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Hörspiel aufnehmen

Dieses Thema im Forum "Musikproduktion" wurde erstellt von lmb, 02.12.09.

  1. lmb

    lmb Weisser Rosenapfel

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    Hallo,
    das neue Projekt unserer Klasse ist ein Hörspiel.
    Während sich fast alle um die Story kümmern, sollen ein Freund und ich uns um die technische Umsetzung kümmern.
    Ich habe natürlich direkt ersteinmal an GarageBand oder Logic Express gedacht. Kann man das damit vernünftig machen? Natürlich braucht man dafür einen Mac.
    Unser Lehrer hat Cubase vorgeschlagen, die Lehrer-Version würde 75€ kosten.

    Ausserdem brauchen wir natürlich mindestens ein Mikrofon. Zum Beispiel ein Grossmembran-Kondensator-Mikrofon.

    Wie sieht es denn bei Apple aus mit Bildungs-Rabatte. Die normalen Edu-Rabatte gelten ja nur für Studenten und Lehrer. Aber was ist, wenn der Schulleiter bzw. die Schule etwas kauft?

    MfG
    Lukas
     
  2. PhilippR

    PhilippR Braeburn

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    Hallo Lukas,

    es macht keinen Unterschied, ob dein Lehrer oder Schulleiter was kauft. Als Mitarbeiter einer Bildungseinrichtung bekommt man den Edu-Rabatt. Mehr aber auch nicht.
    Guenstiger geht es nur, wenn es spezielle Aktionen vom Land gibt. In BW gibt's z.b. die Aktion "BW PC" ueber die ich Ende 2008 mein 15" MBP fuer 800 Euro bekommen habe. Das laeuft halt ueber Subventionen vom Land. Ich glaub, vor drei Jahren oder so gab's auch mal ne Aktion fuer Schulen in NRW (Huels bei Krefeld?) wo es etwa 25% Rabatt gab. Allerdings kann man sich bei diesen Angeboten natuerlich nichts privat kaufen. Das geht nur, wenn die Schule oder Uni das tut. Du muesstest also mal ein bisschen im Netz suchen und vielleicht euren Informatiklehrer, oder wer auch immer bei euch fuer die Hardwarebeschaffung zustaendig ist, fragen, ob es im Moment eine Aktion gibt.

    Ansonsten sollte fuer eure Zwecke GB doch locker reicher, oder? Es gibt ja auch ein paar spezielle Funktionen fuers Podcasting, die sich auch sehr gut fuer die Hoerspielproduktion verwenden lassen (Stickwort Ducking). Gerade fuer ein Schulprojekt, wo ja wahrscheinlich nicht alle Schueler Audioprofis sind, halte ich GB mit seiner einfachen Bedienbarkeit fuer geeigneter als Logic oder Cubase.

    Noch was zur Technik: Ob das Mikrophon jetzt ein Gross- oder Kleinmembran ist, halte ich fuer nebensaechlich. Viel wichtiger ist, dass die akustische Umgebung stimmt. Falls ihr keinen Musikraum mit guter Akustik zur Verfuegung habt, solltet ihr etwas experimentieren. Mit dicken Wolldecken und Trennwaenden/Tafeln/Paravents kann man schon ganz brauchbare Aufnahmekabinen basteln. Wenn der Raum schon nix taugt, dann hilft halt auch kein Neumann Grossmembran. Auf einen Popfilter solltet ihr aber nicht verzichten.
    Weiterhin solltest du dran denken, dass wenn ihr mit Kopfhoerern arbeitet, es geschlossene Modelle sein sollten. Das verhindert, dass man das, was man beim aufnehmen eingespielt bekommt, wieder mit aufnimmt. Gerade beim Hoerspiel macht sich sowas sehr schnell bemerkbar.
    Zuletzt noch ein was zur Mikrophontechnik. Bevor ihr loslegt, macht euch mit dem Sprechen ins Mikrophon vertraut. Klingt albern, aber man muss das tatsaechlich ueben. Experimentiert, wie sich der Klang mit dem Abstand zum Mic aendert und wie still man eigentlich stehen muss damits nachher homogen klingt. Auch die Hoehe des Mics hat einen grossen Einfluss. Fuer eine vollere, bassigere Stimme kann man etwas von unten aufnehmen, waehrend eine Aufnahme von weiter oben zu einem nasaleren Klang fuerht. Es gibt also viele Dinge die man ueben kann.

