• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Festnahme nach Gesichtserkennung: Teenager verklagt Apple

Jan Gruber

Chefredakteur Magazin und Podcasts
AT Administration
AT Redaktion
Registriert
01.11.16
Beiträge
15.097
Festnahme nach Gesichtserkennung: Teenager verklagt Apple
highpoint_hero.jpg



Kaum ist der Rechtsstreit gegen Qualcomm ausgestanden, rollt ein weiterer Rechtsstreit in den USA heran. Auch wenn der Fall nicht vergleichbar ist – der Streitwert kann sich sehen lassen. Ein Teenager verklagt Apple und den Sicherheitsanbieter SIS – nach einer Festnahme aufgrund von Gesichtserkennung – auf eine Milliarde US-Dollar.
18-jähriger fälschlicherweise des Diebstahls beschuldigt


Der 18-jährige wurde von der Polizei verhaftet. Er wurde verdächtigt, Diebstähle in mehreren Apple Stores in den USA begangen zu haben. Den – falschen – Hinweis für die Festnahme lieferte laut der Anklage Apple selbst – bzw. genau genommen eine Gesichtserkennung. Denn in der Anklage wird behauptet, dass Apple in seinen Geschäften solche Technologien einsetze.
Apples Verwendung von Gesichtserkennungssoftware in seinen Geschäften zur Verfolgung von Personen, die des Diebstahls verdächtigt werden, ist die Art der Orwell'schen Überwachung, die die Verbraucher fürchten, zumal davon ausgegangen werden kann, dass die Mehrheit der Verbraucher nicht weiß, dass ihre Gesichter heimlich analysiert werden", heißt es in der Klage.​

Apple dementiert Gesichtserkennung in Apple Stores


Apple selbst hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und beteuert, dass in den Apple Stores keine Gesichtserkennung zum Einsatz komme. Nun wird vermutet, dass die falsche Gesichtserkennung auf den Security-Anbieter SIS (Security Industry Specialists) zurückzuführen ist. Dieser könnte das Material von Überwachungskameras ausgewertet und die falsche Person als Täter identifiziert haben.
Irrtum führt zu Milliarden-Dollar-Klage


Wie es zu dieser falschen Identifizierung kommen konnte? Am 31. Mai 2018 soll es im Apple Store Boston zu einem versuchten Diebstahl von Apple-Hardware im Wert von 1.200 US-Dollar gekommen sein. Der Täter hat sich offenbar mit einem gestohlenen Ausweis des 18-jährigen Teenagers, auf dem kein Foto angebracht ist, ausgewiesen. Nun wird vermutet, dass SIS die Daten des gestohlenen Ausweises damals mit biometrischen Daten des Täters verknüpft hat.
Beschuldigter schnell wieder freigelassen


Nach weiteren Diebstählen desselben Täters in Apple Stores in New Jersey, Delaware und Manhattan war der – falsche – Schuldige dann rasch gefunden. Die Polizei stellte nach einer Festnahme allerdings schnell fest, dass der echte Dieb nichts mit jener Person, von der der Ausweis stammt, zu tun hatte. Außerdem konnte der Teenager nachweisen, dass er nicht hinter dem versuchten Diebstahl in Boston stecken kann – zu dieser Zeit hat er an einer Abschlussfeier in Manhattan teilgenommen.

Via New York Post & The Verge
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also nutzt Apple die Software in den Läden ohne dass ich das als Kunde weiß? Oder habe ich da beim Betreten der Läden die AGB´s in dieser Richtung übersehen?
 
Also ich habe auf einer anderen Seite gelesen das die Behauptung das Gesichtsrkennungssoftware verwendet wird eine Behauptung des Klägers ist und Apple einen Einsatz solcher Software dementiert hat.
 
Jetzt musste ich erst mal googeln was Doller überhaupt "bei euch da oben" heißen könnte ;p
Ist schon ausgebessert, seit der Feststellung von yakm
 
Den Abschnitt mit dem gestohlenen Ausweis check ich nicht...
Also, ein gestohlener Lernfahrausweis ohne Foto wurde bei Apple als ID-Objekt benutzt, die haben dann ein Foto des Diebes per Gesichtserkennung damit in Verbindung gebracht, was zur irrtümlichen Verhaftung führte ... ein Recht auf Bild ist (auch in den USA) nicht per AGB zu erwirken, so nicht eine unmittelbare Delinquenz vorliegt. Apple bestreitet das Nutzen von Face-ID in den Shops, schweigt sich aber zur Herkunft des kompromittierten Fotos aus und verweist auf Security Industry Specialists (Überwachungsfirma); der Kläger dürfte gute Chancen haben.
 
