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Jetzt doch: WhatsApp vor Datenübergabe an Facebook

  • Ersteller Ersteller Mitglied 128076
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@Farafan
Du traust nicht mal den Datenschutzeinstellungen die du Facebook und WhatsApp auf dem iPhone geben kannst.

Wenn du die Ortung deaktivierst, so sollen ja eigentlich die Ortung aus sein. Wie will also Facebook/WhatsApp dann ein Bewegungsprofil erstellen?

Das war kein Vergleich zu Apple sondern da was man aus deinen Posting rauslesen kann.
Vollständige Bewegungsprofile, wer trifft wen wann und wo, wann schaltet der Nutzer morgens sein Telefon an und wo schaltet er es ab, wo wohnt er, wo schläft er, wo geht er einkaufen, fährt er ÖPNV oder Individualverkehr ?

Und daher meine ernstgemeinte Frage warum du überhaupt noch IT Nutz? Wenn du den Einstellungen die man so Treffen kann für die Sicherheit/Privatsphäre eh nicht glaubst!

Aber offenbar scheint man diesem Konzern derart blind zu vertrauen das selbst eine mittlerweile längst kompromittierte Verschlüsselung als Sensation gefeiert wird. Und ebenso macht das Herr Zuckerberg ja alles nur weil er ein so netter Kerl ist.
Bei Apple wird noch viel weniger immer gefeiert...

Und wie nun zum mindestens dritten mal geschrieben, ich vertraue Facebook/WhatsApp nicht Blind. Ich glaube nur nicht was die Aluhutverschwörungstheortiker immer so verbreiten und als Fakt darstellen wollen.

Entsprechend nutze ich die Sicherheitseinstellungen die ich nutzen kann und poste nichts Ständig wo ich bin auf Facebook/WhatsApp oder lade ständig Fotos hoch von jeden Rotz den ich so sehe wo ich gerade bin. Geschweige davon das viele persönliche Daten dort von mir preisgeben werden.

Wenn ich nun aber Anfange an den Sicherheitseinstellungen die mir Hardware und Software so geben das zweifeln anfange, so würde ich mir eher Gedanken machen ob es überhaupt noch Sinn macht solche Hardware (Smartphone) zu nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Okay, ganz unsarkastisch. :)

Apple lebt vom Vertrauen der Kunden und vom hervorragenden Ruf der Sicherheit.
Dieser ist nicht unbegründet, der ist hart erarbeitet und wird von externen Auditoren und Zertifizierungsstellen auch kritisch und regelmäßig überprüft.

Facebook/WA verspricht nichts. Außer das man den ganzen Tag der ganzen Welt sinnloses Zeug mitteilen darf und dafür Facebook mit den Daten "irgendwas" machen darf.
Der Ruf des Datenschutzes bei diesem Unternehmen ist fragwürdig und man verweigert sich jeglicher externen Kontrolle oder Zertifizierung.

Objektiv soll nun jeder selbst urteilen wo Vertrauen angebracht ist und wo eher nicht.
 
Man sollte ihn langsam zum Friedensnobelpreis vorschlagen und von der katholischen Kirche heilig sprechen lassen.
Nein, natürlich nicht und ich habe auch überhaupt keine Sympathien für den Guten übrig, aber warum genau sollen meine Daten bei einem Konzern, der primär sein Geld mit Hardware verdient sicherer sein und nicht für gezielte Marktforschungen genutzt werden?

Datenhandel betreibt in irgendeiner Form jeder Blog, jede Verkaufsplattform, jeder Onlineshop im weltweiten Internet.
Wenn ich hier mal wegen der Hilfestellung für einen User im Internet nach Begriffen suche, oder Links kopiere zu Supportseiten und anschließend auf den Blog unserer örtlichen evangelischen Gemeinde gehe, bekomme ich selbst dort meine vor zwei Tagen eingegebenen Suchbegriffe um die Ohren geknallt. Mit Angabe der Bezugsmöglichkeiten in meiner Nähe.

Das heißt natürlich nicht, dass es richtig ist, oder geduldet werden soll. Schließlich lässt sich mit zusätzlichen Informationen sogar meiner Freundesliste gezielte Werbung von potentiellem Interesse auf den Bildschirm drücken. Z. B. von Dingen, die ich gerade bei Amazon gekauft habe. Da steckt so viel Potential hinter, dass einem schwindelig werden kann. Aber man darf auch einfach nicht vergessen, dass Datenschutz eigentlich nur ein gerne (auch von der Politik) gebrauchtes Wort ohne wirklich gelebten Inhalt darstellt.
Ich habe bereits vor über 25 Jahren Werbepost bekommen, die Namen und Anschrift beinhaltete, so wie ich sie (absichtlich falsch) bei Preisausschreiben oder Verlosungen in Kaufhäusern und Autohäusern angegeben habe.

