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Firmenwagenbesteuerung

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von Mure77, 12.10.07.

  1. Mure77

    Mure77 Moderator
    AT Moderation

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    Hallo zusammen,

    ich habe seit September einen Firmenwagen. Diesen kann ich komplett nutzen, das heißt auch bis zu 10.000 KM im Jahr für den Privatgebrauch.

    Alle anfallenden Kosten werden durch die Firma übernommen. Sprit, Instandhaltung etc.....

    Ich habe in meinem Zusatzvertrag für das Auto stehen, dass ich 1 % des Neuwagenwertes versteuern muss.

    Nun ist mir bei der ersten Abrechnung aufgefallen das ich zur Steuer auch die Sozialversicherungsabgaben dafür zahlen muss. Ist das rechtens bzw. richtig ?

    Noch eine andere Frage. Wenn ich bei den Kunden die ich besuche mehr Aufträge ergatter und somit ein höheres Gehalt erhalte würde das Firmenauto automatisch teurer werden obwohl ich den gleichen Nutzen davon habe. Das kann doch nicht richtig sein.

    Gruß

    Der Mure
     
  2. Skeeve

    Skeeve Pomme d'or

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    Ist richtig. So ein Wagen ist geldwerter Vorteil. Du versteuerst ihn so, als hättest Du dies 1% als Geld erhalten. Hinzu kommt eigentlich noch ein Betrag für die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstelle. Schön, wenn man einen Heimarbeitsplatz (neudeutsch Home Office) hat. Da kann man sich das wenigstens sparen.
     
  3. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    a) der private Gebrauch des Firmenwagens ist ein "Geldwerter Vorteil", wird ergo genauso behandelt wie Dein Einkommen selbst, weil Bestandteil dieses Einkommens. Halt eben nicht in Bar, sondern als Geldwerte Sachleistung

    b) natürlich wird da nix teurer, da ja 1 % vom Listenneupreis des Autos angesetzt werden! Das bleibt konstant auch wenn andere Einkommensgrößen (Provisionen hier wohl vornehmlich zu nennen) sich verändern. Die haben dann natürlich schon Einfluß auf Steuerklasse etc.

    Gruß Stefan
     
  4. sale53

    sale53 deaktivierter Benutzer

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    Wie skeeve schon sagte, ist dies ein "geldwerter" Vorteil, der wie Einkommen behandelt wird und dementsprechend versteuert wird. Ist ja auch korrekt.

    Wenn du dann durch Mehrverdienst in eine andere "Steuerklasse" rutschst, sollten auch deine Abgaben steigen.
     
  5. Mure77

    Mure77 Moderator
    AT Moderation

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    Ich arbeite als Aussendienstler von zu Hause aus. Die Zentrale ist in einer anderen Stadt.

    Ich meine unter dem Strich ist es ja richtig lecker. Ich zahle je nach Verdienst 120-180 Euro netto dafür und habe alle Kosten vom Bein.

    Wenn ich alle Kosten, inklusive Anschaffung - Reifenkosten - Instandhaltung - Tüv - Steuern - Sprit etc., zusammenrechne dann komme ich auf 500-600 Euro im Monat die mich ein Auto kosten würden bzw. was mich mein Auto gekostet hat.

    Von daher ist diese Lösung schon richtig gut. Ich wollte nur mal sicher gehen ob es auch richtig ist, weil ich der Meinung war dass ich nur die effektiven Steuern zahlen müsste und nicht noch die Sozialversicherungsabgaben.
     
  6. Crunshinut

    Crunshinut Dithmarscher Paradiesapfel

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    Ist der geldwerte Vorteil nicht angehoben worden auf 1,5% ?

    o_O
     
  7. Mure77

    Mure77 Moderator
    AT Moderation

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    Wenn ich 2800 brutto habe oder 3200 und da kommt der Firmenwagen drauf dann ist das doch ein Nettounterschied oder bin ich auf dem Holzweg ?
     
  8. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    schon, aber keiner für den der Firmenwagen zuständig ist
    <edith>Bestenfalls an einer Progressiongrenze kann der Firmenwagen einen Einfluß ausüben</edith>

    Gruß Stefan
     
  9. sale53

    sale53 deaktivierter Benutzer

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    Grundsätzlich gesagt. Wer mehr verdient, zahlt auch meistens mehr.
     
  10. WDZaphod

    WDZaphod Prinzenapfel

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    Wenn Du mehr verdienst, zahlst Du rein für das Auto nicht mehr Geld - es bleibt bei den 1% des Neuwagenwertes, die Du VESTEUERN mußt. Da bei höherem Gehalt Dein Steuersatz aber steigt (Progression), zahlst Du natürlich auch mehr Geld.
    Du bezahlst ja hier einen geldwerten Vorteil, d.h. es wird wie ein höheres Gehalt behandelt.
    Ich hatte mal einen Firmenwagen, das wurde wie folgt berechnet:
    1% des wagenwertes plus 0,xx % pro EntfernungsKM Wohnung <=> Arbeitsstelle. Diese Summe wurde mir Brutto auf mein Gehalt bezahlt (von der Firma), und die gleiche Summe hinterher vom Nettogehalt abgezogen. Ergebnis: Ich habe rein die Einkommenssteuer für diese 1% + 0,xx% bezahlt. KM frei, Tanken inklusive. Waren damals soweit ich mich erinnern kann rund 300DM für einen Golf III Variant, bei 20km vom Wohnort zum Arbeitsplatz...
     
  11. Mure77

    Mure77 Moderator
    AT Moderation

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    Ist schon klar. Nur wenn ich den gleichen Nutzen habe, der Wagen verändert sich ja nicht mit mehr Gehalt, warum muss ich dann mehr bezahlen ?

    Das leuchtet mir nicht ein.
     
  12. JGmerek

    JGmerek Boskop

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    Hallo,

    richtig, kein zu bemerkender.

    [klugscheißmodus an]
    aber über die Progression schon. Da ja wegen dieser Progression jeder Euro, den man mehr verdient höher besteuert wird, gibt es einen rechnerischen Unterschied, da ja der reinzurechnende Betrag für den Firmenwagen die Gehaltserhöhung in der steuerlichen Progressionskurve nach oben schiebt. Keinen Unterschied mehr macht das Ganze, wenn man so oder so beim Spitzensteuersatz angelangt ist.
    [/klugscheißmodus aus]
     
  13. Skeeve

    Skeeve Pomme d'or

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    Wenn Du mehr Geld bekommst, ändert sich auch nicht die Kaufkraft des Geldes. Trotzdem zahlst Du mehr Steuern. Leuctet das ein? Betrachte es einfach so, als bekämst Du die 1% als Geld. Aus dem Gesamtgehalt wird die Steuer ermittelt. Anschließend wird Dir das 1% wieder abgezogen.
     
  14. sale53

    sale53 deaktivierter Benutzer

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    728
    Natürlich bleiben 1 % immer 1% des Anschaffungspreises.

    Wenn du aber durch erfolgreiche Arbeit mehr verdienst und darauf immer der geldwerte Vorteil gesattelt wird, steigt dein Gesamteinkommen, das natürlich bis zum Spitzensteuersatz ansteigend entsprechend versteuert wird.
     

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