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Heimnetzwerk einrichten - What to do, what to buy...

PhilippL78

Gala
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Und Du musst erst mal Dein LAN aufbauen. An die Kabel im Keller gehört ein Patchpanel. Da werden sie auf der Rückseite mit einem Auflegewerkzeug festgeklemmt. Ich habe das bei uns selber gemacht, erst mal mit Kabelresten und einer übrig gebliebenen Dose geübt, dann ging es. Am Patchpanel vorne sind LAN-Ports, die verbindet man mit normalen Netzwerkkabeln (Patchkabeln) mit dem Switch. Dann verbindest Du Deinen Speedport per Netzwerkkabel mit diesem Switch und schon hast Du auf allen Dosen im Haus Dein Netzwerk.

EDIT: Eine ausführliche Beschreibung mit vielen Links hatte ich mal hier gepostet.
Ist nen guter Plan, das sollte ich wohl tatsächlich als erstes machen. So eine spezielle "Zange" habe ich mir mal geholt, aber ich würde das tatsächlich auch erst mal an einer nicht kritischen Stelle üben.

Gibt es irgendwas beim Kauf eines Patchpanels zu beachten? Hab gerade mal via Google geschaut, die Auswahl und Variantenvielfalt ist schon groß :)

Danke Dir für die Anleitung, werde ich mir gleich mal zu Gemüte führen!
 

PhilippL78

Gala
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Das würde ich zusätzlich auch raten. Natürlich steht die Kaufentscheidung an, ich würde aber nichts überstürzen. Lies Dich in Ruhe ein, plane das Netzwerk auf dem Papier, sich passende Komponenten und dann ist das ja auch noch aufzubauen und zu installieren/konfigurieren. Das dauert etwas.
Ihr habt beide Recht, einen großen Teil des Netzwerks habe ich ja schon (eigentlich fehlen nur noch der Switch, die beiden NAS und das von euch angesprochene Patchpanel).

Überstürzen will und werde ich nichts. Deswegen wollte ich hier auch noch mal nachfragen, ob ich das Netzwerk so mit meinen Wünschen umsetzen kann, denn ich bin alles andere als ein Netzwerk-Profi.
Ich habe zwar in der Firma das "Netzwerk" eingerichtet, aber das sind nur 4 Mac's, die an einem Speedport direkt dran hängen und eben miteinander reden müssen, damit man Schnittprojekte vom einen Mac auf dem anderen öffnen kann.
Aber basierend auf dieser Netzwerk-Einrichtung bin ich ja nun wahrlich kein Meister geworden auf diesem Gebiet :))

Aber das Planen des Netzwerks auf Papier ist vielleicht keine schlechte Idee, dann liste ich dort noch mal alle Komponenten auf und dann schau ich mal ob das ganze Sinn macht.
 
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PhilippL78

Gala
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@Allgemeine Frage:

Switch:
Der von mir genannte Switch (Netgear GS116E-200PES), passt der für meine Konfiguration?
Oder sollte ich was anderes nehmen, von Switches habe ich nämlich auch keine Ahnung.
Wenn ich richtig gerechnet habe sind bei uns im Haus 8 Netzwerkdosen (siehe Foto oben) verbaut.

Patchpanel:
Worauf muss ich achten, muss das Teil irgendwas spezielles können? Empfehlungen, Anregungen, Wünsche? :)


Vielen Dank @ll !!!
 

_macminimal

Freiherr von Berlepsch
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@Allgemeine Frage:

Switch:
Der von mir genannte Switch (Netgear GS116E-200PES), passt der für meine Konfiguration?
Oder sollte ich was anderes nehmen, von Switches habe ich nämlich auch keine Ahnung.
Wenn ich richtig gerechnet habe sind bei uns im Haus 8 Netzwerkdosen (siehe Foto oben) verbaut.

Patchpanel:
Worauf muss ich achten, muss das Teil irgendwas spezielles können? Empfehlungen, Anregungen, Wünsche? :)


Vielen Dank @ll !!!
Patchfelder kannst alles nehmen was auf den ersten Seiten bei Amazon erscheint.

