Kinder dazu. Allerdings eben auch erst ab einem gewissen Alter. Warum sollten wir das unseren Kindern auch verbieten, wenn wir es ihnen selbst nicht anders vormachen?

Ich fahre täglich mit den Öffentlichen ins Büro und locker 80 bis 90 % der Fahrgäste starren dabei fast permanent auf ihr Smartphone. Am stärksten ist es in der Gruppe der 15- bis 50-Jährigen.

Unser Kleiner nutzt zuhause ein eigenes iPad zum Roblox- und Minecraf-Spielen. Aber auch zum Schauen von Youtube-Videos. Die Große verwendet ihr iPhone überwiegend für Tiktok-Videos und zum Chatten mit ihren Freundinnen. Dank der Familienfreigabe von Apple kann man das wenigstens halbwegs kontrollieren. Trotzdem empfehle ich, von Zeit zu Zeit auch einen Blick in die Chat-Verläufe der Kinder zu werfen. Denn da geht es zuweilen recht heftig ab. Beschimpfungen unter der Gürtellinie sind da noch das kleinere Übel.

Eine Bekannte erzählte mir, dass ihr 14-jähriger Sohn immer verschlossener wurde und sie nicht genau wusste, woran das lag. Sie hat sich dann mal sein Handy angeschaut und dabei einen Chat mit zahlreichen Videos entdeckt. Auf den ersten Blick ganz normale Videos (Unboxing, Erfahrungen mit Geräten, Witziges, etc.), doch als sie sich dann mal eines anschaute, ist ihr fast schlecht geworden. Das vermeintlich harmlose Video entpuppte sich als ein grausames Gewaltvideo mit echten Tötungsszenen von Menschen. Ihr Sohn "musste" sich das ansehen, um einfach mit dazu zu gehören und nicht gemobbt zu werden. Er bekam Albträume davon. Mit am schlimmsten war dann aber die Reaktion der Eltern des Kindes, das die Videos verbreitet hatte. Das gehöre doch wohl zum Erwachsenwerden dazu. Noch heftiger, der Vater war Polizist. Glücklicherweise sind das - hoffe ich zumindest - Einzelfälle.

Aber die Smartphone-Nutzung hat eben auch ihre Vorteile. Wir wohnen im Norden Stuttgarts und unsere Tochter geht seit der 6. Klasse auf ein Gymnasium im Zentrum. Kürzlich ist sie auf dem Weg nach Hause in die falsche S-Bahn eingestiegen und hat dann völlig aufgelöst meine Frau angerufen, was sie denn nun tun solle. Dank des Telefonats konnte sie sie schnell beruhigen und ihr sagen, was sie zu tun hatte, um nach hause zu kommen.

In der Grundschule unseres Sohnes sind insb. Smartwatches verboten und werden von der Lehrerschaft einkassiert. Darauf wurden die Eltern auch entsprechend hingewiesen. Ich finde es gut, wenn es da ganz klare Regeln durch die Schule gibt, an die sich alle zu halten haben. Smartphones sind zwar erlaubt, müssen aber während der Schulzeit im Rucksack bleiben (auch während der Pausen). Bei Zuwiderhandlung wird das Smartphone bis zum Unterrichtsende einkassiert. Bei mehrfacher Missachtung werden die Eltern informiert.
Und den Unterricht wieder mal so gestalten, daß der Wunsch nach Handy in der Pause erst gar nicht aufkommt.
Ah ja. Wenn ich sehe, wie viele Leute selbst bei einem spannend Fußballspiel im Stadion oder während eines Restaurant-Besuchs am Tisch mit mehreren Leuten auf ihr Smartphone starren, dann verlangst du hier von den Lehrern nahezu Unmögliches. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Wertungen: Mr. Frog
Mitglied seit
21.05.15
Beiträge
51
Wir haben haben das mit unserem Junior damals so geregelt, Er bekommt ein iPhone aber Apps Installieren nur mit Erlaubnis (Familienfreigabe) und das wir das Recht haben das Handy zu kontrollieren.

Bei dem Punkt war uns wichtig das er versteht das wir in nicht permanent kontrollieren wollen sondern wenn wir das Gefühl haben das was ist. Bei dem Punkt haben wir uns drauf geeinigt das wir in dazuhalten wenn wir reinschauen.

Ich war schon immer der Meinung früh in Massen an die Technik gewöhnen. Bedeutet das unser Junior sein Handy auch mal abgeben muss für einen Tag.
 

