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iPhone 5: Foxconn-Mitarbeiter über die Schwierigkeiten bei der Produktion

Marc Freudenhammer

Horneburger Pfannkuchenapfel
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19.07.09
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Direkt zu Einführung des iPhone 5 beschwerten sich zahlreiche Käufer über zerkratze Rahmen und Rückseiten. Wie ein Foxconn-Mitarbeiter jetzt gegenüber dem Wall Street Journal zu Papier gab, lassen sich diese defekten Exemplare auf den äußerst komplizierten Produktionsprozess von Apples Smartphone zurückführen. Der anonyme Angestellte des taiwanesischen Unternehmens behauptet sogar, dass es sich beim iPhone 5 um das am schwierigsten zu produzierende Device handele, welches Foxconn je hergestellt habe. Um die Probleme mit verkratzten iPhones zu lösen, seien bei Foxconn optimierte Qualitätskontrollen eingeführt worden.[PRBREAK][/PRBREAK]

„The iPhone 5 is the most difficult device that Foxconn has ever assembled. To make it light and thin, the design is very complicated. […] It takes time to learn how to make this new device. Practice makes perfect. Our productivity has been improving day by day.”


apple-iphone-5_black.jpg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Ingenieurskunst halt man also noch nicht verlernt bei Apple. ;)
 
Habe 2 kleine Kratzer auf der linken Seite naja damit kann man gut leben.. Mit der zeit kommen die dann automatisch rein :-)
 
Ich nehme an, dass es sich bei der Aussage des Foxconn Mitarbeiters um eine subjektive Meinung handelt. Er mag die Herstellung als äußerst kompliziert empfinden. Ein anderer Angestellter beurteilt die Herstellung möglicherweise anders.

Dass "optimierte Qualitätskontrollen" eingeführt werden, dürfte nach "zahlreichen" Kundenbeschwerden doch selbstverständlich sein.

Bedarf es hierfür wirklich einer Meldung? Der Vollständigkeit halber und um einer Steinigung vorzubeugen: Wir sind natürlich dankbar für jeden Artikel!
 
Habe bislang leider auch nicht von vielen gehört, bei denen alles in Ordnung ist. Bei einem 64er das ich bestellt habe war alles zu 100% in Ordnung, nicht mal ein kleiner Kratzer. Beim 16er der Home-Button defekt, also auch wieder zurück...

Ich hoffe echt, dass das besser wird.
 
Wenn ich das da drunter lese verstehe ich die Menschen, ich finde die Apple Produkte super aber die Menschen haben auch eine würde.


Der Name des taiwanischen Elektronik-Produzenten Foxconn (1,2 Millionen Mitarbeiter) gilt mittlerweile als Synonym für miese Arbeitszeiten, unmenschliche Lebensbedingungen und Niedriglöhne. In riesigen Produktionshallen fertigen Hunderttausende meist junge und ungelernte Chinesen zwischen 18 und 25 Jahren Teile für iPhones, iPads und Macbooks von Apple.

Jetzt hat ein Foxconn-Mitarbeiter in China zum ersten Mal gegenüber deutschen Journalisten ausgepackt.
Die ARD sprach mit dem Chinesen Zhao Lin (22), der in einem Werk im südchinesischen Kunshan arbeitet.„Die Arbeit macht einen hier zur Maschine", erzählt er. Seine Schicht beginnt um 19.40 Uhr. Offiziell endet sie neuneinhalb Stunden später um 5.10 Uhr. „Aber wir machen jeden Tag noch drei Überstunden. Das ist quasi Pflicht, weil es nur zwei Schichten pro Tag gibt.“

Zur physischen Anstrengung kommt der psychische Druck. „Die Kontrollen sind massiv. Wir haben für zehn Arbeiter zwei Aufseher“, erzählt er. „Die beobachten uns die ganze Zeit.“ Es herrscht militärische Strenge.
Die Arbeiter leben hinter den Werksmauern in großen Wohnblöcken, die an Gefängnisse erinnern. In den meisten Zimmern stehen gleich mehrere Doppelstockbetten.
2010 nahmen sich 13 Foxconn-Mitarbeiter das Leben. Heute hängen rund um die Außenwände Netze und vor den Fenstern hat Foxconn Sicherheitsdraht installiert. So sollen künftig Suizide verhindert werden.
Lin arbeitet seit einem Monat bei Foxconn, sechs Tage die Woche kontrolliert er an einem Bildschirm die Produktqualität. Was er eigentlich kontrolliert, das weiß er nicht. Seine Abteilung arbeite an einem kleinen Chip – das ist alles, was er sagen kann.
Sein Lohn für rund 240 Arbeitsstunden oder mehr: 2500 Yuan im Monat, 300 Euro.

