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Entsperren von iPhones: Teilerfolg für Apple vor New Yorker Bundesbezirksgericht

Martin Wendel

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Apple kann vor dem US-Bundesbezirksgericht in New York in einer, von der Auseinandersetzung mit dem FBI unabhängigen, Sache einen Teilerfolg für sich verbuchen. Das Gericht stellte fest, dass der All Writs Act, ein Gesetz das bis ins Jahr 1789 zurückreicht, eine Geräteentsperrung nicht rechtfertige. Das Urteil hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf das kürzlich aufgekommene Verfahren in San Bernardino, Kalifornien.

Das Urteil des New Yorker Gerichts stärkt jedoch trotzdem die Argumentationsbasis von Apple, immerhin weisen die beiden Fälle gewisse Ähnlichkeiten auf. Bei beiden Behördenanfragen wurde etwa mit dem All Writs Act argumentiert. Das US-Bundesbezirksgericht stellte nun jedoch fest, dass eine so breite Auslegung Zweifel an der Verfassungskonformität des All Writs Act aufkommen lassen würde.

Sollte das Gericht in Kalifornien zu einem anderen Ergebnis kommen, könnte sich das Urteil des New Yorker Gerichts außerdem bei einem Berufungsverfahren als hilfreich erweisen.

Via The Verge

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Der Wahnsinn geht in die nächste Runde. :)
 
Man nimmt ein 230 Jahre altes gesetzt, als Begründung für so eine Forderung? Und da kommen einem keine Zweifel weil bei der Erschaffung dieses Gesetzes noch nicht an mobile Hightech Computer im Hosentaschenformat gedacht wurde...?
 
Mal etwas anderes: ist es gewollt, dass der Artikel auf dem iPhone zerklüftet erscheint? Nach den ersten 5 Wörtern erstmal runter scrollen zu müssen ist weder nützlich noch schön.
 
Nur noch eine Frage der Zeit bis der Master of Conspiracy hier auch noch auftaucht und lauthals schreit: "Ablenkungsmanöver".
 
Man nimmt ein 230 Jahre altes gesetzt, als Begründung für so eine Forderung? Und da kommen einem keine Zweifel weil bei der Erschaffung dieses Gesetzes noch nicht an mobile Hightech Computer im Hosentaschenformat gedacht wurde...?

Für was wird die Bibel und der Koran noch so alles herangezogen..? Das liegt ganz offensichtlich in der Natur des Menschen. Aber so weit muss man ja gar nicht zurück gehen, unsere Gesetzgebung mit Bezug auf Urheberrechte und anderen Themen stammen doch auch größtenteils noch aus Zeiten, in denen es weder digitale Medien, noch Internet gab.
 
Man nimmt ein 230 Jahre altes gesetzt, als Begründung für so eine Forderung? Und da kommen einem keine Zweifel weil bei der Erschaffung dieses Gesetzes noch nicht an mobile Hightech Computer im Hosentaschenformat gedacht wurde...?

Das Gesetz besteht aber gerade mal aus zwei Sätzen und beinhaltet eine Restkompetenz für die amerikanische Gerichtsbarkeit. Im Grunde besagt es: Gerichte dürfen jegliche Befehle geben, sofern diese nötig und angemessen sind und sich mit gängigen Rechtsgrundsätzen vereinen lassen. Das Problem ist, dass ein einzelnes Gericht diese Kompetenz entgegen der darin enthaltenen Einschränkungen angewendet hat. Im Common-Law-Rechtskreis ist es üblich, dass die Rechtsprechung sich durch verbindliche Präzedenzfälle selbst reguliert. Das Alter hat damit überhaupt nichts zu tun und ich könnte mir sogar vorstellen, dass man bewusst keine Vorstellungen machen wollte zu welchem Zweck dieses Gesetz angewendet werden würde.

Das Urteil in New York zeigt klar und deutlich, dass es unterschiedliche Interpretationen gibt. Diese werden dann von höheren Gerichten und ggf. vom Hohen Gerichtshof verbindlich erklärt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wurde eigentlich schon irgendwo genannt, dass Apple schon über 70 iPhones für das FBI entschlüsselt hat?
Langsam wird das getue von Apple nur noch lächerlich.
 