Scotch

Harberts Renette
Mitglied seit
02.12.08
Beiträge
7.024
Wie habt Ihr den Einstieg mit den Kids vollzogen ? Ab welchem Alter erfolgte dies?
Keine Smartphones vor Klasse 8.

Gab es Gründe dafür ?
Medienkompetenz lernen. Erste Erfahrungen im Cyber-Mobbing (leider) als Zuschauer denn als Opfer (oder Täter) machen. Wie "privat" private Nachrichten auf WhatsApp wirklich sind erst mal aus zweiter Hand erfahren. Mitkriegen, wie der eine oder andere nicht mehr vom Smartphone wegkommt. Selber erkennen, wie bizarr "Interaktion" wird, wenn auf Kindergeburtstagen und Klassenfahrten alle auf ihr Smartphone gucken, statt auf den Kuchen. Feststellen, dass man tatsächlich coole Sachen ohne Smartphone und Computer machen kann.

Der Vollständigkeit halber: Das bezieht sich auf Smartphones und deren u.M. nach Beitrag zum Aussterben jeglicher Kommunikations- und Diskussionskultur. Kontrollierten Zugang zu Computern und Internet gab's bei uns aus den gleichen Gründen ab Klasse 5.

z.B. das Buskind ab Klasse 5,
Hatten wir in der Grudnschule auch - mein Sohn hat für die Zeit einfach ein nicht-Smartphone für den Notfall bekommen.

Wie reagiert man als Eltern auf die stattfindende Eskalation, wenn enge und/oder engste Freunde des eigenen Kindes diese Gerätschaften plötzlich besitzen?
Wie auf jede andere Eskalation dieser Art: Die Entscheidung begründen und konsequent durchsetzen (was in dem Alter bei einem Smartphone ja nicht weiter schwer ist - mit "die anderen dürfen aber alle schon Star Wars (...) gucken" ist das deutlich schwieriger). Nicht diskutieren - Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.

Schwieriger sind die anderen Eltern, die meinen, dass mit einem diskutieren zu müssen - meistens m.E., weil sie selber nicht die nötige Konsequenz an den Tag legen und ihr eigenes "finde ich eigentlich auch nicht gut, aber wenn es alle machen, will ich mein Kind nicht zurückhalten" stützen müssen. Das Argument kann man ja nicht aufrecht erhalten, wenn nicht alle ein Smartphone haben...

In der Klasse meiner Tochter wechseln deshalb nun teilweise Freundschaften wegen Neid / Mißgunst / Verachtung ggü anderen Kindern.
Da kann/muss man dann frühzeitig über die Definition von "Freundschaft" nachdenken und mit den Kindern reden. So traurige Erfahrungen haben wir allerdings zum Glück bis heute nicht machen müssen.

Das ist nicht unschön, sondern richtig hart belastend.
Geht meinem Sohn auch so, belasten tut ihn das aber nicht. Er hat früh festgestellt, dass diejenigen, die was mit ihm zu tun haben wollen/machen wollen, das nicht an WhatsApp festmachen. Das ganze läuft unter "Gruppenzwang" - wenn die Kinder älter werden, kommen dann noch "die richtigen" Klamotten dazu, "die richtige Sportart" und "die richtigen Urlaubsziele" - stell' dich schon mal seelisch darauf ein. Wenn man seine Kinder nicht frühzeitig zu Individuen erzieht, dann werden die nie eine eigene Meinung haben sondern mitlaufen. Meine Tochter (16) wechselt gerade systematisch ihren Freundeskreis, weil sie das aktuell angesagte wöchentliche Besäufnis und feiern trotz Corona komplett ablehnt. Das wäre bestimmt nicht so gelaufen, wenn sie immer das gemacht hätte, "was alle machen" (bzw. in jüngeren Jahren alles "gedurft hätte, was alle dürfen").

Bis vor kurzem dachte ich noch, Markenklamotten könnten das Problem werden.
Kommt noch, das geht so in der 6.-7. los. Ab 14 wird dann Alkohol das große Thema "alle anderen dürfen auch schon mal ein Bier trinken...". Spätestens dann haben deine Kinder entweder eine eigene Position zum Thema entwickelt, die sie umsetzen auch wenn es "uncool" ist, oder du hast nur noch wenige Möglichkeiten zu agieren, denn ab dann kannst und willst du nicht mehr in dem Maße Kontrolle ausüben, wie das vorher möglich ist. Dann bleibt dir nur das Reagieren wenn's schief geht.

Insbesondere die Apple Watch scheint auf dem Schulhof der mega Gamechanger zu sein mit Bezug auf Statussymbole.
Möchtest du denn, dass deine Tochter ihre Position in der Klasse/Gesellschaft über Statussymbole findet/definiert?

