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Ethernet und Firewire Verbindung

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X" wurde erstellt von jensche, 17.10.05.

  1. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    Hallo

    Ich arbeite im Geschäft mit einem Netzwerk. Nun haben gewisse macs das Filesharing an um gewisse Daten schneller und vorallem direkter austauschen zu können.

    Jetzt will ich zusätzlich zur Netzwerkconnection via Filesharing Ethernet, mit einem Arbeitskollegen meine Kiste verbinden. Dazu will ich die beiden Kisten mit einem Firewire 800 Kabel verbinden. Doch wenn ich unter Netzwerk zusätzlich Firewire konfigurieren tut wird der Ethernet deaktiviert. Wie können wir beide im LAN sein und trotzdem via FW800 noch zusätzlich direkt verbunden sein?


    Wer kann mir helfen.
     
  2. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    In deinem LAN dürfte es einen DHCP-Server haben, der den Clients die Netzwerkadressen zuteilt. Das vorausgesetzt, dürfte die Voreinstellung DHCP beim Ethernetadapter korrekt sein.

    Für eine direkte Firewire-Verbindung aber brauchst du gar kein DHCP - da gibt es wohl keinen Server, der diesen Dienst zur Verfügung stellen würde.
    Du musst für den FW-Port also eine manuelle Adresse und Teilnetzmaske vergeben.

    Dabei gilt:
    Die Teilnetzmaske ist simpel - die ist mit "255.255.255.0" einzustellen.
    Das bedeutet, dass die Hosts von x.x.x.0 bis x.x.x.255 jeweils ein eigenes "Subnetz" bilden sollen. Diese Maske muss dabei auf all diesen Rechnern gleich eingestellt sein.

    Die IP-Adresse dagegen muss sich bei allen unterscheiden.

    Deine beiden Netzadapter (ENet und FW) gehören zu zwei verschiedenen Subnetzen, also müssen sie auch IP-Adressen aus verschiedenen Subnetzen erhalten. Sonst könnte das OS den Datenverkehr der beiden nicht unterscheiden und trennen.

    Nehmen wir mal an, deine DHCP-zugewiesene Ethernet-Nummer lautet 192.168.0.123
    Dann bilden alle an diesem Enet-Segment zusammengeführten Rechner ein Subnetz mit den Adressen 192.168.0.0 bis 192.168.0.255
    Das nächste Subnetz ginge dann von 192.168.1.0 bis 192.168.1.255
    Das darauffolgende von 192.168.2.0 bis 192.168.2.255
    und so weiter.

    Ein paar Regeln:

    Für solche "internen" bzw "privaten" Netzwerke sind spezielle Nummernbereiche reserviert, die im globalen Internet nicht weitervermittelt werden. So kann es viele von diesen Kleinnetzwerken geben, ohne sich gegenseitig zu stören.
    Für deinen Einsatzzweck empfehlen sich Adressen aus dem Raum:

    192.168.0.xxx bis 192.168.255.xxx

    (Das sind 256 Blöcke zu je 256 Geräten)
    Vermutlich wird auch in deinem Firmennetzwerk (auch ein geschlossenes Subnetz) schon ein Nummernblock aus diesem Raum verwendet. Das sollte dich nicht verwundern. Du musst nur darauf achten, nicht versehentlich den gleichen zu wählen.

    Unbedingt beachten:
    Innerhalb eines Subnetzes darf es jede IP nur ein einziges mal geben.
    Also nenne den einen Mac (FW) beispielsweise:
    192.168.125.10 und den anderen 192.168.125.11

    Ausserdem noch:
    Als Endzahl darf NIE die 0 oder die 255 eingesetzt werden - die sind zur Funktion des Netzes speziellen Aufgaben zugewiesen.
    Eine IP darf also NIE so aussehen:
    xxx.xxx.xxx.0 oder xxx.xxx.xxx.255
    Sonst sind diese Rechner nicht ansprechbar und können ganze LANs lahmlegen.
    Bleiben also 254 Rechner, die du per Firewire verketten könntest...sollte reichen. ;)