Beim Switch würde ich allerdings nicht auf PoE verzichten. Sowohl AccessPoints als auch mittlerweile der Raspberry bieten inzwischen den Betrieb rein über PoE an. Unsere ÜberwachungsCams laufen mit PoE usw usf... ich meine du kannst den Switch später auch nochmal tauschen, aber wer die Kohle für ein Synology 1819 plus Platten raushaut, muss bei Switch nicht bei 99,95 halt machen. ;)
 

uhansen

Châtaigne du Léman
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So eine spezielle "Zange" habe ich mir mal geholt,
Ich hoffe, Du hast Dir ein Auflegewerkzeug geholt und keine Crimpzange.

Es wäre eine ziemliche Stümperei, an Verlegekabel RJ45-Stecker zu crimpen, nur um Dir ein Patchpanel zu sparen. Du bräuchtest spezielle Stecker, die Adern und das Kabel sind viel unflexibler und dafür nicht gedacht.

Und wenn Du Dir das Verlegekabel vermurkst, musst Du die Wand aufreißen.

Nein, der sinnvolle Weg ist, die Adern mit einem Auflegewerkzeug an das Patchpanel aufzulegen. Von dort gehen dann normale Kabel zu Deinem Switch.

Eine Erklärung und Links zu möglichen Produkten habe ich weiter oben verlinkt.

Vielleicht solltest Du auch einfach einen Elektriker bitten.
 
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PhilippL78

Gala
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Patchfelder kannst alles nehmen was auf den ersten Seiten bei Amazon erscheint.

Beim Switch würde ich allerdings nicht auf PoE verzichten. Sowohl AccessPoints als auch mittlerweile der Raspberry bieten inzwischen den Betrieb rein über PoE an. Unsere ÜberwachungsCams laufen mit PoE usw usf... ich meine du kannst den Switch später auch nochmal tauschen, aber wer die Kohle für ein Synology 1819 plus Platten raushaut, muss bei Switch nicht bei 99,95 halt machen. ;)
Danke.

Naja, was heisst raushauen... Wenn ich es mache will ich es richtig machen und mich nicht im Nachhinein ärgern, warum ich denn nur ein 4-Bay NAS genommen habe obwohl ein 8-Bay sinnvoller gewesen wäre.

Ähnlich beim Switch, da soll es nicht dran scheitern, wenn der nen bissel mehr kostet. Jedoch würde ich jetzt auch nicht unbedingt nen Switch für nen 1000er holen wollen, sonst wird's eng mit den 1819er ;)
 

PhilippL78

Gala
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Ich hoffe, Du hast Dir ein Auflegewerkzeug geholt und keine Crimpzange.

Es wäre eine ziemliche Stümperei, an Verlegekabel RJ45-Stecker zu crimpen, nur um Dir ein Patchpanel zu sparen. Du bräuchtest spezielle Stecker, die Adern und das Kabel sind viel unflexibler und dafür nicht gedacht.

Und wenn Du Dir das Verlegekabel vermurkst, musst Du die Wand aufreißen.

Nein, der sinnvolle Weg ist, die Adern mit einem Auflegewerkzeug an das Patchpanel aufzulegen. Von dort gehen dann normale Kabel zu Deinem Switch.

Eine Erklärung und Links zu möglichen Produkten habe ich weiter oben verlinkt.

Vielleicht solltest Du auch einfach einen Elektriker bitten.

Ist ne Zange, die hat mir mein alter Herr vor über nem Jahr mal mitgebracht, weil er sie bei sich zu Hause das Ding benutzt hat, aber jetzt nicht mehr braucht.
Aber weder er noch ich hatten zum damaligen Zeitpunkt ein Patchpanel auf dem Schirm bzw. in Betracht gezogen. Also kann ich mir ja auch ohne Probleme dieses Auflegewerkzeug kaufen und dann ne Runde üben.

Einen Elektriker werde ich erst im äussersten Notfall kontaktieren, denn in der Regel versuche ich die Sachen schon selbst zu machen.
Ansonsten hätte ich auch einfach eine IT-Bude kontaktieren können und sagen: Macht mal.
Noch dazu löte ich hin und wieder ein XLR-Kabel, kann ohne Probleme Steckdosen oder Lampen installieren, also werde ich das mit den Kabeln/Patchpanel auch noch hinbekommen (mit vorheriger Übung!)

