• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Happy Birthday: Der Macintosh wird 38

Andreas Vogel

Redakteur
Registriert
10.12.08
Beiträge
3.229
IMG_14-1-700x401.jpg


Andreas Vogel
Heute vor 38 Jahren stellte Steve Jobs am 24. Januar 1984 den Macintosh 128k vor. Nicht erst der Superbowl Spot machte ihn legendär.



Der Macintosh 128k war der Nachfolger von Lisa, dem ersten Computer mit grafischer Oberfläche und Maussteuerung. Zum Preis von 2.495 Dollar (ungefährer Verkaufspreis in Deutschland: 10.000 DM) erhielt man einen Rechner auf der Basis von Motorolas 68000-CPU, die mit 8 MHz getaktet war und auf 128 KB Arbeitsspeicher zugreifen konnte. Ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 400 KB Speicherplatz und ein integrierter neun Zoll Monitor vervollständigten den Urvater aller Macs.

Macintosh

Kein MacOS


Ursprünglich hatte das Betriebssystem keinen Namen. Es hieß einfach System mit der angehängten Versionsnummer. Erst ab Version 7.5.1 hieß es dann MacOS und enthielt bereits vom Start weg neben einem Papierkorb, Schreibtisch und drang and drop die grundlegenden Elemente, die wir heute kennen.
1984 und der Erfolg


Der Macintosh war zunächst recht erfolglos. Einerseits zu teuer, andererseits mit zu wenig Arbeitsspeicher. Erst die rasch veröffentlichten Nachfolgemodelle bescherten den überwältigenden Erfolg. Aufmerksamkeit bekam der Ur-Mac durch einen kleinen Clip, der während der Pause des Superbowl 1984 gezeigt wurde. Er wurde von Ridley Scott gedreht und ist heute ein Meilenstein der Werbebranche.

[su_youtube url="https://www.youtube.com/watch?v=VtvjbmoDx-I"]

Der Rest ist die Geschichte von Rausschmiß Steves aus Apple im Folgejahr und der Phase ab 1998, die den heutigen Erfolg Apples begründet. Aber ohne den Macintosh wären Computer heute anders. Wie? Alles Spekulation.

Happy Birthday Mac!

Bildquelle Unsplash

Den Artikel im Magazin lesen.
 
Basis von Motorolas 68000-CPU, die mit 8 MHz getaktet war und auf 128 KB Arbeitsspeicher zugreifen konnte

Schon wahnsinnig verrückt. Es ist die gleiche CPU, die in meinem aktuellen Arbeitsplatz großflächig genutzt wird 😊 (Motorola 68010, Zusammen mit Intel 80186, dafür mit 40MHz).
 
Der Mac war nicht der erste kommerziell erhältliche Computer mit GUI und Maus. Die Xerox Star gab es bereits 1981 zu kaufen, und die Xerox Alto wurde bereits 1978 vorgestellt. Die meisten GUI-Elemente waren bei der Xerox Star bereits vorhanden.
 
Der Star war aber nicht mit GUI und Maus, oder?
Erst Lisa war der erste Computer mit GUI und Maus, wie im Artikel auch steht, oder nicht?
*edit* Nein, stimmt wohl doch so, wie Du geschrieben hast. Die GUI war mit Maus zu bedienen (steht zumindest so auf Wikipedia).

Ich empfehle hier zu dem Thema noch den Doku-Film:
 
Bereits die Xerox Alto 1978 hatte sowohl GUI wie auch Maus, diese wurde aber nicht wirklich vermarktet und das GUI war noch eher rudimentär. Die Star hatte ein deutlich weiter entwickeltes GUI, was auch bereits viele der Elemente enthielt, die die anderen GUIs die bald erschienen. Aber am besten schaust Du Dir das einfach mal selbst an.

1985 erschienen sowohl Windows 1.0, AmigaOS, GEM (sowohl Atari TOS als auch DOS). Amiga und GEM folgen dem Mac in der Gestaltung des GUIs sehr deutlich. 1988 kam dann OS/2 1.1 mit GUI.

Zu erwähnen ist auch, dass X11 bereits im Sommer 1984 erschien, d.h. auch vor dem Mac. Aber das beinhaltete damals nur das Athena-Widget-Set und keinen Desktop wie man das von Star, Mac, Amiga, Windows oder GEM gewohnt gewesen war. D.h. auf UNIX und VMS war man so betrachtet mit dem GUI etwas schneller als der Mac. OpenLook (1988) und Motif (1989) sind dann die ersten Toolkits, die auf UNIX oder VMS ein GUI-Interaktion ermöglichten wie man sie von den anderen OS kannte. NeXT stellte den NeXT computer ebenfalls 1989 vor. Das wichtigste bei NeXT war die Einführung eines GUI-Designers.
 
Bereits die Xerox Alto 1978 hatte sowohl GUI wie auch Maus, diese wurde aber nicht wirklich vermarktet und das GUI war noch eher rudimentär.
Genau darum geht es. Natürlich gab es bei Xerox Vorbilder für den Macintosh. Diese waren zwar irgendwie erhältlich, aber eben nicht massenmarkttauglich. Exakt das änderte sich mit dem Macintosh und macht seine Stellung aus. Ähnlich dem iPad und iPhone😉