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Ein guter Arbeitsplatz?

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von Jonas_K, 23.03.08.

  1. Jonas_K

    Jonas_K Gast

    Hi,

    Ich hoffe es ist ok für euch, dass ich hier einfach reinplatze und im Café poste - ich bin ein recht regelmässiger Leser des Forums und schaue mich gerne hier um und nun dachte ich, dass ihr vielleicht ein paar gute Ideen habt. :)

    In 2-3 Monaten werde ich meine letzte Prüfung in meinem Studium (Informatik) haben und werde dann meine Diplomarbeit schreiben. Thema ist noch nicht klar, aber da mein jetziger Arbeitgeber (Nebenjob) mir angeboten hat, mich dabei technisch und finanziell zu unterstützen, werde ich dieses Angebot gerne annehmen.

    Was danach kommt, ist unklar, ich bin mir allerdings 100% sicher, dass ich nicht bei der Firma bleiben möchte. Der Laden ist zwar ein recht großer "Fisch" im Bereich IT-Sicherheit und Aufstiegschancen sowie Gehälter sind super, aber mir steht der Kommerz dort viel zu sehr im Vordergrund. Leute, die wirklich mit Herz dabei sind, gibt es immer weniger und leider muss ich auch, so arrogant das als Student klingen mag, vielen die Fachkompetenz absprechen.
    Mein Traum wäre ein Job als Sysadmin mit Projektarbeit in einer nicht zu großen, eher "familiären" Firma.

    Die Frage ist jetzt nur: wo will ich hin, wo soll ich mich bewerben?
    Natürlich kenne ich Suchmaschinen wie monster.de etc., aber leider kann man bei den Stellenanzeigen auch nur schwer hinter die Fassade gucken.
    Daher, nach diesem langen Roman, meine Frage an euch: wie finde ich meinen Traumjob?
     
  2. idolum

    idolum Pomme au Mors

    Dabei seit:
    23.11.07
    Beiträge:
    856
    Einen Traumjob wird man wohl nur als Selnständiger finden...
     
  3. maarten

    maarten Empire

    Dabei seit:
    14.10.07
    Beiträge:
    88
    Wenn das die erste Firma ist, die du siehst, wo niemand Ahnung hatt, bist du noch nich viel rumgekommen. Das ist in IT Abteilungen irgendwie immer so, dass ein Haufen Leute nichtso recht weiss was er tut. Aber Studieren um Sysadmin zu werden? Ist dir das nicht zuwenig?
     
  4. falkgottschalk

    falkgottschalk Kaiser Wilhelm

    Dabei seit:
    23.03.08
    Beiträge:
    175
    Egal wo Du einsteigst: Du wirst in den ersten 10 Jahren 2-3x den Job wechseln um mehr Erfahrungen zu sammeln und um Dich gehaltsmäßig zu verbessern. (Sofern Du in Deinem Job gut bist.)
    Studium != Praxiserfahrung. Die gilt es erst einmal zu sammeln.
     
  5. Cheops

    Cheops Carola

    Dabei seit:
    27.08.07
    Beiträge:
    114
    Hallo und Willkommen,

    das mit dem Traumjob ist so eine Sache. Ein Traumjob wäre für mich eine Stelle bei der alles stimmt. Arbeitszeiten, Bezahlung, Kollegen, der Chef, die Umgebung.
    Ich will nicht behaupten, dass es so etwas nicht gibt. Aber es dürfte nur sehr schwer zu finden sein. Du musst für dich entscheiden welche Punkte dir am Wichtigsten sind und dann versuche einen Arbeitgeber zu finden der das meiste davon erfüllt.
    Bei einem Vorstellungsgespräch bauen beide Seiten eine Illusion auf. Was kannst du also abchecken?

    1. Die Arbeitszeiten: Lass dir ganz genau sagen was alles bezahlt wird. Überstundenregelung, Wochenendarbeit usw.. Wenn die Arbeit Spaß macht stört einen auch die Mehrarbeit nicht.

    2. Die Bezahlung: Will dir hier keine Zahl nennen. Setze dir realistische Ziele und verhandle über Jahresgehälter.

    3. Die Umgebung: Lass dir deinen zukünftigen Arbeitsplatz zeigen. Du verbringst dort acht (oder mehr) Stunden deines Tages. Du glaubst nicht was das ausmacht. Wir sitzen mit achtzig (80) Leuten in einem Büro. Das kann dich manchmal ganz schön fertig machen.

