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Nachdem Ericsson bereits im Februar in den USA Klage gegen Apple eingereicht hat, geht das schwedische Mobilfunktechnologie-Unternehmen nun auch in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden gegen den iPhone-Hersteller vor. Ericsson wirft Apple vor, verschiedene Mobilfunkpatente zu verletzen, die unter anderem im Zusammenhang mit 2G- und 4G/LTE-Technologien stehen. Seit zwei Jahren habe man vergeblich versucht, eine neue Vereinbarung über die weltweite Lizenzierung der Patente mit Apple zu treffen, so Ericsson in einer Stellungnahme. Die Verhandlungen sind jedoch gescheitert, Apple verkaufe seine Produkte trotz der abgelaufenen Lizenzen weiter. Nun zieht das Unternehmen vor Gericht.[prbreak][/prbreak]
Der Disput zwischen Apple und Ericsson ist unter anderem auf die Lizenzierung sogenannter SEPs (Standard-Essentielle-Patente) zurückzuführen. Es handelt sich dabei um Patente, die zur Verwendung standardisierter Technologien – in diesem Fall 2G- und 4G/LTE-Mobilfunk – verwendet werden müssen. Unternehmen einigen sich darauf, solche Patente zu bestimmten Bedingungen zu lizensieren. Diese Bedingungen nennt man FRAND – fair, reasonable and non-discriminatory (fair, angemessen und nicht diskriminierend). Apple und Ericsson konnten offenbar jedoch keine Einigung über die Lizenzierung der betroffenen Patente treffen. Neben den SEPs soll Apple auch normale Patente von Ericsson verletzt haben.
Der auf Patentrecht spezialisierte Blog FOSS Patents schreibt, dass Apple zwischen den Zeilen als „zahlungsunwilliger Lizenznehmer“ („unwilling licensee“) beschuldigt wird. „Diese Bezeichnung kommt in der Stellungnahme zwar nicht vor, aber genau das will Ericsson sagen“, so FOSS Patents. Auch Motorola und Samsung haben Apple in der Vergangenheit beschuldigt, für SEPs keine Lizenzgebühren bezahlen zu wollen. Apple wiederum argumentierte damals, dass die von den Konkurrenten verlangten Lizenzgebühren für Standard-Essentielle-Patente überhöht wären. Zu der aktuellen Patentklage von Ericsson gibt es bislang keine Stellungnahme von Apple.

Foto von drew_dslr (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten
Via MacRumors & FOSS Patents
Der Disput zwischen Apple und Ericsson ist unter anderem auf die Lizenzierung sogenannter SEPs (Standard-Essentielle-Patente) zurückzuführen. Es handelt sich dabei um Patente, die zur Verwendung standardisierter Technologien – in diesem Fall 2G- und 4G/LTE-Mobilfunk – verwendet werden müssen. Unternehmen einigen sich darauf, solche Patente zu bestimmten Bedingungen zu lizensieren. Diese Bedingungen nennt man FRAND – fair, reasonable and non-discriminatory (fair, angemessen und nicht diskriminierend). Apple und Ericsson konnten offenbar jedoch keine Einigung über die Lizenzierung der betroffenen Patente treffen. Neben den SEPs soll Apple auch normale Patente von Ericsson verletzt haben.
Der auf Patentrecht spezialisierte Blog FOSS Patents schreibt, dass Apple zwischen den Zeilen als „zahlungsunwilliger Lizenznehmer“ („unwilling licensee“) beschuldigt wird. „Diese Bezeichnung kommt in der Stellungnahme zwar nicht vor, aber genau das will Ericsson sagen“, so FOSS Patents. Auch Motorola und Samsung haben Apple in der Vergangenheit beschuldigt, für SEPs keine Lizenzgebühren bezahlen zu wollen. Apple wiederum argumentierte damals, dass die von den Konkurrenten verlangten Lizenzgebühren für Standard-Essentielle-Patente überhöht wären. Zu der aktuellen Patentklage von Ericsson gibt es bislang keine Stellungnahme von Apple.

Foto von drew_dslr (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten
Via MacRumors & FOSS Patents

