Intel Skylake-X (Core i9)

jensche

Seestermüher Zitronenapfel
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Intel hat vor kurzem seinde Intel i9 Skylake Prozessoren vorgestellt. Diese richten sich hauptsächlich an Gamer. Aber vielleicht sehen wir diese auch in neuen iMacs? Im neuen Mac Pro?

Core i9-7920X
12C/24T
16.5MB L3
44 PCIe lanes
Clocks TBD (August Launch)

Core i9-7900X

10C/20T
13.75MB L3
44 PCIe Lanes
3.3Ghz Base
4.3Ghz Turbo 2.0
4.5Ghz Turbo 3.0!

Core i9-7820X

8C/16T
11MB L3
28 PCIe Lanes
3.6Ghz Base
4.3Ghz Turbo 2.0
4.5Ghz Turbo 3.0

Core i9-7800X

6C/12T
8.25MB L3
28 PCIe Lanes
3.5Ghz Base
4.0Ghz Turbo 2.0

Core i7-7740K
4C/8T
8MB L3
16 PCIe Lanes
4.3Ghz Base
4.5Ghz Turbo 2.0

Core i7-7640K
4C/4T
6MB L3
16 PCIe Lanes
4.0Ghz Base
4.2Ghz Turbo 2.0

- L2 cache = 1MB (Skylake-X), 4x as much as Core i7-7700K
- Dual DDR4-2666 for Kaby Lake-X / Quad DDR4-2666 for Skylake-X
- 112W for Kaby Lake-X / up to 140W for Skylake-X
- Apparently all Core i9 parts support AVX-512 (TBC)
- Launch in June, except 7920X (August)

 

tjp

Kaiser Alexander
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Intel ist dabei die komplette Xeon Produktfamilie zu überarbeiten. Es wird zwei neue Plattformen geben, die X und die SP Plattform. Die X Plattform wird nur für Singlesocket System bis maximal 12 Cores ausgelegt sein. Die SP Plattform wird für ein, zwei, vier und acht Sockelsysteme die neue Basis sein. Wenn die Gerüchte stimmen wird es bis zu 32Cores Pro CPU geben. Sollte Apple sich so dämlich sein, die X Plattform zu wählen, dann bekäme man nur einen wenig schnelleren neuen MacPro als der nMP. Für ein modulares Design ist aber eigentlich nur die SP Plattform die sinnvolle Wahl. Die anderen Workstationanbieter werden definitiv die SP Plattform nehmen, und dann wird es diverse Systeme mit zwei Sockel und 64Cores geben.
 

jensche

Seestermüher Zitronenapfel
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Spannend. Immer wieder hört man dass die Xeon Familie die Core Familie in Pro-Anwendungen weit übertrifft. Kann mir das jemand mal erklären?
 

kelevra

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Pauschal kann man das nicht sagen, auch kommt es eben auf die "Pro-Anwednung" an. Aber es gibt viele Anwendungen, in denen Threads mehr zählen, als GHz. Wobei man dann eben korrekterweise in Instructions per second rechnet, also Instruktionen pro Sekunde, die ein Prozessor abarbeiten kann. Dann kommt es eben noch auf die Software an. Es gibt Instruktionen die einfacher sind (INT) und Instruktionen die komplexer sind (FLOAT). 32 Bit Anweisungen sind einfach abzuarbeiten als 64 Bit instruktionen usw.

Dann gibt es Instruktionen die direkt der Berechnung dienen, also den Nutzer dem Ergebnis näher bringen und es gibt Instruktionen, die der Verwaltung dienen, Datenbeschaffung, Datenablage etc. Manches lässt sich parallelisieren, anderes muss nacheinander erfolgen.

Wenn du Anwendungen hast die eher von Parallelisierung als von Taktraten profitieren, kannst du mit einem 12 Kerner Xeon mit Hyperthreading schneller zum Ergebnis kommen als mit einem 6 Kerner i7 mit HT. Am Ende hängt aber alles von der eingesetzten Software und deren Arbeitsweise ab. Pauschal kann man also nicht sagen, dass die eine oder andere CPU-Serie besser ist.
 

jensche

Seestermüher Zitronenapfel
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Aber warum schlägt z.b. ein iMac 5K mit Core Prozessor in Video Software einen Mac Pro mit Xeon?
 