Wurde eigentlich schon irgendwo genannt, dass Apple schon über 70 iPhones für das FBI entschlüsselt hat?
Langsam wird das getue von Apple nur noch lächerlich.

Lieber Leo (formerly known as Conan),

zur Zeit bist Du aber echt auf Krawall gebürstet.

Was hat denn diese quantitative Aussage mit der generellen Weigerung seitens Apple zu tun, einen dauerhaften Zugang für das FBI zu schaffen?

Wenn ich es nicht besser wüsste, müsste ich annehmen Du bist so stumpf wie C. der Barbar.
 
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Weil es immer noch um die Entsperrung von iPhones geht. Und momentan vergeht keine Woche in der Apple sich nicht irgendwie zum Affen macht.
 
Weil es immer noch um die Entsperrung von iPhones geht. Und momentan vergeht keine Woche in der Apple sich nicht irgendwie zum Affen macht.

Die 70 entschlüsselten iPhones stammen aus der Zeit als iOS noch nicht per Default jedes Handy verschlüsselt hat. Apple hat (mit iOS 7?) die Verschlüsselung für alle iPhones eingeführt, damit sie das Thema von der Backe haben. Seit dem entsperrt Apple genau nix mehr für irgendwen.

Du darfst aber gern zum total super funktionierendem Android greifen, wenn es um Sicherheit bei deinem Telefon geht.
 
Nirgendwo steht auch nur ein Wort, dass alle bisherigen entsperrten iPhones eine iOS Version vor 7.0 hatten. Und mal davon abgesehen, dass Apple das 5c mit iOS 9 genau so entsperren könnte, es komplett unlogisch wäre, warum Apple über 70 iPhones freiwillig entsperrt hat und seit Version 7 plötzlich sagen sollte "nö" und Android zufälliger Weise in vielen Sachen besser funktionert als iOS und nicht minder unsicherer ist als iOS (es geht mir auch gar nicht um die Sicherheit der beiden OS) bin ich der Meinung, Apple geht es um nichts weiter als ihren angeknacksten Ruf wieder aufzupolieren und das die ganze FBI Sache tatsächlich nicht mehr ist als reines Marketing.
Dieses Präzedenzfall und "Schutz der Privatspähre" Gelaber kauf ich denen kein bisschen ab.
 
Nirgendwo steht auch nur ein Wort, dass alle bisherigen entsperrten iPhones eine iOS Version vor 7.0 hatten. Und mal davon abgesehen, dass Apple das 5c mit iOS 9 genau so entsperren könnte, es komplett unlogisch wäre, warum Apple über 70 iPhones freiwillig entsperrt hat und seit Version 7 plötzlich sagen sollte "nö" und Android zufälliger Weise in vielen Sachen besser funktionert als iOS und nicht minder unsicherer ist als iOS (es geht mir auch gar nicht um die Sicherheit der beiden OS) bin ich der Meinung, Apple geht es um nichts weiter als ihren angeknacksten Ruf wieder aufzupolieren und das die ganze FBI Sache tatsächlich nicht mehr ist als reines Marketing.
Dieses Präzedenzfall und "Schutz der Privatspähre" Gelaber kauf ich denen kein bisschen ab.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gerichtlich-angeordnete-iPhone-Entsperrung-Streit-zwischen-Silicon-Valley-Firmen-und-US-Behoerden-3111860.html

[...]Wie via Techcrunch lanciert wird, seien momentan auch Gerüchte im Umlauf, dass Apple bereits circa 70 iPhones entsperrt habe und die Gegenwehr deshalb eine Farce sei. Dies sei allerdings nicht wahr und die zwei Fälle, die derzeit vorliegen – das San-Bernardino-iPhone und ein iPhone aus einem New Yorker Fall –, hätten nicht viel miteinander zu tun. Zudem sei auch immer die laufende iOS-Version auf den Smartphones für die Betrachtung wichtig. So könnten bei älteren iOS-Versionen tatsächlich Daten abgegriffen werden.[...]

und
https://www.eff.org/deeplinks/2016/02/technical-perspective-apple-iphone-case

[...]It's been stated that Apple has unlocked phones 70 times in the past for the authorities. However, this was a very different proposition for older phones without disk encryption. For older phones with no encryption, Apple already had a software version to bypass the unlock screen (used, for example, in Apple stores to unlock phones when customers had forgotten their passcode).[...]

