• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Ex-Mitarbeiter: „Apple sollte Twitter kaufen“

Daniel Hüfner

Martini
Registriert
11.01.11
Beiträge
654
iPhone und iPad sind beliebt wie nie. Die Geschäftszahlen blendend und die Aktionäre in der Mehrheit glücklich. Mit den neuen iMacs in der Hinterhand startet man ab Dezember außerdem in die vorweihnachtliche Hochkonjunktur. Zugegeben, dieser Monate gibt es bis auf wenige Ausnahmen von Mängeln in der Karten-Applikation und Problemen in Sachen Produktion nur wenig, wofür man Apple augenscheinlich die richtige Strategie oder Expertise absprechen könnte. Dennoch hat das Unternehmen aus Cupertino offenbar eine große Schwäche: Das Netz und soziale Netzwerke. Dies behauptet zumindest Patrick B. Gibson, ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens aus der kalifornischen Provinz. Argumente dafür gibt es allemal. Das reicht, um dem Konzern eine Kaufempfehlung für den populären Kurznachrichtendienst Twitter auszusprechen. Ganz so einfach dürfte das Unterfangen jedoch nicht werden.[PRBREAK][/PRBREAK]

ping_shutting_down_Apple.pngDanach würde "nahezu alles, was Apple in Bezug auf das Internet anfasst, in einem Chaos enden", schreibt Gibson in einem kürzlich veröffentlichten Blogeintrag. Selbst Google sei beim Design eigener Produkte erheblich schneller unterwegs, als Apple bei den Entwicklungen zur Verbesserung eigener Online-Dienste. Mit Diensten wie MobileMe und dem Nachfolger iCloud habe man allenfalls angemessene, jedoch keine grundsoliden Entwicklungen präsentiert, heißt es weiter. Darüber hinaus bringt Gibson, der seinerzeit in die Entwicklung des ersten iPad involviert gewesen sein soll, jedoch weitere Argumente dafür, warum Apple in diesem Bereich nicht mit der Konkurrenz mithalten kann. So könnte Apple den eigenen Store nicht aktualisieren, ohne diesen im Vorhinein abzuschalten. Für die Verwendung der Notizen-Applikation sei nach wie vor eine gültige Email-Adresse notwendig und auch iTunes bzw. der App Store würden auf einer lange obsoleten, bald 20 Jahre alten Technologie von sogenannten WebObjects fußen. Das Apple sein einst in Eigenregie entwickeltes und nie ernsthaft von der Nutzerschaft akzeptiertes soziales Musiknetzwerk Ping im September einstampfte, ist in dieser Hinsicht womöglich nur die Spitze des Eisbergs in einer ganzen Reihe von Missverständnissen.

Vor diesem Hintergrund sieht Gibson allen voran Googles mobiles Betriebssystem Android in einer vorreitenden Stellung. Der Suchmaschinen-Konzern habe es geschafft, das eigene System beständig weiterzuentwickeln und sich der "Just Works"-Philosophie von Apple immer weiter angenähert. Zwar habe Android nicht den Charme und Glanz zahlreicher Apple-Dienste. Ja, zuweilen seien sie sogar "hässlich", so Gibson wörtlich. Dennoch laufe das mittlerweile weltweit populärste mobile Betriebssystem dank genereller Fortschritte in Sachen Funktionalität Apples iOS-Plattform zunehmend den Rang ab.

In eben diese Kerbe könnte nun der US-amerikanische Kurznachrichtendienst Twitter schlagen. Apple solle den Dienst kaufen, so Gibson. Und das nach Meinung des ehemaligen Entwicklers nicht etwa aus Gründen "sozialer Starthilfe" sondern weit mehr wegen der damit einhergehenden Übernahme von Mitarbeitern mit Talent und Expertise. So verfüge Twitter über fortschrittlichste Webtechnologien, die von den Entwicklern zudem selbst entwickelt worden seien. Gleichzeitig teile das Unternehmen hinter dem Kurznachrichtendienst mit "klaren Linien und Einfachheit" ähnliche Werte wie der Hersteller von iPhone und iPad. Davon könnten Apples eigene Online-Dienste langfristig profitieren.

