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Feature Greenpeace: Apple legt eine neue Messlatte für die Verwendung erneuerbarer Energien

Martin Wendel

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Greenpeace hat für seinen Clicking Green-Bericht über 300 Datenzentren von 19 führenden Technologieunternehmen auf die Elektrizitäts-Versorgungskette hin untersucht. Dabei kommen die Umweltschützer zum Fazit, dass Apple zur Erreichung einer 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien „am innovativsten und aggressivsten“ vorgehe und eine neue Messlatte für die gesamte Industrie setze. Apples Bemühungen über die letzten 24 Monate, seine Datenzentren und damit auch die iCloud zu 100 Prozent mit Grünstrom zu versorgen, würden erklären, warum es sich bei dem Unternehmen um eines der innovativsten und beliebtesten der Welt handle, so Gary Cook, Senior IT-Analyst bei Greenpeace.[prbreak][/prbreak]

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Apple betreibt seit über einem Jahr seine Datenzentren zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien. (via Apple)
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„Wir denken, dass die Taten mehr als Worte sagen“, so eine Unternehmenssprecherin von Apple zu dem Bericht von Greenpeace. Apple sei stolz darauf, die Industrie mit seinen seit mehr als einem Jahr zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betriebenen Datenzentren anzuführen. „Wir haben die größte private Solaranlage und Brennstoffzellen-Einrichtung des Landes an unserem Standort in North Carolina gebaut und innovative Projekte für saubere Energie sind für unsere Datenzentren in Nevada und Oregon in Arbeit“, so Apple weiter. In der Vergangenheit wurde der Konzern von Greenpeace kritisiert, da Serverdienste wie iCloud oder Siri zum Teil mit Energie aus Kohlekraftwerken betrieben wurden.

Im Report von Greenpeace werden auch Facebook und Google für ihre Bemühungen zur Verwendung erneuerbarer Energien gelobt. Mit Kritik sieht sich hingegen Amazon mit seiner Server-Cloud Amazon Web Services (AWS), der nur zu 15 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben wird, konfrontiert. „Indem sie weiterhin unsaubere Energie kaufen, kann Amazon Web Services nicht nur nicht mit Apple mithalten, sondern zieht auch viel vom Internet mit sich hinunter“, so Greenpeace-Analyst Cook. Amazon Web Services wird von zahlreichen Internetdiensten, wie etwa Dropbox, Spotify oder Netflix, verwendet.

Amazon verteidigt sich und spricht davon, dass der Bericht falsche und ungenaue Daten über die Energieverwendung von Amazon Web Services nutze. Man arbeite hart daran, Amazon Web Services in einer umweltfreundlichen Art zu betrieben, so ein Sprecher von Amazon. Seine IT-Infrastruktur über AWS zu betreiben, sei grundsätzlich energieeffizienter als ein klassisches, kleines und ineffizientes Datenzentrum zu betreiben, so Amazon.

Via The Telegraph
 
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Reaktionen: sohamandra
Vorbildlich. Kann sich insbesondere die NSA auch mal ein Beispiel dran nehmen:p
 
Dieser Bericht zeigt mir wieder, dass Apple einer der wenigen Konzerne ist, der wirklich so schnell (und sogar so innovativ) wie möglich versuchen will, die Umwelt zu entlasten. Auch hinsichtlich der Arbeitsbedingungen arbeitet Apple ziemlich hart an sich, auch wenn diese noch nicht ganz optimal sind. :)
Aber Apple zeigt aus meiner Sicht guten Willen und macht auch konsequent was aus sich! Anstatt, dass Amazon genauso akribisch versucht wie Apple, ihren Teil zur Umweltschonung beizutragen, wird erst mal ein kritischer Bericht über sie selbst heruntergemacht und als völlig fehlerhaft tituliert! Ich will Amazon nicht unterstellen, dass sie gar nichts tun. Aber solch ein Verhalten zeigt mir schon, dass Umweltschonung nicht wirklich in der oberen Hälfte ihrer Prioritätenliste steht. :(

EDIT: Und Apples Vorhaben auch noch indirekt kritisieren, das optimale Ergebnisse hervorbringt (hier u.a. ein mit 100%-Öko-Strom betriebenes Datenzentrum genannt), ist ja noch die Höhe!:mad:
 
Ich persönlich denke immer, dass Apple eher eine gute PR-Abteilung hat.
 
Ich persönlich denke immer, dass Apple eher eine gute PR-Abteilung hat.
Natürlich haben sie so eine - Apple hat es beispielsweise nicht nötig, Stars Handys zu schenken, damit die andere Stars damit fotografieren oder Ähnliches.
Aber man kann auch eine gute PR-Abteilung haben und trotzdem ein Vorbild sein. Wieso soll das Eine das Andere ausschließen?
 
Ich persönlich denke immer, dass Apple eher eine gute PR-Abteilung hat.

Entweder man hat umweltfreundliche Rechenzentren (wie Apple) oder man hat sie nicht..

Eine gute PR-Abteilung hat vielmehr Samsung, Google & Co. - die schaffen es, trotz Produktion bei Foxconn und den dortigen Arbeitsbedingungen, nicht in den Negativschlagzeilen aufzutauchen oder nur sehr selten in diesem Zusammenhang erwähnt zu werden, meist ist es nur Apple..
 
Jetzt denken wir noch einen Schritt weiter: Apple nutzt bis heute die Services von amazon (http://www.macwelt.de/ratgeber/iCloud-So-funktioniert-der-Web-Service-von-Apple-7813003.html - oder wenn man mal in LS schaut).

Dann sieht auch Apple nicht mehr so grün aus...

Bis Heute? Deine Quelle ist bis zum 05.04.2013 datiert, alles darüber hinaus ist reine Spekulation deinerseits! Aber schon interessant wie eifrig die Leute immer nach dem Wurm im Apfel suchen...

Zudem kann man bei Amazon vielleicht auch grüne Server bestellen?
 
Greenpeace spricht explizit davon, dass die iCloud 100 % "grün" ist. Die Info dürfte mittlerweile also veraltet sein.
Dann erkläre mir, wieso sich die iCloud-Dienste mit den AmazonAWS-Servern verbinden wollen. Das läuft sehr wohl noch über die Amazon-Server.
 
Du kannst auch bei AWS auf "grünen" Servern hosten. Wird Apple dann wohl vermutlich so machen.
 
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Reaktionen: simmac
Aus meiner Sicht ist es auch ein cleveres Nutzen des überschüssigen Geldes.
Apple hat ja bekanntlich genug davon rumliegen.
Man investiert heute also in etwas teure grüne Energie - hat gleichzeitig nun durch Greenpeace kostenlose Werbung - und hat dann
später sogar günstige Energie. Das eingesetzte Kapital bringt so also noch Zinsen.
Win win würde ich sagen.
 
Entweder man hat umweltfreundliche Rechenzentren (wie Apple) oder man hat sie nicht..

Eine gute PR-Abteilung hat vielmehr Samsung, Google & Co. - die schaffen es, trotz Produktion bei Foxconn und den dortigen Arbeitsbedingungen, nicht in den Negativschlagzeilen aufzutauchen oder nur sehr selten in diesem Zusammenhang erwähnt zu werden, meist ist es nur Apple..

Das liegt denke ich eher daran, dass sich mit solchen News und Apple einfach mehr Reichweite generieren lässt. Apple polarisiert einfach mehr.