    Ach ja, noch ein Tip:
    Benutze für Vernetzung besser vorerst nur den FW 400 Port, sofern du die Wahl hast.
    Die 800er sind für MMC-Geräte optimiert und TCP/IP macht darauf manchmal noch Mucken. Bevor dir also graue Haare wachsen...
    Wenn du mit der Konfiguration klarkommst und die Verbindungen stehen, kannst du es ja dann danach mit dem schnelleren Port nach der gleichen Methode versuchen.
     
    pepi, pi26 und (gelöschter Benutzer) gefällt das.
  3. TommyM

    TommyM Gast

    Whoa! Das ist mal ne schicke Erklärung von festen IP-Adressen im Netzwerk! Bei mir selbst war zwar kein Bedarf, aber dickes Lob und Karma für Rastafari!!!
     
  4. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    Hey, Danke vielmals....

    Ich habe es trotzdem mit dem FW800er versucht.... nun, das nen ich speed... Durchschnitt 35-42 MB/sek. (Megabyte)


    Danke für die Hilfe.
     
  5. Zettt

    Zettt Doppelter Melonenapfel

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    Muss mich ebenfalls für die Antwort bedanken.
    Darin sind einige Infos enthalten die ich bis jetzt als Grundregel einfach hingenommen habe ohne nachzudenken - jetzt weiss ich aber auch warum ich nicht nachdenken sollte.

    Danke nochmal für die Infos.
     
  6. pepi

    pepi Cellini

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    8.741
    Dazu möchte ich ergänzen, daß man diese IPs nie für Geräte (Rechner, Switches, Router, etc.) vergeben sollte. Sie dürfen sehr wohl so aussehen, tragen aber wie korrekt angegeben spezielle Funktionen. x.x.x.0 ist die sog. Network Address und x.x.x.255 die sog. Broadcast Address wo man auch mit ebensolchen IPs konfrontiert wird.
    Ich kann bestätigen, daß Computer die zB. eine x.x.x.255 IP bekommen haben zu sehr seltsamen Erscheinungen in Netzwerken führen können denen man uU sehr lange auf der Spur ist bis man sie gefunden hat.


    @Rastafari:
    Kannst Du das mit der MMC Optimierung der FW800 (1394b) Schnittstellen bitte etwas genauer (technischer) erläutern oder verlinken? Nachdem aktuelle Macs für die FW400 und FW800 Schnittstelle nur eine PHY haben wird sie für IP nämlich auch für die Netzwerkinterfaces nicht unterschieden. Würde mich jedoch sehr interessieren, da wir ein paar "lustige" Ideen mit FW Hubs und so testen möchten.
    Danke
    Gruß Pepi
     
  7. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    also ich habe keine Problem mit der FW 800 Verbindung... Alles bestens. Einfach kofigurieren, IP zuweisen. und ab die Post. geil....
     
  8. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Nun, genaueres zum Grund weiss ich leider auch nicht.
    Die Info stammt von einem Techniker aus der Forschung bei AMP. (Die stellen im grossen Stil Kabel und Steckverbindungen her - u.a. natürlich auch für 1394 und andere HF-Strippen.)

    Das ist nicht das Thema. Da drehte es sich nur um generelle Probleme bei der Signalübertragung. Analoge, rein elektrische Probleme also, die sich wohl nur eher rein zufällig beim Betrieb als Netzwerkmedium gehäuft zeigen. (Oder gezeigt haben? Ist schon einige Monate her...)
    Für mich klang das ganze jedenfalls plausibel, schliesslich brachte die erste Generation von 800ern weit weniger nominelle Leistung als anhand der Bruttodatenrate zu erwarten gewesen wäre.
    Beim GBit-Enet war das anfangs auch so, hat sich aber gegeben.
     

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