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Andreas Vogel

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Andreas Vogel
Schon länger geistern Blutdruck- und Blutzuckermessung als kommende Funktionen der Apple Watch durch die Leakmedien. Nun arbeitet Apple mit Rockley Photonics zusammen.



Rockley Photonics ist ein britisches Unternehmen, das sich auf optische Sensoren zur Blutüberwachung mittels Infrarotlicht spezialisiert hat. Unter anderem Alkohol- und Blutzuckerspiegel sind in der Vergangenheit Forschungsbereiche.

Nun will Rockley Photonics an die New Yorker Börse und hat bei der Börsenaufsicht SEC Unterlagen eingereicht. The Telegraph schreibt, dass das Unternehmen vor allem einen laufenden "Liefer- und Entwicklungsvertrag" mit einem Großkunden hat. Dieser ist für den Großteil des Umsatzes verantwortlich. 2019 waren dies 99,6 Prozent und 2020 gar 100 Prozent. Apple läßt sich aus diesem Dokument recht klar als dieser Kunde identifizieren.
Rockley Photonics und Apple


Das Unternehmen hat mittlerweile eine Dependence in San Jose, nahe Apple. Aber auch Einrichtungen in Oxford, Cardiff, Cork und Helsinki. In den SEC Unterlagen schreibt Rockley Photonics, dass die neuen Sensoren schon im nächsten Jahr in Smartwatches verwendet werden können. Dies würde beispielsweise mit dem Release der Apple Watch 8 übereinstimmen.

Rockley arbeitet aktuell an zwei Sensor Modulen, einem Basis- und einem Fortgeschrittenen-Modul. Das Basis-Modul umfasst die Messung von Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Blutdruck, Flüssigkeitszufuhr und Körpertemperatur. Das Fortgeschrittenen-Modul fügt dem noch Blutzucker, Kohlenmonoxid, Laktat und Alkoholspiegel hinzu. Ob all diese Messwerte nun direkt Eingang in eine Apple Watch finden darf bezweifelt werden. Apple führt neue Sensoren erst ein, wenn diese robust genug für den Massenmarkt sind. Zusätzlich führt Apple diverse Studien durch, die einen diagnostischen Mehrwert beweisen müssen.

Verlässliche Blutzuckerüberwachung ist für Diabetiker überlebenswichtig. Daher ist beispielsweise in dem Bereich 100 prozentige Genauigkeit entscheidend. Dass optische Senoren einen Pieks ersetzen können ist für viele Betroffene bisher eine unangenehme Vorstellung.

Via 9to5Mac

Den Artikel im Magazin lesen.
 

Thaddäus

Golden Noble
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Das Gerücht in Bezug auf Blutzuckermessung gab es doch schon im Vorfeld der Series 6 meine ich…
 

MFK

Rheinischer Krummstiel
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Blutdruckmessung wäre sicher für Viele hilfreich. Ob das aber ohne Manschette einigermaßen genau funktioniert?
 

ottomane

Golden Noble
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Ui, das wäre schon ein Riesending, weil es zwei Volkskrankheiten adressiert.

Wenn sie beides hinbekämen, traue ich Apple zu, dass sie es in Salamischeiben über zwei Jahre verteilt servieren.
 

Mitglied 241048

Gast
Blutdruckmessung wäre sicher für Viele hilfreich. Ob das aber ohne Manschette einigermaßen genau funktioniert?

Die Samsung Galaxy Watch3 kann ja auch schon den Blutdruck messen:

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Dazu benötigt sie aber eine Referenzmessung mittels eines Blutdruckmessgeräts zur Kalibrierung. Könnte mir vorstellen, dass Apple was Vergleichbares umsetzt.
 