elite-daily-twitter-stock-predictions.jpgDer Weg zu einer Übernahme von Twitter dürfte für Apple jedoch, wenn überhaupt, noch überaus weit sein. Es sei indes völlig offen, inwieweit zwischen beiden Unternehmen überhaupt ein Interesse für einen Kauf des Kurznachrichtendienstes bestehe, schreibt Gibson. Etwaige Meldungen über einen Kauf von Twitter-Anteilen in Millionenhöhe seitens Apple tauchten zwischenzeitlich zwar immer wieder auf. Doch daraus wurde nichts. Zähe Verhandlungen sollen seinerzeit abgebrochen worden sein. Ein IPO (Initial Public Offering - Börsengang) von Twitter sei wahrscheinlicher, so Gibson weiter. In diesem Zusammenhang dürfte nicht zuletzt auch das Geld eine übergeordnete Rolle spielen. Apple selbst hatte Twitter einst mit rund 10 Milliarden US-Dollar bewertet. Ob das kalifornische Unternehmen derlei Summen auf den Tisch legt ist fraglich. Nach Gibson sei Apple nämlich nicht bereit, überhöhte Preise für den Dienst zu zahlen. Unter dem Strich bleibt also die Erkenntnis, dass Apple den Dienst trotz stichhaltiger Argumente zumindest mittelfristig nicht übernehmen dürfte. Die Steine, die dafür derzeit im Weg liegen, sind wohl - auch nach Auffassung von Gibson - noch zu groß. Auf lange Sicht könnte das Thema aber durchaus noch interessant werden. Denn auch aus im Weg liegenden Steinen kann man bekanntlich etwas schönes bauen.

via ZDNet
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Naja twitter hat für ein Netzwerk mit so geringem Funktionsumfang mit sehr vielen Problemen zu kämpfen. Das Webinterface ist extrem langsam, es gibt immer wieder Komplettausfälle und die neuen API-Restriktionen halte ich für einen völlig falschen Weg (würde aber zu Apple passen).
Wo da das gigantische Know-how stecken soll weiß ich allerdings nicht, ich mag es aber, dass Twitter gegen FB immer noch so eine kleine Klitsche ist. :)
 
Twitter kann man nicht einfach so kaufen. Erstmal sind sie nicht an der Börse, wo Apple mit ihrem Geld den Aktionären winken kann. Und zweitens hat Apple ja schon versucht Twitter zu kaufen und scheiterte schlicht am Unwillen auf Seiten Twitters.
Und noch ein Netzwerk im Besitz eines riesigen Unternehmens muss auch nicht sein.
Wenn Apple Internet nicht kann, dann ist das halt so...
 
Was ich nie verstanden habe: Warum kann man keine mobilen Apps im App-Store kaufen? Man muss dazu iTunes verwenden. Völlig konfus. Warum gibt es nicht einen einzigen Shop für alles? Die Suche in iTunes ist nebenbei eine Katastrophe.

Als Cloudspeicher nutze ich Google Drive, SkyDrive und Dropbox. Nach 1 Jahr iCloud gibt es immer noch keine Möglichkeit, beliebige Daten hochzuladen oder zu synchronisieren. Wozu habe ich 5GB Speicher? Angeblich soll das in der früheren Version mobileMe schon mal möglich gewesen sein.

Aber schön, dass auch andere merken, dass bei Apple irgendwas nicht so ganz rund läuft.
 
Nach 1 Jahr iCloud gibt es immer noch keine Möglichkeit, beliebige Daten hochzuladen oder zu synchronisieren. Wozu habe ich 5GB Speicher? Angeblich soll das in der früheren Version mobileMe schon mal möglich gewesen sein.

Aber schön, dass auch andere merken, dass bei Apple irgendwas nicht so ganz rund läuft.
nicht nur angeblich. Ich hab den onlinespeicher und vor allem das so einfache und übersichtliche Webinterface regelmässig genutzt. Musste da keine links verschicken für jede neue Datei, die ich teilen wollte, sondern es genügte der Hinweis auf meine Publicme-Seite, dass dort neue Dateien zur Verfügung stehen. "Hab die neuen Versionen wieder auf publicme hochgeladen" genügte als Info. Sowas einfaches abzuschaffen, ohne gleichwertigen Ersatz anzubieten, ist eine Schande :-[
 
Was ich nie verstanden habe: Warum kann man keine mobilen Apps im App-Store kaufen? Man muss dazu iTunes verwenden. Völlig konfus. Warum gibt es nicht einen einzigen Shop für alles? Die Suche in iTunes ist nebenbei eine Katastrophe.

Hä? Natürlich kannst du Apps im AppStore kaufen? Oder was sind für dich "mobile Apps"?
 
Vermutliche Apps für iPhone und iTunes. Die kauft man am Mac nicht in dem Programm App Store sondern im Audioplayer iTunes. Das ist schon irgendwie schief...
 
Leider wahr. Mit MobileMe wurden zahlreiche beliebte Dienste abgeschaltet (z.B. die iDisk). iCloud ist dazu kein Ersatz und inkonsistent implementiert:
- TextEdit und Vorschau können auf dem Mac Dateien in iCloud speichern für iOS gibt es dazu keine Lösung (das Dokumente vorhanden sind ist in den Systemeinstellungen sichtbar).
- iPhoto-Journale können nur auf iOS-Geräten bearbeitet werden und nicht auf dem Mac.
Leider ist keine Besserung in Sicht.
 
Die 5 Gig sind auch ein Witz. Die reichen nicht mal für ein Backup von iPad und iPhone.
5 Gig pro Gerät wäre schlauer, so muss ich wieder lokale Backups machen, wenn ich nicht extra zahlen möchte.
 