Ich finde die Idee mit dem Patchpanel ja auch wirklich super, das wird jetzt auch so gemacht!
Deswegen hat es sich ja schon doppelt geloht hier zu fragen :)
 

PhilippL78

Gala
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uhansen

Châtaigne du Léman
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Bei 8 Doppeldosen, alle voll belegt brauchst du mindestens 17 Plätze im Switch, einen für jedes Kabel plus das Kabel vom Router.

24 klingt gut.
 

tjp

Danziger Kant
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Naja, was heisst raushauen... Wenn ich es mache will ich es richtig machen und mich nicht im Nachhinein ärgern, warum ich denn nur ein 4-Bay NAS genommen habe obwohl ein 8-Bay sinnvoller gewesen wäre.
Ich würde mir definitiv kein NAS von Synology oder QNAP holen, wenn man 12 Platten verbauen will. Bei so einer Größenordnung ist ein Server mit LSI (ist mittlerweile bei Broadcom gelandet) SAS/SATA/NVMe-Controller doch die bessere Wahl. Da Apple macOS Server ohnehin begraben hat, braucht man sich auch keinerlei Gedanken mehr über Macs als Server zu machen. Der Ease of Use Effekt fällt ohnehin weg, so dass man auf richtige Hardware zurückgreifen kann. Wie ist etwa der Kundensupport wenn das RAID abraucht? LSI reisst sich den Ar**** auf, wenn es da Probleme gibt. Was macht Synology?
 
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ottomane

Roter Winterkalvill
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Ich habe jetzt nicht alles gelesen und frage mal ganz naiv nach: Einen Plan für das Backup eines so fetten NAS gibt es auch? Im Zweifel ist das wichtiger als RAID.
 

PhilippL78

Gala
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Ich habe jetzt nicht alles gelesen und frage mal ganz naiv nach: Einen Plan für das Backup eines so fetten NAS gibt es auch? Im Zweifel ist das wichtiger als RAID.
Das habe ich mir auch schon mehrfach überlegt. Ist halt die Frage ob ich ein Backup von Filmen überhaupt brauche.

Meine ganzen digitalen Bilder (von den Kids, Hochzeit, Hausbau, alte eingescannte Bilder) sind gefühlt 8mal gesichert, auf Blurays, externe Festplatten, Dropbox, und die ganz wichtigen Bilder habe ich via LTO-Laufwerk in der Firma auch noch mal auf ein paar LTO-Medien gesichert.
Somit bin ich da Safe.

Ich würde mir eher Sorgen machen um die Schnittprojekte, die werde ich wohl noch mal sichern müssen.

Aber Du hast natürlich so gesehen schon Recht, eigentlich müsste ich für jedes 1819+ ein zweites dazu stellen, aber da wird selbst für mich Verrückten irgendwann zu teuer.

Alternative wäre zumindest für die Schnittprojekte noch eine Drobo zu kaufen, die gibt es ja auch als 8-Bay.
EDIT: Wobei ich gerade geschaut habe, die 8-Bay Drobo ist nicht wirklich günstiger (Leergehäuse) als die 1819+... Hm...

Wir haben in der Firma als "Datengrab" zwei 5-Bay Drobos, die sind okay für die Datensicherung, schneiden möchte man von diesen Dingern nicht, aber dafür sind sie auch nicht konzipiert.
 

PhilippL78

Gala
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Ich würde mir definitiv kein NAS von Synology oder QNAP holen, wenn man 12 Platten verbauen will. Bei so einer Größenordnung ist ein Server mit LSI (ist mittlerweile bei Broadcom gelandet) SAS/SATA/NVMe-Controller doch die bessere Wahl. Da Apple macOS Server ohnehin begraben hat, braucht man sich auch keinerlei Gedanken mehr über Macs als Server zu machen. Der Ease of Use Effekt fällt ohnehin weg, so dass man auf richtige Hardware zurückgreifen kann. Wie ist etwa der Kundensupport wenn das RAID abraucht? LSI reisst sich den Ar**** auf, wenn es da Probleme gibt. Was macht Synology?
Also ich kann nur den Kundensupport von QNAP beurteilen, den haben wir in der alten Firma leider ein paar Mal gebraucht (immer Benutzer-Fehler), die waren schon top.

