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Foto - Display vs. Farbbild vom Labor

Dieses Thema im Forum "Displays" wurde erstellt von toni.leitner, 02.08.07.

  1. toni.leitner

    toni.leitner Wohlschmecker aus Vierlanden

    Dabei seit:
    05.04.07
    Beiträge:
    239
    Hallo,

    habe seit kurzem einen Imac 20 " und auch eine Digitalkamera Nikon D40.

    Ich habe nun einige Fotos gemacht. Am Bildschirm schauen die Fotos sehr gut aus (Farbe, Kontrast, etc.).

    Nun habe ich einige beim Fotogeschäft ausbelichten lassen. Die Bilder sind eher enttäuschen, dh. sie wirken flau und schauen ganz anders aus als am Bildschirm.
    Ich bin dann noch zu einem zweiten Fotografen mit den DAteien gegangen. Der hat auch schon in seiner Vorschau gesehen, dass die Bilder wenig Farbe und Brillanz aufweisen (dh. genauso wie beim anderen Fotografen).
    Er hat gemeint, dass ich mit dem "falschen" Farbraum arbeite. Ich solle angeblich den "sRGB" Farbraum verwenden, dieser stimme am besten mit den Fotos aus dem MInilab überein.

    Nun meine Frage

    - bei mir war MAC Farbraum eingestellt - eine Änderung auf sRGB hat für mein Empfinden bei der Bildschirmdarstellung keine Änderung gebracht.
    - kann oder sollte man den Farbraum auch bei der Kamera umstellen, oder ist das überhaupt nicht möglich ?

    Danke für die Antwort(en).

    Fg. Leitner Anton.
     
  2. raketenmann

    raketenmann Becks Apfel (Emstaler Champagner)

    Dabei seit:
    30.12.03
    Beiträge:
    335
    Hallo,
    sRGB ist Quasi-Standard für Bildschirmdarstelleung. Falls Deine Kamera Adobe RGB unterstützt, nimm das. Die Alpha von Sony kanns, bei Nikon kenn ich mich nicht aus.
    Was Der MAC-Farbraum ist, ist mir völlig schleierhaft, aber sRGB ist allemal besser. Adobe RGB ist eigentlich Standard und bietet einen großen Farbumfang. Bei sRGB ist der Farbumfang ein wenig geringer.
    Da ich diesen MAC-Farbraum noch nie irgendwo angetroffen habe, kann ich dazu nichts sagen, aber eine Änderung am Bildschirm kannst Du gar nicht bemerken. Du konvertierst ein Bild mit einem womöglich geringeren Farbraum in einen größeren Farbraum wie sRGB oder gar Adobe RGB. Das bedeutet, dass nun mehr Farben zur Verfügung stehen. Da Dein Bild die gar nicht hat, werden sie nicht irgendwo hergezaubert. Du wirst ja auch nicht größer, wenn Du aus einem kleinen Zimmer in einen großen Flur gehst. Mal als sehr anschauliches Beispiel.
    Dass die Farben auf verschiedenen Rechnern anders aussehen, verwundert selten. Der Fotograf sollte ein kalibirertes System haben, Du eher nicht. Selbst im High-End-Bereich gibt es keine 100 Prozent Übereinstimmung, wenns um Bildschirm und Ausdruck geht. Es geht da um Monitoreinstellungen, das Programm, die Einstellungen des Programm usw usw. Das füllt Bücher, aber man muss es nicht alles wissen.

    Am Ende bleibt eins: Was Deine Kamera da macht, kann niemand ahnen. Was sie kann, sollte im Handbuch stehen. Die D40 ist ne Amateurkamera, aber gute Bilder sollte sie dennoch machen. Der Haken liegt meist beim Benutzer. Probier mal die Farbmodi durch und schau mal, wie die Fotos aussehen, wenn Du die Kam auf Automatik stellst. Diese MAC-Einstellung, wenn ich mich nicht total irre und Nikon da einen Wunderknaben vergraben hat, solltest Du gegen RGB tauschen.

