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Feature Ein Prozent aller digitalen Dollar wird über Apple Pay bezahlt

Martin Wendel

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Im November flossen in den USA bereits ein Prozent aller über digitale Bezahldienste ausgegebenen US-Dollar über Apple Pay. Dies geht aus einem Bericht der Investmentforscher von ITG zurück. Diese Zahl sei laut den Experten beeindruckend, da Apple Pay erst seit Ende Oktober verfügbar ist und nur mit den neuesten iPhone-Modellen kompatibel ist. „Apple Pay hat das Zeug dazu, den Markt der mobilen Bezahldienste signifikant zu umzuwandeln“, so ITG. Zum Vergleich: Google Wallet, ein Bezahldienst der bereits im Jahr 2011 in den USA gestartet ist, kommt aktuell auf 4 Prozent.[prbreak][/prbreak]

Apple Pay eine große Bedrohung für PayPal
Marktführer bei den digitalen Bezahldiensten ist PayPal, ein Tochterunternehmen von eBay. ITG geht jedoch davon aus, dass Apple Pay eine große Bedrohung für die Dominanz von PayPal über den Markt der digitalen Bezahldienste darstellt. Die Experten begründen diese Einschätzung mit der problematischen Beziehung von PayPal zu den Zahlungsdienstleistern und dem Fehlen einer biometrischen Sicherheitsfunktion. „Es wird für PayPal schwer werden, mit der einfachen Bedienung und der Kundenattraktivität der Apple-Lösung gleichzuziehen“, so ITG.

60 Prozent der Kunden verwenden Apple Pay mehrmals
Die Daten von ITG zur Verwendung von Apple Pay zeigen, dass 60 Prozent der Neukunden den Dienst im November mehrmals verwendet haben. PayPal erreicht hier nur einen Wert von 20 Prozent. Im Durchschnitt wird Apple Pay von den Kunden 1,4 mal pro Woche benutzt. Nach einer einmaligen Bezahlung bei einem Händler über Apple Pay verwenden Kunden bei rund 66 Prozent aller weiteren Transaktionen ebenfalls Apple Pay. Apple-Pay-Kunden verwenden den Dienst seit dem Start im Durchschnitt für 5,3 Prozent aller Kartentransaktionen und für 2,3 Prozent aller ausgegebenen Dollar.

Apple-Pay-Kunden zahlen am häufigsten in Biosupermarktkette
Mit 20 Prozent aller Apple-Pay-Transaktionen wird der neue Bezahldienst am häufigsten bei Whole Foods verwendet. 28 Prozent aller über Apple Pay ausgegebenen Dollar landen dabei bei der Biosupermarktkette. 19 Prozent der Apple-Pay-Transaktionen werden bei der Pharmaziekette Walgreens getätigt, auf dem dritten Platz folgt die Fast-Food-Kette McDonald’s mit 11 Prozent. Insgesamt verzeichnen die Top-5-Händern 58 Prozent aller Apple-Pay-Transaktionen, sie teilen sich 45 Prozent aller über Apple Pay ausgegebenen Dollar auf.

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Kaum Informationen von Apple direkt
Apple selbst hat sich bisher nur sehr vage zur Akzeptanz des neuen Bezahldienstes geäußert. Im Oktober hat Tim Cook verraten, dass innerhalb von 72 Stunden nach Verfügbarkeit über eine Million Kredit- und Debitkarten für den Dienst aktiviert wurden. Weitere Informationen lieferten bisher nur die Händler selbst. Bereits im November verzeichnete etwa Walgreens eine Verdoppelung der Zahlungen über Digital-Wallets, bei McDonald’s war Apple Pay für die Hälfte der getätigten kontaktlosen Zahlungen verantwortlich. Bei Whole Foods sollen rund ein Prozent aller Zahlungen über Apple Pay abgewickelt worden sein.

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Bild via MasterCard
Via 9to5Mac
 
Was zählt denn als digitaler Bezahldienst? Auch bei der klassischen Amazon-Bestellung ist die Kreditkarte ja digital hinterlegt, davon hat Apple aber doch sicher kein Prozent geschafft, oder?
 
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Reaktionen: Mac_my_life
(...) davon hat Apple aber doch sicher kein Prozent geschafft, oder?
Nein, es geht um Zahlungen, die eben nicht (direkt) per Kredit- bzw. Debitkarte oder in Cash erfolgen. Ein großer Teil davon dürfte wohl online erfolgen (eben über PayPal).
 
Wenn Apple Pay in Deutschland auch erfolgreich sein soll, dann müssten fast ELVs auch unterstützt werden. EC-Karte ist hier halt doch wesentlich gebräuchlicher als Kreditkarte. Auch ein Vorteil PayPal: hier kann ich direkt via Lastschrift zahlen.
 
Wenn Apple Pay in Deutschland auch erfolgreich sein soll...
Keine Angst, das wird schon nicht passieren. Dafür hat die EU schon gesorgt:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen...engebuehren-bremsen-unternehmen-13331653.html
Der in Deutschland ohnehin schon ausgeprägten Resistenz gegen bargeldlose Zahlung und insbesondere gegen Micropayment, kommt jetzt noch hinzu, dass die Banken unter dem Gebührendeckel der EU leiden. Das dürfte der Bereitschaft der Banken von den ohne knappen Margen auch noch Apple was abzugeben, einen ziemlichen Dämpfer verpassen.
 
Das dürfte der Bereitschaft der Banken von den ohne knappen Margen auch noch Apple was abzugeben, einen ziemlichen Dämpfer verpassen.
Im Gegenzug dürfte es aber Händler dazu bringen, vermehrt bargeldlose Bezahlmöglichkeiten anzubieten. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
 
Weißt du wie hoch die Kreditkartengebühren in den USA sind? Irgendwie findet man dazu nirgends wirklich verlässliche Angaben.