Verstehe ich das richtig:
Du würdest eher eine Art Computergehäuse nehmen und diesen mit Komponenten von Broadcom bestücken und dann daraus mit vielen Platten ein NAS machen?
Hab eben nur kurz bei Broadcom geschaut, die haben auf die Schnelle kein NAS-System im Angebot, aber wie gesagt, ich habe nur max. 30s geschaut, muss heute Abend noch mal in Ruhe schauen.

12 Platten würde ich auch nicht verbauen, sondern ein 1819+ mit 8-Platten voll bestücken und das zweite 1819+ erst mal nur mit 4 Platten, denn ich muss/soll zwar von Zuhause arbeiten können, aber nicht so oft, insofern brauche ich auch kein berufliches NAS mit 8 Platten.
Aber wenn wir ein Greenscreen-Projekt mit 4 Kameras in 4K aufzeichnen, dann kommt da schon ne Menge zusammen, wir reden hier bei einem Tag Drehzeit von circa 850GB an Daten (und das ist nur das reine Rohmaterial).
Somit komme ich mit ner externen SSD auch nicht allzu weit ;) Insofern sollte ein 8-Bay bestückt mit 4 10TB-HDD's erst mal reichen...
 

uhansen

Châtaigne du Léman
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Zu der DS1819+ ist zu sagen, dass sie nur einen Atom Quad-Core 2.1GHz Prozessor hat. Das genügt als Datenspeicher, aber zum Beispiel für 4K Transkodierung, um etwa einen 4K-Videostream zum TV zu schicken, reicht es nicht.

Wenn Dein Fernseher aber genau diese Filme als mkv-Dateien einfach lesen und öffnen kann, wie Du schreibst, spielt das vielleicht keine Rolle.

Zukunftsfähiger ist vielleicht ein QNAP TVS-872XT. Aber der kostet auch das Doppelte. Immerhin mit Thunderbolt 3, was das Einladen von großen Dateien erheblich beschleunigen würde (hättest Du einen Schnitt-Rechner mit TB3)

Auf der anderen Seite schneidest Du offenbar noch mit einem Mac Pro, dessen schnellste Schnittstelle GB-Ethernet ist, neben FW-800 und USB2.

Dann muss man gar nicht an Thunderbolt 3 und 10 GB Ethernet denken.

Da musst Du selbst definieren, was Du willst. Das Neueste und Leistungsfähigste? Oder einfach erstmal irgendwie viele TB an einem GBit-Ethernet Kabel für den Mac Pro.

Dann brauchst Du keinen 10 GB fähigen Switch.

Brauchst Du wirklich PoE? Willst Du wirklich schicke Access Points aufhängen, die direkt aus dem Netzwerkkabel den Strom kriegen? Oder hast Du Steckdosen in der Nähe der Netzwerkdosen und Dir genügen die beiden Fritz-Geräte?

Das macht den Switch wieder billiger.

Was Du im Keller haben solltest, ist auch ein Netzwerkschrank, der Patchpanel, Switch, eingebaute Steckdosenleiste und die beiden NAS-Geräte beherbergt.

Ich habe einen Digitus, 19 Zoll, 7HE. Vielleicht brauchst Du aber auch 9HE, weil die NAS-Geräte etwas höher sind.

Sorry für die etwas ungeordneten Gedanken...
 
