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Erfahrungsbericht Mac-Clone aus Deutschland

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von joschijoschi, 24.09.09.

  1. joschijoschi

    joschijoschi Friedberger Bohnapfel

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    Mein Vater hat sich einen Mac-Clone aus Deutschland gekauft, über den ich kurz berichten will.
    Den Hersteller will ich sicherheitshalber nicht nennen, aber ihr habt ja Fantasie.

    Äußerliches:

    Das Gerät sieht aus wie ein nomaler PC, ein recht einfaches Blechgehäuse, Design ist Geschmackssache. Was gleich auffällt, die Lüfter sind recht laut, zumindest im Vergleich zu meinem Mac mini.


    Betrieb:

    Der Rechner wurde so konfiguriert, dass man getrennt von zwei Festplatten XP oder OS booten kann, die Betriebssysteme waren vorinstalliert, ein Hinweis, wie man ohne ins Bios zu gehen, die Bootpartitionen wechset, fehlte (ist aber wie bei den meisten Systemen über F12 zu erreichen),
    Nach dem Start sieht man zunächst die üblichen Zeichenfolgen vom Bios, ehe man das OS booten sieht. Mir gefällt das nicht, ist aber nicht zu ändern.

    Der Ruhezustand funktioniert unter OS nicht, das OS startet nach dem Ruhezustand komplett neu.

    Nachdem ein Problem mit der Festplatte auftrat und das OS neu installiert werden musste, zeigten sich die wirklichen Unterschiede zu einem Mac. Man kann nicht einfach von CD booten und installieren. Es muss zunächst die snow Leopard DVD als Image auf einen USB Stick geschrieben werden, der entsprechend formatiert werden muss, und dazu braucht man (so wie ich das sehe) einen zweiten Mac, wenn der Clone gerade nicht geht, das ist schonmal schlecht.
    Das Programm vom Hersteller zur Vorbereitung des USB Stick, was ich auf meinem mac mini laufen lies, hat offensichtlich meine mac mini Festplatte zerschossen, sodass ich diesen auch komplett neu einrichten musste.

    Hotline:
    Die Telefonnummer der Firma (eine normale Festnetznummer) ist definitiv nicht zu erreichen und zwar zu keiner Zeit, ich habe es an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Zeiten probiert. Es kommt auch keine Warteschleife, nur ein Freizeichen, keiner geht ran.

    Mein Fazit:

    Finger weg! Wenn man Ärger haben will mit seinem Gerät, kann man auch beim Windows bleiben. Die Vorteile, die ich an meinem mini schätze

    - leise
    - schön designt
    - eine Hotline, wo ich notfalls Unterstützung bekomme
    - einfach in der Handhabung (auch bei Installationen oder Rücksicherung)

    die hat der clone nicht.

    Nachtrag durch den Threadersteller:
    Der Versuch, die Festplatte für den Notfall mit Paragon Partition Manager zu klonen ist gescheitert. Bei diesem Versuch wurde offensichtlich auch wieder was an der funktionierenden OS-Platte zerschossen, somit das Gegenteil erreicht:

    Anstatt einer Sicherung geht nun wieder gar keine Festplatte zu booten.

    Dies wird wohl endgültig der letzte Versuch gewesen sein.

    Die Aktion hat sich jetzt über ca. 2 Monate gezogen, mindestens 150 Arbeitsstunden verschlungen und kein funktionierendes OS hervorgebracht.

    Ich hoffe, dieser Bericht hält möglichst viele Leute davon ab, auf diese Clone-Verkäufer hereinzufallen.
    Wer kein Profihacker ist, muss sich, wenn er stressfrei mit OS arbeiten will, eben einen Mac kaufen.
     
    #1 joschijoschi, 24.09.09
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28.10.09
    iFan gefällt das.
  2. s0f4surf3r

    s0f4surf3r Langelandapfel

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    danke für den Bericht. Warum die Firma nicht nennen?
     
  3. Nathea

    Nathea Admin
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    Mod-Info

    Nicht-Mac-Geräte und Erfahrungsberichte dazu können gern und problemlos im Cafe diskuteirt werden. In den anderen Bereichen des Forums bitte solche Berichte auf Apple-Geräte beschränken. Nicht umsonst heist unser Forum "Apfel"talk.

    Den Thread habe ich ins Cafe verschoben.
     
  4. joschijoschi

    joschijoschi Friedberger Bohnapfel

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    Weil solche Firmen gerne drohen, wenn man sie kritisiert. Es gibt aber glaube ich nur eine einzige Deutsche Firma, die mac clones vertreibt.

    Sie hat eine Birne im Logo.
     
  5. Gokoana

    Gokoana Bittenfelder Apfel

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    Wie gut, dass Du den Namen nicht genannt hast, denn sonst könnte man die Firma womöglich identifizieren.
     
  6. joschijoschi

    joschijoschi Friedberger Bohnapfel

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    Kurzer Nachtrag: Bis heute gelang es nichtmehr, das Gerät zum Laufen zu bringen. Wir haben es zwar geschafft, bis zur Installation de OS zu kommen, aber der Rechner kann nicht von der Festplatte booten.

    Noch immer ist kein telefonischer Kontakt möglich, emails werden inzwischen auch nicht mehr beantwortet.

    Eigentlich müsste man das einem Anwalt übergeben, der Gewährleistungsrechte durchsetzt.

    Aus einem billigen Mac wurde ein sehr teurer Windows-PC.
     
  7. iFan

    iFan Thurgauer Weinapfel

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    Danke für den Erfahrungsbericht.
     