Nimm es mir nicht übel, dass ich auf deinen Kommentar, dass Android nicht weniger sicher sei als iOS, gar nicht erst eingehe. Einen Gang runterschalten und ein bisschen mehr Objektivität stände dir aber vielleicht besser zu Gesicht.
 
Danke, ich habe die Links nicht so schnell finden können.
 
Nirgendwo steht auch nur ein Wort, dass alle bisherigen entsperrten iPhones eine iOS Version vor 7.0 hatten. Und mal davon abgesehen, dass Apple das 5c mit iOS 9 genau so entsperren könnte, es komplett unlogisch wäre, warum Apple über 70 iPhones freiwillig entsperrt hat und seit Version 7 plötzlich sagen sollte "nö" und Android zufälliger Weise in vielen Sachen besser funktionert als iOS und nicht minder unsicherer ist als iOS (es geht mir auch gar nicht um die Sicherheit der beiden OS) bin ich der Meinung, Apple geht es um nichts weiter als ihren angeknacksten Ruf wieder aufzupolieren und das die ganze FBI Sache tatsächlich nicht mehr ist als reines Marketing.
Dieses Präzedenzfall und "Schutz der Privatspähre" Gelaber kauf ich denen kein bisschen ab.
Genau hier kommst du zu einer falschen Schlussfolgerung.

Apples Strategie ist sehr einfach: bei uns bezahlt ihr einen Premiumpreis für HW, SW und Services, aber dafür legen wir Wert auf die Sicherheit eurer Daten. Deshalb haben sie die Verschlüsselung des Devices mit Passcode und Löschung nach zehn Versuchen eingebaut. Nun will das FBI einen Präzedenzfall schaffen, der dieses Versprechen aushebelt. Dagegen wehrt sich Apple nun auf dem einzig machbaren Weg: in der Öffentlichkeit. Das dabei in der Diskussion nochmals ihre grundsätzliche Position öffentlich unterstrichen wird, ist ein hübscher Nebeneffekt, aber nicht der Auslöser der Diskussion.

Als es den Schutzmechanismus vor iOS 7 noch nicht gab und sie die technischen Mittel zur Entsperrung hatten (das ist der Punkt: Mittel waren verfügbar), konnten sie einen richterlichen Beschluss nicht abwehren. Jetzt argumentieren sie (mit Aussicht auf Erfolg), sie haben die Mittel nicht verfügbar und sehen keine gesetzliche Grundlage dazu gezwungen zu werden, diese Mittel zu erschaffen. So bleiben die Devices ihrer Kunden sicher.

It's so fucking easy, was ist an der Ausgangslage nicht zu verstehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
http://www.nytimes.com/2016/03/02/t...-judiciary-committee.html?ref=technology&_r=1

"
Mr. Comey stressed that the fight with Apple was about trying to get as much information as possible about the San Bernardino attack — not about gaining a powerful law enforcement tool elsewhere.

But when he was asked whether the F.B.I. would seek to unlock other encrypted phones if it prevailed in the San Bernardino case, he responded, “Of course.”"

Und das zeigt mir schon, dass diese Scheinheiligkeit der Behörden in diesem Verfahren gewaltige Ausmaße annimmt.

Man betont 1000 Mal, dass es nur um dieses eine iPhone geht und man keine Backdoor will blablablabla; aber wenn sich natürlich die Möglichkeit bietet alle anderen iPhones, die für irgendwelche Fälle relevant sein könnten (nicht bezahlte Parkingtickets vllt. ?), zu entschlüsseln, dann wird das selbstverständlich gemacht.

Warum auch nicht ? :rolleyes:
 
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@1927AD
Super.

Du zitierst einen Bericht einer Kolumnistin auf heise.de der die Aussagekraft eines Steins hat und die sich auf einen Artikel von techcrunch beruft die sagen, nein, Apple hat das nicht getan. Und das Wissen von Techcrunch basiert auf was? Weil da ein Typ den Unterschied zw. entschlüsseln und extrahieren erklärt hat? Und das die iOS Version zum für die Betrachtung wichtig sei - was soll mir das jetzt genau sagen?