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elsi

Martini
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Dass optische Senoren einen Pieks ersetzen können ist für viele Betroffene bisher eine unangenehme Vorstellung.
Naja, unangenehm ist vielleicht das falsche Wort, aber ich verstehe schon was du meinst.
Ich persönlich würde sagen, ich bin etwas skeptisch, und um mich ganz auf sowas zu verlassen, bräuchte ich eine lange Testphase. Auch viele Blutzuckersensoren, die "invasiv" sind, müssen kalibriert werden um halbwegs genau zu sein, und eine manuelle Kalibrierung wird Apple mMn nie veröffentlichen. Ich traue Apple aber durchaus zu, das hinzubekommen, da ist @Jan Gruber vielleicht noch skeptischer als ich ;)
Dazu benötigt sie aber eine Referenzmessung mittels eines Blutdruckmessgeräts zur Kalibrierung. Könnte mir vorstellen, dass Apple was Vergleichbares umsetzt.
Das klingt sehr interessant. Aber wie gesagt, Kalibrierung bei Apple kann ich mir nicht vorstellen. Da bringen sie es lieber erst 1-2 Jahre später und dann ohne.
 
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Mitglied 87291

Gast
Blutdruck Messung fänd ich auch sehr interessant. Spannend dass die Galaxy das schon kann, wusste ich gar nicht.

Hoffe das Apple mal wieder auf mehr Features setzt und nicht drei neue Tänze in der Fitness-App...
 
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HeinerM

Galloway Pepping
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Genial, wie sich das Teil entwickelt!
 

Signor Rossi

Jonathan
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Die Körpertemperaturanzeige ist mMn überfällig. Kann mir nicht vorstellen, dass der Blutdruck über eine Uhr aussagekräftig sein kann. Im Augenblick ist die genauste Art den Blutdruck zu messen am Oberarm und Manschette. Es hat ja auch einen Grund wieso die Manschette dann auch ziemlich fest am Arm festgezurrt wird. Die Handgelenkmanschetten sind wesentlich ungenauer.
Ähnlich wie beim Blutzucker messen ohne pieksen müsste Apple von Grund auf etwas neues erfinden.
Das Samsung diesen Gimmick hat muss nichts bedeuten, wird wahrscheinlich total ungenau sein. Anscheinend bekommen sie ja nicht mal einen genauen Schrittzähler hin.
 

Mitglied 105235

Gast
Wenn die schon Blutdruck messen kann, dann sollte aber auch alle iPhone in der Nähe Informiert werden, das nun gleich einer am explodieren ist und nicht angesprochen werden sollte. 🙃
 

Mitglied 241048

Gast
Kürzlich hatte ich auf VOX die Höhle der Löwen gesehen (schaue ich sonst eigentlich selten). Dort wurde ein UV-Messgerät für den Arm vorgestellt, dass vor Sonnenbrand und zu geringer Sonnenlichtversorgung (Vitamin-D-Mangel) warnen kann. Da hatte ich mir gedacht, dass das mal ein wirklich cooles Feature für die Apple Watch wäre. Ich trage meine jedenfalls auch immer im Schwimmbad und am Strand.

Ggf. könnte die Watch sogar mit ihrem rückseitigen Sensor den Lichtschutzfaktor einer aufgetragenen Sonnencreme ermitteln und das dann direkt in die Berechnung mit einfließen lassen. Auch einen gewünschten Bräunungsgrad könnte man ja ggf. vorgeben.

Eine integrierte Blutdruckmessung fände ich aber auch super. Will man das ohne Kalibrierung machen, bräuchte man aber wohl ein Armband, das per Kompressor aufpumpbar wäre. Und daran glaube ich eher weniger. Außerdem will ich so ein Armband als Fan des Edelstahl-Gliederarmbands auch gar nicht haben. Da wäre mir dann mein Withings Blutdruckmessgerät als Referenz deutlich lieber. Dessen Daten braucht die Watch ja nur über die Health Mate App von Withings auslesen.
 
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Verlon

Wöbers Rambur
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Wenn sie beides hinbekämen, traue ich Apple zu, dass sie es in Salamischeiben über zwei Jahre verteilt servieren.

Da ich selbst schon ewig im R&D Bereich arbeite, muss ich dazu mal was sagen. Ich weiß, aus Verbrauchersicht wirkt es oft so, dass Innovationen gezielt verzögert werden. Aber die Realität ist eben, dass sehr viel Arbeit vonnöten ist, um die Marktreife zu erlangen. Und wirtschaftlich macht es natürlich auch Sinn, Innovationen nacheinander zur Marktreife zu entwickeln, da so die Wertschöpfung früher beginnen kann. Also, vereinfacht gesagt, lieber jedes Jahr eine Innovation (also nacheinander zur Marktreife entwickeln), als jede zwei Jahre zwei Innovationen auf einmal (exakt parallel).