    Gruesse, Philipp
     
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  3. lmb

    lmb Weisser Rosenapfel

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    Hallo Phillip,
    erstmal vielen Dank für deinen Beitrag.
    Ich habe gerade gegooglet, ob es sowas ähnliches auch für NRW gibt (Hüls bei Krefeld, ja). Aber sieht nicht so aus. Die einzigen Macs die wir in der Schule haben sind 2 iMacs G3. Da hat das Bistum sich vor ein paar Jahren ja wohl doch mal ergeben. Meinst du mein Macbook Pro 13" 2,26GHz 2GB RAM reicht aus? Es werden sowieso nur maximal 2,3 Leute daran arbeiten.
    Der Lehrer meinte, das Cubase ein sehr gutes Audio-Interface hat. Hat GB ein vergleichbares?
    Ausserdem haben wir die Master Collection CS4 im Computer-Raum installiert. Ist zum Beispiel Soundbooth evtl. auch dafür geeignet?
    Klar, einen Sabberschutz bekommt man für wenig Geld; Kopfhörer nehmen wir sowieso geschlossene (unter anderem AKG K 530).
    Das Mikrophone gewöhnungsbedürftig sind, merkt man ja oft, wenn Leute da so reinprusten (ganz extrem beim p). Kann man das zur Not auch noch später in GB oder Cubase korrigieren?

    LG, Lukas
     
  4. PhilippR

    PhilippR Braeburn

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    Also ich hatte "frueher" mal ein G3 700Mhz iBook und hab daran ein USB Audio Interface mit Mackie Tracktion und Ableton Live betrieben. Das ging schon ganz gut. Man muss halt drauf achten, dass man beim Aufnehmen die Prozessorlast gering haelt. Dein MacBook reicht also mehr als aus.

    Nochmal zur Nomenklatur: Als Audio Interface bezeichnet man ein Geraet welches man per Firewire, USB oder Expresscard an den Rechner anschliesst und eine mehr oder weniger grosse Menge an Ein- und Ausgaengen fuer Kopfhoerer, Mikrophone, Lautsprecher, Instrumente usw. bietet. Sowas brauchst du, wenn du mit dem Line In und dem Kopfhoererausgang deines Laptops nicht mehr weiter kommst. Wenn du ein "richtiges" Mic an deinen Rechner anschliessen moechtest - und da gehoeren Grossmembran Mics dazu - brauchst du so ein Ding.
    So ein Interface hat mit der Software die du zum Mischen und Aufnehmen verwendest rein garnichts zu tun. Du kannst (fast) jedes Interface mit jeder Software kombinieren. Ob du jetzt die Software Cubase, Garageband, Logic oder sonst was verwendest spielt nur eine untergeordnete Rolle. Cubase ist sicherlich ein super Programm, kostete aber halt was und ist nicht so intuitiv wie Garageband, welches du ja schon besitzt.
    Da du noch keine Erfahrung mit Musik- bzw.Hoerspielproduktion zu haben scheinst, wuerde ich dir raten es mit GB zu versuchen. Denn was nuetzen dir die ganzen Funktionen die Cubases mehr bietet, wenn du nicht weisst wie man sie nutzt. Ausserdem schrieb ich ja schon, dass GB besonders geeignet ist, weil es spezielle Funktionen fuer die Aufnahme von gesprochenem Text gibt.
    Um einen kleinen Ueberblick darueber zu bekommen, wie GB ueberhaupt funktioniert, kannst du dir ja mal die Tutorials von Apple anschauen (http://www.apple.com/ilife/tutorials/#garageband)

    Gruesse, Philipp

    Gruesse, Philipp
     
  5. lmb

    lmb Weisser Rosenapfel

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    Ich habe vergessen zu erwähnen, das das Audio-Interface mitgeliefert wird (hat zumindest der Lehrer so gesagt). Und ich meinte, ob man jedes AI anschließen kann. Und ob GB ein virtuelles AI hat. Aber mir ist es gerade selber klar geworden. Ein "physisches" AI verändert die Aufnahme direkt an der Quelle, ein virtuelles später. Ähnlich wie bei Audio und MIDI.
     
  6. lmb

    lmb Weisser Rosenapfel

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    Ach ja, und ich muss natürlich meinem Lehrer klar machen, dass es evtl. mit GB einfacher geht. Was meint ihr was sich da machen lässt?
     
  7. Streicher

    Streicher Elstar

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    An deiner Stelle würd ich kein großes Geld für nen Mac bzw. GB ausgeben, Cubase kann das ganze genauso gut handeln wie Logic oder ähnliches. Die können alle so ziemlich das gleiche, die Ergebnisse sind auch ziemlich die gleichen, nur die Bedienung ist etwas anders.

    Versteh mich nicht falsch, bin kein Cubase-Fan, hab das nicht mal auf meinem Privatrechner (benutze ProTools), aber um ein paar Mikros aufzunehmen, sollte es echt reichen.

    Ich würde euch empfehlen euch vor allem mit den Mikros zu befassen. Wie man welchen Sound erzeugen kann, Atmo Mikros sind meiner Ansicht nach extrem wichtig für Hörspiele. Sonst klingt alles flach. Raum ist ziemlich wichtig bei sowas.

    In ner Schule oft schwierig zu realisieren, vielleicht findest du ja jemanden, der Ahnung davon hat.

    Auf was du aufnimmst, ist letztendlich Geschmackssache, meiner Meinung nach.
     
