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Kehrtwende: Chinesische Regierung legt iBooks Store und iTunes Movies still

Martin Wendel

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Bislang hat Apple seine Produkte und Dienste recht erfolgreich in China starten können: Neben dem stark expandieren Retail-Geschäft bietet Apple auch viele seiner Dienste, darunter den iTunes Store und Apple Pay, in China an. Nun scheint sich eine Kehrtwende abzuzeichnen. Der vor etwa einem halben Jahr gestartete Verkauf von e-Books und Filmen über iTunes wurde von der chinesischen Regierung eingestellt.

Der Schritt dürfte wohl in den strikten Regulierungen des Landes zur Steuerung der medialen Inhalte begründet liegen. Zudem möchte die Regierung die Tech-Unternehmen des eigenen Landes stärken, die Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen auf die Internetangebote in China, nicht zuletzt jene aus den USA, ist den Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Ob Apple nun auch in anderen Bereichen mit mehr Gegenwind zu rechnen hat, ist nicht klar.

Apple hofft in einer Stellungnahme jedoch, dass man Bücher und Filme wieder so schnell wie möglich den Kunden in China zur Verfügung stellen kann.

Via New York Times

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Ja die Chinesische Regierung. Ich war schon eine wenig verwundert, als sie Apple ins Land liess und nicht ein Konkurrenz-Produkt aus dem Boden stampfte.

Schliesslich hat die Obrigkeit in China ja gänzlich andere Vorstellungen von Menschenrechten als der Rest der Welt.
 
Der Grund würde mich interessieren. Mit Menschenrechten hat das in diesem Fall wohl eher nichts zu tun.
 
Bin gespannt auf den chinesischen iTunes Store. Wird bestimmt weltweit ein durchschlagender Erfolg.
Solange sie kopieren und nachbauen sind sie erfolgreich, sollen sie selber etwas entwickeln ist Funkstille.
 
Würde alle Produkte aus dem Land abziehen bzw mich dort zurückziehen und Feierabend.
 
Und damit den zweitgrößten Absatzmarkt aufgeben?
 
Dem steht halt die Gier entgegen. Scheiß auf Menschenrechte und Zensur, wenn es Umsatz/Gewinn bringt, wird das alles von den meisten Firmen in Kauf genommen.
 
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Ich vermute einfach mal, dass die Regierung nicht die Kontrolle über den Content der Stores hat, wie sie es gerne hätte.
 
Es geht nicht um die Zensur, denn Apple fügt sich liebend gerne der "Zensur" in China. Bei solchen kompletten Verbannungen vom Chinesischen Markt handelt es sich in der Regel um Protektion chinesischer Unternehmen und wenn man in den Kontext einbezieht, dass vor nur wenigen Tagen chinesische Filmstudios angekündigt haben, dass sie in sehr naher Zukunft Hollywood als Mekka der Filmproduktion ablösen wollen scheint das in nicht unerheblichem Zusammenhang zu stehen. Ähnlich ist es bei Google abgelaufen, denn Treiber hinter der Google Verbannung war der Betreiber von Baidu, der Größten Chinesischen Suchmaschine, nicht wirklich die Zensur... Ich habe die letzten 6 Jahre in China gewohnt und weiss ganz gut wie die Ticken...
 
Das China den Quellcode von iOS offengelegt haben wollte und Apple diesen nicht rausrückte kann nicht manchmal im Zusammenhang stehen oder? ;)
Was hat ein iPhone mit Menschenrechten zutun?
Hier geht es um Absatz und die Stabilisierung der eigenen "Marken".
Komisch, dass das passiert, nachdem Chinas Präsident Xi Jinping ein Versammlung mit den Geschäftsführern einiger großer chinesischer Unternehmen – darunter Ren Zhengfei (Huawei) und Jack Ma (Alibaba) – einberufen hatte.
Nix mit Menschenrecht...
 
Ich habe die letzten 6 Jahre in China gewohnt und weiss ganz gut wie die Ticken...
Ich selbst zwar nicht doch ein guter Kollege hat auch viele Jahre in China verbracht. Mittlerweile ist er mit einer Chinesin liiert.

Ja die ticken tatsächlich so. So Spasseshalber öffne ich ab und an Baidu. Drollig was da für Treffer erscheinen.
 
Will jetzt vielleicht NOCH JEMAND nennen, dass es NICHTS mit Menschenrechten zu tun hat? Ich glaube, jetzt hat es auch der letzte gecheckt. Und sein Einwand war ohnehin wohl nicht ernst zu nehmen, denn dass ein iTunes Store wenig mit den Menschenrechten zu tun hat, weiß quasi jeder, der mal 1-2 Minuten darüber nachdenkt....
 
Bei solchen kompletten Verbannungen vom Chinesischen Markt handelt es sich in der Regel um Protektion chinesischer Unternehmen

Das kann sich um Protektion handeln und / oder auch schlicht um vernünftige Politik.

Während wir uns in Deutschland und Europa den USA mit Haut und Haaren ausgeliefert haben, möchte das China offensichtlich nicht tun.

Ich zitiere mal Peter Sloterdijk zum Thema "Digitaler Kolonialismus":

"Die Vorherrschaft der amerikanischen Datentechnologie verkörpert mehr als bloß eine Nebenfont im amerikanischen Krieg gegen den Rest der Welt: Sie bildet die Schlüsseltechnologie, bei welcher hart power und soft power direkt ineinander übergehen."
 
Tja, die Chinesen sind halt clever und sehr weitsichtig. Bevor amerikansiche Techfirmen den ganzen Markt dominieren, ziehen sie noch schnell die Notbremse. Solche Weitsicht würde man sich auch gerne von unseren europäischen Politikern wünschen.
 
Dann wären wir bald wieder im Zeitalter des Protektionismus.
 
Tja, die Chinesen sind halt clever und sehr weitsichtig. Bevor amerikansiche Techfirmen den ganzen Markt dominieren, ziehen sie noch schnell die Notbremse. Solche Weitsicht würde man sich auch gerne von unseren europäischen Politikern wünschen.

Nur blöd wenn die Produkte der Konkurrenz (Ausland) besser sind...