Es ist zwar richtig, dass der Handel mit Daten ein erschreckendes Ausmaß in Form und Inhalt angenommen hat, jedoch ist Facebook neben Google nicht der einzige Ort an dem alle Informationen über mich vorgehalten werden.
Ich weiß allerdings auch nicht, was erschreckender ist - dass jede Stelle im Internet weiß wo ich wohne, mich für gewöhnlich aufhalte und wie ich am Besten erreichbar bin, und gleichzeitig meine eigene Stadtverwaltung ein Adressermittlungsverfahren einleiten muss, weil ich mich ne Woche zu spät umgemeldet habe und ein Bußgeldbescheid nicht zugestellt werden konnte. ;)
 
@Farafan
All das Geplärre hilft nur leider nix, hier im Forum wirst du auf recht viele offene Ohren stoßen, ich schätze die meisten hier haben schon mindestens einen alternativen Messenger ausprobiert, nur sind all diese ach so sicheren Apps absolut sinnlos solange die eigenen Leute nicht bereit sind zu wechseln.
Und warum sind die Leute nicht bereit zum wechseln? Weil whatsapp funktioniert, weil es der quasi Standard ist, die universale Kommunikationsapp.
Es sind halt nicht zwangsläufig die, objektiv betrachtet, besten Apps oder Systeme die sich durchsetzen, manchmal reicht auch bloß ein gutes Timing. Whatsapp, und Facebook haben eine kritische Maße erreicht, wodurch sie eine so große Reichweite haben das kaum vorstellbar ist das sich ihr Einfluss je wieder verringert, wenn dann wohl nur durch eigene Fehler.
Ich selber bin auch kein Freund von den beiden Diensten, trotzdem hat die große Reichweite auch Vorteile. Z.B. Ist Facebook DIE Platform für Flüchtlinge, weil es die beste (oft auch einzige) Möglichkeit für sie ist etwas über ihre Verwandtschaft zu erfahren, weil diese Platform völlig unabhängig von SIM-Karten, eigenen Smartphones oder sonst was ist, man braucht bis irgendwie Zugang zum Internet und hat schon die Möglichkeit seiner Familie eine Nachricht zukommen zu lassen.
 
...der primär sein Geld mit Hardware verdient sicherer sein und nicht für gezielte Marktforschungen genutzt werden?
Weil man damit seinen kostenpflichtigen Cloud-Diensten und sicherheitsempfindlichen Produkten wie Apple Pay den Todesstoß versetzen würde.
Da steckt so viel Potential hinter, dass einem schwindelig werden kann.
Genau darum geht es. Bisher sprechen wir von recht harmlosen Geschichten

Was ist wenn die Krankenkassen sich Daten kaufen können welche ihrer Kunden auf Bildern ständig nur mit Zigarette oder Wodkaflasche bei Facebook zu sehen sind?
Verdacht auf Alkohol- oder Tabakgebrauch? Sonderzuschlag!
Skifahrer? Risikogruppe, Sonderzuschlag!
Motorradfahrer? Oh Gott....
Was geschieht wenn sich Vermieter ihre zukünftigen Mieterprofile bei Facebook kaufen können?
Lebensversicherungen ihre Anwärter vorher von Facebook durchleuchten lassen?

Man muss die Geschichte konsequent zu Ende denken, auch wenn dies erschreckende Möglichkeiten eröffnet.
Und man darf eines niemals unterschätzen: Facebook vergisst nichts.
 
Das hat einen Mailaccount (und anderes) auf meinem iPhone zur Folge. Dort landen die Mails vom Server des Kunden.
Und es gibt Mail-Accounts, bei denen die Mails nach dem Abruf gelöscht werden und nur noch Lokal zugänglich sind, und dann gibt es Mail-Accounts, bei denen die Daten am Server bleiben, um alle Endgeräte synchron zu halten. Auf nichts anderes wollte ich hinaus.
 
Vollständige Bewegungsprofile, wer trifft wen wann und wo, wann schaltet der Nutzer morgens sein Telefon an und wo schaltet er es ab, wo wohnt er, wo schläft er, wo geht er einkaufen, fährt er ÖPNV oder Individualverkehr ?
Alles so unwichtige Informationen ?
…

Ich habe Einblick in eine Studie in der genau dies ausgewertet wird. Dabei greifen wir auf anonymisierte Daten der Mobilfunkprovider zu. Dabei geht es nicht um den "Social graph" also wer kennt/trifft/kommuniziert mit wem sondern rein um das Bewegungsprofil aktiver Mobiltelefone. Grob gesagt geht es um die Bewegungsströme, Einpendler / Auspendler, Stosszeiten, zeitliche Überlagerungen, örtliche Konzentrationen im zeitlichen Verlauf etc. Die gewonnenen Daten sind nicht nur interessant sondern jede Menge Geld wert, richtig viel Geld. Wir machen diese Studie im Behördenauftrag, international und unter strengen Aufflagen…

Wenn ich mir nur ansatzweise vorstelle welche Daten da in privatwirtschaftlicher Hand liegen und was damit möglich ist… ui ui ui
 
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Und es gibt Mail-Accounts, bei denen die Mails nach dem Abruf gelöscht werden und nur noch Lokal zugänglich sind, und dann gibt es Mail-Accounts, bei denen die Daten am Server bleiben, um alle Endgeräte synchron zu halten. Auf nichts anderes wollte ich hinaus.