    gruß,
    stefan
     
  3. hans dampf

    hans dampf Gast

    Hallo Anton,
    Ich vermute, dass mit "MAC Farbraum" das Monitor-Profil des iMac-Monitors gemeint ist, das Du jetzt in den Monitor-Systemeinstellungen auf sRGB geändert hast?
    Wenn ja, dann solltest Du das wieder rückgängig machen. Sofern Du Deinen Monitor nicht kalibrierst (und das tust Du nicht, nehme ich jetzt mal an…), brauchst Du in den Monitor-Systemeinstellung nichts zu ändern! Was Du einstellst, ist nur für die Bildschirmdarstellung verantwortlich.
    Dein Fotograf wird vielleicht Deine Farb-Voreinstellungen in Deinem Bildbearbeitungsprogramm gemeint haben. Welches verwendest Du?
    Die Nikon (zumindest meine D80) hat als Standard sRGB voreingestellt (falls Du JPEG aufnimmst… bei RAW wäre der Farbraum egal.) Bei meiner D80 könnte ich auch auf AdobeRGB umschalten.

    Besten Gruß
    Hans
     
  4. morkvomork

    morkvomork Gast

    Als erstes muss man sich mal von dem Gedanken lösen, dass man auf Papier das gleiche Resultat bekommt wie auf dem Bildschirm. Das hängt ganz einfach mit der Natur der Dinge zusammen. Der Bildschirm leuchtet, das Bild nicht.

    Des weiteren sollte der Amateur dem Bild am besten gar kein Farbprofil zuweisen und wenn dann wirklich nur SRGB da dies auch das Profil ist, mit welchem 99 % der Belichter arbeiten. Sollte das Bild dem Belichter als Adobe-RGB gegeben werden, kommen meist etwas flauere Resultate dabei heraus. Ich habe das getestet! Mac-Profil kenne ich nicht.

    Anders verhält es sich in der Druckvorstufe, aber da wird dann eh meist CMYK verwendet.

    Um einigermaßen vergleichbare Resultate zu erlangen sollte auch der Bildschirm kalibriert sein. Das macht man entweder für viel Geld mit einem seperaten Gerät (Spyder, Gretag) oder dem Homeuser reicht es eigentlich, wenn er bei (s)einem Labor eine sogenannte Referenzdatei anfordert und das Bild dazu auf dem entsprechenden Papier. Dieses versucht er dann über das Bildschirmmenü weitgehend anzugleichen. Nachzulesen z.B. auch hier: http://www.fotokabinett.de/neu/monitor.htm

    Wichtig ist dabei, dass er den Angleich mit dem Programm macht, mit dem er das Bild bearbeitet hat und nicht in irgendeinem Bildbetrachtungsprogramm wie z.B. der Vorschau des Finders.
     
  5. voyager

    voyager Tokyo Rose

    Dabei seit:
    31.05.06
    Beiträge:
    69
    Wirklich genaue Bildschirmdarstellung schaffst eh nur mit hardware - kalibrierten Monitoren, ist halt immer eine frage ob du das investieren willst, sind halt ca. 100 Euro aufwärts zu Rechnen z.b. für die Spyder, die du aber auf mehreren PC´s verwenden kannst.

    Ich selbst hab sie mir zugelegt, da ich oft Druckdaten aufbereite und auch auf mehrern PC´s und Mac´s arbeite, dadurch schauen die Bilddaten auf allen Geräten gleich aus (zu 99% halt)

    Rein privat müsste man sich überlegen, ob sich die investition auszahlt oder man doch Farbunterschiede zum endprodukt in kauf nimmt
     
  6. A-S

    A-S Gast

    Hallo,
    ist das alles nur eine Frage des richtigen Farbraumes oder spielt hier auch der Bildschirm des aktuellen iMac eine Rolle?
    Ich überlege gerade mir auch einen neuen iMac zuzulegen. Unter dem Aspekt Bildbearbeitung (dafür will ich ihn u.a. verwenden) wurde mir wegen des glänzenden Displays abgeraten. Es hies, die Farben und Kontraste würde deutlich (gegenüber Ausdruck) verfälscht und auch Kalibrieren würde nicht viel bringen. Wie ist eure Erfahrung dazu?
     

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