Kommen wir zu deinem zweiten Zitat, welches mir nun auch genau was sagen soll, außer das hier wiederum niemand etwas dagegen sagt, dass Apple zuvor bei 70 iPhones geholfen hat.?

Hätte ein entsprechender Artikel von dir zur Sicherheit von iOS wohl auch nicht mehr enthalten, als das iOS sicherer ist als Android, weil Apps zuvor einer ach so strengen Kontrolle unterliegen und für Android mehr Malware - nein halt - "Viren" - im Umlauf sind?

Genau hier kommst du zu einer falschen Schlussfolgerung.
Das ist keine Schlussfolgerung, sondern meine Meinung.
. Nun will das FBI einen Präzedenzfall schaffen, der dieses Versprechen aushebelt. Dagegen währt sich Apple nun auf dem einzig machbaren Weg: in der Öffentlichkeit.
Ob das FBI damit einen Präzedenzfall schaffen will oder nicht, weiß niemand.
Für mich rührt die Sache mit dem Präzedenzfall daher, das sämtliche Behörden der USA seit dem NSA Skandal automatisch nichts als böses im Sinn haben können und sowieso alles nur eine Lüge sein kann.
Und warum ist der einzig richtige Weg damit an die Öffentlichkeit zu gehen?! Glaubst du das beeinflusst die Entscheidung der Richter? GERADE deshalb, weil Apple das in die Öffentlichkeit rausplärren musste zeigt doch nur, dass sie nichts weiter als Sympathiepunkte hamstern wollen. Wer was anderes glaubt, glaubt auch daran, dass es Apple beim Fehlercode 53 natürlich NUR um die Sicherheit ging und in keinem Moment an Kohle.

Und eben der Unsinn den Apple von sich gibt, in dem sie behaupten, "forcing Apple to extract data… absent clear legal authority to do so, could threaten the trust between Apple and its customers and substantially tarnish the Apple brand"
erklärt doch nicht, warum Apple früher dazu bereit war. Was hat sich jetzt geändert?
 
@Arcane: Selbst wenn es so wäre, dass Apple früher bereitwillig iPhones entsperrt hat – ist es nicht eine positive Entwicklung, dass sie das (aus welchen Gründen auch immer) heute nicht mehr tun? Selbstverständlich wäre es dann der aktuellen Firmenpolitik nach ein Vertrauensbruch, wenn sie Backdoors schaffen und die Sicherheit der Geräte bewusst kompromittieren. Das Marketing-Blabla ist eben auch ein "Verpsrechen" an die Kunden.

Und gleich noch eine weitere Frage hinten nach: Wenn das alles nur Marketing und Geblabber ist und es nur darum geht, den Ruf aufzubessern, warum ist da vor Apple nicht schon jemand anderes draufgekommen? Die Datenschutz-Debatte und das gegeneinander Ausspielen von Sicherheit und Privatsphäre ist nun wirklich keine Diskussion, die erst in den letzten paar Monaten entbrannte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry @Arcane , aber jetzt bist du in irgendeinem komischen Modus angekommen, in dem du nur noch zusammenhangsloses Zeugs von dir gibst, Äpfel mit Birnen vergleichst und die einfachsten kausalen Zusammenhänge gar nicht mehr wahrnimmst, oder wahrnehmen willst. Gerade der letzte Absatz zeigt deutlich auf wie sehr du von deiner konstruieren Meinung überzeugt bist und nicht mal mehr im Entferntesten die Bereitschaft hast andere Argumente überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.

An dieser Stelle werde ich (auch wenn es mir schwerfällt) zu diesem spezifischen Thema einfach nur mit einem Lächeln auf den Lippen zusehen, was du sonst noch alles von dir gibst, ohne weitere Kommentare abzugeben.
 
@Arcane

Du missverstehst den Kern der Sache! Es geht nicht darum die iPhones nicht entschlüsseln zu "wollen" es geht darum keine Backdor ins OS einbauen zu "müssen".

Google doch mal nach der richterlichen Anordnung dort steht schwarz auf weiß was von Apple verlangt wird ;)