Wenn der junge Mann mal Freizeit hat, verbringt er sie meist im Internetcafé auf dem Firmengelände. Sein Zimmer teilt er sich mit neun weiteren Männern. Wegen der vielen Überstunden sieht er sie in seiner freien Zeit meist nicht länger als eine halbe Stunde. Lin sagt: „Wir sind vertraute Fremde, sprechen nur über oberflächliche Dinge.“
Lin erzählt, dass viele der 80 000 Mitarbeiter in seinem Werk nur noch frustriert sind: „Wir verlieren unsere Träume. Wir wachen auf, und das Erste, woran wir denken, ist die Arbeit. Und nach der Arbeit denken wir nur ans Schlafen.“
Trotzdem heißt es, dass bei Foxconn Tausende junge Menschen Schlange stehen, um dort als Ungelernte einen Job zu bekommen.
Apple-Chef Tim Cook hatte erst kürzlich öffentlich um Entschuldigung gebeten. Nicht aber für die unwürdigen Arbeitsverhältnisse des Zulieferers Foxconn, sondern für die fehlerhafte Karten-Applikationen auf dem neuen iPhone 5...

 
tja... leider ist die Welt ungerecht. Gemeinerweise manchmal auch zu mir. Ich fänd's besser, wenn Apple beim Biobauern vor Ort fertigen lassen würde... tja
 
Tim Cook verdient jede Sekunde 15 Doller, könnte ruhig paar Dollars abdrücken an die Mitarbeiter dann würde auch die Qualitet besser.
​
 
@ Anonyme: Wenn du schon einen Text 1:1 aus dem Internet kopierst, solltest du vielleicht auch die Quelle (Link) angeben.

PS: Du musst deine Beiträge nicht in Fettschrift/kursiv verfassen. Ganz normale Schrift genügt.
 
@Martin Wendel: ja hast recht hab ich jetzt nicht dran gedacht aber danke ;-)
 

Sein Lohn für rund 240 Arbeitsstunden oder mehr: 2500 Yuan im Monat, 300 Euro.

Ohne jetzt auf die Arbeitsbedingungen Rücksicht zu nehmen, 2500 Yuan im Monat ist für China vergleichsweise viel. Ein Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss in China verdient (in einer Großstadt) auch nicht viel mehr... Als ungelernte Arbeitskraft irgendwo am Band in der chinesischen Provinz ist das also gar nicht so schlecht.

Im Prinzip kann man das mit Deutschland vergleichen... wenn ein ungelernter Hilfsarbeiter bei VW am Band ähnlich viel verdienen will wie der Entwicklungsingenieur, dann müsste er auch deutlich mehr Stunden auf die Stempelkarte bringen.

Berücksichtigt man dann auch das der Mindestlohn in China um die 1000 Yuan (je nach Stadt bzw. Region unterschiedlich) bei ähnlichen Arbeitszeiten liegt, ist der Gehalt auch wieder vergleichsweise hoch.

Ich verstehe Grundsätzlich dass sich viele bei diesen doch recht heftig klingenden Berichten aufregen, man darf aber nicht den Fehler machen die Gesamtsituation mit z.B. Deutschland zu vergleichen. Die extrem viel niedrigeren Lebenshaltungskosten stehen absolut im Verhältnis zu den geringeren Gehältern. Die Probleme mit den Arbeitsbedingungen können nur gelöst werden wenn der chinesische Staat einschreitet und kontrolliert! Da der Staat aber auf biegen und brechen versucht weiterhin als Billiglohnland ausländische Investoren und Entwicklungshilfegelder anzulocken, wird sich daran so schnell nichts ändern. Wird in China der Lohn teurer bzw. vergleichbar mit westlichen Löhnen, sind die Firmen mit ihrer Produktion ganz schnell wieder aus China weg... und das darf, wenn es nach der Partei geht, nicht passieren.
 
Tim Cook verdient jede Sekunde 15 Doller, könnte ruhig paar Dollars abdrücken an die Mitarbeiter dann würde auch die Qualitet besser.
​

Warum sollte er das tun? Würdest du es an seiner Stelle machen?

Was mich noch beschäftigt:

Wie weit ist man als Firma für die Umstände (sei dahingestellt welche das jetzt sind) in der Firma verantwortlich, in welcher man produzieren lässt?
Kann ein zahlendes Unternehmen, welches jährlich Millionenaufträge an eine Firma gibt, zur Verantwortung gezogen werden, wenn dort die Arbeitsbedingungen schlecht sind?
Ist denn nicht auch der Konsument daran Schuld? Würde er die Artikel nicht kaufen, müsste weniger produziert werden, ergo wäre der Druck auf die Mitarbeiter nicht so groß.
 
