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Haus neu verkabeln: Kauftipp Netzwerkkabel und Zubehör

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Tippfeler, 19.01.09.

  1. Tippfeler

    Tippfeler Allington Pepping

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    Hallo! Ich plane, ein etwa 20 Jahre altes Haus mit LAN ein klein wenig neu zu verkabeln. Es soll zwingend per Ethernet erfolgen, da Wlan nicht möglich und Dlan (Homeplug) zu unzuverlässig ist.
    Das Szenario ist wie folgt: Übergabepunkt ist ein zentraler Raum im Keller, da steht der Server und ein NAS.

    Von hier aus soll:

    • eine Verbindung in der hohlen Innenwand ins darüber liegende Zimmer (EG) geführt werden.(Länge 5m)
    • eine Verbindung durch den Keller auf der anderen Hausseite nach draußen und von dort ca. 4m im Freien und dann wieder ins Haus (EG) geführt werden. (Länge: 30m)
    • eine Verbindung parallel zur 2., jedoch ab dem 4. Meter draußen weiter nach oben ins OG geführt werden. (Länge ca. 50m)
    Im Endeffekt plane ich also 3 Kabel, um 3 Räume mit dem Netzwerk zu verbinden.
    Da ich mich nur laienhaft mit LAN auskenne, habe ich nun einige Fragen:

    1)Ich habe gesehen, dass es einen Wust an verschiedenen Kabeln gibt. Lohnt sich der Kauf eines Cat.7 Verlegekabels? So eins wie dies hier? Oder reicht ein Cat.6? Ich will ein wenig zukunftssicherheit, allerdings laufen die Kabel an Stromleitungen entlang und es geht mir um die bestmögliche Schirmung. Weiterhin laufen 2 Kabel teils draußen.

    2) Die Kabel sollen in den Endräumen jeweils in eine Doppelbuchse. Da gibt es wohl keine für Cat.7 Kabel. Nehme ich dann eine für Cat.6 wie diese mit Aufputzset? Im Keller muss dann wohl ein RJ45 Stecker an das Kabel. Sowas hier?

    3)Dann habe ich in den Endräumen jeweils eine Aufputzdose und im Keller 3 lose Kabel mit RJ45 Stecker. Die Stecke ich dann in nen aktiven Hub? Oder reicht ein Patchpanel? Und von da dann in den Router..

    4) Kann man das selber installieren? Ich meine den Anschluss der Cat.7 Kabel an die Buchsen und die Stecker an beiden Seiten? Oder sollte man dafür nen Fachmann rufen?

    Ich bin nicht so der Fachmann, das ist halt der Weg, den ich mir überlegt habe... Passt das so oder wie würdet ihr die Sache angehen? Danke für jede Anregung!
     
  2. landplage

    landplage Admin
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    Zu den Kabeln kann ich nichts sagen.
    Aber: Du redest von einem Haus. Da kommen nur drei Räume für einen LAN-Anschluß in Frage? Vielleicht brauchst Du jetzt im Kinderzimmer oder der Küche noch keine Netzwerkdose, aber in 10 Jahren vielleicht?
    Wenn Du jetzt einmal am Bauen bist, würde ich in jeden Raum (einschließlich Bad und Flur/Treppenabsatz) einen Anschluß oder zumindest Leerrohre installieren.
     
  3. Spitzel

    Spitzel James Grieve

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    Ich kenne es so, das man die losen Kabelenden im Keller direkt auf ein Patchpannel Crimpt.
    Dann kannst du von dort aus mit kurzen Patch kabeln weiter in den Router, HUB, oder was auch immer dort mal noch kommen sollte.
    Die Patchpannel gibt es incl geschlossenem Gehaeuse und zum fest an der Wand/ auf einem Regalboden montieren.
     
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  4. Tippfeler

    Tippfeler Allington Pepping

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    Ach so, ja, das hätte ich vielleicht erwähnen sollen: Es ist ein schon bestehendes Haus, etwa 20 Jahre alt...

    Und leider gibt es keine Möglichkeit, die bestehenden Kabelschächte zu nutzen, die ziehen sich alle hinter Verkleidungen bis auf den Speicher und zurück und sie sind alle schon proppenvoll...

    Dies ist quasi die "light" Variante, es sollen die drei Arbeitszimmer verkabelt werden und zur allergrößten Not wird dann nach einiger Zeit in den jeweiligen Etagen weiterverkabelt.
     
  5. Peitzi

    Peitzi Blutapfel

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    Für Neuinstallationen würde ich generell CAT7 Verkabelung empfehlen. Man verkabelt ja nicht alle 5 Jahre neu.

    Als Dosen, Stecker reichen aber sicher CAT6 aus. Um irgendwann später dann mal auf CAT7 umzusteigen, reicht es dann aus Dosen und Stecker zu tauschen, das Kabel kann bleiben.


    Das Kabel sollte ein vernünftig geschirmtes Verlegekabel sein. Die gibt es einzeln, oder gleich mit zwei Strängen pro Kabel. Haben eine orangene Hülle, hast du sicher schonmal gesehen.

    Ob du die Leitungen im Keller erst in ein Patchfeld laufen lässt und dann von dort aus weiterverteilst, oder diese direkt lose an die entsprechenden Geräte anschließt, ist dir und deinem Geldbeutel überlassen.
    Ein Patchfeld ist jedoch die ideale Lösung. Anschließend gehst du dann mit kurzen RJ45 Patchkabeln direkt in den Switch oder deine anderen Geräte.

