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Magazin iPod-Prozess: Apple soll fremde Inhalte von iPods gelöscht haben

Philipp Schwinn

Herrenhut
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Im Verfahren zu der mittlerweile zehn Jahre alten Sammelklage rund um ein angebliches DRM-Monopol bei iTunes und dem iPod, sind weitere interessante Details ans Licht gekommen. So soll Apple im Zeitraum zwischen 2007 und 2009 die Synchronisation mit Inhalten, die bei der Konkurrenz gekauft wurden, durch eine angeblich nötige Löschung des Geräts und der Inhalte verhindert haben. Dies berichtet das Wall Street Journal.[prbreak][/prbreak]

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(Bild: Wikipedia)​

Der Anwalt Patrick Coughlin wirft dem Konzern vor, dass Anwendern eine Fehlermeldung angezeigt wurde, die anwies den iPod auf Werkzustand zurückzusetzen. Diese erschien sobald der Nutzer versucht habe, die iTunes Mediathek mit dem Gerät abzugleichen und sich darin Songs befanden, die bei einem anderen Anbieter für digitale Musik gekauft wurden. Nachdem der Nutzer die Wiederherstellung zugelassen hätte, wären die Inhalte der Konkurrenz verschwunden. Der Konzern hätte die Nutzer außerdem nicht darauf hingewiesen.

Der Sicherheitschef von Apple, Augustin Farrugia, begründete die Vorwürfe vor Gericht mit “Sicherheitsbedenken”. Die unzureichende Erklärung für den Nutzer sei Absicht, um diesen nicht durch zu viele Informationen zu verwirren. Farrugia erklärte weiter, dass Apple zu diesem Zeitpunkt “sehr paranoid” in Sachen iTunes war. Grund dafür waren Programme, mit denen sich der iTunes-Kopierschutz von gekauften Titeln entfernen ließ. Nutzer sollten nur vor diesen Systemeinbrüchen bewahrt werden.

In dem Verfahren sollen unter anderem auch alte Emails von Steve Jobs als Beweis zugelassen sein. Die Klagenden hoffen auf einen Schadensersatz in Gesamthöhe von 350 Millionen US-Dollar.

via Wall Street Journal
 
Die Klagenden hoffen auf einen Schadensersatz in Gesamthöhe von 350 Millionen US-Dollar.

hm, ich weiß nicht wie viele Kläger es gibt, aber gehen wir mal von einer niedrigen 3 stelligen Anzahl aus. Dann kann im Durchschnitt jeder Kläger rund 1 Mio bekommen! für ein paar Lieder die sich nicht auf ein mobiles Gerät übertrugen liesen? R E S P E K T! Bessere als Lotto spielen!

Mal so nebenbei, meine in iTunes gekauften Titel liesen sich nicht auf ein Alternativprodukt überspielen. bekomme ich nun auch 1 Mio vom Alternativprodukthersteller?
 
Der Sicherheitschef von Apple, Augustin Farrugia, begründete die Vorwürfe vor Gericht mit “Sicherheitsbedenken”. Die unzureichende Erklärung für den Nutzer sei Absicht, um diesen nicht durch zu viele Informationen zu verwirren.

Hehe, meine "The Damned" CD musste ich schon dreimal importieren, nachdem sie auf mysteriöse Weise aus der Mediathek verschwand. Sicher möchte Apple, dass ich mich nicht mit Punkrock verwirre. Weiß jemand, wieso da "nicht bei Apple gekaufte" Titel mal eben verschwinden ?
:D

Das Zitat lasse ich mal unkommentiert. Das darf sich jeder im Leben stehende, verantwortlich tätige erwachsene Nutzer westlicher Prägung vor dem Hintergrund seiner akademischen Bildung aus seiner 2,5k€ Apfelkiste beim Frühstückskaffee selbst über die pelzige Zunge gehen lassen
:p
 
Zuletzt bearbeitet:
Das soll nur bei extern gekauften (und runtergeladenen) Titeln so gewesen sein. Mit selbstgerippten CDs gab es keine solche Löschungen. Mit dem Feature hat Apple schließlich auch geworben.

Woran lag es denn bei deiner CD letztendlich? War da ein Kopierschutz drauf?
 
Die Meldung kann so nicht stimmen. Ich habe das wenigste aus meiner iTunes Bibliothek bei Apple gekauft, zu einem grösseren Teil besteht sie aus Liedern von anderen Stores (zB von Amazon) und gerippten CDs. Da wurde nie irgend etwas vom Rechner gelöscht. iTunes hat den iPod aber wiederherstellen wollen, als ich mit Tools von Drittanbietern (Rockbox) synchronisiert habe. Dass die Lieder dann vom iPod weg sind wenn sie nicht auf dem Rechner liegen ist klar.


Habt ihr selber recherchiert, nur kopiert oder hatte ich einfach Glück? Ich hätte gerne eine Primärquelle (zB Auszüge aus der Anklage) für den Artikel, im NYT Artikel steht in etwa das selbe wie bei euch.
 
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Ein Bekannter zumindest kann das Problem nachvollziehen. Titel verschwinden. Einfach so. Kopierschutz ist nicht, afaik

Stimmt, das wäre für einen Kopierschutz auch sehr merkwürdig, wenn bereits importierte Titel verschwinden.

Und wenn Du die Mediathek auf Titelübersicht stellst, sind die Songs/das Album auch dann irgendwann weg? Was ist mit den Dateien selbst (im Finder mal anzeigen lassen nach frischem Rip, dann den Pfad merken...ggf. nach den Audio-Dateien nach dem Erstellungsdatum in Spotlight suchen lassen)?

Vielleicht wurde irgendwie erst im Nachhinein die Titelliste abgefragt und ein völlig falsches Album mit gleichen Laufzeiten identifiziert und Du hast jetzt statt The Damned ein Album von Semino Rossi aufgelistet.
 
Die Meldung kann so nicht stimmen. Ich habe das wenigste aus meiner iTunes Bibliothek bei Apple gekauft, zu einem grösseren Teil besteht sie aus Liedern von anderen Stores (zB von Amazon) und gerippten CDs. Da wurde nie irgend etwas vom Rechner gelöscht. iTunes hat den iPod aber wiederherstellen wollen, als ich mit Tools von Drittanbietern (Rockbox) synchronisiert habe. Dass die Lieder dann vom iPod weg sind wenn sie nicht auf dem Rechner liegen ist klar.


Habt ihr selber recherchiert, nur kopiert oder hatte ich einfach Glück? Ich hätte gerne eine Primärquelle (zB Auszüge aus der Anklage) für den Artikel, im NYT Artikel steht in etwa das selbe wie bei euch.

Es geht nicht um den Computer, sondern rein um die iPODS
 
Es ist nicht so allgemein, wie es hier klingt. Es geht doch offenbar wieder um Real-Networks und ihren Harmony-Kopierschutz, der sich als iTunes-Datei verkleidete.

Das man dem Nutzer davon nichts in der Meldung schreiben wollte ist nur logisch. Es genügt doch zu sagen, dass man das Gerät zurücksetzt. Alles andere ist impliziert.


Das ganze Verfahren ist der Hohn: Real hätte ungeschützte MP3 Dateien anbieten sollen, so wie Amazon das heute tut. Dann hätte es echte Interoperabilität gegeben.