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iPhone und iPad sind beliebt wie nie. Die Geschäftszahlen blendend und die Aktionäre in der Mehrheit glücklich. Mit den neuen iMacs in der Hinterhand startet man ab Dezember außerdem in die vorweihnachtliche Hochkonjunktur. Zugegeben, dieser Monate gibt es bis auf wenige Ausnahmen von Mängeln in der Karten-Applikation und Problemen in Sachen Produktion nur wenig, wofür man Apple augenscheinlich die richtige Strategie oder Expertise absprechen könnte. Dennoch hat das Unternehmen aus Cupertino offenbar eine große Schwäche: Das Netz und soziale Netzwerke. Dies behauptet zumindest Patrick B. Gibson, ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens aus der kalifornischen Provinz. Argumente dafür gibt es allemal. Das reicht, um dem Konzern eine Kaufempfehlung für den populären Kurznachrichtendienst Twitter auszusprechen. Ganz so einfach dürfte das Unterfangen jedoch nicht werden.[PRBREAK][/PRBREAK]
Danach würde "nahezu alles, was Apple in Bezug auf das Internet anfasst, in einem Chaos enden", schreibt Gibson in einem kürzlich veröffentlichten Blogeintrag. Selbst Google sei beim Design eigener Produkte erheblich schneller unterwegs, als Apple bei den Entwicklungen zur Verbesserung eigener Online-Dienste. Mit Diensten wie MobileMe und dem Nachfolger iCloud habe man allenfalls angemessene, jedoch keine grundsoliden Entwicklungen präsentiert, heißt es weiter. Darüber hinaus bringt Gibson, der seinerzeit in die Entwicklung des ersten iPad involviert gewesen sein soll, jedoch weitere Argumente dafür, warum Apple in diesem Bereich nicht mit der Konkurrenz mithalten kann. So könnte Apple den eigenen Store nicht aktualisieren, ohne diesen im Vorhinein abzuschalten. Für die Verwendung der Notizen-Applikation sei nach wie vor eine gültige Email-Adresse notwendig und auch iTunes bzw. der App Store würden auf einer lange obsoleten, bald 20 Jahre alten Technologie von sogenannten WebObjects fußen. Das Apple sein einst in Eigenregie entwickeltes und nie ernsthaft von der Nutzerschaft akzeptiertes soziales Musiknetzwerk Ping im September einstampfte, ist in dieser Hinsicht womöglich nur die Spitze des Eisbergs in einer ganzen Reihe von Missverständnissen.
Vor diesem Hintergrund sieht Gibson allen voran Googles mobiles Betriebssystem Android in einer vorreitenden Stellung. Der Suchmaschinen-Konzern habe es geschafft, das eigene System beständig weiterzuentwickeln und sich der "Just Works"-Philosophie von Apple immer weiter angenähert. Zwar habe Android nicht den Charme und Glanz zahlreicher Apple-Dienste. Ja, zuweilen seien sie sogar "hässlich", so Gibson wörtlich. Dennoch laufe das mittlerweile weltweit populärste mobile Betriebssystem dank genereller Fortschritte in Sachen Funktionalität Apples iOS-Plattform zunehmend den Rang ab.
In eben diese Kerbe könnte nun der US-amerikanische Kurznachrichtendienst Twitter schlagen. Apple solle den Dienst kaufen, so Gibson. Und das nach Meinung des ehemaligen Entwicklers nicht etwa aus Gründen "sozialer Starthilfe" sondern weit mehr wegen der damit einhergehenden Übernahme von Mitarbeitern mit Talent und Expertise. So verfüge Twitter über fortschrittlichste Webtechnologien, die von den Entwicklern zudem selbst entwickelt worden seien. Gleichzeitig teile das Unternehmen hinter dem Kurznachrichtendienst mit "klaren Linien und Einfachheit" ähnliche Werte wie der Hersteller von iPhone und iPad. Davon könnten Apples eigene Online-Dienste langfristig profitieren.
Der Weg zu einer Übernahme von Twitter dürfte für Apple jedoch, wenn überhaupt, noch überaus weit sein. Es sei indes völlig offen, inwieweit zwischen beiden Unternehmen überhaupt ein Interesse für einen Kauf des Kurznachrichtendienstes bestehe, schreibt Gibson. Etwaige Meldungen über einen Kauf von Twitter-Anteilen in Millionenhöhe seitens Apple tauchten zwischenzeitlich zwar immer wieder auf. Doch daraus wurde nichts. Zähe Verhandlungen sollen seinerzeit abgebrochen worden sein. Ein IPO (Initial Public Offering - Börsengang) von Twitter sei wahrscheinlicher, so Gibson weiter. In diesem Zusammenhang dürfte nicht zuletzt auch das Geld eine übergeordnete Rolle spielen. Apple selbst hatte Twitter einst mit rund 10 Milliarden US-Dollar bewertet. Ob das kalifornische Unternehmen derlei Summen auf den Tisch legt ist fraglich. Nach Gibson sei Apple nämlich nicht bereit, überhöhte Preise für den Dienst zu zahlen. Unter dem Strich bleibt also die Erkenntnis, dass Apple den Dienst trotz stichhaltiger Argumente zumindest mittelfristig nicht übernehmen dürfte. Die Steine, die dafür derzeit im Weg liegen, sind wohl - auch nach Auffassung von Gibson - noch zu groß. Auf lange Sicht könnte das Thema aber durchaus noch interessant werden. Denn auch aus im Weg liegenden Steinen kann man bekanntlich etwas schönes bauen.