    Wenn du kein Fachmann bist, würde ich das Installieren einem versierten Elektriker überlassen. Selbst crimpen ist immer so eine Sache, ist auch nur eine Leitung defekt, schneidest du den Stecker wieder ab und versuchst ein Glück erneut.
    Um dir dabei späteren Ärger zu erspaaren bräuchtest du dann ohnehin noch ein Leitungsprüfgerät. Kostet zwar nicht die Welt, aber zusammen mit Crimp-Zange und Anschlüssen kommt da doch ein bisschen was zustande.

    Ein Elektriker schließst dir das in wenigen Stunden an, würde ich demnach immer vorziehen.
     
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  6. bezierkurve

    bezierkurve Danziger Kant

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    Wenn du das ganze flexibel gestalten möchtest, würde ich im Keller auch Dosen bzw. ein kleines Patchpanel installieren, in das das Verlegekabel mündet und von wo aus du mit Patch-Kabeln an den Switch, Router etc. gehst.

    Bei Gigabit-Ethernet musst du bedenken, dass du sämtliche vier Adernpaare für eine Verbindung benötigst (bei 100-BaseT haben noch zwei Paare gereicht). Wenn du also eine Doppeldose versorgen willst, brauchst du zwei Kabel mit vier bzw. eines mit acht Paaren.

    Selbst installieren ist in meinen Augen kein Problem, wenn du über elementare Heimwerker- und Elektronikkenntnisse verfügst.
     
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  7. Tippfeler

    Tippfeler Allington Pepping

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    Ah ja, super, das ist schonmal hilfreich! Also die Kabel direkt in ein Panel und von da ggf weiter zum Hub...
    Dafür braucht man dann wohl Werkzeug? Also eine Crimpzange? Kann man da viel bei falsch machen?

    Edit sagt:
    Vielen Dank schonmal an alle für die Tipps..! Also Patchfeld klingt schonmal gut, daran hatte ich nicht gedacht. Und dann muss ich mir nur noch überlegen, ob ich mich für begabt genug halte, die Kabel selber zu crimpen :)
    Falls jemandem noch was einfällt, auch bezüglich der Kabel, nur los... ;)
     
  8. bezierkurve

    bezierkurve Danziger Kant

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    Üblicherweise wird das sowohl bei Dosen als auch bei Panels mit einem sog. „Anlegewerkzeug“ gemacht, die Crimpzangen sind für die Montage von Steckern.

    Falsch machen kannst du dabei nicht viel; du legst die Ader an den Kontakt und presst sie dann mit dem Werkzeug in die Klemme. Dabei wird sie abisoliert und auf die richtige Länge gekürzt. Zwei, drei mal üben und der Handgriff geht dir in Fleisch und Blut über.
     
  9. landplage

    landplage Admin
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    Weil wir in unserer Mitwohung auch nicht unbegrenzt Kabel durch Wände verlegn wollen und dürfen, haben wir zwei Rechner mit einem Kabel versorgt, indem wir hinter dem Router und vor den beiden PCs jeweils so einen T-Adapter gesetzt habe. Vielleicht wäre das ein Möglichkeit, später ohne großen Aufwand weitere Anschlüsse bereitzustellen.
    Ein Anbieter bei Ebay hat dazu in der Beschreibung stehen:
     
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  10. Tippfeler

    Tippfeler Allington Pepping

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    Ah ja, danke! Und der Hinweis, dass ich für Doppeldosen ein Duplexkabel mit 8 Kabeln brauche, war auch sehr gut. Ich hätte gedacht, dass ich mit einem normalen 4adrigen Kabel auch eine Doppeldose versorgen könnte. (Ginge wohl theoretisch auch, wäre dann wohl aber langsamer oder?).

    Ja, das ist eine gute Idee, damit kann ich dann ev weiterverkabeln bei Bedarf!
     
  11. bezierkurve

    bezierkurve Danziger Kant

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    Fast … ;) Wenn du einen Port mit zwei Adernpaaren (also, vier Drähte) verdrahtest, hast du maximal 100 MBit. Für Gigabit musst du alle Kontakte verdrahten, also vier Adernpaare (acht Drähte).

    Ergo: Du willst beide Ports einer Dose mit Gigabit-Geschwindigkeit nutzen können (bzw. für die Zukunft auch mit der Option auf 10 GBit), bedeutet: Du benötigst acht Adernpaare.

    Erwähnte T-Adapter bieten dieser Logik folgend auch nur max. 100 MBit, da ja insgesamt nur vier Paare für zwei Ports durchgeschaltet sind.
     
  12. Tippfeler

    Tippfeler Allington Pepping

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    Ah ja, jetzt verstehe ich es glaube ich :) Wenn ich eine Doppeldose mit Gigabit-Geschwindigkeit nutzen will, brauche ich so ein Kabel.
    Nehme ich so eins, kann ich auch eine Doppeldose vernetzen, dann aber "nur" mit 100 MBit. Das selbe gilt dann für T-Stücke, jeweils für ein T-Stück also eine deutliche Verringerung der Datenrate. Stimmt das so? :)
     
    #12 Tippfeler, 19.01.09
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.09

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