Filament Drucker für Dentallabor

iTom62

Fießers Erstling
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Nachdem es nun Filamente mit Medizinprodukte-Zulassung gibt, überlege ich, diese vielleicht für dentale Zwecke einzusetzen. Für präzise Aufgaben verfüge ich bereits über einen Resin-Drucker, aber ich könnte mir für bestimmte Aufgaben wie individuelle Abformlöffel auch deinen Filament-Drucker vorstellen. Nun gibt es da eine große Preisspanne von ca. 150€ bis einigen 1000€.
Die Objekte sind vielleicht 8x8x6cm und nicht sehr massiv.
Könnt ihr mir da Geräte empfehlen? Es muss nicht aus dem Profibereich sein. Beheizbare Bauplattform ist wichtig und nicht zu niedrige Geschwindigkeit.

Danke, Tom
 

double_d

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Mein Bruder, seines Zeichens Zahntechnikermeister, arbeitet in seinem Labor mit einem Ultimaker 3.
Was genau die damit ausdrucken, kann ich Dir leider nicht sagen. Rein vom Formfaktor und seiner Auflösung, glaube ich aber, dass es dort einen ähnlichen Einsatzbereich hat, wie Du ihn Dir vorstellst.

Das Ding ist natürlich im Vergleich zu "günstigen" Chinadruckern, die ähnliche Qualität aufweisen können (!!!) auch noch recht teuer mit weit über 3.000,-. Allerdings hat ein Ultimaker aus meiner bescheidenen Sicht einen erheblichen Vorteil gegenüber selbst gemoddeten China-Pendants, der eindeutig in der Zuverlässigkeit und nachhaltigen Qualität steckt.

auch seine Bauform spricht dafür. Dualextruder für z. B. wasserlösliches Stützmaterial und der CoreXY ähnliche Aufbau, bei dem das Bett in Z-Richtung fährt, sprechen hier eher für mehr Präzision bei relativ hohen Geschwindigkeiten.

Letztlich ist das aber auch trotz seines Preises nur ein Consumer Gerät. Alternativen in diesem Anwendungsbereich sehe ich hier bei Flashforge, als günstiges Einstiegsprojekt. Hier z. B. den Creator Pro Dual oder den Inventor. Ansonsten bei MakerBot in der Replicator-Serie (plus oder pro), hier allerdings schon auf "semiprofessionellem" Niveau, wenn man mit einem Single Extruder auskommt. Dazwischen ist fast nichts und darüber fangen die proprietären Lösungen für Industriezweige bereits an. Und zu gleichen oder ähnlichen Preisen sind es immer irgendwelche Clone vom Ultimaker oder MakerBot.

Die Flashforge sind vergleichsweise günstig und erfordern wahrscheinlich für den betrieblichen Einsatz jemanden, der sich richtig gut damit auskennt (zumindest der Creator Pro), wenn mal was ist. Ultimaker und MakerBot denke ich, sind da eher Geräte, die jeder im Labor nach dokumentierter Anleitung problemlos bedienen kann. Den Inventor von Flashforge sehe ich da auch bedingt.
Der MakerBot hat allerdings keinen Dualextruder. Ob der damit aufgerüstet werden kann, weiß ich nicht. Weiterhin weiß ich auch nicht, ob es ein unbedingtes MUSS ist. Ich finde nur, dass es gerade im Dentalbereich mehr als praktisch wäre, mit zwei verschiedenen Materialien gleichzeitig drucken zu können.

Die Wahl würde mir nicht leicht fallen. Privat definitiv den Flashforge Creator Pro und betrieblich ausschließlich als Einstieg und schnelles Abschreibungsobjekt zum Üben. Wobei sich dann der Inventor eher anbietet für den betriebl. Zweck, weil ich denke, dass der auch bleiben könnte, wenn er zuverlässig arbeitet. Der hat schon ein recht hohes Niveau und kostet ein Drittel vom Ultimaker. Ansonsten wäre meine erste Wahl wohl der MakerBot, wenn man mit einem Material gleichzeitig auskommt.
 

iTom62

Fießers Erstling
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Super! Danke für die ausführliche Info. Ich schaue mir die Geräte mal an.