via ZDNet
Danach würde "nahezu alles, was Apple in Bezug auf das Internet anfasst, in einem Chaos enden", schreibt Gibson in einem kürzlich veröffentlichten Blogeintrag. Selbst Google sei beim Design eigener Produkte erheblich schneller unterwegs, als Apple bei den Entwicklungen zur Verbesserung eigener Online-Dienste. Mit Diensten wie MobileMe und dem Nachfolger iCloud habe man allenfalls angemessene, jedoch keine grundsoliden Entwicklungen präsentiert, heißt es weiter. Darüber hinaus bringt Gibson, der seinerzeit in die Entwicklung des ersten iPad involviert gewesen sein soll, jedoch weitere Argumente dafür, warum Apple in diesem Bereich nicht mit der Konkurrenz mithalten kann. So könnte Apple den eigenen Store nicht aktualisieren, ohne diesen im Vorhinein abzuschalten. Für die Verwendung der Notizen-Applikation sei nach wie vor eine gültige Email-Adresse notwendig und auch iTunes bzw. der App Store würden auf einer lange obsoleten, bald 20 Jahre alten Technologie von sogenannten WebObjects fußen. Das Apple sein einst in Eigenregie entwickeltes und nie ernsthaft von der Nutzerschaft akzeptiertes soziales Musiknetzwerk Ping im September einstampfte, ist in dieser Hinsicht womöglich nur die Spitze des Eisbergs in einer ganzen Reihe von Missverständnissen.Vor diesem Hintergrund sieht Gibson allen voran Googles mobiles Betriebssystem Android in einer vorreitenden Stellung. Der Suchmaschinen-Konzern habe es geschafft, das eigene System beständig weiterzuentwickeln und sich der "Just Works"-Philosophie von Apple immer weiter angenähert. Zwar habe Android nicht den Charme und Glanz zahlreicher Apple-Dienste. Ja, zuweilen seien sie sogar "hässlich", so Gibson wörtlich. Dennoch laufe das mittlerweile weltweit populärste mobile Betriebssystem dank genereller Fortschritte in Sachen Funktionalität Apples iOS-Plattform zunehmend den Rang ab.
In eben diese Kerbe könnte nun der US-amerikanische Kurznachrichtendienst Twitter schlagen. Apple solle den Dienst kaufen, so Gibson. Und das nach Meinung des ehemaligen Entwicklers nicht etwa aus Gründen "sozialer Starthilfe" sondern weit mehr wegen der damit einhergehenden Übernahme von Mitarbeitern mit Talent und Expertise. So verfüge Twitter über fortschrittlichste Webtechnologien, die von den Entwicklern zudem selbst entwickelt worden seien. Gleichzeitig teile das Unternehmen hinter dem Kurznachrichtendienst mit "klaren Linien und Einfachheit" ähnliche Werte wie der Hersteller von iPhone und iPad. Davon könnten Apples eigene Online-Dienste langfristig profitieren.
Der Weg zu einer Übernahme von Twitter dürfte für Apple jedoch, wenn überhaupt, noch überaus weit sein. Es sei indes völlig offen, inwieweit zwischen beiden Unternehmen überhaupt ein Interesse für einen Kauf des Kurznachrichtendienstes bestehe, schreibt Gibson. Etwaige Meldungen über einen Kauf von Twitter-Anteilen in Millionenhöhe seitens Apple tauchten zwischenzeitlich zwar immer wieder auf. Doch daraus wurde nichts. Zähe Verhandlungen sollen seinerzeit abgebrochen worden sein. Ein IPO (Initial Public Offering - Börsengang) von Twitter sei wahrscheinlicher, so Gibson weiter. In diesem Zusammenhang dürfte nicht zuletzt auch das Geld eine übergeordnete Rolle spielen. Apple selbst hatte Twitter einst mit rund 10 Milliarden US-Dollar bewertet. Ob das kalifornische Unternehmen derlei Summen auf den Tisch legt ist fraglich. Nach Gibson sei Apple nämlich nicht bereit, überhöhte Preise für den Dienst zu zahlen. Unter dem Strich bleibt also die Erkenntnis, dass Apple den Dienst trotz stichhaltiger Argumente zumindest mittelfristig nicht übernehmen dürfte. Die Steine, die dafür derzeit im Weg liegen, sind wohl - auch nach Auffassung von Gibson - noch zu groß. Auf lange Sicht könnte das Thema aber durchaus noch interessant werden. Denn auch aus im Weg liegenden Steinen kann man bekanntlich etwas schönes bauen.via ZDNet
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