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Insulaner

Martini
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Bei Breakout-Kabel sollte der Laie am Besten Quetsch-Kopplungen nehmen, die ohne Werkzeug
aufgelegt werden. Das ist echt am Einfachsten. Die Kupplungen werden dann in das Patchfeld eingeklinkt
und fertig ist das Ganze.
 

tjp

Danziger Kant
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Verstehe ich das richtig:
Du würdest eher eine Art Computergehäuse nehmen und diesen mit Komponenten von Broadcom bestücken und dann daraus mit vielen Platten ein NAS machen?
Ich würde einen Server mit Broadcom RAID-Controller bzw. HBA nehmen. (Es gibt von denen keine fertigen Server, sondern nur Controller bzw. HBAs. Aber es handelt sich um den Industriestandard, d.h. jeder andere Anbieter nutzt deren Produkte für Hardware-RAIDs.) Als OS dann je nach Anwendungsfall Linux oder FreeBSD drauf (es gibt spezielle NAS Distributionen). Wegen des OS kann man alle Serverdienste darauf laufen lassen und nicht nur die NAS-Funktionalität. Der Punkt ist, will man so einen Appliance mit proprietärem OS drauf, oder kann man sich mit einem vollständigen OS anfreunden. Bei mir wäre der Punkt eindeutig.

Da das eh in den Keller geht, kann man ein richtiges Servergehäuse mit ausreichend Einschüben und SAS-Backplane nehmen. Preislich liegt das mit kleiner Xeon E CPU im Bereich der zwei DS1819+, und von der Performance ist so ein System deutlich schneller als ein Synology NAS.
 

uhansen

Châtaigne du Léman
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Hier mal eine Basisausstattung, um Dein Netzwerk zum Laufen zu bekommen, damit Du eine Idee bekommst.

1. Der Netzwerkschrank


Ich persönlich habe einen mit 7 Höheneinheiten (HE). Bei mir liegen aber nur flache Gerätschaften drin (Festplatten, TimeCapsule (altes Modell), intel NUC als Server. QNAP und Synology NAS wären etwas höher. Wenn dann noch der Router rein soll und Du etwas Luft für zukünftige Dinge haben willst, nimmst Du besser 9 HE. Wenn Du @tjp folgst und selbst einen kleinen Server baust, musst Du rechnen, ob die Höhe reicht.

Beispiel:
https://www.amazon.de/gp/product/B000JBXLQK

In einem Serverschrank brauchst Du Steckdosen:
https://www.amazon.de/gp/product/B002U03PZU

und vermutlich zwei Einlegeböden:
https://www.amazon.de/gp/product/B003AOYLOE

2. Das Patchpanel

Ich würde gleich eins nehmen, was man einbauen kann, dann ist alles schön fest und die Verlegekabel werden nicht unnötig bewegt. Für Deine 16 Kabel würde ich ein 24er nehmen, weil es 16er nicht zum Einbauen gibt.

Beispiel:
https://www.amazon.de/deleyCON-Patchpanel-Verteilerfeld-Port-Servermontage/dp/B01N7R4GV8

3. Der Switch

Hier musst Du entscheiden, ob unmanaged oder managed, ob PoE oder nicht, ob 1 GB oder 10 GB. Im Moment kann Deine Hardware kein 10 GB. Von daher brauchst Du es erstmal nicht, und es wird in Zukunft eher günstiger, daher reicht 1 GB. Wenn Du da, wo die Access Points im EG und OG hinsollen, sowie Stromsteckdosen hast, brauchst Du kein PoE. Wenn Du es sehr schick haben willst, etwa mit den Ubiquiti UniFi Geräten, nimmst Du die PoE Version.

Da Du viel mit Videostreams machst, ist managed vermutlich die bessere Wahl.

Mit PoE
https://www.amazon.de/Netgear-JGS524PE-100EUS-24-Port-ProSAFE-Managed/dp/B00F3XSM6I

oder ohne PoE
https://www.amazon.de/Netgear-JGS524PE-100EUS-24-Port-ProSAFE-Managed/dp/B00GGD10FY

4. Die Netzwerkkabel

Für die Verbindung zwischen Switch und Patchpanel brauchst Du kurze CAT7-Kabel, sonst hast Du Kabelsalat im Schrank.

https://www.amazon.de/Cat-7-Netzwerkkabel-25m-Ethernetkabel-Patchkabel/dp/B01N6YN7UO

Für 16 Kabel musst Du zwei Packungen a 10 Stück holen.