Ein Smartphone gehört heutzutage nun mal zum Leben der Kinder dazu.
"Lustig" fand' ich die Diskussionen während des Lockdowns in unserer Schule, dass ja "selbstverständlich" alle über WhatApp-Gruppen zu erreichen sind, aber genau so "selbstverständlich" nicht vorausgesetzt werden kann, das Kinder Zugang zu einem PC haben... Muss man sich mal vorstellen: Auf dem Gymnasium haben alle "selbstverständlich" ein Smartphone und "selbstverständlich" nicht notwendigerweise einen PC. Das ist bei uns komplett anders herum und ich finde, ein PC gehört heute zum Leben insb. eines Schülers dazu!

Trotzdem empfehle ich, von Zeit zu Zeit auch einen Blick in die Chat-Verläufe der Kinder zu werfen.
Und das ist der Punkt wo wir der Ansicht sind, das geht gar nicht! Entweder traue ich meinen Kindern die Medienkompetenz zu, oder nicht - aber dermaßen ihre Privatsphäre zu verletzen wäre für uns ein no-go. Ich lese auch nicht die Tagebücher meiner Kinder. Die werden übrigens trotz Smartphone rein analog geführt...

Kürzlich ist sie auf dem Weg nach Hause in die falsche S-Bahn eingestiegen und hat dann völlig aufgelöst meine Frau angerufen, was sie denn nun tun solle.
Und das geht mit einem nicht-Smartphone nicht?
 

dtp

Rheinischer Winterrambour
Mitglied seit
04.06.20
Beiträge
930
Und das geht mit einem nicht-Smartphone nicht?
Und kaufe meinen Kindern doch keine Technik von vorgestern. Die würden mir was husten. ;)
Und das ist der Punkt wo wir der Ansicht sind, das geht gar nicht!
Doch, das geht. Im Gegenteil, Eltern habe eine Fürsorgepflicht, die sie nicht an ihre Kinder abtreten können. Das hat auch nichts mit überzogener Kontrolle zu tun. Kinder haben ein noch nicht so ausgrägtes Sozialbewusstsein und können die Folgen ihres Handels nicht immer ausreichend abschätzen. Gut, manch Erwachsener kann das auch nicht, aber der wird's dann auch nicht mehr lernen und bleibt doof. ;) Aber bei Kindern kann und muss man da als Eltern kontrollierend tätig sein. Natürich nur, bis zu einem gewissen Alter. Spätestens ab 16 muss die Privatsphäre des Kindes Priorität haben. Aber da Kinder ab 14 strafmündig sind, müssen die Eltern hier noch die Möglichkeit zum Eingreifen haben.
Das ist bei uns komplett anders herum und ich finde, ein PC gehört heute zum Leben insb. eines Schülers dazu!
Das sehe ich auch so. Deshalb bekommen unsere beiden zu Weihnachten auch jeder ein Lenovo C340 mit Windows 10, das es vor Kurzem recht günstig bei Amazon für Prime-Kunden gab. Hab gestern beide Geräte eingerichtet und war wirklich angetan von ihrer Qualtiät. Okay, nicht vergleichbar mit einem Surface Book von Microsoft, aber schon ziemlich dicht dran.
 
Zuletzt bearbeitet:

Scotch

Harberts Renette
Mitglied seit
02.12.08
Beiträge
7.024
Und kaufe meinen Kindern doch keine Technik von vorgestern.
Hmm... Schon seltsam, iPhones scheint man so viele im Schrank liegen zu haben, dass man sie vererben "muss" - aber Feature Phones hat scheinbar keiner mehr... Und anscheinend ist "Technik von heute" deutlich wichtiger, als Kinder systematisch an Medien heranzuführen - oder sie von ebendiesen je nach Alter halt noch etwas fern zu halten.

Die würden mir was husten.
Wer erzieht bei euch denn wen, wer stellt die Regeln auf? (Ja ich weiß, ist nach deinem Beitrag eine rhetorische Frage 😂)

Das hat auch nichts mit überzogener Kontrolle zu tun.
Doch, hat es. Du dringst wegen deiner "Fürsorgepflicht" in ihren privaten Bereich ein, anstatt deine Fürsorgepflicht derart zu gestalten, dass das gar nicht erst notwendig ist. Gib' deinen Kindern keinen Zugang zu WhatsApp, Webforen usw., wenn du sie nicht für reif und mündig genug hälts, sich dort ohne deine Kontrolle zu bewegen. Wenn du ihnen das nicht zutraust, dann sind sie m.E. schlicht und einfach noch nicht reif dafür.