"Argumente dafür gibt es allemal." - Soll das die Antwort auf die Hauptthese des Artikels sein? Ein paar Argumente hätten mich ja schon interessiert. Apple muss doch nicht auf ALLEN Feldern mitmischen. Meines Erachtens ist die Twitter-Integration im aktuellen iOS schon überzogen: Obwohl ich weder eine Twitter-, noch einen FB-Account eingerichtet habe, werden mir ständig diese beiden Dienste vom OS angeboten. Was soll das?
Graefe
 
Vermutliche Apps für iPhone und iTunes. Die kauft man am Mac nicht in dem Programm App Store sondern im Audioplayer iTunes. Das ist schon irgendwie schief...

Ist halt so gewachsen. iTunes für alles was auch auf iPod, iPad oder iPhone kommt. App Store für die Macs.
 
Ist halt so gewachsen. iTunes für alles was auch auf iPod, iPad oder iPhone kommt. App Store für die Macs.

Trotzdem finde ich das Konzept nicht mehr passend. Denn ein iPad ist ja wohl eindeutig mehr als ein Mediaplayer.
Ich würde es trennen. Appstore = Programme iOS OSX, iTunes = Medien für alle Systeme
 
Man muss die Verbindungsstrukturen von iOs und Mac Os X aufräumen das ist sicher. Was haben iPad und iPhone im iTunes verloren? Es wurde einfach alles auf der iPod Basis weiterführt.
Meiner Meinung nach sollte es eine iDevice Konfigurationszentrale geben. Die einzelnen Datentypen würde ich in die jeweiligen Apps verfrachten: Also Apps in den (Mac) Appstore,die Bücher in iBooks, Fotos in iPhoto, Dokumente in iWork usw...
Das Übertragen der Daten auf die iDevices würde ich aber nur in den neuen Zentrale möglich machen.

So könnte iTunes wieder vereinfacht werden und in der neuen Zentrale hätte man einen viel besseren Überblick über alle Geräte und die iCloud. Den Apple Configurator könnte man dann auch wieder einstellen ;)

P.S. Das einzige Problem ist jedoch dass iTunes immer eine all-in-one Lösung war für das Nutzen von iDevices in Verbindung mit Windows
 
Sinnvoller wäre es Dropbox aufzukaufen. Diese ganzen Sozialnetzwerke wie Twitter FB etc haben in einem Betriebssystem nichts zu suchen.
Eine anständige Cloud Anbindung ist da schon etwas ganz anderes.
 
Abgesehen von der Tatsache, dass sich Twitter niemals von einem Mega-Konzern wie Apple aufkaufen lassen würde, würde ich solch eine Übernahme auch absolut nicht begrüßen:

Einerseits, da so Apple noch mehr Kontrolle über meine Daten hätte und andererseits, weil Twitter ein tolles, unabhängiges soziales Netzwerk ist, was auch so bleiben soll.
 
Trotzdem finde ich das Konzept nicht mehr passend. Denn ein iPad ist ja wohl eindeutig mehr als ein Mediaplayer.
Ich würde es trennen. Appstore = Programme iOS OSX, iTunes = Medien für alle Systeme
Das würde den Mac App Store aber auch unnötig verkomplizieren. Ich bin ganz froh, dass ich darin nicht auch noch mit den iOS Apps zugeballert werde. Schwierig zu sagen, was die optimale Lösung wäre, in iTunes finde ich das auch nicht gelungen. Die Sortiermöglichkeiten und die Suche sind wirklich gewöhnungsbedürftig. Vielleicht eine extra App für den iOS Store? Dann würde man aber iOS Apps und Medien trennen und die Synchronisierung wäre schwieriger.

Das Geld für Twitter können sie sich jedenfalls sparen, wer weiß wie lange das noch so erfolgreich sein wird. Ich seh darin immer noch keinen wirklichen Sinn.
 
Einerseits, da so Apple noch mehr Kontrolle über meine Daten hätte und andererseits, weil Twitter ein tolles, unabhängiges soziales Netzwerk ist, was auch so bleiben soll.

Da Twitter immer noch kein Geschäftsmodell hat, wäre es gar nicht so blöd Apple als Unterstützer zu haben.
 
Sinnvoller wäre es Dropbox aufzukaufen.
Bitte bitte bitte niemals!!! Dropbox wäre dann nur noch ein Zweig von Apple und wenn es sich auch Dauer nicht lohnen würde oder unsere geliebte Firma irgendwann einfach keine Lust mehr hat, es weiter zu behalten (solche Entscheidungen kennt man ja von idisk, iweb, idvd, Color, den Cover-Reitern in itunes etc.), wär's das dann gewesen!! Dafür ist mir die Dropbox zu wichtig geworden! Apple macht wirklich tolle Sachen, aber ich vertraue ihnen nicht mehr.