Wenn man davon ausgeht das ein iPhone nicht mal ein drittel seines Preises wert ist, ist die Frage schon berechtig ob das alles so seinen richtigen weg geht mit chinesischen Produktionsfarmen etc... Irgendwie ist das alles nicht ganz richtig...
 
Zwingt Sie ja keiner dort zu arbeiten... selber Schuld würd ich sagen.
 
Habe 2 kleine Kratzer auf der linken Seite naja damit kann man gut leben.. Mit der zeit kommen die dann automatisch rein :-)

Das Problem ist nur das die Zeit sehr kurz sein wird. War im Apple Shop Hamburg und da sehen vorallem die schwarzen iPhones aus wie S..., vorallem dort wo sie in den kleinen Plexiglasaufsteller gestellt werden.
So sieht mein alte iPhone nicht nach über 2 Jahren aus und ich hatte es ohne jeglichen Schutz in der Hosentasche!
 
Glaubt ihr wirklich wir könnten unseren geliebten und gewohnten Lebensstandard halten wenn 1.200.000.000 Chinesen und 1.000.000.000 Inder auch nur annähernd so leben würden wie wir? Herrje wir haben ja schon ein Problem damit die ärmeren EU Ländern zu unterstützen aber beim Thema Foxconn wird geheuchelt was das Zeug hält. Die Chinesen brauchen unser Mitleid nicht, die arbeiten und malochen sich schon von ganz allein an die Weltspitze und wenn sie sich erstmal von der Abhängigkeit des europäischen Absatzmarktes befreit haben, gnade uns Gott denn die nette Art vom Wirt des Chinarestaurants gegenüber spiegelt absolut nicht die soziale Gesinnung des durchschnittlichen Chinesen wieder. Deswegen sollten wir hoffen, dass unsere Kaufkraft noch so lange wie möglich anhält, den bis auf relativ gut ausgebildete Topkräfte und Firmen Know How und vielleicht noch etwas Tourismus hat Europa global nicht viel zu bieten. (zB Bodenschätze)
 
Wenn man davon ausgeht das ein iPhone nicht mal ein drittel seines Preises wert ist, ist die Frage schon berechtig ob das alles so seinen richtigen weg geht mit chinesischen Produktionsfarmen etc... Irgendwie ist das alles nicht ganz richtig...
Eine Ware ist so viel wert, wie die Kunden bereit sind, dafür zu zahlen. Der Materialwert sagt darüber gar nichts aus.
Ich glaube nicht, daß der neue Porsche schießmichtot tatsächlich einen Materialwert von 750.000 Euro hat, trotzdem soll er dafür verkauft werden.
 
Man muss sich auch immer vor Augen halten, dass es sich um ungelernte Arbeitkräfte handelt. In Deutschland bekommen ungelernte Menschen auch keine hoch anspruchsvollen Jobs.
Natürlich sollten Menschen nicht unter menschenunwürdigen Zuständen leben, aber die Menschen bei Foxconn arbeiten freiwillig dort, vielleicht haben sie aufgrund ihrer Lebenssituation keine andere Wahl, aber dafür ist Foxconn nicht verantwortlich. Foxconn bietet ihnen einen Arbeitsplatz, eine Unterkunft und Nahrung.
Menschen aus dem Westen können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie der Großteil der Chinesen leben muss.
 
Menschen aus dem Westen können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie der Großteil der Chinesen leben muss.

Nee, ist viel einfacher: Menschen aus dem Westen regen sich gerne einfach über etwas auf, was sie nicht zur Gänze verstehen. Da kommt dann ganz schnell Stammtischpolitik auf.

Wirf mal in eine beliebige Runde die folgenden Begriffe ein und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich irgendwer über mindestens einen davon aufregt, ohne fundiertes Hintergrundwissen zu haben:

Globalisierung
Massentierhaltung
Ökostromförderung
Mindestlohn
Vegetarismus
Rundfunkgebühren
Rentenversicherung
Nutella auf Laugengebäck
 
Nee, ist viel einfacher: Menschen aus dem Westen regen sich gerne einfach über etwas auf, was sie nicht zur Gänze verstehen. Da kommt dann ganz schnell Stammtischpolitik auf.

Wirf mal in eine beliebige Runde die folgenden Begriffe ein und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich irgendwer über mindestens einen davon aufregt, ohne fundiertes Hintergrundwissen zu haben:

Globalisierung
Massentierhaltung
Ökostromförderung
Mindestlohn
Vegetarismus
Rundfunkgebühren
Rentenversicherung
Nutella auf Laugengebäck

Ich würde zumindest alles vorher mal ausprobieren. Mit der Nutella-Sache fang ich heute an :-!