Nightfall85

Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)
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Weil der Mac Pro hoffnungslos veraltet ist..
 

kelevra

Westfälischer Gülderling
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Das kommt drauf an ob man GPU oder CPU misst.

Im Cinebench R15 ist der iMac auf GPU-Basis dem MacPro überlegen, auf CPU-Basis gewinnt der MacPro (12 Core). Da hilft natürlich die Parallelisierung auf der CPU durch die Anzahl Cores. (Link)

Wie auch schon oben geschrieben, kommt es am Ende auf die Anwendung an.
 

Joh1

Edelborsdorfer
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Das kommt drauf an ob man GPU oder CPU misst.

Im Cinebench R15 ist der iMac auf GPU-Basis dem MacPro überlegen, auf CPU-Basis gewinnt der MacPro (12 Core). Da hilft natürlich die Parallelisierung auf der CPU durch die Anzahl Cores. (Link)

Wie auch schon oben geschrieben, kommt es am Ende auf die Anwendung an.
Hier unterliegt die M395X der FirePro D700
https://browser.primatelabs.com/opencl-benchmarks

Im Benchmark ist auch nur eine D700 betrachtet oder? Im MacPro sind ja zwei oder nicht?
 

jensche

Seestermüher Zitronenapfel
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viel wichtiger finde ich die optimierung für Multicore. Da hinken leider viele Programme hinterher. Da wäre sowas von Leistungssteigerung zu holen...
 

tjp

Kaiser Alexander
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Spannend. Immer wieder hört man dass die Xeon Familie die Core Familie in Pro-Anwendungen weit übertrifft. Kann mir das jemand mal erklären?
Viele Pro-Anwendungen sind mittlerweile auf Multiprocessing optimiert, d.h. wenn man mehr Cores für die gleiche Aufgabe hat, dann wird sie schneller abgearbeitet. Es gibt nicht den einen Xeon sondern ziemlich viele verschiedene. Allen gemeinsam ist, dass sie bestimmte Eigenschaften mitbringen, die für Workstation- und/oder Servereinsatz hilfreich sind. Das sind ECC, VT-d und bei einigen auch VT-c und diverse RAS Features, wie etwa Memory Mirroring.

Wenn man die embedded und mobile CPUs von Intel außer acht lässt, dann gibt es zurzeit 5 Dice.
  • Ein Dualcore Desktop Die für Desktop und Servereinsätze vermarktet als Celeron, Pentium oder i3
  • Ein Quadcore Desktop Die für Desktop und Server vermarktet als i5, i7 oder Xeon E3
  • Den LCC Xeon E5/E7 Die mit maximal 10 Cores vermarktet als i7, Xeon E5-1600, Xeon E5-2600 oder Xeon E5.4600
  • Den MCC Xeon E5/E7 Die mit maximal 14 Cores vermarktet als Xeon E5-2600, E5-4600 oder als E7
  • Den HCC Xeon E5/E7 Die mit maximal 24 Cores vermarktet als Xeon E5-2600, E5-4600 oder E7
Die Desktop Dice haben Vorteile bei der Taktfrequenz. Jede CPU hat ein Optimum, wo sie das Maximum an Performance/Watt herausholt. Betreibt man eine CPU oberhalb dieser Taktfrequenz wird sie ziemlich heiß und verbraucht viel Strom. Wenn man wenige Threads hat, lohnt sich eine großer Xeon E5/E7 nur bedingt, weil eben ein i7 mit dem Desktop Die schneller ist. Aktuell ist der i7-7700k der schnellste Desktop Chip, Basistakt von 4,2GHz und max Turbo (ein Thread) von 4,5GHz dabei eine TDP von 91W. D.h. man nimmt bewusst in Kauf, dass die CPU ziemlich heiß, um ausreichend ST Performance zu haben.