Kinder haben ein noch nicht so ausgrägtes Sozialbewusstsein und können die Folgen ihres Handels nicht immer ausreichend abschätzen.
Das ist das Problem. Die Lösung ist aber nicht "ich lass' sie alles machen und gucke ihnen auf die Finger". Mit dem gleichen Argument kannst du sie ansonsten auch minderjährig schon mal Alkohol probieren lassen. Stellst dich halt daneben und hältst das Köpfchen über die Schüssel.
 

dtp

Rheinischer Winterrambour
Mitglied seit
04.06.20
Beiträge
930
Gib' deinen Kindern keinen Zugang zu WhatsApp, Webforen usw., wenn du sie nicht für reif und mündig genug hälts,
Es geht nicht nur um meine Kinder. Es geht um alle Kinder. Und auch, wenn ich Vertrauen zu meinen Kindern habe, so wird es schwierig, wenn es um die Kinder Dritter oder um kranke Hirne, die sich als Kinder ausgeben, geht. Du kannst das gern anders sehen. Ich nicht.
Mit dem gleichen Argument kannst du sie ansonsten auch minderjährig schon mal Alkohol probieren lassen.
Ich bin in einem Dorf aufgewachsen. Da gehörte es dazu, dass minderjährige Jugendliche sich bei Dorffesten besoffen haben. Überlebt hat es meines Wissens jeder und Alkoholiker ist auch niemand geworden. ;)
Hmm... Schon seltsam, iPhones scheint man so viele im Schrank liegen zu haben, dass man sie vererben "muss" - aber Feature Phones hat scheinbar keiner mehr...
Normalerweise vererbe ich auch keine Geräte, sondern verkaufe sie direkt, wenn ich mir was Neues hole. Ein normales Handy habe ich schon bestimmt 10 Jahre nicht mehr in der Hand gehabt. Und unsere Tochter hat letztes Jahr zu Weihnachten ein gebraucht gekaufstes iPhone 7 bekommen. Wir haben aber immer gesagt, dass es ein Smartphone nicht vor der fünften Klasse gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:

staettler

Roter Astrachan
Mitglied seit
04.06.12
Beiträge
6.323
Ich bin in einem Dorf aufgewachsen. Da gehörte es dazu, dass minderjährige Jugendliche sich bei Dorffesten besoffen haben. Überlebt hat es meines Wissens jeder und Alkoholiker ist auch niemand geworden.
Wow, das ist ja mal extrem beeindruckende Argumentationskette.
Das heißt, wenn sich nicht alle minderjährig so früh das Hirn rausgesoffen hätten, wäre heute ein „Erwachsener“ in der Lage gewesen die hirnrissige Tradition zu unterbrechen?

Deine Chance! Mach es besser!
 
  • Like
  • Haha
Wertungen: m4d-maNu und saw

Scotch

Harberts Renette
Mitglied seit
02.12.08
Beiträge
7.024
Da gehörte es dazu, dass minderjährige Jugendliche sich bei Dorffesten besoffen haben. Überlebt hat es meines Wissens jeder und Alkoholiker ist auch niemand geworden.
Zu so einer Einstellung und Aussage von Eltern fehlen mir die Worte. Du hast eine echt anderes Verständnis von "Fürsorgepflicht" als ich. Oder als das Jugendschutzgesetz. 😟
 

hosja

Millets Schlotterapfel
Mitglied seit
23.03.07
Beiträge
4.780
Habe gerade für einen Fünftklässler eine befreundete Familie ein gebrauchtes iPhone 7 gekauft. Weitergehen Schule ausserhalb des Wohnortes, Elternkontrolle über iCloud Familienfunktion und keine Flatrate. Scheint mir eine schlüssige Sache. Es gibt noch zwei Kinder ohne Mobiltelefon in der Klasse. Er war aber einer der letzten die eines bekamen.
 

dtp

Rheinischer Winterrambour
Mitglied seit
04.06.20
Beiträge
930
Mein Gott. Früher in den Achtzigern und Neunzigern war das halt so. Nun macht euch mal deswegen nicht gleich in die Hose. 😎

Bin natürlich auch froh, wenn sich unsere Kinder mit dem Alkohol und dem Rauchen möglichst viel Zeit lassen oder noch besser gar nicht erst Gefallen daran finden.

Trinke übrigens selbst eher wenig Alkohol und habe noch nie in meinen fast 53 Lebensjahren geraucht.