Was ist ein "ID-Objekt"? Wie kommt Apple an den Ausweis?

Wie kann man ein nicht vorhandenes Foto eines Ausweises mit einem Foto der Gesichtserkennung vergleichen?

Welche Gesichtserkennung überhaupt? Überwachungskameras in den Stores? Wenn jemand an einem der ausgestellten iPhones in die Kamera guckt oder Face-ID ausprobiert?
 
Hab den Artikel mal aktualisiert und auch die Stellungnahme von Apple eingepflegt (dass es in Stores keine Gesichtserkennung gibt). Vielleicht ist jetzt klarer, was es mit dem Ausweis auf sich hat. :)
 
  • Like
Reaktionen: Jan Gruber
Was ist ein "ID-Objekt"? Wie kommt Apple an den Ausweis?

Wie kann man ein nicht vorhandenes Foto eines Ausweises mit einem Foto der Gesichtserkennung vergleichen?

Welche Gesichtserkennung überhaupt? Überwachungskameras in den Stores? Wenn jemand an einem der ausgestellten iPhones in die Kamera guckt oder Face-ID ausprobiert?
Jemand (wohl der Dieb) hat sich mit dem Papier ausgewiesen und Apple hat im Rückschluss das Foto des Verhafteten in Verbindung gebracht, hat wohl andere persönliche Ausweise zu anderen Einkäufen benutzt. Auf jeden Fall wird Apple die Herkunft des Bildes erklären müssen.
 
Milliarde Dollar [emoji23][emoji41]

Meine Anwaltskollegen in den USA sind schon tolle Spaßvögel.

Höhere Forderung, damit hohe Verhandlungsmasse.

Wenn am Ende ein paar Millionen rauskommen, bleiben die als Erfolgshonorar im wesentlichen bei den Anwälten und ein paar Krümel davon bei ihm.

Perverses Justizsystem dort, durch und durch.
 
Jemand (wohl der Dieb) hat sich mit dem Papier ausgewiesen und Apple hat im Rückschluss das Foto des Verhafteten in Verbindung gebracht, hat wohl andere persönliche Ausweise zu anderen Einkäufen benutzt. Auf jeden Fall wird Apple die Herkunft des Bildes erklären müssen.
Die Frage bleibt trotzdem. Wie kommt Apple an den Ausweis? Muss man den vorzeigen, wenn man ein MacBook kaufen will?
 
  • Like
Reaktionen: Samson76
Die Frage bleibt trotzdem. Wie kommt Apple an den Ausweis? Muss man den vorzeigen, wenn man ein MacBook kaufen will?
Soweit ich das verstehe: In Boston wurde er bei einem versuchten Diebstahl ertappt von der Security-Firma und diese hat dann seine Daten anhand eines gestohlenen Ausweises aufgenommen. So wurde das Gesicht mit den falschen Daten verknüpft.
 
Soweit ich das verstehe: In Boston wurde er bei einem versuchten Diebstahl ertappt von der Security-Firma und diese hat dann seine Daten anhand eines gestohlenen Ausweises aufgenommen. So wurde das Gesicht mit den falschen Daten verknüpft.
So in etwa, für einen Company-verknüpften iPhone-Deal (AT&T o.ä.) wird man sich doch sicher ausweisen müssen ...
Der Junge reitet nun den Entschädigungsexpress, und der fährt in den USA einiges schneller als der ICE!
 
So in etwa, für einen Company-verknüpften iPhone-Deal (AT&T o.ä.) wird man sich doch sicher ausweisen müssen ...
Der Junge reitet nun den Entschädigungsexpress, und der fährt in den USA einiges schneller als der ICE!
Kann mir nicht so recht vorstellen, dass jemand so dumm ist, zuerst einen Vertrag abzuschließen, um dann ein wenig Hardware zu stehlen. :D