  8. Chrissel

    Chrissel Strauwalds neue Goldparmäne

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    Wenn ihr doch einen Raum zur Verfügung habt mit soundboth warum nutzt ihr den dann nicht? Wenn ich mich privat entscheiden müsste würde ich auch sicher eher logic nutzen oder eben gb (was auch vollkommen ausreicht und wohl mehr kann also sb) aber ich sehe den Sinn nicht so ganz wenn du sagst das Rechner mit software vorhanden sind. Außerdem wäre es so möglich das vielleicht mehr als eine Person daran arbeitet.
    Im allgemeinen reicht jedes Programm aus das mehrere Spuren kann und einige Effekte zur Verfügung stellt und in eurem Fall würd ich zur einfachsten Software greifen ansonnsten werdet ihr eher vom Umfang der Programms erschlagen als was produktives zu schaffen ;)
     
  9. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Überbewertet die Technik nicht. Wenn die texte nichts taugen oder die Sprecher/innen, nützt euer Engagement nichts. Versucht, was Gutes zu erreichen, aber beisst euch nicht fest.
    Wir haben früher auch Hörspiele mit einem einzigen Mikro an einem Bandgerät aufgenommen, geschnitten wurde noch mechanisch mit Schere und Klebeband, und das Ergebnis war, nicht nur weil der Inhalt stimmte, okay. Wer im Internet rumsucht, findet heute aber genug Hörspiele und ähnliche Aufnahmen, die unter aller Sau sind (weit unter unserem damaligen Level), aber dennoch schamlos verbreitet werden.
    Ich wünsch euch viel Erfolg!
     
  10. XeroX

    XeroX Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)

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    Ich muss MacAlzenau Recht geben. Die Technik sollte zweitrangig sein. Gut, dass ihr zwei Teams gemacht habt, so teilt sich die Arbeit auf und es sollte kein Defizit entstehen. Als wir noch in der Schule eine moderne Gedichtsinterpretation verfilmt hatten (Hier zu sehen) Haben wir auch gedacht, dass die Technik beim Sprache aufnehmen stimmen muss. Wir sind dann also mit einem wirklich hochwertigen Sprachrekorder und einem sehr hochwertigen Mikro rangegangen, haben aber zwecks usability das eingebaute Mikrofon im Macbook verwendet, was sich meines Erachtens nichtmal so schlecht anhört. Natürlich keine perfekte Aufnahme, jedoch bestätigen viele, teils auch landesweite Filmpreise den Erfolg von unserem Film. Fazit: Schaut lieber drauf, dass ihr da keinen hochwertigen Schmarrn aufnehmt ;)

    Aloha,
    Grischa
     
  11. lmb

    lmb Weisser Rosenapfel

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    Danke für die Antworten. Unsere Lösung sieht derzeit so aus:
    Entweder wir benutzen Cubase auf 1-2 Rechnern. Soundbooth muss ich noch vorschlagen.
    Cubase muss allerdings noch gekauft werden. die Adobe CS4 Master Collection ist schon vorhanden (auf fast jedem Rechner).
    Oder wir benutzen GB auf einem Rechner. Da muss nichts mehr gekauft werden.
    Bei Mikros müssen wir uns noch beraten. Auch die Räumlichkeiten müssen noch vorbereitet werden.
    Die Texte werden im Moment geschrieben.
     
  12. deloco

    deloco Carmeliter-Renette

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    Was unterrichtet der Lehrer?
    Wurde ja schon zu genüge erwähnt, dass ein Audiointerface nichts mit der Software zu tun hat oder? Es gibt von Yamaha (denen gehört Steinberg, also auch Cubase) ein Audiointerface speziell für Cubase, aber mitgeliefert wird da nix, wenn man nicht ein Cubase im Bündel mit Interface kauft.

    Das Ding heißt Popp-Schutz, nicht Sabberschutz. Ist auch nicht dafür da Spucke von Mic fernzuhalten, das sollte der Sprecher mit seinen biologischen Sprechfertigkeiten selbst erledigen. Wie du schon selbst angemerkt hast, sind p-Laute oft extrem laut, deswegen nutzt man ja einen Popp-Schutz. Dieser wird bei Sprach-Aufnahmen immer verwendet. Das hat auch seinen Grund. Frag nicht ob man da was mit Software machen kann, wenn du dich mit der Software nicht mal sonderlich gut auskennst… Das wird ziemlich viel Arbeit…
    Die beste Audionachbearbeitung passiert immer vor und während der Aufnahme! Also: benutzt einen Poppschutz und versucht die Aufnahmen so gut wie möglich zu machen, dann habt ihr später viel weniger Ärger!
     
  13. lmb

    lmb Weisser Rosenapfel

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    Kann auch sein, dass ich mich geirrt habe. Ich frage nochmal nach.
    Ich benutze nicht immer die Fachbegriffe, aber Sabberschutz war nur ein Spass.

    Die Software ist natürlich noch relativ unbekannt. Wobei ich mich schon ein bisschen in GB und Audacity eingearbeitet habe. Aber so schwer sollte es nicht werden. Ich konnte mich auch schon ganz gut in AfterEffects und Premiere Pro einfinden. (Auch nur eine Testversion, aber es hat geklappt)
     

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