Als Vergleich ein Xeon E7-8894v4 läuft mit einem Basistakt von nur 2,4GHz und einem Singlethread Turbo von max 3,4GHz bei 165W TDP. D.h. bei klassischem Single Thread Code hat der E7-8894v4 gegen den i7 keine Chance, aber sobald der Code über die Cores skaliert sieht die Sache anders aus. Ein E7 Server im Vollausbau hat dann 8xE7-8894v4 mit 192 Cores und 384 Threads und dazu maximal 24TB RAM. Ein E7 wäre für eine klassische Workstation zu teuer, aber Xeon E5-2600 sind dafür explizit vorgesehen. Da bekommt man aktuell immer noch 44 Cores und 88 Threads in einer Dualsocket Maschine. Wenn man jetzt darauf rendert (siehe Cinebench) hat man mit einem iMac nicht den Hauch einer Chance. Die Xeon Dualsocket Workstation ist drastisch schneller.
 

tjp

Kaiser Alexander
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Es gibt jetzt Core i9 CPUs mit bis zu 18 Cores.
Nachtrag:
Es gibt einen Fehler in der obigen Aufzählung der MCC hat maximal 15 Cores.
 

kelevra

Westfälischer Gülderling
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Na das habe ich dir im Post davor doch schon bestätigt. In GPU basierten Berechnungen ist der Mac Pro mit seiner D700 einer M395X unterlegen. Ein 8 oder 12 Core Xeon kann aber durchaus den iMac alt aussehen lassen, wenn die Software mit den Cores skaliert.

Am Ende kommt es, wie immer, auf die Software an. Du kannst dir einganzes Rechenzentrum mieten, wenn deine Software die Leistung niocht auf die Straße bekommt, werden sich die CPUs dort einfach nur langweilen.
 

Joh1

Edelborsdorfer
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Na das habe ich dir im Post davor doch schon bestätigt. In GPU basierten Berechnungen ist der Mac Pro mit seiner D700 einer M395X unterlegen. Ein 8 oder 12 Core Xeon kann aber durchaus den iMac alt aussehen lassen, wenn die Software mit den Cores skaliert.

Am Ende kommt es, wie immer, auf die Software an. Du kannst dir einganzes Rechenzentrum mieten, wenn deine Software die Leistung niocht auf die Straße bekommt, werden sich die CPUs dort einfach nur langweilen.
Ähm verstehe ich nicht ich schreibe das die GPU des Mac Pro der M395X in dem Benchmark überlegen ist und nicht andersrum.

Deswegen müsste der Mac Pro doch in GPU Berechnungen vor dem iMac liegen.
 

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kelevra

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Das würde ich so nicht sagen. OpenCL lässt auch die CPU ordentlich mitwirken. Damit kann man am Geekbench höchstens ableiten, dass der iMac mit der M395X einen Ticken flotter ist.

Jetzt kommt es eben wieder auf die Anwendung an, sprich, was man mit den Geräte machen möchte. Ich lasse jetzt mal Spiele außen vor, wir reden immerhin von Macs ;).

Wenn es bei der Anwendung auf einen hohen Speicherdurchsatz der Grafikkarte ankommt, ist der Speicher der D700 deutlich flotter (264 zu 175 GB/s).

Schau dir mal den Test an, der ist praxisnäher, als Geekbench, da typische Anwendungsfälle getestet wurden wie Export aus Premiere Pro oder Final Cut etc. Da spielt der MacPro seine Parallelisierungsmuskeln aus.
 

jensche

Seestermüher Zitronenapfel
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unterstützt bis 12 TB Arbeitsspeicher...
 

tjp

Kaiser Alexander
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Die Xeon E7 haben mit zusätzlichen Memory Controller schon 24TB geschafft.

Nachtrag: die Xeons mit M im Modellnamen schaffen auch wieder 3TB pro Sockel d.h. maximal 24TB RAM.