Man darf halt nicht vergessen, die Kapazität ist begrenzt. Daher erfolgt immer eine Priorisierung.

Blutdruck Messung fänd ich auch sehr interessant. Spannend dass die Galaxy das schon kann, wusste ich gar nicht.
Definitiv, fände ich auch super. Allerdings ist die Qualität der Messung entscheidend. Ich bin kein Freund von Features, die in der Realität nichts bringen oder gar kontraproduktiv sind, weil die Präzision der Messung zu oft zu lausig ist. Samsung hat da eine recht niedrige Latte bei der Qualitätskontrolle. Da ist Apple schon etwas besser, aber auch da finde ich es teilweise sehr grenzwertig, in welcher Qualität die Features auf den Markt kommen. Das war bei der Pulsmessung so (die erst über die Jahre immer besser wurde) oder jetzt auch bei der SpO2 Messung.

Im Health-Consumer Bereich kann halt jeder Mist auf den Markt geworfen werden, in dem man eben einfach dazu schreibt, dass es sich nicht um ein medizinisches Produkt und somit nicht zur Diagnose geeignet ist.
 
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MukMuk

Ontario
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Den Alkoholgehalt messen zu können wäre mal ne lustige Sache 😂
 

lemmy65

Erdapfel
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" Dass optische Sensoren einen Pieks ersetzen können ist für viele Betroffene bisher eine unangenehme Vorstellung. "

Wieso unangenehm? Ich stelle mir das doch deutlich besser und angenehmer vor. *kopfkratz*
 

ottomane

Golden Noble
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Da ich selbst schon ewig im R&D Bereich arbeite, muss ich dazu mal was sagen. Ich weiß, aus Verbrauchersicht wirkt es oft so, dass Innovationen gezielt verzögert werden. Aber die Realität ist eben, dass sehr viel Arbeit vonnöten ist, um die Marktreife zu erlangen.
Ich weiß selbst aus dem R&D-Bereich eines deutschen Großunternehmens, dass man bewusst Salamischeiben verteilt ;) Es gibt da sicher Unterschiede in den Strategien. Aber ich muss dir Recht geben - wenn komplexe Dinge neu entwickelt werden müssen, kann man das nicht beliebig parallelisieren.
Kann das vernünftig funktionieren? Die wärme staut sich doch bestimmt unter der Uhr.
Das ist vielleicht gerade der Schlüssel. Dort erreicht der Körper vielleicht eine Temperatur, die der maximalen Temperatur nahe genug kommt bzw. wenige Störgrößen Einfluss haben, die man nicht eliminieren kann . Wärmer wird's nur wenn die Uhr glüht oder der Akku abbrennt.
 

Verlon

Wöbers Rambur
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Aber ich muss dir Recht geben - wenn komplexe Dinge neu entwickelt werden müssen, kann man das nicht beliebig parallelisieren.

Stimmt, es kommt sicherlich auf den Aufwand an. Ich selbst bin in der Forschung tätig, da handelt es sich meist um komplexere Entwicklungen, die dann bei einer bestimmten Reife an die Produktentwicklung weitergegeben wird. In der Produktentwicklung gibt es sicher auch deutlich einfachere Innovationen, die eben dann gelauncht werden, wenn es notwendig oder sinnvoll erscheint und bis dahin in der Schublade bleiben.

Den Blutzucker oder den Blutdruck am Handgelenk zu messen, sind meiner Einschätzung jedoch schon sehr komplexe technische Innovationen, die eben auch viel Entwicklungsaufwand benötigen.
 
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Maytek

Riesenboiken
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Ist eigentlich bekannt was für eine Lösung da genau angepeilt wird?
Wie realistisch wäre es denn dass eine Uhr den Blutzucker ganz ohne weitere Hilfsmittel wie spezielle Pflaster etc. messen kann?
Wenn das aus dem Stand raus einfach funktioniert, könnte das ja auch interessant sein, für Leute die überhaupt noch nicht wissen dass sie Diabetes haben. Vor allem bei Typ 2 folgen Symptome, soweit ich weiß, oft ja erst im fortgeschrittenem Stadium.