Deren Mails bleiben auf deren Server, ich habe Kopien auf dem iPhone (quasi wie IMAP). Wenn die mich mal rauswerfen oder ich gehe, wird mein Zertifikat gelöscht und alles (von deren Zeugs) ist weg: Firmen-Apps, Mails, Kontakte, etc.
 
So lange nicht gewisse Parteien an die Macht kommen, merkst als Bürger erst mal nichts. Und wenn doch dann gute Nacht.
"Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf."
 
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Und was für Nachteile hat der Bürger dadurch?

Das fragst du nicht ernsthaft, oder?

Keine, es sei denn, du lebst in Russland und suchst einen Schwulentreff auf. Oder du lebst in den USA und besuchst muslimische Freunde. Möchtest du, dass der Staat weiß, wenn du eine HIV-Gesprächsgruppe aufsuchst? Oder auf einer Demo gegen die Regierung warst?

Möchtest du automatisch zum Tatverdächtigen werden, weil man dir über Bewegungsprofile nachweisen kann, dass du an Silvester am Hbf in Köln warst?

Dann kannst du ja auch offen sagen, wen du gewählt hast bei der letzten Wahl, weg mit dem Wahlgeheimnis.

Weißt du, welche Gesetze morgen verabschiedet werden? Und wer auf diese Daten morgen zugreifen kann? Dann werden die Mautdaten vllt auch an den Anwalt deiner Frau herausgegeben, der dir damit nachweisen kann, dass du sie betrogen hast.

Es gibt Gesetze, die den Bürger vor dem Staat schützen. Gerade in Deutschland wissen wir, wie sehr ein Staat seinen Bürgern schaden kann.

Ja. Das ist mir klar. Ich dachte hier ging es nur um Whatsapp.

Nein:

Wenn ich mir nur ansatzweise vorstelle welche Daten da in privatwirtschaftlicher Hand liegen und was damit möglich ist… ui ui ui
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@quiddjes In diesem Thread geht es nur um Whatsapp. Was hier sonst noch für Horrorszenarien vorgestellt werden interessiert mich eigentlich nicht. Hat mit dem Thema nicht zu tun. Dass das, was du da sagst theoretisch möglich ist, ist mir durchaus bewusst. Hat aber mit Whatsapp nichts zu tun. Das geht doch völlig am Thema vorbei. Kein privatwirtschaftliches Unternehmen kann umsetzen was du sagst. Jedenfalls nicht in Deutschland. Dafür müssten sich allerhand Gesetze ändern. Und wenn in einem Staat wie Deutschland so etwas passiert, dann haben wir noch ganz andere Probleme als die läppische Überwachung. Theoretisch sicherlich möglich, aber unwahrscheinlich. Und ob man dann Whatsapp nutzt oder nicht spielt dann auch keine Rolle.
 
WhatsApp bzw Facebook ist ein deutsches Unternehmen? Seit wann?
 
Bereits jetzt kann sich der Personalchef einer finanzkräftigen Firma diverse Informationen über Jobbewerber kaufen. Auch Versicherungen sind in der Lage mit den von whatsApp gesammelten Daten ganz persönliche Angebote machen. Es gibt bereits jetzt ganz individuelle Risikoeinschätzungen in Bezug auf Gesundheit, Finanzen usw.usf.
 
WhatsApp bzw Facebook ist ein deutsches Unternehmen? Seit wann?

Habe ich nicht behauptet. Whatsapp sammelt aber auch keine Mautdaten etc, oder?

Bereits jetzt kann sich der Personalchef einer finanzkräftigen Firma diverse Informationen über Jobbewerber kaufen. Auch Versicherungen sind in der Lage mit den von whatsApp gesammelten Daten ganz persönliche Angebote machen. Es gibt bereits jetzt ganz individuelle Risikoeinschätzungen in Bezug auf Gesundheit, Finanzen usw.usf.

Kannst du das belegen? Besonders den Teil mit Whatsapp.
 
Was denn? Würde ich bitte wissen. Wäre nicht schlecht, wenn du da Aufklärungsarbeit leisten könntest. Danke.

Ähhm… würde ich gerne, aber dann las ich dies:

@quiddjes In diesem Thread geht es nur um Whatsapp. Was hier sonst noch für Horrorszenarien vorgestellt werden interessiert mich eigentlich nicht. Hat mit dem Thema nicht zu tun. Dass das, was du da sagst theoretisch möglich ist, ist mir durchaus bewusst. Hat aber mit Whatsapp nichts zu tun. Das geht doch völlig am Thema vorbei. Kein privatwirtschaftliches Unternehmen kann umsetzen was du sagst. Jedenfalls nicht in Deutschland. Dafür müssten sich allerhand Gesetze ändern. Und wenn in einem Staat wie Deutschland so etwas passiert, dann haben wir noch ganz andere Probleme als die läppische Überwachung. Theoretisch sicherlich möglich, aber unwahrscheinlich. Und ob man dann Whatsapp nutzt oder nicht spielt dann auch keine Rolle.