    4. Der Chef und die Kollegen: Das ist leider etwas das du nicht kontrollieren kannst. Hierbei wünsche ich dir viel Glück.

    So oder so ähnlich könntest du deine Prioritäten festlegen. Wenn deine wichtigsten Punkte erfüllt werden, könnte das nahe an einen Traumjob kommen.

    Ich wünsche dir viel Glück bei der Traumjobsuche. Sag mir doch mal Bescheid wie es so klappt.
     
  6. Jonas_K

    Jonas_K Gast

    Die Selbstständigkeit ist eine Option, die ich zwar im Hinterkopf habe, aber jetzt lieber noch nicht angehen will. Ich habe mehrere Bekannte, die damit auf die Nase gefallen sind: erst gab es große Aufträge, das Geld floß, andere Aufträge wurden abgelehnt, dann kam die Regenzeit, ein Auftrag ist geplatz, bei einem anderen sind viele unerwartete Probleme aufgetreten und die Beschaffung neuer Kunden lief auch eher fad...
    Ich möchte gerne erst einmal ein paar Jahre einen festen Arbeitsplatz haben, um mir eine gewisse Grundlage zu schaffen. Das ist vielleicht nicht nötig, wenn man die Selbstständigkeit wirklich ernsthaft und mit gutem Willen angeht, aber mir gibt es eine Sicherheit.

    Ich habe (leider) schon einige Firmen gesehen, die nicht wirklich vor Kompetenz strahlten und war meistens auch wieder schnell weg. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber bin ich geblieben, weil er einen sehr guten Ruf hat und weil ich immer gehofft habe, dass ich noch das geheime Büro entdecke, wo die Leute mit Ahnung drinsitzen. ;)
    Und ich sehe auch nicht den Grund, warum man mit einem Hochschulabschluß nicht Systemadministrator werden sollte? Wenn ich mir die Stellenanzeigen anschaue sind da bei 90% der "Sysadmins Unix/Linux" ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder Ausbildung mit langjähriger Erfahrung als Anforderung angegeben.

    Ich meine damit auch definitiv nicht den Guru, der in irgendeiner Höhle sitzt und die PCs der Angestellten repariert - das wird des öfteren mißverstanden. ;)

    Dass man das tun muss, habe ich schon bei meinem jetzigen Arbeitgeber gemerkt: zwei ehemalige Werksstudenten, zu denen ich einen recht guten Draht hatte, sind im letzten Jahr übernommen worden. Beide hatten einen fast identischen Abschluß. Der eine hat klar gesagt, dass er andere Angebote hat und ist als "Entwickler" eingestellt, kürzlich zum "Senior Entwickler" befördert worden. Der andere hat einfach alles genommen, was ihm angeboten wurde und ist "Junior Entwickler".

    o_O
    Sorry, hoffe das klingt nicht arrogant, aber in so einem Großraumbüro würde ich niemals arbeiten wollen. Das würde mich definitiv total fertig machen. Ich bin sehr empfänglich für Ablenkungen jeder Art und arbeite nicht gerne mit "Nebengeräuschen". Aber genau das wird sich ja dort nicht vermeiden lassen.

    Ich habe leider auch schon gemerkt, dass das Verhältnis zwischen Kollegen sehr wichtig ist und unkontrollierbar. Um die Geschichte kurz zu umreißen: irgendwann kam ein Dritter in unser Zweierbüro hinzu, der es wohl darauf abgesehen hat, mich bloßzustellen. Ständig kam er mit irgendwelchen Detailfragen an, die ich aus dem Stegreif nicht beantworten konnte ("Du kennst doch das Programm xy? Was bewirkt da der Parameter -a? ... Wie, das weißt du nicht? Ich dachte du studierst Informatik?"). Andere Kollegen hatten den gleichen Eindruck, haben es sogar schon als Mobbing bezeichnet - ich habe es eigentlich einfach an mir abprallen lassen. Letztendlich kam dann kürzlich heraus, dass der "dritte Kollege" sich an meinem Gehalt störte: er hatte ausgerechnet, dass ich mit meinem Studi-Lohn mehr Stundenlohn bekomme, als er, wenn er sein Netto-Gehalt auf seine Arbeitszeit herunterrechnet. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen. :p



    Danke!
     

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