Die CAT7-Kabel für die Verbindung vom Switch zum NAS und vom Switch zum Router müssen vermutlich etwas länger sein. Ich habe hier zwei Meter angesetzt. Vielleicht reichen auch 1,5 oder 1 Meter.

https://www.amazon.de/BIGtec-Patchkabel-Netzwerkkabel-Kupferkabel-geschirmt/dp/B004XFT87O

5. Auflegewerkzeug

Nimm so ein Set, wo auch ein Kabeltester mit drin ist. Wenn versehentlich die Isolierdrahthärchen Kontakt mit einer Ader haben, springt die Geschwindigkeit des Ports gleich von 1 GBit/s auf 100 MBit/s runter - das will man nicht. Solche Fehler sieht man sehr gut mit dem Tester.

https://www.amazon.de/gp/product/B003Y3S0U2

Vielleicht holst Du Dir das mal und einen Rest Netzwerkkabel und übst erst mal, wie gut Du das hinbekommst. Es sind immerhin 16 Kabel, von denen Du jeweils 8 Adern auflegen musst, das bedeutet 128mal auflegen. Einen Elektriker hinzuziehen kannst Du dann immer noch.

6. NAS

Die Frage ist, ob Du eins von der Stange nimmst (Synology oder QNAP), oder Dir selbst eines baust.

Ich betreibe selbst einen intel NUC als Server, mit Ubuntu als OS. Und natürlich ist dessen Leistung erheblich besser als die kleine Synology DS118, die ich mir mal zu Testzwecken gekauft habe.

Aber: Die Lernkurve für Linux auf einem eigenen Server ist sehr hoch. Du arbeitest ausschließlich auf Kommandozeile.

Und die Hardwareauswahl für einen Eigenbau-Server erfordert ebenfalls Erfahrung.

Und letztlich kommt es sehr darauf an, wie hoch überhaupt die Erfordernisse Deines Schnittsystems sind. Der Zugriff aufs NAS ist begrenzt durch die Geschwindigkeit des Netzwerks (1GBit), die Lesegeschwindigkeit der Platten (160 MB/s aber etwas steigerbar durch RAID), das Netzwerkprotokoll (z.B. SMB) und CPU und Speicher des NAS. Lokale Platten (Drobo) statt Netzwerk wären vermutlich schneller und robuster.

Vielleicht baust Du erstmal Dein Netzwerk auf, Du kannst die Kabel ja nicht baumeln lassen. Dann holst oder leihst Du Dir mal ein kleines NAS und schaust mal, ob Du mit Avid oder Final Cut und mit Deinen 4K-Projekten damit klar kommst.
 
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Scotch

Maschanzker
Mitglied seit
02.12.08
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Für die Verbindung zwischen Switch und Patchpanel brauchst Du kurze CAT7-Kabel, sonst hast Du Kabelsalat im Schrank.
Je nach Ausführung des Potentialausgleichs müssen die Patchkabel entweder geschirmt (STP), oder ungeschirmt sein (UTP). Ja ich weiss, total uncool, sich mit sowas auseinanderzusetzen, aber 1.) gibt's da einzuhaltende Vorschriften (auch im Privathaushalt - zum Tragen kommen die allerdings nur im Versicherungsfall, vorher überprüft das keiner) und 2.) braucht man sich ansonsten gar nicht erst Gedanken über Überspannungsschutz & Co. zu machen. Eine einfache Antwort, was richtig ist gibt es nicht, da es sehr von den lokalen Gegebenheiten abhängt. Beim üblichen Wildwuchs (=keiner hat sich je um irgendwas gekümmert, unklare Elektroinstallation, Netzwerkschrank nicht am Potentialausgleich usw.) ist man i.d.R. mit UTP besser beraten.

Nimm so ein Set, wo auch ein Kabeltester mit drin ist.
Wenn man schnell und vernünftig Auflegen will, lässt man am besten die Finger davon und kauft gleich ein Werkzeug von Krone oder Knipex. Die Tester kann man dann in einer Billigversion kaufen, wenn man die nicht öfter braucht. Darauf achten, dass man einen erwischt, der auch den Schirm zumindest auf Durchgang prüfen kann. Wobei man sich bei nur 16 Installationskabeln zur Not auch mit einem Billigwerkzeug behelfen kann (was man seinen Kabeln und Fingern damit antut merkt man ja nur, wenn man mal ein vernünftiges Werkzeug in der Hand hatte ;)).