  8. Phlip

    Phlip Kaiser Wilhelm

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    174
    Danke auch von mir.
    Würde mich interessieren, ob Du einfach Pech gehabt hast oder solche Probleme gang und gäbe sind.

    edit: Wobei die Unerreichbarkeit des Supports wohl eher Letzteres vermuten lässt.
     
  9. joschijoschi

    joschijoschi Friedberger Bohnapfel

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    kleines update:

    nachdem mehrere Wochen die Firma telefonisch nicht erreichbar war, scheint nun das Telefon wieder zu funktionieren.

    Das Problem scheint technisch folgendes zu sein:

    Der gehackte PC benötigt ein emuliertes EFI, so wie ich es verstanden habe, ist das eine Art Boot-Partition oder ein bootloader, der nach der Installation des OSX nochmal von Hand aufgespielt werden muss, weil ansonsten trotz erfolgreich installiertem OS kein booten von der entsprechenden Festplatte möglich ist.



    Die tools, die dazu benötigt werden, wurden per download angeboten, sind aber auf der HP des Herstellers nicht ohne Hilfe zu finden.

    Das Rücksichern mit Timemachine bringt deshalb zunächst mal auch nichts, wenn die efi-Partition zerschossen wurde, vermutlich würde auch eine mit Carbon Copy Cloner erstelle Duplette der Festplatte nichts nützen.

    Wenn ich es richtig verstehe, ist das EFI beim echten Mac ja nichtTeil der Festplatte sondern eine Art BIOS, das fest eingebaut ist (liege ich da richtig)?
    Und deshalb muss eine OSX-Festplatte auf einem MAC-clone auch immer händisch erstellt werden.

    Wir werden jetzt mit den neuen Informationen, die wir gerne schon vor Wochen gehabt hätten, nochmals versuchen das System zum Laufen zu bringen.
    Wenn es nicht klappt, hat man uns immerhin angeboten, eine neue, bereits vorbereitete und mit Mac Os bestückte festplatte zuzuschicken und die alte zu tauschen. Ich hoffe, dass dies nicht nötig sein wird. Ich werde weiter berichten.

    In jedem Fall ist es so, dass spätestens, wenn das OS komplett auf eine neue oder zerschossene Festplatte soll, ein erheblicher Aufwand entsteht, da ist nichts mit einfach zurückclonen.

    Man soll auch die Windows-Festplatte abklemmen, wenn man Mac OS neu aufsetzt und umgekehrt (falls man zwei verschiedene Platten drin hat).

    Es gibt also, wenn es ans Eingemachte geht, erhebliche Unterschiede zwischen einem echten Mac und einem Clone, dessen muss man sich bewusst sein und darauf weißen die meisten Reviews nicht richtig hin.

    Edit:
    Auch der "efi-installer" funktionert definitiv nicht.
    Bin mal gespannt, ob ich dann die versprochene Festplatte bekomme und werde dann weiter berichten.

    Mich würde mal interessieren, ob es irgendein Programm gibt, das so eine Mac-Partition mit efi komplett clonen kann, sodass man sich zumindest selbst eine Sicherung anlegen kann. Mit Acronis True image geht das jedenfalls nicht.
     
    #9 joschijoschi, 19.10.09
    Zuletzt bearbeitet: 19.10.09
  10. joschijoschi

    joschijoschi Friedberger Bohnapfel

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    Nachtrag: Inzwischen haben wir tatsächlich eine neue Festplatte von der Firma erhalten und somit läuft Mac OS wieder, allerdings geht der Soundtreiber nicht, wir mussten einen USB-Audio Stick verwenden.

    Auch ungeklärt ist die Frage, wie man jemals wieder bei einem Defekt diese Festplatte herstellen kann. Mit carbon copy cloner geht es nicht, auch nicht mit Time machine, denn es gibt wohl eine EFI-Partition auf der Festplatte, die wahrscheinlich mitgesichert werden kann.

    Der Ruhezustand funktioniert auch nicht.

    Insofern sind eine ganze Menge Gründe, warum man Mac OS haben will, bei einem Clone hinfällig.

    Man investiert bei Problemen unendlich viel Zeit, weil Mac-übliche Rücksicherungen nicht funktionieren.
    Alleine das Ruhezustands-Problem ist eigentlich ein k.o.-Kriterium
     
    #10 joschijoschi, 26.10.09
    Zuletzt bearbeitet: 27.10.09
  11. joschijoschi

    joschijoschi Friedberger Bohnapfel

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    Nachtrag:
    (hätte gerne meinen letzten Beitrag editiert, geht aber nicht, sorry wenn er daher ungewollt nach oben rutscht)

    Der Versuch, die Festplatte für den Notfall mit Paragon Partition Manager zu klonen ist gescheitert. Bei diesem Versuch wurde offensichtlich auch wieder was an der funktionierenden OS-Platte zerschossen, somit das Gegenteil erreicht:

    Anstatt einer Sicherung geht nun wieder gar keine Festplatte zu booten.

    Dies wird wohl endgültig der letzte Versuch gewesen sein.

    Die Aktion hat sich jetzt über ca. 2 Monate gezogen, mindestens 150 Arbeitsstunden verschlungen und kein funktionierendes OS hervorgebracht.

    Ich hoffe, dieser Bericht hält möglichst viele Leute davon ab, auf diese Clone-Verkäufer hereinzufallen.

    Wer kein Profihacker ist, muss sich, wenn er stressfrei mit OS arbeiten will, eben einen Mac kaufen.
     
  12. Nathea

    Nathea Admin
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    Ich habe mir erlaubt, Deinen Startbeitrag entsprechend zu ändern. Dann fällt die Warnung auch mehr auf.
     

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